Secondlife Combat 2.0

Screenshot von Secondlife Combat 2.0 (Lindenlab)
Inara Pay berichtet über das neue SL Combat System 2.0.
As a very, very small thumbnail of the updates, the following are now available with Combat 2.0:
– Damage events (llDamage) and healing (incl. objects having health).
– Better control over what happens on death.
– Spawn points.
– A new and dedicated combat log – “Brigadier Linden” combat region owners can leverage in administrating combat in their regions.
– region-wide settings available to combat region owners.
– new LSL functions and events.
„“No Mans Land“ [eine Sim] ist das Epizentrum des Kampfes. Es umfasst ein Netz von Schützengräben im Stil des Ersten Weltkriegs, offenes Land für PvP und Deckung für PvE gegen bewaffnete Luftdrohnen. Für Kämpfe im Team gibt es in der Region rote und blaue Flaggen für Angreifer bzw. Verteidiger. Wer mitmachen möchte, muss sich nicht selbst ausrüsten. Wer neu im Kampf in SL ist oder aus Neugier zurückkehrt, kann verschiedene kostenlose Waffen bekommen die von den Entwicklern der Second Life-Kampfgemeinschaft zur Verfügung gestellt werden“ (von mir übersetzt).

Kampfszene im Gor-Segment von Secondlife (2016) – Angriff einer Gruppe von Torvaldslandern auf die Stadt Olni.
Für Veteranen wie mich ist das keine Nachricht, die einen aus dem Gamersessel haut. Combat gab es in Secondlife schon immer. Für diejenigen, die weder Gamer sind noch sich in virtuellen Welten auskennen: Der Avatar an sich ist unsterblich und unverwundbar. Das kann man durch gescriptete Attachments ändern. Es konkurrieren mehrere Systeme miteinander; die mit Abstand populärsten sind zCS und GM.
Die Details des Combat-System sind natürlich interessant, vor allem auch für Gamedesigner wie mich, die die Environments bauen, in denen die Kampfe dann stattfinden, sei es mit ernsthaftem Rollenspiel-Plot oder just for fun.
Im Jahr 2012 schaffte Lindenlab die zum Beispiel Splash-Funktion bei Waffen ab. „In Second Life bezog sich die „Splash“-Funktion auf eine spezielle Art von Schaden oder Angriffseffekt bei Waffen, die in der virtuellen Welt eingesetzt wurden. Diese Funktion verursachte Schaden, der auf einen großen Bereich (Area of Effect, AoE) um das Ziel herum verteilt wurde, anstatt nur das primäre Ziel zu treffen. Dies bedeutete, dass nicht nur der direkte Treffer eine Wirkung hatte, sondern auch Avatare oder Objekte in der Umgebung betroffen sein konnten.
Solche „Splash“-Waffen wurden oft als unfair angesehen, weil sie es ermöglichten, mehrere Spieler gleichzeitig zu treffen, ohne genau zielen zu müssen. Der Missbrauch dieser Funktion führte dazu, dass sie als eine Form von „Griefing“ (absichtliches Stören anderer Spieler) betrachtet wurde, was schließlich zur Abschaffung dieser Mechanik in vielen Bereichen von Second Life führte.“ (ChatGPT)

Schwertkampf in Kasra (Sim mittlerweile geschlossen, 2019)
Einen Tag, nachdem „Splash“ nicht mehr funktionierte (März 2012), hatte ich als Warlord ein mehrstündiges Hauen, Schießen und Stechen zu leiten, bei dem wir unsere – uns vielfach überlegenden – Gegner abschossen wie die Tontauben, weil diese irrig meinten, sie könnten uns oben auf der Stadtmauer treffen, indem sie auf die Mauer selbst zielten, was aber nicht mehr funktionierte.
Alle Gamedesigner in Secondlife waren damals gezwungen, die Stadtmauern und andere virtuelle Befestigungsanlagen umzubauen.
Aktuell gibt es in Secondlife – außer im „adult“-Segment von Gor, der mit Abstand größten Rollenspiel-Community, kaum nennenswerte Combat-Regionen. Bei der großen Konkurrenz von Computerspielen, deren Nutzerzahlen um ein Vielfaches größer sind als die in Secondlife, muss sich Linden Lab natürlich etwas überlegen, um mithalten zu können.
Das unlösbare Problem wird bleiben: Um ein interessantes Spielerlebnis mit gutem Rendering zu haben, braucht man entsprechende Hardware und auch einen akzeptablen Ping, was in Deutschland noch immer ein Problem ist. So was hat aber die Masse der Nutzer nicht. Und mit einem Smartphone gewinnt man keinen Schwertkampf.

Goreanischer Auftragsmörder (Assassine) auf einem Kriegstharlarion (so ein Tierchen, auf dem Avatare reiten können, kostet rund zwei Euro).
By the way: Ich bin offenbar der einzige Mensch in Deutschland, der über dieses Thema bloggt. Warum eigentlich?
Kommentare
One Kommentar zu “Secondlife Combat 2.0”
Schreibe einen Kommentar



















Entschuldigung, aber wer mitten in einem Irrenhaus lebt und es täglich erlebt, der braucht kein second life mehr. Nicht jeder ist so wie Du und braucht noch mehr Irrsinn im Alltag. Dein second life könnte ich wohl nur besoffen ertragen. Mir fehlt auch die Zeit.