Sudo apt-get install H2O
Ein gewisser Fortschritt ist erkennbar. Mittlerweile streiche ich das (abgebaute) Regal. Heute werde ich vermutlich auch noch das fucking manual des neeuen Waschbeckens studieren und in meinem Herzen hin- und her wenden, damit der blitzblanke Wasserhahn nicht explodiert bzw. etwas Unvorhergesehenes tut, wenn ich den Befehl sudo apt-get install H2O gebe.
Schicke Lampe vor noch hässlicher Wand
Die Elektrik ist fertig, die schicke neue Lampe brennt auch. Morgen werden ich verputzen, übermorgen das Waschbecken herausreißen und das neue montieren. Im Sinn: ein Hektoliter weiße Lackfarbe kaufen.
Spritzfeste Elektrik
In den nächsten Tagen muss ich die Elektrik in meinem Bad neu verlegen, sowie die alte Lampe, die schon auseinanderfällt, und das grottenhässliche grüne Waschbecken entsorgen (Vormieter, gefühlt 70-er Jahre). Auch die Abwasserrohre werde ich austauschen.
Wenn ich mir das Kabelgedöns ansehe, tauchen vor meinem inneren dritten Auge der Weisheit Bilder von Feuersbrünsten auf, die durch Kurzschlüsse verursacht wurden. Gab es vor dreißig oder vierzig Jahren eigentlich noch keine Feuchtraumsteckdosen? Jedenfalls werde ich alle komplett ersetzen. Streichen muss ich die hintere Wand auch noch, und das – jetzt ausgeräumte, zerlegte (und nicht sichtbare) – Regal gleich mit.
Es geht voran, revisited

Warmlaufen oder: Die Saison ist eröffnet

Nach 20 Minuten fror ich nicht mehr, nach einer halben Stunde war ich warm. Ich bin meine Kurzstrecke sehr langsam gelaufen – nach fast zwei Monaten Pause. Ich wollte mir keine Krämpfe, Zerrungen oder andere Verletzungen holen. Drei Grad Außentemperatur ist nicht besondern günstig.
Brille mit Update
The Verge (englisch) über Googles Datenbrille: „I used Google Glass: the future, but with monthly updates – Up close and personal with Google’s visionary new computer“.
Human beings have developed a new problem since the advent of the iPhone and the following mobile revolution: no one is paying attention to anything they’re actually doing. Everyone seems to be looking down at something or through something. (…) We’re all distracted. No one can pay attention. We’re missing all of life’s moments.
WTF
Einkaufen der Zukunft – im Google-Shop (via Fefe). „You have been automatically charged the maximum we think you will pay for it.“
Nixen am Strand
Meine These, ich sei fast immer allein gewesen am Strand des Rio Guaviare bzw. Rio Atabapo in San Fernando de Atabapo im venezolanischen Bundesstaat Amazonas, muss ich nach Durchsicht meiner Fotos ein wenig korrigieren.
Immer im Kreis
Das war meine Modelleisenbahn, kurz bevor ich anfing zu studieren und zu Hause auszog. Die Aufnahme muss Ende der sechziger Jahre gemacht worden sein. Danach wurde sie irgendwann abgebaut. Ich habe sie heute noch, in Kisten verpackt.
Salami hinter Peking Rundschau
Aufgenommen in meiner Wohnung in Berlin-Schöneberg 1976. Der Kater hieß übrigens Salami.
Klein Burks und Schwester, fröhlich, revisited
Meine kleine Schwester Judith und ich – das Foto wurde 1960 gemacht. Die Eisenbahn hat sich im Gegensatz zum Urzustand weiterentwickelt: Zwei weitere Geleise sind zu sehen, und der Hügel in der Mitte ist zugunsten eines weiteren Abstellgleises verschwunden.
Zeit für den Frühling
Heute wollte ich die Laufsaison eröffnen, bin aber erkältet und werde noch ein paar Tage warten.
Das Foto habe ich 1982 in Port of Spain (Republic of Trinidad and Tobago) gemacht.
Erschütterndes Herz-Drama um Heidi Klum
Gleichzeitig auf Diät und schwanger – das ist wirklich erschütternd.
Klein Burks mit Tornister
So sah man damals aus. Und ja, ich hatte noch eine Schiefertafel im 1. und 2. Schuljahr. Das Foto wurde Ende 1959 oder im Frühjahr 1960 gemacht.
Unter uns Steckenpferdreitern
Ein Hobby oder Steckenpferd ist laut Wikipedia eine „Tätigkeit, die man freiwillig und regelmäßig betreibt und die dem eigenen Lustgewinn oder der Entspannung dient. Ein Hobby ist kein Beruf und repräsentiert für den Ausübenden einen Teil seiner Identität. Der Begriff Hobby hat eine leichte Nähe zum Begriff Spiel. Als Hobby wird eine Tätigkeit indes nur bezeichnet, wenn man für diese Tätigkeit eine im Vergleich zu anderen Freizeitgestaltungen besondere Vorliebe hat und sie regelmäßig ausübt.“
Andere Leute bauen Modelleisenbahnen, sammeln Bierdeckel oder teure Gemälde oder geben ein Schweinegeld für Segeljachten oder Anglerausrüstung aus. Mein Hobby ist so gut wie kostenlos, und ich lerne sogar noch etwas dabei – fließendes Englisch und wie man anspruchsvolle Software bedient. Der Zeitaufwand ist aber vergleichbar.
Nun zur Medientheorie. Mein Avatar in Second Life, der fast ausschließlich im dortigen Gor spielt, ist also ein „Teil meiner Identität“? Interessante Frage – richtig ist, dass ich nicht mit einem Avatar herumlaufen wrüde, der hässlich ist. Meiner gleicht Bob Marley, weil das auch zu meinen virtuellen Dreadlocks passt und weil ich es lustig fand, als jemand mit dunkler virtueller Hautfarbe währends des Hypes um Second Life 2007 von deutschen Avatar-Nazis angepöbelt zu werden. Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich damals zusammen mit einem Freund, der real Arzt ist und wie ich politisch in der Autonomen-Szene der 80-er Jahre aktiv war, mit virtuellen Motorrädern Avatare überfahren habe, die mich dämlich und rassistisch angequatscht hatten. Leider sind die per default unverwundbar in Second Life.
Gor ist das politisch unkorrekteste Ambiente für ein Rollenspiel, was sich ein deutscher Jugendschutzwart in seiner dreckigen und bigotten Fantasie vorstellen kann. Es geht um Gewalt und Sex, Macht und männliche Dominanz und selbst geschaffene „storylines“, die andere zum Mitmachen und Spielen animieren. Pixelsex finde ich virtuell eher langweilig – und mit BDSM (offenbar ein zentrales Thema im Gor-Tyklus John Normans) habe ich auch nichts am Hut.
Ich bin 2008 auch eher zufällig in die Gor-Abteilung von Second Life geraten. Die wenigen Gor-Avatare, die ich gesehen hatte, sahen – besonders die weiblichen – unglaublich gut aus, die virtuellen Klamotten waren um Lichtjahre besser als die der normalen „Bewohner“ in Second Life, und die Männer waren alle bis an die Zähne bewaffnet, aber auf dem technischen Niveau des Mittelalters. Ich muss zugeben, dass ich vor Neugier beinahe platzte, zumal man die Gor-Sims (vituelle Gegenden) nicht einfach so betreten kann, wie es sonst in Second Life üblich ist. Ausserdem war fast alles in Englisch, was mein eingerostetes Schulenglisch herausforderte.
Mein heutiger Charakter, den man sich im Rollenspiel ja – im Rahmen der jeweiligen Spielwelt – aussuchen kann, ist ein steinreicher arroganter Kaufmann und Besitzer mehrerer Banken, der mit Münzen und Edelsteinen handelt und dessen lange Vergangenheit als Warlord ihn verfolgt, weil seine zahlreichen Gegner ihn hetzen und ihn umbringen wollen. (1000 „Gold Tarn“ sind auf meinen virtuellen Kopf ausgesetzt, tot oder lebendig, das wären so viel wie 100 000 Dollar.) Deswegen bewege ich mich nur maskiert oder umgeben von schwer bewaffneten Elite-Kämpfern, Söldnern und Bodyguards. Das kann virtuell auch ganz schön stressig sein. Es geht schon mehr als zwei Jahre so, seitdem ich als Kriegsherr einer kleinen Stadt die vereinigen Armeen von sechs anderen Städten plattgemacht habe. Das werden die mir nie verzeihen. (Manche Spieler nehmen so etwas richtig ernst, was bei meinen „Feinden“ offenbar der Fall ist. Einige sind so nachtragend wie der Chaos Computer Club.)
Avatare in Gor kann man abschießen (ein Attachment macht sie verwundbar), und den Triumph gönne ich meinen Feinden nicht. „Storylines“, also Geschichten, an denen sich mehrere oder gar viele Spieler beteiligen, können durchaus mehrere Jahre dauern, meistens jedoch nur Tage oder Wochen. Das macht Gor in Second Life intellektuell wesentlich anspruchsvoller als etwas Computerspiele – der Altersdurchschnitt und der Frauenanteil sind in Gor auch wesentlich höher.
Oben (die Screenshots) handele ich (der mit der weißen Tunika und der braunen Kapuze) auf der Wüsten-Sim „Mizar – Chronicles from the Kasbah“ in Gor mit Edelsteinen. Meine Bodygards (die in den roten Tuniken) sind immer in meiner Nähe. Das fette Tier, dem meine Waren auf den Rücken geladen wurden, ist eine Riesenechse, die in Normans Trash-Romanen Tharlarion genannt wird. Ja, die Sklavinnen gehören auch mir. „Mizar“ ist eine der wenigen italienischen Sims, und wie wir alle wissen, haben Italiener einen guten Geschmack – im Gegensatz etwa zu US-Amerikanern. Und so sieht die virtuelle Architektur dann auch jeweils aus. Ausnahmen bestätigen die Regel. Italiener hingegen sind sehr nicht so gut in der Kriegsführung, da sind eher die Deutschen gefragt. Har har. (Die wenigen deutschen Sims im goreanischen Second Life sind eher eine Art „Kinder-Gor“ – denen sitzt offenbar allen die Angst vor dem Jugendschutzblockwart im Nacken).
Mein Avatar ist also genau das Gegenteil meiner realen Person, wenn man von der Arroganz und der Sturheit mal absieht. Die wohlwollenden Leserinnen und geneigten Leser mögen daraus schließen, was sie wollen.
By the way: Ich brauche noch ein paar loyale Krieger. Kampferfahrung (insbesondere bei Ballerspielen) kein Hindernis, fließendes Englisch auch nicht.
Es ist nie zu spät, mit dem Kuchen Essen aufzuhören

Dateien mit leichter Unterhaltung sind notwendig für die eigenwirtschaftliche Lebenshaltung

Pressemeldung des Bundesgerichtshofes:
„Der unter anderem für das Telekommunikationsrecht zuständige III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat dem Kunden eines Telekommunikationsunternehmens Schadensersatz für den mehrwöchigen Ausfall seines DSL-Anschlusses zuerkannt. (…)
Die Nutzbarkeit des Internets ist ein Wirtschaftsgut, dessen ständige Verfügbarkeit seit längerer Zeit auch im privaten Bereich für die eigenwirtschaftliche Lebenshaltung typischerweise von zentraler Bedeutung ist. Das Internet stellt weltweit umfassende Informationen in Form von Text-, Bild-, Video- und Audiodateien zur Verfügung. Dabei werden thematisch nahezu alle Bereiche abgedeckt und verschiedenste qualitative Ansprüche befriedigt. So sind etwa Dateien mit leichter Unterhaltung [vgl. oben, Burks] ebenso abrufbar wie Informationen zu Alltagsfragen bis hin zu hochwissenschaftlichen Themen. Dabei ersetzt das Internet wegen der leichten Verfügbarkeit der Informationen immer mehr andere Medien, wie zum Beispiel Lexika, Zeitschriften oder Fernsehen.
Darüber hinaus ermöglicht es den weltweiten Austausch zwischen seinen Nutzern, etwa über E-Mails, Foren, Blogs und soziale Netzwerke. Zudem wird es zunehmend zur Anbahnung und zum Abschluss von Verträgen, zur Abwicklung von Rechtsgeschäften und zur Erfüllung öffentlich-rechtlicher Pflichten genutzt.
Der überwiegende Teil der Einwohner Deutschlands bedient sich täglich des Internets. Damit hat es sich zu einem die Lebensgestaltung eines Großteils der Bevölkerung entscheidend mitprägenden Medium entwickelt, dessen Ausfall sich signifikant im Alltag bemerkbar macht.“ (AZ III ZR 98/12)
Inside the American Brothel
Slate (Fotostrecke): „Inside the American Brothel“.
Klein Burks ganz familiär
Es würde mich schon interessieren, wie man das Thema „Familienleben“ heute darstellen würde. Das Foto wurde vermutlich 1959 oder im Frühjahr 1960 gemacht. Ich halte Teile eines Metallbaukastens der Firma Märklin in der Hand. Das Instrument meines Vaters ist eine Zither.
Wichse(n)

Heute habe ich meine Schuhe gewichst. Eine hübsche Dirne, die das Wichsen übernommen hätte, wäre mir jedoch lieber gewesen.

































