Standing out from the crowd is hard
Margarita Simonyan, die Chefredakteurin von RT, kommentiert die aktuelle Lage (via Fefe)
Yesterday I spent quite some time explaining to the New York Times correspondent why I consider Russia’s position to be right. I’m Russian. I support my country and I will fight for the truth for as long as it takes. (…) And now we’ve got a genuine war going on – no, thank God, it’s not in the Crimea. It’s a media war. Every single day, every single hour the guys who work for us are told, „You are liars, you are no journalists, you are the Kremlin propaganda mouthpiece, you’ve sold yourselves to the Russians, it’s time you quit your job, and everybody is laughing at you, so change your mind before it’s too late.“ (…)
This is all typical of a media war. We’re not the first and we will not be the last to go through this. During the Arab Spring, Al Jazeera staff in Lebanon made headlines by resigning en masse. Their Egyptian colleagues followed suit. More than twenty former employees said they disagreed with the channel’s editorial line. That happened without any pressure from the world mass media, as throughout the Arab Spring Al Jazeera was completely in tune with the global mainstream. So everyone commended the channel’s actions instead of trying to attack it. (…)
I can see very clearly why I continue to work for a channel that stands alone (!) face to face with thousands and tens of thousands of Western news outlets, showing everybody the other side of the story, under daily attacks from the media that it is hardly managing to fight back. It’s my country. There is no other choice for me. But the foreign journalists who work for RT across the globe do have a choice. (…)
Standing out from the crowd is hard, sometimes to the point of unbearable.
Übrigens schreibt Spiegel online: „Betrachtet man den Präsidentschaftswechsel in der Ukraine ‚rein juristisch‘, hat Putin recht.“
Titel des Guardian: „In Ukraine, fascists, oligarchs and western expansion are at the heart of the crisis“.
Kommentare
3 Kommentare zu “Standing out from the crowd is hard”
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N24: „Putin streckt die Hand nach der Krim aus“. Das würde der EU nie einfallen. Wir „reichen“ lieber die Hand – auch wenn es am Ende auf´s gleiche raus kommt.
Schön auch gestern noch ein Kommentar in WDR5. Entsetzt fabulierte da ein Sprecher von russischen Stiefeln die nach Westen marschieren und fragte mit bebender Stimme wie weit diese denn wohl voranschreiten mögen.
In den letzten Tagen muss ich irgendwie in einem durchgeknallten Paralleluniversum gelandet sein. Hey, guck mal, `ne lila Kuh…
Empfehlenswert der Artikel der aktuellen Konkret zu dem Thema von Jörg Kronauer: Oligarchenschach.
Du spielst doch gerne Schach…
Putin macht das schon recht clever und er hat nicht nur ‚juristisch‘ recht (wozu es ausreichend wäre, ein ‚furchtbarer Jurist‘ zu sein).
Die USA haben keine überzeugenden Vorschläge, welche internationale Strategie sie während der nächsten Jahre verfolgen könnten. Eine solche Strategie würde China in den Mittelpunkt stellen müssen, ferner die (asymmetrische) Bedrohung einer, drücken wir es einmal so aus, wachsenden islamistischen Dominanz. Die Schnittmenge einer solchen Strategie mit den Interessen Rußlands und Indiens wäre beeindruckend. Indien will, Rußland könnte zum Alliierten der USA werden.
Die Obama Administration scheint aber sogar stolz darauf zu sein, überhaupt keine internationale Strategie zu haben, überdies reduziert sie die Stärke der US Armee und verkündet eine Abkehr von der Doktrin, jederzeit zwei Kriege gleichzeitig führen zu können. Welch ein Timing…
In Peking mag man sich wohl den Kopf darüber zerbrechen, ob der Zeitpunkt wirklich so günstig ist, wie es den Anschein hat, endlich als aggressive Hegemonialmacht aufzutreten. Oder handelt es sich um eine Falle, in die man hineintappen soll, um China international zu isolieren und vor allem Rußland und Indien in eine Interessengemeinschaft mit den USA zu zwingen?
Was Obama angeht – der kennt nur Lieder, die jedem auf die Nerven gehen ;) Reagan wird schon im Grab rotieren. Aber wie reagieren die Eliten in Rußland und China, wenn die amerikanischen Zinsen steigen?
Nun ja, einstweilen genug spekuliert. My 2 cents.