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Rixdorfer Puddle

Pfütze

Kleiner Konsumtempel

Konsumtempel

Die wohlwollenden Leser und geneigten Leserinnen mögen offenbar Fotos von Konsumtempeln. Da kennt man sich also aus. Hier also ein Räucherwaren-und Fisch-Konsumtempel.

Der Himmel über Rixdorf

Rixdorf

Tempelhofer „Freiheit“ und Neukölln

Indymedia über die Tempelhofer Freiheit aka Flughafen Tempelhof: „Das Feld wird in den nächsten Jahren einer ‚behutsamen Umgestaltung‘ in eine Parklandschaft unterzogen, mit Luxuswohnblocks bebaut und als Ausstellungsgelände genutzt. Das heißt im Klartext: Das Gelände wird nicht mehr frei nutzbar sein, die ohnehin rasant steigenden Mieten im angrenzenden Schillerkiez werden in die Höhe schießen und Sanierungen und Zwangsumzüge werden auf die Tagesordnung rücken. Denn: Luxuswohnungen gehören in einen Luxusbezirk. Jetzt schon stehen viele Häuser im Schillerkiez leer und warten auf einen lukrativen Verkauf, während Familien, die seit Jahren im Kiez wohnen, wegziehen müssen, weil sie die Miete nicht mehr bezahlen können.“

Neu in der Blogroll: Nachrichten aus Nord-Neukölln.

Wie man mich schnell vergrätzt

Zum Beispiel indem man mir eine solche E-Mail schreibt:

Hallo Herr Burks,
für eine Schulbuchseite benötigen wir eine photographische Abbildung des
Goldschatzes von Unna.
Wissen Sie, wer die Rechte an dem von Ihnen verwendeten Bild besitzt?
Vielen Dank für die Info im voraus.

Mannomann. Meine Antwort war dementsprechend. Ich bin aber höflich geblieben. Manche Leute sind zu blöd in ein Impressum zu gucken.

Der Internet-Point beim Magendoktor

magendoktormagendoktor

Heimat 2.0

Landa

„So tritt neben die Heimat als Ort ein Gefühl von Zuhause im Web.“ Das ist ein typischer DAU-Satz, hier gefunden bei Spiegel Online. Das Internet ist kein Synonym für das World Wide Web. Aber ich gebe es auf. Die kapieren es nie.

Natürlich ist der Unterschied zwischen realer und virtueller Heimat marginal. Aber das versteht auch wieder keiner.

Was sonst noch geschah

Die Wulffs schreiben ihre Memoiren. Neukölln gibt es bald nicht mehr auf OpenStreetMap. Die ARD richtet eine Spendengala für die FDP aus. Hacker manipulieren die Flensburger Verkehrssünder-Kartei. Und den Piraten fehle laut Trittin „ein originäres Thema“.

Welche der Meldungen passt hier nicht hin?

neukoellner.net

Neu in der Blogroll: neukoellner.net. Leider wird die informative Seite durch den typisch deutschen Regenzauber verunziert: „Das Landgericht (LG) Hamburg hat“ bla bla bla. Die werden den auch nicht runternehmen, wenn ihnen ein Jurist sagt, dass dieses Voodoo sinnfrei ist. Zauber ist irrational und Argumente dagegen verhallen ungehört.

Für die Mitglieder der juristischen Glaubensgemeinschaft Heiliger Disclaimer der letzten Tage™: „Hiermit distanziere ich mich ausdrücklich von der StVO und allen unter dem Scheibenwischer angebrachten Gegenständen. Wenn Sie sich diesem Fahrzeug nähern, stimmen sie damit diesem Haftungsausschluss automatisch zu.“

Neu ist auch Facetten – „das tägliche Magazin aus Berlin-Neukölln“.

Platz mit Zukunft und im Angedenken an die Revolutionären Sozialisten Deutschlands

Siegfried-Aufhäuser-PlatzSiegfried-Aufhäuser-PlatzSiegfried-Aufhäuser-Platz

Rixdorf, auch bekannt als Berlin-Neukölln, verändert sich. Viele Studenten zogen in die billigen Wohnungen in Deutsch-Rixdorf, und die erste Kneipe für junge Leute, die B-Lage, ist heute fast immer proppenvoll und ein Magnet für Alternativ-Touristen.

Mein gegenwärtiger Lieblingsort, um die Veränderung zu verfolgen, ist der Siegfried-Aufhäuser-Platz direkt an der S-Bahn-Station Sonnenallee – früher (also noch vor fünf Jahren) ein zu vernachlässigendes Emsemble von landweiligen Miethäusern und ein paar heruntergekommenen Eckkneipen des alten Proletariats.

Übrigens (das wusste ich nicht): Siegfried Aufhäuser war ein Berliner Politiker und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime.
Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme flüchtete er nach einigen Verhaftungen über Saarbrücken nach Prag, arbeitete dort im Rahmen der SoPaDe und gilt innerhalb dieser Organisation als Anhänger des Volksfrontgedanken, also des Zusammenschlusses mit den Sozialisten kommunistischer Prägung gegen Hitlerdeutschland. Innerhalb der SoPaDe war dieser Gedanke nicht mehrheitsfähig, 1935 wurde Aufhäuser zusammen mit Karl Böchel aus dem Vorstand ausgeschlossen und gründete gemeinsam mit diesem die Revolutionären Sozialisten Deutschlands (RSD). Im Dezember 1936 unterzeichnete er den Aufruf an das deutsche Volk des „Volksfrontausschusses“ in Paris, der als Lutetia-Kreis bekannt wurde.

Ein sympathischer Mensch also und Sozialdemokrat alter Schule, die es heute nicht mehr gibt. Welcher SPD-Mensch würde sich trauen, eine Gruppe „Revolutionären Sozialisten Deutschlands“ zu gründen oder gar mit der Linken eine „Volksfront“ zu initiieren? Heute kungeln die karrieregeilen Apparatschiks und Volksverräter von der SPD lieber mit der CDU.

Doch ich schweife ab. Was braucht ein Platz in einer städtischen Gegend, die weitab von den normalen Touristenströmen liegt, um attraktiv und belebt zu sein? Die Ringbahn ist natürlich ein grosses Plus. Von hier her kommt man auch in der Nacht überall hin (wenn die S-Bahn fährt und nicht wieder grad kaputt ist). EC-Karten-Automat – ja! Bäckerei (damit morgens Laufkundschaft kommt), ein Kiosk, eine Dönerbude, die 24 Stunden geöffnet hat (Arbeitsmoral von Immigranten), jetzt schon zwei Cafés, die das Ambiente der neuen armen Mittelschichten (wir sind ja nicht in Schwaben) imitieren, aber dennoch das Lebensgefühl des Hausbesetzer-Milieus der achtziger Jahre zitieren (Stühle sind oft Einzelstücke vom Sperrmüll).

Neu sind Donuts (die gab es früher nicht) und WLAN. Neu ist auch, dass das Mobilar retro aussieht, aber ohne die Politik, die eigentlich früher dazugehörte. Das Mobiliar heutiger Studentenkneipen ist wie ein Palästinensertuch, ohne dass die TrägerInnen wüssten, wer die so genannten Palästinenser sind, oder wie ein Che-Guevara-Poster im Schlafzimmer eines Sparkassen-Filialleiters.

Ich prophezeie diesem vormals langweiligen Platz eine große Zukunft. Er wird bald noch belebter sein.

Siegfried-Aufhäuser-Platz
Karte: OpenStreetMap

Sitzen in Rixdorf

gendarmenmarkt

Beim Schockwellenreiter geht das Sofa in Neukölln noch im aufrechten Gang, bei mir am Richardplatz hat es sich schon hingesetzt. Ist ja auch Kaiserwetter, und Cafés für Sofas gibt es noch nicht.

Am Markt

Unna

Das grosse Neukölln-Quiz

rixdorf

Welche Strasse ist das?

Spätgotische Hallenkirche in Blau

stadtkirche unna

Evangelische Stadtkirche Unna

Borussia Dortmund, Beistand höherer Wesen und mehr

cafecafecafe

Oben: Cafe Extrablatt (Unna, Markt) – und hallo, ich habe da keinen lauen Lenz geschoben, sondern chinesische Vokabeln gepaukt (vermutlich der einzige Mensch, der jemals in Unna auf dem Markt Mandarin gelernt hat). Mitte: irgendwo daneben, unten: Holzwickede.

Bescheidenes Wetter in Rixdorf aka Berlin-Neukölln

Neukölln

Alte Herren

staugefahrUnnapgu_1971Holzwickede

Gestern und heute bin ich mehr als 1000 Kilometer mit dem Auto gefahren, um etwas zu feiern – den 31. Mai 1971.

Damals machten wir, die letzte Jungenklasse des Pestalozzi-Gymnsiums Unna, Abitur (danach gab es nur noch Koedukation). Wir mussten die 40-Jahr-Feier nachholen und taten das ausgiebig im Ölckenthurm in Unna.

Da niemand die alten Herren erkennen würde, wer sie nicht kennt, habe ich keine Hemmungen, das Gruppenfoto online zu stellen. Burks.de ist ja nicht Facebook. Wir haben beschlossen, dass wir uns in fünf Jahren wiedertreffen werden. Von 21 Klassenkameraden leben noch 17….

Natürlich bin ich auch noch, um mich zu entspannen, über die Felder meines Heimatdorfes Holzwickede (genau zwischen Dortmund und Unna) gelaufen.

Heute gibt es deshalb Möppkenbrot zum Abendessen.

Ordnung muss sein

messie

Man muss schon genau hinsehen…

Popraci, revisited

PopraciPopraci

Gestern fand hier auf dem Richardplatz das „Popraci“ statt, laut „oral history“ (wer’s glaubt…). das „178. Rixdorfer Strohballenrollen“.

Anders formuliert: Ich bekenne, dass ich keine Lust auf die „Freiheit statt Angst„-Demo hatte. Nina Hagen und Renate Kühnast – eine Kampffront? Das fehlte noch…

Die Grünen haben uns die TKÜV beschert, die sie noch nicht einmal bereuen, und marschieren da jetzt mit? Verlogenes Pack!

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