#unten und Klassenbewusstein

zitat

Christian Baron schrieb dazu: „Heute schreibt die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ über #unten. Harald Staun würdigt in seinem Text die Initiative, aber er bringt auch die offensichtlichen Schwächen von Hashtag-Kampagnen auf den Punkt. Solche Sätze in der konservativen „FAS“ – dass ich das noch erleben darf!“

Leider habe ich den ganzen Text nicht gelesen, aber der ist in der eben der Sprache geschrieben, die die zitierten Verkäuferinnen und Möbelpacker nicht sprechen und auch nicht lesen wollen.

„Um eine wichtige Ebene ergänzen“ – das ist nichtssagendes Geschwurbel. Das gilt auch für „Zugang zum Diskurs erleichtern“ oder „unterliegen den Ausgrenzungseffekten“.

These: Man redet so, wie die eigene Klasse es verlangt. „Identitätspolitik“ inklusive gendrinfizierter Sprache sowie Veganismus-Asketismus sind kleinbürgerlicher esoterischer Lifestyle-Scheiß und mitnichten „links“. Das musste jetzt mal gesagt werden.

Reminder: Bernd Stegemann im „Neuen Deutschland“:
Der blinde Fleck der Identitätspolitik ist ihr fehlendes Klassenbewusstsein. In der Ökonomie geht es nie um Moral, immer um Interessen. Wer aber keine Klassen kennt, muss auf moralische Kategorien zurückgreifen. (…)

Kommentare

2 Kommentare zu “#unten und Klassenbewusstein”

  1. Das wahre wort des tages | Schwerdtfegr (beta) am November 12th, 2018 3:28 pm

    […] Burkhard Schröder […]

  2. LordPiccolo am November 12th, 2018 8:25 pm

    Wie Identitätspolitik mit Klassenpolitik verbunden werden kann, wurde schon bewiesen (https://de.wikipedia.org/wiki/Lesbians_and_Gays_Support_the_Miners) und verfilmt (https://de.wikipedia.org/wiki/Pride_(Film))

    Ein typischer Vertreter neoliberaler Identitätspolitik ist Jan Delay (https://twitter.com/c_baronaldo/status/1061266126364180481), der von der Welt so schön auseinander genommen wurde: https://www.welt.de/kultur/article183600106/Jan-Delay-ist-das-groesste-Missverstaendnis-der-deutschen-Popkultur.html?fbclid=IwAR1Ndg-Y4rhJyLle_17O5H7kI2kpdlp95lTpynt_vA_pDTTM38qAKA_Ewvc

    Klar ist, dass tatsächlich einige bereits #unten verlassen haben oder nur am Rande zu #unten stehen. Habe allerdings auch ein paar Tweets gesehen, die aktuell sind. Daher sehe ich #unten eher als Spitze des Eisberges.

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