Sexualethisch desorientierende grob aufdringliche aussergewöhnliche Sexualpraktiken
Mehr zum Jugendschutzsprech-Buzzword-Bingo auf Pornoanwalt.de.
Linkes Betschwestertum
Ein köstlicher Artikel Jan Fleischhauers über einen taz-Kongress: „Es ist immer wieder verblüffend zu sehen, wie wenig ausreicht, um Menschen, die der Linken angehören, in Aufregung zu versetzen. (…) Die meisten Menschen suchen in ihrem Meinungsumfeld nach Bestätigung für ihre Weltsicht, das gilt lagerübergreifend. Aber nirgendwo ist die ideologische Selbstisolierung so weit fortgeschritten wie in den Vierteln, in denen man sich auf die eigene Weltläufigkeit sonst so viel einbildet. (…) Ein gewisser Hang zur Bigotterie ist dabei fast unausweichlich“.
Und der von Deniz Yücel über dasselbe Event ist auch sehr lesenswert. Der lässt es wieder krachen….
Fünfmonatsplan

Nur zur sozialen Kontrolle: Vier Kilo müssen runter, und die Strecke muss mindestens Halbmarathon im Durchschnitt werden.
Kapuzenpullis verbieten!
Warum haben deutsche Politiker noch nicht gefordert, Kapuzenpullis zu verbieten? Uhl und Bosbach, übernehmen Sie!
Btw: Anonymous hat etwas herausgefunden.
Huch!

In der Salzwüste: Un poco mas Atletismo
Heute morgen kam mir beim Joggen auf der Brücke zum Görlitzer Park ein Rudel Fahrradfahrer entgegen. Ich rief ihnen ein fröhliches „ein bisschen sportlicher! Tempo!“ zu, aber an ihren Reaktionen sah ich, dass sie mich nicht verstanden. Vermutlich hätte „more speed please!“ oder „un poco mas atletismo“ weitergeholfen.
Das erinnerte mich an eine urkomische Situation mitten in der Salzwüste von Bolivien (südwestlich von Oruro, nordwestlich von Uyuni, deswegen heißt sie auch Salar de Uyuni) – einer der abenteuerlichsten Trips, den ich jemals unternommen habe (1984): Drei Tage mit dem LKW und anschließend 40 Kilometer zu Fuß, mit Rucksack, und nach drei Tagen wieder zurück. Mehr zum eigentlichen Reiseziel ein anderes Mal.
Auf der ersten Etappe sollte es nach Huachacalla gehen. Wir starteten von Oruro aus (auf dem oberen Bild bin ich mit Rucksack zu sehen), ab Opoqueri, das damals nur aus einigen Häusern bestand (2. Bild von oben) gab es nicht wirklich eine Strasse, sondern eher eine Art „Landschaftsmerkmal“, das von den Reisenden – wir waren rund 40 Leute auf dem LKW – oft in Eigenarbeit zu einer „Straße“ gebaut werden musste.
Bei langen, gefährlichen und anstrengenden Reisen per LKW sind auf dem südamerikanischen Altiplano (die Salzwüste liegt 3500 Meter hoch) immer zwei Fahrer dabei. Wir haben für die rund 150 Kilometer übrigens zweieinhalb Tage gebraucht.
Es ist üblich, dass der LKW einige Kilometer, bevor das Ziel erreicht ist, anhält und man bezahlen muss. Der Fahrer möchte nicht, dass sich die Fahrgäste bei der Ankunft in alle Winde zerstreuen und die Zeche prellen. Sabaya ist ein elendes Nest, das sich gut als Kulisse für einen Film mit der Fremdenlegion eignen würde, aber die meisten der Reisenden wohnten da.
Als wir die Häuser Sabayas am Horizont erblickten, hielt der LKW an, die meisten sprangen ab und vertraten sich die Beine, während der zweite Fahrer kassierte. Danach setzte sich uralte Ford wieder in Bewegung, obwohl noch nicht wieder alle auf die Ladefläche geklettert waren. Die rundlichen Bäuerinnen und einige ältere Männer konnten auch nicht schnell laufen. Der Fahrer feixte und fuhr grad so schnell, dass die Zurückgebliebenen nicht zurückfielen, aber auch nicht hinaufklettern konnten. Der zweite Fahrer stand breit grinsend auf der Ladefläche und rief den Rennenden einen Satz zu, mit dem er sich bei mir unsterblich gemacht hat: „Un poco mas atletismo!“ („ein bisschen mehr Athletik“). Nach wenigen Minuten hielt der LKW dann wieder an, und alle lachten sich kaputt.
Add-on: Liegestütze

Meine Gelenke sollten geschont werden, und es war überall noch Schneematsch. Ich habe jetzt aber beschlossen, das Wetter einfach zu ignorieren und die Laufsaison zu eröffnen. Langsames Traben auf der Kurzstrecke. Dafür mache ich anschließend 20 Liegestütze (in der Wohnung); dafür habe ich heimlich einen Monat täglich geübt (beim ersten Mal gelangen mir nur sieben).
Krankhafte Sexualität
Die deutsche Oberzensurbehörde so genannte Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften Medien in ihrer Entscheidung Nr. 2631 (V) vom 4. August 1986 (via Pornoanwalt):
„Die Wissenschaft hat längst dargelegt, daß es bei Sexualhandlungen des sadomasochistischen Formenkreises um krankhafte deviante und perverse Abbildungen der Sexualität handelt.“
Ich werde übrigens nur Parteien im September wählen, von denen man glaubhaft erwarten kann, dass sie diese unsägliche „Bundesprüfstelle“ ersatzlos abschaffen würden, hätten sie das Sagen.
Mehrkorn

Ich weiß gar nicht, warum ich früher Brot im Laden gekauft habe. Das selbst Gebackene schmeckt -zig Mal besser, zumal wenn es frisch aus dem Ofen kommt. Und billiger ist es auch noch.
Feste Wendung Burkscher Salat [Update]
Nur, um diesen – im Deutschen erlaubten – Genitiv zu demonstrieren: „Bei festen Wendungen mit Namen wird der Genitiv oft durch ein mit dem Suffix -sche gebildetes Adjektiv ersetzt“.
Update: jetzt zweifele ich doch: Müsste es nicht sogar Burksscher Salat heißen? Burks‘ Salat geht sowieso.
Am Tresen
Keine Sollbruchstelle

Mein Globetrotter-Benzinfeuerzeug habe ich 1984 gekauft – und es funktioniert immer noch, übrigens genau so wie mein Coleman-Benzinofen. Diese Dinge scheinen keine eingebaute Sollbruchstelle zu haben.
Mein erstes selbst gebackenes Brot

Die Form lässt sich auseinanderziehen; das nächste Mal weiß ich es besser. Aber es schmeckt gut. (Das Bild habe ich vor dem Backen gemacht.)
Klassisch griechisch
Eigentlich geht es niemanden etwas an, wie mein klassisch griechisches Bad aussieht, mit Ausnahme meiner Besucher, aber andere Leute würden so etwas sogar auf Fratzenbuch posten. „Klassisch griechisch“ bedeutet für mich „spartanisch“. Das Bad ist jetzt fertig bis auf das Silikon zwischen Kacheln und Waschbecken.
Wenn ich mit einem banalem Bad anfange, sollte ich heute noch etwas Gelehrteres folgen lassen. Führen wir das Geld ein, nachdem wir schon den Tauschwert durchgenommen hatten oder versuchen wir uns an Schrödinger, der den gesunden Menschenverstand ähnlich auf die Probe stellt wie der Warenfetisch?
Und nun zu uns, Plaste und Elaste von Obi!
Heute habe ich alles noch mal in Einzelteile zerlegt, will sagen: den Ceravid Waschtisch-Einhebelmischer (wer denkt sich so was aus?).
Bei Obi kostete der samt Zubehör 69,99 Euro. Ich frage mich, mit was Obi die erpresst, da man bei Ceravid ohne Zubehör schon mindestens 50 Euro hinblättern muss?!
Die Öffnung des Abflusskelchs riss schon bei der Montage ab. War halt Plaste und Elaste. (Vgl. Bild oben, der rote Pfeil) Ich bin kräftig, aber ein bisschen Muskelkraft sollte so ein Teil doch aushalten? Ich muss ja wohl mit einer Rohrzange arbeiten dürfen, und ich war vorsichtig. Also musste ich für 20 Euro mehr einen neuen Kelch besorgen (oberes Bild Mitte), der aber jetzt aus Metall ist und nicht kaputt geht, wenn man ihn scharf anblickt oder ein Werkzeug in seine Nähe gerät. Mein salopp formulierter unmaßgeblicher Rat für Heimwerker: Plastikgewinde sind sowieso immer für’n Arsch.
Und wer sich die Exzenterstange ausgedacht hat, gehört auch ausgepeitscht. Kann man da nicht was Besseres erfinden? Das sieht ja unmöglich aus, so ein Gestänge unterm Waschtisch.
Jetzt habe ich auch alles mit Teflonband abgedichtet, obwohl mir das gute alte Hanf allein schon aus weltanschaulichen Gründen näher steht.
Und siehe, alles war gut und tropfte nicht.
Der zwölfte Tag der Schöpfung
Das Waschbecken aber war dunkel und grün, und es lag Finsternis auf den Kacheln; und Burks‘ Körper Geist schwebte manchmal fluchend über den Wassern der Dusche.
Und Burks sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht. Und Burks sah, daß das Licht gut war; da schied Burks einen Stromkreislauf von dem anderen. Und Burks nannte den einen „Elektrik im Bad“, und den anderen nannte er „kommt irgendwie aus der Küche“. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der erste Tag.
Und Burks sprach: Es werde ein großes Loch inmitten der Wand, die eine Scheidung bildet zwischen der Küche und dem Bad! Und Burks stemmte das Loch auf und schied die alten Kabel unter der Wand voneinander. Und er riss das alte Regal ab und begann es zu streichen. Und es geschah so. Und Burks nannte die Wand „verdammter Scheiss“. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der fünfte Tag.
Und Burks sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Waschbecken an einen Ort, damit man das Trockene sehe! Und es geschah so. Und Burks nannte das Trockene „Syphon“, aber die Sammlung der Wasser nannte er „Pfütze unter dem alten Waschbecken.“ Und Burks sah, daß es gut war. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der sechste Tag.
Und Burks sprach: Es sollen Lichter an der Himmelsausdehnung sein, zur Unterscheidung von Tag und Nacht, die sollen als Zeichen dienen und zur Bestimmung der Zeiten und der Tage, und als Leuchten an der Himmelsausdehnung, dass sie mein Bad beleuchten! Und es geschah so. Und Burks machte drei große Lichter, alle zur Beherrschung des Tages und zur Beherrschung der Nacht. Und Burks setzte sie an die Wand, damit sie das Bad beleuchteten und den Tag und die Nacht beherrschen und Licht und Finsternis scheiden. Und Burks sah, daß es gut war. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der achte Tag.
Und Burks sprach: Es soll ein neues Waschbecken her, zur Unterscheidung von schmutzig und sauber, es soll als Zeichen dienen für die Reinlichkeit, die letzlich auf der protestantischen Kultur der Körperbeherrschung der letzten 500 Jahre fußt, und Burks murmelte vor sich hin: lest gefälligst Norbert Elias: „Über den Prozeß der Zivilisation„. Und Burks sah, daß es gut war. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der zehnte Tag.
Und Burks sprach: Lasset uns Rohre kaufen, uns gar nicht ähnlich, die sollen herrschen über das Wasser unter dem Waschbecken und im Abfluss und auch über alles Gewürm, das in Dreckwasserrohren versucht zu kriechen! Und Burks installierte die Rohre und dichtete sie mit Gummi und Hanf ab. Und Burks segnete die Exzenterstange; und Burks sprach zu allem: Wenn ihr jemals tropft oder undicht werdet, dann reiße ich euch raus, trampele auf euch herum und schmeiße euch in den Müll! Und Burks sah, daß es gut war. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der elfte Tag.
Und Burks sah alles, was er gemacht hatte; und siehe, es war sehr gut. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der zwölfte Tag.
Die letzten Stunden im Leben eines hässlichen grünen Waschbeckens
Ich ahnte es: Natürlich war der Abstand der Bohrlöcher meines alten Waschbeckens anders als die des neu gekauften, und ich musste erst einmal mit einem fetten Bohrer die Wand zur Küche penetrieren, ohne sie ganz einzureißen. Mein Hausbesitzer sagte, die Kacheln seien vermutlich stabiler als die Wand und hielten die zusammen.
Bevor ich das alte Waschbecken abmontierte, stellte sich auch noch heraus, dass der Hauptwasserhahn für meine Wohnung nicht mehr funktierte. Der anwesende Hausbesitzer meinte, er könne das persönlich regeln, was aber damit endete, dass er den Daumen auf das offene Ende halten musste, während das Wasser nur so spritzte, während ich die Treppen hinunterrannte, um dem deutschtürkischen Wurstbudenbesitzer zuzurufen, er möge den Hauptwasserhahn des ganzen Hauses abdrehen, was dieser auch tat, weil er gelernter Installateur ist und weiß, wo der ist. Ist halt eine typisch familiäre Rixdorfer Szenerie hier; manchmal besser als Comedy.
Der schwierigste Teil, den neuen Wasserhahn an das Waschbecken und das Abflussrohr anzuschließen, hebe ich mir für’s Wochenende auf. Das verdammte Handbuch gibt mir noch ein Rätsel auf. Da taucht u.a. eine „Exzenterstange“ auf, deren Sinn und Zweck sich mir nicht erschließt. Vorher muss ich ohnehin noch viel streichen.
Kein Laufwetter
Ausserdem bin ich schon wieder verschnupft.
Gebt die Drogen frei
Cicero: „Gebt die Drogen frei! – Der weltweite Krieg gegen die Drogen ist gescheitert. Wir brauchen mehr Sicherheit für die Konsumenten, bessere Kontrollen der Inhaltsstoffe und schlechtere Geschäftsgrundlagen für die internationalen Drogenkartelle“.
Das Verbot bestimmter psychotropher Substanzen aka Prohibition resultierte ja aus der Moraltheologie, kombiniert mit protestantischer Askese. Also vergesst es. Appelle an die Vernunft werden nichts nützen.
Sexuell eindeutige Posen

Laut Heise fordert die niederländische Abgeordnete Kartika Liotard (Socialistische Partij), Pornografie im Internet zu verbieten:
Direkte Darstellungen der menschlichen Sexualität schlichen sich als „oft idealisiertes kulturelles Element in den Alltag“, was sich besonders ausgeprägt in Fernsehprogrammen und Lifestyle-Magazinen sowie in Musikvideos oder Werbung manifestiere. Auch in Computerspielen sei eine „immer auffälligere Tendenz festzustellen, provokativ gekleidete Frauen in sexuell eindeutigen Posen zu zeigen“..
Das schreit natürlich nach einer pädagogisch wertvollen Illustration, zumal das jeweilige Gehirn der Betrachterin immer entscheidet, was „sexuell eindeutig“ ist.
By the way: Burks fordert, Dummheit in der Politik zu verbieten!
Screenshot: Selbstdarstellung der Gor-Sim „Sais“ in der Second-Life-Suche.





































