Unter Weckrufenden
Manche Artikel liest man, weil man mehr an den Kommentaren interessiert ist, vor allem bei Heise: „Neue Alexa-Speaker: Echo Time hört beim Schlafen zu, Studio 3 guckt per Kamera“. Da weiß man schon, was kommt.
„Per Ultraschall erfasst Echo Time, wie Schlafende atmen und soll daraus Phasen leichten Schlafs ableiten. Das Ziel: ein Weckruf, wenn man ohnehin fast schon wach ist und nicht aus einem tiefen Traum gerissen wird.“
Was kann da schon schiefgehen?
„Die dritte Version des Lautsprechers Echo Studio bekommt außer Mikrofon-Ohren für den Chatbot zusätzlich ein Auge: Eine Kamera mit 13 Megapixeln erfasst die Umgebung, was verschiedene Vorteile bringen soll.“
Ach. Ach was. Kommentare dazu:
„Guckt Echo Studio auch im Schlafzimmer zu und gibt Tipps für besseren Sex? Oder muß man sich dazu erst mit dem Support Agent verbinden lassen der einen dann individuell berät?“
„Wo denkst Du hin? Das Ding kommt aus den USA. Der LED Ring errötet und es beichtet online. Mit der Einstellung chmod -666 hingegen, gibt es Bewertungsnoten ab.“
„Nee, die kleine Petze sagt dann: Sebastian, vorhin hast du dich mehr angestrengt und die Frau sah auch ganz anders aus 😉 Oder: hier die Ergebnisse deines positiven Tests auf…..“
„Das macht mich echt sprachlos.
Alexa im Wohnzimmer, Alexa in der Küche, Alexa im Schlafzimmer mit Tipps zum besseren Schlaf oder auch zum Pop…n.
Demnächst Alexa im Bad mit Tipps zum richtigen Zähneputzen oder Abwischen nach der Toilette….“
Nacktmodelle
Vermutlich werde ich wegen des Titels wieder in alle jugendschutzkompatible Filter- und Zensurlisten geworfen. Ich wollte aber – nur kurz zwischendurch – eine Konversation zu diesem beliebten Thema mit der AI referieren.
Ich habe schon Mesh-Objekte gesehen, die eine völlig unbekleidete Frau zeigen. Wie ist das möglich, wenn so etwas gegen die Regeln von ChatGPT und anderen Anwendungen verstößt? Oder gibt es dafür spezielle Software oder Anbieter?
Ja, es gibt tatsächlich spezielle Software und Anbieter, mit denen sich vollständig unbekleidete menschliche 3D-Figuren erstellen lassen. Das ist in der 3D-Modellierung keineswegs ungewöhnlich. Nackte menschliche Körper werden beispielsweise für anatomische Studien, Kunst, Computerspiele, virtuelle Welten und Animationen modelliert.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen KI-Bildgeneratoren und klassischen 3D-Modellierungsprogrammen.
Warum sind solche Mesh-Figuren möglich?
Die Beschränkungen von ChatGPT, bestimmten Bildgeneratoren oder Diensten wie Tripo3D gelten nicht automatisch für sämtliche 3D-Software.
Ein Programm wie Blender kann grundsätzlich jede menschliche Anatomie modellieren. Es prüft normalerweise nicht, ob eine Figur Kleidung trägt.
Auch in Second Life gibt es seit Langem vollständig anatomisch ausgearbeitete Mesh-Körper. Sie werden beispielsweise als Avatar-Körper, Statuen oder Dekorationsfiguren verwendet.
| Software | Möglichkeiten | Kosten |
|---|---|---|
| MakeHuman | Anatomisch modellierte männliche und weibliche Figuren, Körperformen anpassbar | Kostenlos |
| DAZ Studio | Sehr realistische menschliche Figuren, zusätzliche anatomische Details verfügbar | Grundsoftware kostenlos, Erweiterungen kostenpflichtig |
| Blender | Vollständige Kontrolle über Körper, Mesh, Texturen und Anatomie | Kostenlos |
| Character Creator 4 | Professionelle menschliche Figuren, Morphing, Skin-Texturen und Rigging | Kostenpflichtig |
By the way: Das Add-on für Blender heißt MPFB (MakeHuman Plugin for Blender). Es funktioniert nicht mit meiner Blender-Version, sondern vermutlich nur ab 5.0.. Ich will aber noch mit Collada-Dateien arbeiten, was für die neuesten Blender-Versionen nicht mehr vorgesehen ist. Ich müsste also zwei verschiedenen Blender-Versionen installieren. Dazu habe ich zur Zeit keine Lust.
Blockparteien
Hier ein Artikel der Jerusalem Post zum Ausgang der Wahlen in Israel zusammengefasst und übersetzt und mit Links versehen:

Der Block von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wird voraussichtlich mit 53 Sitzen in die Knesset einziehen. Das gabe die Zentrale Wahlkommission (ZWK) am Mittwochmorgen nach Auszählung von fast fünf Millionen Stimmen bekannt.
Netanjahus Likud-Partei wird voraussichtlich 26 Sitze erhalten. Die Listen Vereinigtes Tora-Judentum, Schas und Otzma Yehudit [die Ultraorthodoxen verweigern sich dem Militärdienst und wollen religiöse Gesetze für alle verpflichtend machen, haben aber eine einheitliche Meinug zu den Arabern in Israel] erringen voraussichtlich jeweils sieben Sitze, die Religiös-Zionistische Partei sechs Sitze [das sind die Leute um Smotrich].
Das Oppositionsbündnis, bestehend aus Jaschar, B’Yachad, Jisrael Beitenu und den Demokraten, wird laut ZWK-Angaben voraussichtlich mit 48 Sitzen in die Knesset einziehen. Gadi Eisenkots Jaschar wird voraussichtlich 21 Sitze erhalten. B’Yachad unter der Führung von Naftali Bennett und Jair Lapid 12 Sitze. Die Demokraten von Yair Golan werden voraussichtlich mit acht Sitzen in die Knesset einziehen, die Partei Yisrael Beitenu von Avigdor Lieberman mit sieben.
Laut den jüngsten Ergebnissen der Zentralen Wahlkommission (CEC) werden die arabischen Parteien 19 Sitze in der nächsten Knesset erringen, die Vereinte Liste 12 und Ra’am sieben.

Steuert Israel auf eine Einheitsregierung zu – oder auf Neuwahlen?
Die Aussicht auf eine Einheitsregierung unter Netanjahu und Eisenkot erscheint unwahrscheinlich, da Eisenkot eine Mitarbeit unter Netanjahu, auch in einer Rotationsregierung, abgelehnt hat. Andere Oppositionsführer schlossen ebenfalls eine Koalition unter Führung des Premierministers aus. [Das läuft alles unter der Kategorie „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?“]
Eisenkot forderte den Vorsitzenden der größten Partei des Oppositionsblocks auf, als Premierministerkandidat anzutreten, obwohl innerhalb des Blocks noch keine Einigung über diese Konstellation erzielt wurde.
Die Nachwahlbefragungen ließen zudem die Möglichkeit einer Minderheitsregierung aufkommen, die ein Vertrauensvotum in der Knesset ohne absolute Mehrheit von 61 Sitzen gewinnen könnte. Der Widerstand innerhalb des Blocks gegen die Einbindung arabischer Parteien könnte ein solches Arrangement jedoch erschweren.
Die politische Pattsituation könnte letztlich zu Neuwahlen führen, obwohl die Parteien möglicherweise noch durch Koalitionsverhandlungen eine Einigung erzielen können.
Demokraten und arabische Parteien fordern Regierungsbildung der Opposition
Der Vorsitzende der Demokraten, Jair Golan, erklärte, der von Premierminister Netanjahu geführte Block habe die Knesset-Wahl 2026 verloren, da der Oppositionsblock unter Einbeziehung der arabischen Parteien 65 Sitze erreicht habe.
„Netanjahu hat verloren. Ich kann bis 120 zählen. 65 ist mehr als 55. So funktioniert die israelische Demokratie. Punkt“, schrieb er am Mittwochmorgen und forderte die Einbeziehung arabischer Parteien in die Regierung bei den anstehenden Knesset-Wahlen. Er fügte hinzu, falls Netanjahu die Bildung eines zionistischen Blocks erwäge, solle er „die 16 Knesset-Abgeordneten der nicht-zionistischen Haredi-Parteien von seinem eigenen Block abziehen“. „Wir haben die Mehrheit. Wir tragen die Verantwortung. Und wir haben die Chance, gemeinsam mit den arabischen Bürgern Israels eine Regierung des Wandels zu bilden.“ „Eine Regierung, die allen israelischen Bürgern dient“.
Der Vorsitzende der Vereinten Liste, Yousef Jabareen, erklärte am Mittwoch, seine Partei sei bereit, „den Weg für den Sturz der Netanjahu-Regierung zu ebnen“. „Gegen eine Regierung des Blutvergießens, gegen eine Politik der Überlegenheit, des Rassismus und der Ausgrenzung bieten wir eine völlig andere Alternative“, schrieb er auf Twitter. „Der Wandel kommt durch eine jüdisch-arabische Partnerschaft, eine echte und gleichberechtigte Partnerschaft. Nicht weniger und nicht mehr.
Später deutete der Vorsitzende der Fraktion der Vereinten Liste, Knessetabgeordneter Ahmad Tibi (Hadash-Ta’al), in einem Interview mit dem Armeeradio seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Opposition an. „Der Oppositionsblock wird eine Regierung bilden können, wenn er den Mut dazu hat. Wir reichen ihm die Hand und sind bereit zu helfen“, sagte er.

Das wird spannend. Was in deutschen Medien nicht erwähnt wird: Alle arabischen Parteien Israels verlangen einen „palästinensischen“ Staat, das heißt: sie sind nicht wirklich loyale Staatsbürger. Einen weiteren arabischen Staat in Palästina wird es aber nicht geben. Und wie soll eine „Partnerschaft“ aussehen – zwischen wem?
► 1995: Arabische Frauen bekamen durchschnittlich 65 % mehr Kinder als jüdische Frauen.
► 2015: Beide Gruppen lagen gleichauf bei 3,13 Kindern.
► 2022: Jüdische Frauen bekamen durchschnittlich rund 10 % mehr Kinder als arabische Frauen.
Diese Geburtenrate wird aber vor allem durch die Haredim erzeugt, also durch die Religiotisierung Israels.
Ich glaube auch nicht, dass es sich eine Mindeheitsregierung der Opposition zu Netanjahu leisten kann, sich auf die arabischen Parteien zu verlassen.
Ich gehe davon aus, dass es Netanjahu gelingen wird, einzelne Mitglieder oder sogar Fraktionen aus dem Oppositionblock herauszubrechen und dann mit denen eine Regierung zu bilden.
Breit wie hoch
Ein großer Vorteil ist, wenn man im Naturkundemuseum Berlin arbeitet, dass man dort sein kann, wenn noch niemand sonst hinein darf (ich habe einen Generalschlüssel). Ich kenne auch den einzigen Spot der großen Halle, von dem aus die Brontosaurier (Guiness Book of Records!) mit einem normalen Smartphone ganz aufs Bild passen.
Medellin, enhanced
Medellín ist die zweigrösste Stadt in Kolumbien. Das Foto habe ich Ende 1979 auf dem Flug nach Bogota gemacht. Ich hatte es am 27.01.2013 hier schon veröffentlicht.
Ich hatte immer leichte Zweifel, ob es wirlkich Medellin war. Aus meinem Reisetagebuch vom 08.11.1979:
Ich bin überzeugt, dass wir auch in Medellin zwischengelandet sind, obwohl ich das nicht erwähnte. Also muss die AI ran.
Mein vorläufiges Ergebnis: Es ist durchaus möglich, dass dein Foto Medellín im Jahr 1979 zeigt. Die Bebauung und die Topografie passen. Eine eindeutige Identifizierung ist anhand der bisher gefundenen Vergleichsbilder aber noch nicht möglich.
Ich habe historische Luftaufnahmen von Medellín aus den Jahren 1971 bis 1983 sowie neuere Luftbilder zum Vergleich herangezogen.
Was auf deinem Foto auffällt
► Die Hochhäuser im Hintergrund: Etwas links von der Bildmitte steht eine auffällige Gruppe weißer Hochhäuser. Sie könnte zum damaligen Stadtzentrum von Medellín gehören.
► Die breite Verkehrsachse: Vom unteren Bildrand verläuft eine große, gerade Straße in Richtung Stadtzentrum. Ein möglicher Kandidat ist die Avenida Oriental, die 1979 fertiggestellt wurde.
► Die Berge: Der breite, dicht bebaute Talboden mit den ansteigenden Berghängen passt zur geografischen Lage Medellíns.
►. Die Grünflächen: Links und rechts der großen Straße liegen mehrere auffällige Grünanlagen beziehungsweise Sportplätze. Diese könnten bei der genauen Lokalisierung besonders hilfreich sein.
Besonders interessante historische Quellen
Die Stadtverwaltung von Medellín besitzt ein Archiv georeferenzierter Luftaufnahmen von 1983, also nur vier Jahre nach deinem Foto. Diese Aufnahmen wurden teilweise im Maßstab 1:5.000 erstellt.
Außerdem gibt es:
► Historisches Luftbild von Medellín, 1971
► Historisches Luftbildarchiv der Stadt Medellín [Link funktioniert nicht mehr]-
► Luftaufnahme von Medellín, 1975
Meine Einschätzung: Die Aufnahme ist mit Medellín im Jahr 1979 vereinbar, aber ich würde sie noch nicht als gesichert beschriften. Für einen belastbaren Nachweis müsste man die auffällige Hochhausgruppe und insbesondere die breite Straße mit den beidseitigen Grünflächen auf einem historischen Stadtplan oder Luftbild wiederfinden.
Eine Frage wäre dabei entscheidend: Erinnerst du dich, ob du 1979 mit dem Flugzeug in Medellín gelandet bist oder ob es sich um einen Überflug auf dem Weg zu einer anderen kolumbianischen Stadt handelte? Das könnte helfen, die Blickrichtung und den aufgenommenen Stadtteil einzugrenzen.
Das Flugzeug flog von Barranquilla und landete in Medellin.
Das ist ein entscheidender Hinweis. Wenn das Flugzeug 1979 von Barranquilla nach Medellín flog und dort landete, steigt die Wahrscheinlichkeit erheblich, dass dein Foto tatsächlich Medellín zeigt.
Damals war der wichtigste Verkehrsflughafen Medellíns noch der Aeropuerto Olaya Herrera, mitten im Aburrá-Tal. Der heutige internationale Flughafen José María Córdova bei Rionegro wurde erst 1985 eröffnet.
Damit lässt sich die Aufnahme wesentlich genauer untersuchen: Wir müssen herausfinden, ob die sichtbaren Straßen, Hochhäuser und Grünflächen zu einer Anflugroute auf Olaya Herrera passen.
Bei der weiteren Recherche habe ich zwei interessante Anhaltspunkte gefunden:
► Die Avenida Oriental wurde genau 1979 fertiggestellt. Eine damals ganz neue, breite Verkehrsachse könnte also auf deinem Foto zu sehen sein.
►– Für den Flughafen Olaya Herrera ist dokumentiert, dass früher üblicherweise von Norden nach Süden gelandet wurde. Ein Anflug über das nördliche Stadtgebiet wäre daher plausibel.
Allerdings ist die Avenida Oriental noch nicht eindeutig identifiziert. Die gerade Straße im Vordergrund könnte auch eine andere Verkehrsachse sein.
Meine Einschätzung: Medellín ist jetzt ein sehr wahrscheinlicher Aufnahmeort. Um die Identifizierung wirklich abzusichern, fehlt noch der Nachweis, welche Straße und welche Hochhäuser wir sehen. Eine weitere Frage: Saßt du im Flugzeug auf der linken oder auf der rechten Seite? Auf deinem Foto ist der Flügel mit einem Triebwerk zu sehen. Diese Information könnte helfen, die Blickrichtung beim Landeanflug zu bestimmen.
Auf der linken Seite.
Das hilft erheblich bei der Bestimmung der Blickrichtung.
Ich habe eine zeitgenössische Quelle gefunden: Ein Bericht der Weltbank von 1978 bestätigt, dass größere Flugzeuge den Flughafen Olaya Herrera wegen eines Hügels südlich der Landebahn grundsätzlich von Norden her anfliegen mussten.
Daraus ergibt sich für dein Foto von 1979:
► Flugrichtung: vermutlich Süden, beim Anflug auf Olaya Herrera.
► Sitzplatz: linke Flugzeugseite.
► Blickrichtung: ungefähr Osten, möglicherweise Nordosten oder Südosten, je nach Flugphase.
► Sichtbares Stadtgebiet: vermutlich östlich der Anflugroute, möglicherweise das Zentrum von Medellín.
Ein besonders interessanter Anhaltspunkt ist das Edificio Coltejer, das bereits 1972 fertiggestellt wurde und 1979 eines der auffälligsten Hochhäuser der Stadt war. Seine Position ist auch in Luftfahrtdokumenten verzeichnet. [Ende ChatGPT]
Die Quellenangaben sind schon beeindruckend. Ich hätte das nie herausbekommen.
Für eine historisch zuverlässige Fassung wäre eine rein fotografische Restaurierung besser: Farbstich korrigieren, Kontrast erhöhen, Dunst reduzieren und Kratzer entfernen, ohne Gebäude oder Straßen zu verändern.
Dann mache das!
Politische Ökonomie des Populismus
„Es gilt das Anna-Karenina-Prinzip: Jede Politische Ökonomie ist auf ihre ganz eigene Art unglücklich.“
Hier also etwas über das überaus empfehlenswerte Buch Büchlein Philip Manows Die politische Ökonomie des Populismus.
Ein hellsichtiges, äußerst inspirierendes Buch; in seiner analytischen Kühle auch weit entfernt von dem hysterischen Ton, der die Debattenbeiträge von
rechts wie links sonst häufig prägt. (Jens Balzer, Deutschlandfunk Kultur)
Nur knapp 200 Seiten, aber äußerst prägnant geschrieben. Wenn man den wissenschaftlichen, also statistischen Teil weglässt, geht es um weniger als 100 Seiten Text, der die wesentlichen Aussagen enthält. Beiden Rezensenten kann ich nur zustimmen. Es gibt nichts Vergleichbares, wenn es um das Thema geht.
Wer an den Wahlabenden dieses Jahres nicht entgeistert auf die Glotze starren will, sollte dieses schmale, analytisch klare und erfreulich polemische Buch vorher lesen. (Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung)
Ganz unter uns: Philip Manow ist – so vermute ich es – heimlicher „Marxist“, gibt es aber nicht zu, weil der Verlag das Manuskript dann wahrscheinlich nicht gedruckt hätte. Sogar wenn er Marx nie gelesen hat, was unwahrscheinlich ist, argumentiert der Autor „marxistisch“. Er sucht nach den ökonomischen Ursachen politischer Ideen. Jawohl, das funktioniert bei „Populismus“ – mit überraschenden Ergebnissen.
Philip Manow erklärt den Aufstieg „populistischer“ Bewegungen vor allem mit zwei Folgen der Globalisierung: dem internationalen Handel und der Migration. Beides verändert die Wirtschaft und die Lebensbedingungen vieler Menschen. Manche profitieren davon, andere fühlen sich benachteiligt oder bedroht. [„Globalisierung“ heisst: voll entwickelter Kapitalismus jenseits nationaler Grenzen.]
Manow unterscheidet zwischen Menschen, die zum Arbeiten in ein anderes Land kommen, und solchen, die vor Krieg oder Verfolgung fliehen. Wie die Bevölkerung darauf reagiert, hängt auch davon ab, wie die Wirtschaft und der Sozialstaat des jeweiligen Landes funktionieren.
Für Europa unterscheidet Manow vier grundlegende Modelle:
➜ Nordeuropa (Skandinavien): Ein starker Sozialstaat mit umfangreicher sozialer Absicherung.
➜ Westeuropa (einschließlich Großbritannien): Wirtschaftssysteme, in denen Sozialversicherungen, der Arbeitsmarkt und private Unternehmen eine wichtige Rolle spielen.
➜ Südeuropa (etwa Italien, Spanien und Griechenland): Länder, in denen persönliche Beziehungen und politische Netzwerke bei der Verteilung staatlicher Leistungen häufig eine größere Rolle spielen.
➜ Osteuropa: Ehemals sozialistische Länder, deren Wirtschaft sich nach 1989 grundlegend verändert hat.
Manows Kerngedanke: Populismus – sei er „rechts“ oder „links“ – habe nicht überall dieselben Ursachen. Je nachdem, wie die Wirtschaft eines Landes organisiert ist und wer durch Globalisierung und Migration gewinnt oder verliert, entstehen unterschiedliche Formen des politischen Protests. Die politischen Ökonomien des Südens und des Nordens seien „in geradezu entgegengesetzter Weise durch die Globalisierung verletzbar“. Deshalb sei der Populismus zum Beispiel in Schweden nicht ohne Weiteres mit dem in Italien oder Polen vergleichbar.
„Migration wird dort zum Problem, wo der Wohlfahrtsstaat großzügig und zugänglich ist.“
Das seien gleichzeitig die Länder, denen der ungehinderte Warenverkehr und die Öffnung des Außenhandels wenig Probleme bereite. Der Populismus dort ist „rechts“, weil er sich primär gegen die Einwanderung in das jeweilige Sozialsystem wendet (wie in Deutschland).
Diejenigen Länder des südlichen Europas, deren Ökonomie weniger auf Export, sondern mehr auf Binnennachfrage fußt, haben in der Regel einen geringeren Wohlfahrtsstaat, der für Migranten auch kaum zugänglich ist. Dort ist der Populismus „links“, wendet sich gegen die Auswüchse des Kapitalismus.
Manow führt natürlich zahlreiche Statistiken und Beispiele an, die mich überzeugt haben. (Im ersten Teil zerlegt er genüßlich viele und gängige Theorien, was „Populismus“ sei – das habe ich hier weggelassen, ist aber sogar unterhaltsam, weil er kein Blatt vor den Mund nimmt und sich mit jedem – immer schön höflich – anlegt.)
„Eindeutig und sehr ausgeprägt ist der Befund, dass Insider [die schon im Land sind] in den nördlichen Politischen Ökonomen rechtspopulistisch wählen, während Insider wie Outsider [Einwanderer] in den Politischen Ökonomien Südeuropas Linkspopulismus ihre Stimme geben.“
Für Deutschland gilt: AfD-Wähler artikulieren eine Kombination aus den für sie wichtigsten politischen Problemen „Migration“ und „soziale Gerechtigkeit“.
Rezepte für oder gegen etwas verkneift Manow sich. Und das ist für einen Analytiker auch gut so.
Abgeriegelt [Update]

Blick auf Jericho, Judäa, Israel, vom Wadi Qelt aus gesehen, 25.10.2025 (bisher unveröffentlicht)
Jetzt jammern die deutschen Medien wieder mit den gewohnten Textbausteinen. „Grenzschließungen und die Vertreibung von rund 2000 Palästinensern sorgen für Kritik.“ Bei wem? Das sagen sie bewusst nicht. „Bei den üblichen Verdächtigen“ eben, die immer auch noch die Phantasmagorie „Palästinenserstaat“ im Kopf haben.
Israel hatte im Sechstagekrieg 1967 unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert und hält dieses Gebiet seither besetzt. Dort leben heute inmitten von drei Millionen Palästinensern rund 700.000 israelische Siedler, schreibt die bürgerliche Presse.
Wait a minute. Die Sowjetunion hatte Ostpreußen im 2. Weltkrieg erobert und hält dieses Gebiet seither besetzt. Was sagt das Revanchistenpack dazu? Oder: In Judäa und Samaria leben rund 700.000 Israelis inmitten von drei Millionen arabischen Siedlern.
Puls und Atmung noch normal?
Die Lage im Westjordanland hat sich seit dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 in Israel und dem dadurch ausgelösten Gaza-Krieg weiter verschärft.(…) Aber auch die Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser hat stark zugenommen.
Aber auch? Zieht man etwa einen Vergleich? Ihr ekelt mich an. Es läuft doch immer wieder untergründig auf „die Juden sind an allem schuld“ hinaus. Oder: Deutsch bleibt deutsch, da helfen keine Pillen.
[Update] Eine interessante Analyse Israels vor den Wahlen und über die dortigen Kategorien „links“ und „rechts“ las ich auf Hasbara News.
Unter Auf-eine-einfache-Ausgabe-Zurückfallenden
Nach dem letzten Update von Ubuntu blieb mein zweiter Monitor schwarz, und die viel zu niedrige Auflösung des ersten ließ sich nicht mehr verändern. Ich weiß nicht, ob das jedem passiert, aber die AI hat mir aus dem Schlamassel geholfen – mit einigen Diagnosen und dann sudo apt install nvidia-driver-595-open.
Was ist vermutlich passiert?
Ubuntu verwendet für deine NVIDIA GeForce GTX 1660 Ti einen speziellen Grafikkartentreiber.
Beim Update könnte Folgendes passiert sein:
1. Ubuntu hat einen neuen Linux-Kernel installiert. Der Kernel ist der Kern des Betriebssystems und kommuniziert mit der Hardware.
2. Das NVIDIA-Kernelmodul wurde nicht korrekt eingebunden. Möglicherweise wurde es nicht erfolgreich für den neuen Kernel erstellt oder eine ältere Treiberversion war nicht mehr kompatibel.
3. Ubuntu fiel auf eine einfache Grafikausgabe zurück. Damit konntest du zwar noch arbeiten, aber nur mit eingeschränkter Auflösung.
4. Der zweite Monitor wurde nicht erkannt, weil die vollständige NVIDIA-Bildschirmsteuerung fehlte.
Durch die Installation von nvidia-driver-595-open haben wir den von Ubuntu empfohlenen Treiber eingerichtet. Nach dem Neustart konnte Ubuntu ihn wieder verwenden.
Kann das beim nächsten Update wieder passieren?
Ja, grundsätzlich schon. Besonders bei größeren Kernel-Updates kann das vorkommen. Es ist aber keineswegs bei jedem Update zu erwarten.
Wie kannst du das künftig vermeiden?
Ich empfehle dir:
► NVIDIA-Treiber möglichst über die offiziellen Ubuntu-Paketquellen installieren. [Mache ich sowieso.]
► Nach größeren Systemupdates immer einen vollständigen Neustart durchführen.
► Keine NVIDIA-Treiber direkt von der NVIDIA-Webseite installieren, solange die Ubuntu-Treiber funktionieren.
Interessant ist noch etwas: Deine Grafikkarte funktioniert jetzt mit dem NVIDIA-Treiber 595 in der Open-Variante. Das ist der von Ubuntu empfohlene Treiber mit offenen Kernelmodulen, nicht der ältere Nouveau-Treiber.
Die genaue Ursache könnten wir nachträglich in den Ubuntu-Protokollen ermitteln. Dazu müssten wir prüfen, ob beim Update ein Fehler beim Erstellen des NVIDIA-Kernelmoduls aufgetreten ist oder ob beispielsweise Secure Boot das Laden verhindert hat.
Meine Einschätzung: Am wahrscheinlichsten war ein Problem bei der Aktualisierung beziehungsweise Einbindung des NVIDIA-Treibers nach einem Kernel-Update. Dass die Neuinstallation sofort geholfen hat, spricht dafür.
[Eine halbe Stunde Gedrösel mit der Bash und Diagnose…]
Was war die Ursache?
Die wahrscheinlichste Erklärung ist inzwischen:
1. Dein System verwendete zuvor den älteren NVIDIA-Treiber 470.
2. Nach einem Ubuntu-Update konnte der NVIDIA-Treiber nicht mehr geladen werden.
3. Deshalb fiel der zweite Monitor aus und die Bildschirmauflösung war eingeschränkt.
4. Die Installation des neuen Treibers 595 hat das Problem behoben.
PS Was macht eigentlich jemand in einem solchen Fall, der keine zwei oder mehr Rechner hat und keinen Zugang zu ChatGPT?
Was tun?
Zehntausende Plünderer ziehen zum Louvre und drohen, alles darin zu verbrennen. Du bist Berater der Regierung und weißt, dass die Sicherheitskräfte das nur verhindern können, wenn sie Waffengewalt einsetzen. Es gibt mindestens 1000 Tote. Was ist dein Ratschlag?
Blendern, bis der Glb kommt, revisited
Man sollte das Fantasy-Tierchen (17,5 MB) mit dem Mauszeiger drehen, bewegen und zoomen können.
Ein Arbeitskollege, der früher demselben Hobby frönte (ungefähr ab der ersten Version von Blender 1998) wie ich heute, wies mich auf die Websites CGTrader, Turbosquid und Mixamo hin, wenn es um den Verkauf und Kauf von Mesh-Modellen geht, sowie auf die – angeblich besten Tutorials zu Blender von Blenderguru aka Andrew Prize.
Ein Stück Zeitung

Die Taz ist doch ein richtiges Schmutzblatt geworden. Arne Grahm schreibt auf Facebook treffend:
was bist du nur für ein widerliches stück zeitung geworden. ganz egal, ob man mit allem einverstanden ist, was die EMMA so alles schreibt, aber deine haltung entspricht genau dem neo-progressiven und eigentlich beängstigend antidemokratischen trend, dass selbst bedingt etablierte medien wie du heute, ihrer medialen konkurrenz eben nicht mehr mit besserem journalismus entgegnen, sondern sie „ganz weg“ haben wollen. ich verachte dich aus den tiefen meines herzens, du opportunistisches drecksblatt! wie schade, dass du das kommentieren unter diesem artikel deaktiviert hast. ich idiot hatte dir tatsächlich mal zur rettung geld gespendet, um das du öffentlich gebettelt hattest…
– fick dich in dein vom lastenfahrradfahren knarrendes, rheumatisches knie!
Zero Click, reloaded
Das Publikum aka Godwin (vermutlich ChatGPT enhanced) erklärte Zero-Click-Angriffe (leider an der falschen Stelle, hier also noch einmal an der richtigen):
Hier ist die genaue technische Funktionsweise einfach erklärt [typischer AI-Jargon]:
1. Der Einfallsweg: Automatische Vorschau & Parsing
Moderne Messenger (wie WhatsApp, iMessage oder Signal) und Mail-Apps versuchen, dem Nutzer den größtmöglichen Komfort zu bieten. Wenn eine Nachricht eingeht, verarbeitet das Betriebssystem die Daten sofort im Hintergrund:
► Vorschaufunktionen: Bilder werden skaliert, Links werden überprüft, um einen Titel anzuzeigen, und Emojis oder Schriftarten werden geladen.
► Das Problem („Parsing„): Um beispielsweise ein Bild anzuzeigen, muss die App den Code der Bilddatei lesen und interpretieren (das nennt man Parsing). Genau hier setzen Angreifer an. Sie senden eine speziell präparierte Datei (z. B. ein manipuliertes Bild oder PDF), die einen Fehler im Parser provoziert.
2. Die Ausnutzung: Speicherfehler (Memory Corruption)
Viele Systemkomponenten zur Medienverarbeitung sind in Programmiersprachen wie C oder C++ geschrieben. Diese sind extrem schnell, aber anfällig für Speicherverwaltungsfehler.
► Buffer Overflow (Pufferüberlauf): Die manipulierte Datei enthält mehr Daten als der für sie reservierte Speicherbereich aufnehmen kann. Die Daten „laufen über“ und überschreiben benachbarte Speicherbereiche.
► Code-Ausführung: Durch das gezielte Überschreiben von Speicherzellen gelingt es den Angreifern, den normalen Programmablauf umzuleiten. Das Gerät führt plötzlich nicht mehr den Code des Messengers aus, sondern den Schadcode, der in der manipulierten Datei versteckt war (Remote Code Execution, kurz: RCE).
3. Das Ausbrechen: Sandbox-Escape & Privilege Escalation
Moderne Apps laufen in einer sogenannten Sandbox (einem isolierten Sicherheitsbereich). Wenn der Messenger gekapert wird, hat der Angreifer zunächst nur Zugriff auf das, was der Messenger darf (z. B. Zugriff auf die Kamera oder das Mikrofon).
► Um die vollständige Kontrolle über das Gerät zu erlangen, kombinieren Angreifer den ersten Fehler meist mit einer zweiten Schwachstelle im Betriebssystem-Kern (Kernel).
► Durch diese Privilege Escalation (Rechteausweitung) bricht die Schadsoftware aus der Sandbox aus und erlangt Root- oder Admin-Rechte.
4. Das Spurenverwischen
Sobald der Angreifer (wie die berüchtigte Pegasus-Spyware) im System ist, wird die Nachricht, die den Angriff ausgelöst hat, oft automatisch gelöscht, noch bevor das Display des Opfers überhaupt aufleuchtet [Wieso sollte das Display aufleuchten, AI? Bei mir verhält es sich ganz ruhig und brav] oder ein Benachrichtigungston ertönt. Das Opfer merkt absolut nichts.
Ein reales Beispiel: Der ForcedEntry-Angriff (2021)
Bei diesem Angriff auf iPhones nutzten Angreifer eine Schwachstelle in Apples iMessage aus:
► Sie schickten dem Opfer eine Datei mit der Endung .gif via iMessage. [Der Nutzer hilft also mit.]
► In Wirklichkeit handelte es sich um ein manipuliertes PDF, das Apples System im Hintergrund fälschlicherweise an einen alten, fehlerhaften Kerneltreiber für Xerox-Drucker-Schriftarten weiterleitete.
► Dieser Treiber hatte einen Rechenfehler (Integer Overflow). Die Angreifer bauten innerhalb des Speichers eine eigene, virtuelle Computerumgebung nach, um Apples Sicherheitsmechanismen komplett auszuhebeln – alles durch das bloße Empfangen einer Nachricht.
Jaja, alles gut und schön. Die zentrale Frage ist aber: Wie spioniert man einen einzelnen Nutzer gezielt aus, von dem man noch nicht einmal weiß, welcher Geräte er besitzt? Alles Obige ist immer noch ein Schuss mit der Schrotflinte in den Wald, um – wie gesagt – die Ameise Fräulein Müller zu treffen.
Ferrobus
Ich habe mir von der AI das Foto des Ferrobusses restaurieren lassen, das ich am 25.12.2020 gepostet hatte. Ein Ferrobus ist ein Auto, dem man Räder anmontiert hat, damit es auf Schienen fahren kann.
Laut meines Reisetagebuches habe ich das lustige Fahrzeug am 01.02.1980 in Potosi, Boliven fotografiert. Leider konnte ich nicht damit fahren; es war vermutlich schon damals museal. Ferrobusse fahren aber offenbar noch heute in Bolivien (großartiger Reisebericht!).
Rendern, bis der Hub kommt

Ich ließ mich heute ausführlich von der AI (ich sage ab jetzt – dem Wunsch ChatGPTs nachkommend: algorithmische Intelligenz) bei den technischen Details der Mesh-Herstellung beraten lassen. Dabei wurde mir das obige virtuelle Gebäude gezeigt, das mir spontan gefiel und das ich für meine Wüstensim alsbald nachbauen will. Die Quelle: RenderHub.
Das ist eine großartige Entdeckung! Hier werden virtuelle Objekte für echte Dollar zum Verkauf angeboten. Und die AI empfahl mir detailliert, wie ich das mit meinen bisherigen Objekten in höherer Auflösung als in Secondlife machen könne.
| Zielgruppe | Was sie suchen | Bedeutung für dich |
|---|---|---|
| 3D-Künstler und Illustratoren | Figuren, Requisiten, Szenen | Sehr interessant |
| Spieleentwickler | Gebäude, Tiere, Waffen, Ausstattung | Sehr interessant |
| 3D-Animatoren | Figuren und animierbare Modelle | Interessant, wenn geriggt |
| Architekten und Visualisierer | Gebäude, Möbel, Dekoration | Interessant |
| Hobby-Modellierer | Modelle für Blender und andere Programme | Interessant |
| 3D-Druck-Enthusiasten | Druckfähige STL-Modelle | Nur bei entsprechender Aufbereitung |
Echte Dollar sind natürlich interessanter als Lindendollar. Es war mir nicht klar, dass es die Zielgruppe überhaupt gibt. Die Konkurrenz ist riesengroß, viel größer als in Secondlife, wo die Elite der Schöpfer und Erbauer (wozu ich vermutlich gehöre) nur eine dreistellige Zahl umfasst. Es ist aber ein verlockender Gedanke, dass eines der von mir geschaffenen Objekte in einem Computerspiel auftauchen könnte.
By the way, ich muss mal das Finanzamt Neukölln fragen, was sie hiervon halten:

44 Linden-Dollar (L$) in Second Life entsprechen ungefähr 0,15 Euro (15 Cent).
Das ist der ungefähre Gegenwert ohne Umtauschgebühren. Der tatsächliche Betrag hängt vom aktuellen Wechselkurs auf der LindeX-Börse ab.
Nach dem veröffentlichten Kurs vom 19. Oktober 2026 sind es genauer etwa 0,12 Euro (12 Cent).
Hoch die

Ich bitte zur Vorsicht! Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob es sich um Satire handelt. Ich hatte weder die Zeit noch war ich willens, nach dem Original zu suchen.
Es sollte dem hiesigen Publikum klar sein, dass ich die so genannte „Linke“ für eine weltanschaulich verkommenem Mischpoke aus Antisemiten, wildgewordenen Kleinbürgerinnen und anders Buntscheckigen halte.
Ich wiederhole es hier zum x-ten Mal:
Ein Teil der Bourgeoisie wünscht den sozialen Mißständen abzuhelfen, um den Bestand der bürgerlichen Gesellschaft zu sichern. Es gehören hierher: Ökonomisten, Philantrophen, Humanitäre, Verbesserer der Lage der arbeitenden Klassen, Wohltätigkeitsorganisierer, Abschaffer der Tierquälerei, Mäßigkeitsvereinsstifter, Winkelreformer der buntscheckigsten Art. (Karl Marx – Friedrich Engels: Kommunistisches Manifest)
Dazu gehören auch die, die Verstaatlichung mit Vergesellschaftung verwechseln. Aber das ist ein anderes Thema.
Um in Deutschland Asyl zu bekommen, kaufen sich manche Türken einem Bericht zufolge echte Strafverfahren in der Heimat. Ein Anbieter verlangt 800 Euro, bestochene Staatsanwälte liefern die Akten.“ (Quelle: bürgerliche Qualitätsmedien) Da bietet sich doch eine Kooperation mit dem „türkischen Mädchen“ aus Berlin an.
Was ich sagen wollte: Natürlich ist die Randale in Frankreich Klassenkampf im Marxschen Sinn, ebenso wie Hungerrevolten in der Vergangenheit in Berlin. Aber Klassenkampf muss nicht gut sein oder fortschrittlich. Der muslimisch-arabische Abschaum aus den Banlieues, der sich dezidiert antisemitisch austobt, kanalisiert das Gefühl der Ohnmacht, das die da unten haben, auf einen „äußeren“ Feind, nicht anders als die proletarischen (!) Schlägertrupps der Nationalsozialisten. Ich sehe keinen Unterschied zu 1933.
Dass dann auch noch von „Völkern“ die Rede ist, zeigt, dass die so genannten „Linke“ im stinkenden ideologischen Morast der 70-er stecken geblieben sind. Die deutsche „Linke“ ist reaktionär oder mit Ernst Jandl:
„manche meinen // lechts und rinks // kann man nicht // velwechsern. // werch ein illtum!“ –
Ancient Times

Quelle: James Henry Breasted: Ancient Times – A History of the Early World (Boston, MA: Ginn and Company, 1916). Kartenmaterial: Privatsammlung Roy Winkelmans
Der affirmative Sprachgebrauch in der bürgerlichen Presse ist unerträglich. („Vielen Dank für die Diskussion. Die Kommentarfunktion für den Artikel ist jetzt geschlossen.“) Die „Siedler“ in Judäa und Samaria sind die Araber, nicht die Juden. Juden leben mindestens seit der Zeit dort, seitdem die Pharaonen „Israel“ in der Merenptah-Stele erwähnen ließen. Das war 1208 v. Chr..
Die arabische Kolonisation des christlichen Palästina begann nach der muslimischen Eroberung der Region zwischen 634 und 640 n. Chr..
Bug Report: SLender v0.2.1 fails
Bug Report: SLender v0.2.1 fails to register in Blender 5.0 on Ubuntu
Hello Beq, I am having trouble activating SLender v0.2.1 in Blender 5.0 on Ubuntu Linux. The add-on fails during registration with an AttributeError involving `_RestrictData` and `bpy.data.scenes`. I have the complete Python traceback. Could I send you the bug report as a notecard? Thank you!
Ich wollte „Beq Janus“ eine E-Mail schreiben, ohne bei GitHub einen Account anlegen zu müssen, fand aber keine Adresse. Also musste ich seinem Avatar direkt in Secondlife eine Nachricht schreiben… Wohl dem, der einen Avatar hat! (Und die Ai, um Bug Reports zu schreiben.)
First error
Exception in module register():
/home/burks/.config/blender/5.0/extensions/user_default/slender/__init__.py
Traceback (most recent call last):
File "/usr/lib/blender/scripts/modules/addon_utils.py", line 515, in enable
mod.register()
File ".../slender/__init__.py", line 134, in register
register_auto_export()
File ".../slender/services.py", line 1024, in register_auto_export
if any_auto_export_scene_enabled():
File ".../slender/services.py", line 643, in any_auto_export_scene_enabled
return any(auto_export_scene_enabled(scene) for scene in bpy.data.scenes)
AttributeError: '_RestrictData' object has no attribute 'scenes'
Second error, after attempting to enable the extension again:
ValueError: register_class(...):
already registered as a subclass 'SLENDERAssetListItem'
File ".../slender/__init__.py", line 128, in register
_recover_stale_registration()
File ".../slender/rename_monitor.py", line 501,
in unregister_rename_monitor
clear_prompt_queue()
File ".../slender/rename_monitor.py", line 82,
in clear_prompt_queue
for obj in bpy.data.objects:
AttributeError: '_RestrictData' object has no attribute 'objects'
Possible cause: It appears that SLender accesses bpy.data.scenes during add-on registration, when Blender restricts access to scene data through _RestrictData.
The subsequent registration error may result from an incomplete cleanup after the first failed attempt.
Expected behavior: SLender should register and activate successfully in Blender 5.0.
Actual behavior: The extension cannot be enabled. Restarting Blender and attempting to activate it again produces the same errors.
Could you please check whether this is a known compatibility issue with Blender 5.0, and whether a fix or workaround is available?
I would particularly like to use SLender for managing LOD levels and exporting mesh objects to Second Life through Firestorm.
Thank you for your work on this project!
Peitscht den Saurier!
Eine „goreanische“ Szene auf meiner Sim in Secondlife – komplett selbst gemacht. Noch hübscher wäre es, wenn alles animiert wäre. Aber das kommt noch.
#gamedesign #fantasy #secondlife #Gor #Tahari #roleplay
Collapse, Un-Subdivide, Planar [Update] [II. Update] [III. Update]


Die untere Figur wurde mit dem „Dezimieren“-Modifikator auf einen Faktor von 0,01 im Vergleich zur oberen Version reduziert.
Ich habe mir jetzt aus Wut über die irreführenden Angaben der AI und das verrückte Denglisch der Online-Ausgabe das Blender-Handbuch als papiernes Buch bestellt. Ich brauche nur einen winzigen Teil, da ich die Mesh-Modelle von Tripo3D.ai anfertigen lassen‘- aber man weiß ja nie – und Wissen ist Macht.
Selbstgespräch-Modus on: Wenn es um feine Details geht, ist es offenbar doch eleganter, die Polygone gleich in Blender reduzieren zu lassen, anstatt das Firestorm beim Hochladen zu überlassen.
Mit Blender erzeugt man Duplikate, high, low und lowest, und Firestorm greift dann jeweils auf die reduzierte Version zu. Ich weiß theoretisch, wie es geht, habe es aber noch nicht richtig hingekriegt. Und beim Vertexen ist es genauso. (Das heißt in der deutschen Version Punktgruppen – darauf muss man erst einmal kommen.) Im Dezimier-Modus hat man drei Optionen:
1. Collapse (Zusammenfallen)
Collapse ist für deine Figuren in Second Life normalerweise die beste Methode.
– Benachbarte Punkte werden zusammengeführt.
– Dreiecke werden entfernt und die Geometrie vereinfacht.
– Die ursprüngliche Form bleibt möglichst gut erhalten.
– Der Reduktionsgrad wird über den Faktor (Ratio) eingestellt.
Beispiel: 900.000 Dreiecke mit Faktor 0,1 ergeben ungefähr 90.000 Dreiecke.
Gut geeignet für Menschen, Tiere, Kleidung und organische Formen.
2. Un-Subdivide (Unterteilung rückgängig machen)
Diese Methode versucht, eine zuvor durch Unterteilung verfeinerte Mesh-Struktur wieder zu vereinfachen.
– Funktioniert besonders gut bei regelmäßig aufgebauten Gitternetzen.
– Verwendet die Anzahl der Iterationen statt eines Reduktionsfaktors.
– Ist weniger geeignet für unregelmäßige, automatisch generierte Meshes.
Für deine Figuren aus Tripo3D ist diese Methode normalerweise nicht empfehlenswert, weil deren Topologie meist nicht aus einer regelmäßigen Unterteilung entstanden ist.
3. Planar (Planar)
Diese Methode vereinfacht vor allem flache oder nahezu ebene Bereiche.
– Benachbarte Flächen mit ähnlicher Ausrichtung werden zusammengefasst.
– Der Winkelgrenzwert bestimmt, wie stark Flächen voneinander abweichen dürfen.
– Runde und organische Formen werden häufig weniger effektiv reduziert.
Gut geeignet für Architektur, Holzkisten, Wände, Platten oder andere Gegenstände mit großen ebenen Flächen.
Blender ist wie Firestorm – letzteres benutze ich seit 2007, und ich entdecke immer noch neue Features. Der normale Avatar braucht 99 Prozent aller Optionen nicht, aber wenn man in 3D baut, muss man unter die Motorhaube gucken und an den Zündkerzen (gibt es so etwas überhaupt noch?) drehen.
Den Tisch habe ich gestern gemacht und in meinen Secondlife-Shop hochgeladen. Die Pointe: Tripo3D.ai erstellte ihn mit einer sechsstelligen Zahl von Polygonen. Blender dezimierte noch einmal kräftig. Firestorm machte daraus letztlich beim Upload und händischer Angabe der gewünschten Werte ein einziges Polygon! Das ist natürlich für Leute wichtig, die eine Sim dekorieren wollen und nur – zum Beispiel – über 20.000 Prims (Polygone) verfügen. Da zählt dann jedes einzelnen Primchen.
Leider werden auch die Texturen beim Schrumpfen mitgeschrumpft und sehen dann oft hässlich aus, insbesondere die Gesichter von Figuren. Also muss man die Balance halten zwischen der Ästhetik und dem Rendern – wie bei dem orientalischen Tischchen, das sozusagen das Optimum darstellt, was erreichbar ist.
Hallo? Ist noch jemand da?
[Update] Die Option, ein Mesh-Objekt als Collada-Datei zu exportieren, wurde ab Blender 5.0. enfernt. (Warum? Antwort!) Man muss ein Add-on installieren, damit das wieder funktioniert.
[II. Update] Secondlife unterstützt jetzt den Import von glTF (.gltf) und GLB (.glb). Das wurde auch in Firestorm integriert. glTF 2.0 ist das Format der Dateien, die ihr auf meinem Blog seht.
„Geriggte Meshes dürfen maximal vier Gelenkgewichte pro Vertex haben.“ Alles klar?
[III. Update] Beq Janus hat dazu ein Tutorial erstellt: „Improving the Blender-> Second Life workflow in Firestorm“.
Zero Click Adfection
Man sitzt friedlich vor dem Monitor und klickt nichts an und fängt sich trotzdem pöhse Schadsoftware ein? So klingt es, wenn man einem typischen Krempl-„Staatstrojaner“-Artikel bei Heise glaubt. Ich bin aber ungläubig.
Noch bescheuerter das von Gendersternchen wimmelnde Netzpolitik.org (Gendersprache = garantiert irgendetwas Geschwurbeltes gegen Israel): „Geräte lassen sich ohne Klick per Werbeanzeige hacken“. – „Sobald eine bösartige Werbeanzeige auf dem Bildschirm eines Handys oder Rechners erscheint, soll es bereits zu spät sein, und das Gerät wird mit Spionage-Software infiziert.“
Ach. Ach was.
Soll. Ist das jetzt indirekte Rede, weil Zitat oder Konjunktiv II aka Irrealis? (Falsches Deutsch ist es auf jeden Fall.)
„Wie zielgenau die Methode funktioniert und wie hoch die Streuverluste sind, also wie viele Unbeteiligte so ins Visier geraten sind, lässt sich von außen nicht beurteilen.“ Nichts Genaues weiß man also nicht. Ein Grund mehr, geheimnsivoll von „Staatstrojanern“ herumzuraunen wie der Guardian, Reuters oder die Times of Israel und viele andere.
Die Quelle, von der alle abschreiben, ist Citizen Lab*.
Die israelische Firma Discover-Tech verbreitete über gezielte Online-Werbung die Spionagesoftware Candiru, unter anderem auf Geräten des Nachrichtensenders Al Jazeera. Die als „AdFection“ bezeichneten Zero-Click-Angriffe infizierten Geräte ohne Zutun der Nutzer. Innerhalb von vier Monaten erschienen die Anzeigen auf fast 200.000 Websites und Apps weltweit. Millionen Geräte wurden zudem heimlich mit Spionageservern verbunden. Discover-Tech nutzte dafür auch große Werbenetzwerke wie Google. Die Enthüllungen zeigen gravierende Sicherheitslücken im digitalen Werbesystem. Mehrere Werbeanbieter sperrten daraufhin Discover-Tech.
Die Tagesschau räumt ein: „Dass Werbeanzeigen auf Geräten in deren Netzwerken angezeigt wurden, bedeute der Einschätzung der Forschenden Forscher nach nicht zwangsläufig eine Infektion mit Spionagesoftware. Es seien aber mindestens Daten gesammelt worden, um Profile von Nutzern zu bilden.“
O je. Daten von Nutzern werden gesammelt? Hätte uns nur jemand gewarnt!
Was genau ist passiert? Und betrifft mich das oder nur Klein Fritzchen?
„Sollten Geräte einer Zielperson gehackt werden, schickte das System schädlichen JavaScript-Code dorthin. Dieser wurde vom Browser oder der jeweiligen App im Hintergrund ausgeführt, nutzte Schwachstellen aus und infizierte das Zielgerät, ohne dass die betroffenen Personen einen Klick ausführen mussten.“ Wie könnte das für Linux funktionieren?
Das kann auch unter Linux, insbesondere Ubuntu, funktionieren. Allerdings ist dabei eine wichtige Unterscheidung zu treffen: JavaScript allein kann normalerweise keinen Linux-Rechner infizieren. Dazu muss der Angreifer eine oder mehrere Sicherheitslücken ausnutzen.
Der von dir zitierte Text beschreibt vermutlich einen sogenannten Zero-Click-Angriff, bei dem der Benutzer weder auf einen Link klicken noch eine Datei öffnen muss.
Wichtig: Eine beliebige Person kann nicht einfach JavaScript an einen Linux-Rechner schicken und erwarten, dass es ausgeführt wird. Es muss einen erreichbaren Verarbeitungsweg und eine ausnutzbare Sicherheitslücke geben.
„Damit sich eine Spionagesoftware auf einem Telefon, Tablet oder Computer installieren kann, muss normalerweise die Zielperson dazu verleitet werden, auf einen schädlichen Link zu klicken“, schreiben die Russen. Bla bla bla. Also der übliche Unsinn, der auch beim Thema“ Online-Durchsuchung“ die Runde machte.
„in Fehler beispielsweise in der JavaScript-Engine“. – „Kompromittierung von Ubuntu“. Sollte nicht zielgerichtet jemand ausspioniert werden? Oder will nur jemand mit einer XXL-Schrotflinte in den Internet-Wald hineinschießen in der Hoffnung, die Ameise Fräulein Müller zu treffen?
„Millionen Geräte wurden zudem heimlich mit Spionageservern verbunden. Discover-Tech nutzte dafür auch große Werbenetzwerke wie Google.“ Klar. Das ist kein Bug, sondern ein Feature. Google betreibt ebenfalls massenweise „Spionageserver“, um Werbung personalisieren zu können.
Die algorithmische Intelligenz sagt mir:
Wichtige Präzisierung: Die Grafik zeigt ein theoretisch mögliches Angriffsszenario unter Ubuntu/Linux. Der Citizen-Lab-Bericht belegt Zero-Click-Infektionen durch manipulierte Werbung, aber nicht ausdrücklich eine erfolgreiche Infektion unter Linux. Die untersuchte Schadsoftwareprobe war eine Windows-DLL.
Ach so.
PS Der Schockwellenreiter hat auch was dazu.
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* „The Citizen Lab is a world-renowned research unit led by Professor Ronald J. Deibert at the University of Toronto’s Munk School of Global Affairs & Public Policy.“
Vgl. The Cipher Brief: „Chasing Shadows in the World of Mercenary Spyware“.
„In einem Rückblick erzählt Deibert, wie das Lab die weltweit führende Firma für Cyber-Söldner entlarvte: die in Israel ansässige NSO Group, die Entwickler der Spionagesoftware Pegasus.
Dabei berichtet er über eine Reihe von Menschenrechtsverletzungen – von innenpolitischen Spionageskandalen in Spanien, Polen, Ungarn und Griechenland bis hin zur Verwicklung des Unternehmens in den Mord an dem Journalisten der Washington Post, Jamal Khashoggi, im Jahr 2018.“
Der Text behauptet eine Verwicklung der NSO Group in den Mord an Khashoggi. Das ist nicht gleichbedeutend mit dem Nachweis einer unmittelbaren Beteiligung am Mord.“



































