Tanz einer Sklavin

Ayin

So kurz vor Chanukka und Weihnachten kann man nur politisch völlig Unkorrektes posten… (Ja, das ist meine virtuelle Wohnung!)

Hank starb an ner Überdosis Hasch

Parliamentfights

Gerade wurde ich auf das entzückende Blog Parliamentfights aufmerksam (via Fefe). Allein schon die Tags sind zum Kringeln: „Throwing Objects“, „Throwing Paper“, „Throwing Water“, „Using Chairs and Furniture“.

Ein Posting bezieht sich auf einen Bericht der Zeitschrift Cicero (d.i. der Focus für den gefühlten FDP-Wähler).
„Hinzu kam, dass die beiden Kopiergeräte im Ausschusssekretariat durch einen Sabotageakt gezielt lahmgelegt worden waren. Unbekannte hatten nicht nur die Stecker gezogen, sondern auch die Verbindungskabel mitgenommen. Zum Schluss verlor die Ausschussvorsitzende Eva Bulling-Schröter (Die Linke) Übersicht und Fassung. Sie lief weinend aus dem Raum, verschanzte sich auf der Damentoilette und ward nicht mehr gesehen. (…) Richtig ukrainisch ging es allerdings erst nach der Ausschusssitzung zu. Eine Gruppe von Linken-Abgeordneten, deren Anführer, ein Werkzeugmacher aus Jena, wie Augenzeugen später berichteten, ’stark nach Alkohol roch‘, stellte sich den Saaldienern des Bundestags in den Weg, als diese die Fächer mit den Drucksachen füllen wollten. Es kam zu Handgreiflichkeiten, die Bundestagspolizei musste einschreiten. Die Sache wurde zwar aktenkundig, aber bislang unter der Decke gehalten.“

Ich wusste gar nicht, dass der Bundestag eine eigene Polizei hat…

Rixdorfer Winter

Rixdorfer Schmiede

Richardplatz, Rixdorfer Dorfschmiede, zum wiederholten Male..

Richtigkeit oder Falschheit haben

Richtigkeit

Manche Dinge sind falsch oder richtig. Wenn jedoch ein Sprachkünstler von Twitter dazwischenzwitschert, kann es seine Chaosheit haben. Seine Richtigkeit haben – das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Klingt so wie: Das, was der Zeuge sagte, hatte seine Falschheit. Das, was Twitter uns an Deutsch zumutet, hat seine Grauenhaftigkeit.

Pornofilm für Geeks

>Do {
> scene++;
> text („Sie“, „Hallo“);
> text („Er“, „Willst du?“);
> text („Sie“, „Ja“);
> in_out = 0;
> Do {
> in_out++;
> if (in_out == 50, 100, 150, 200, 250) {
> change_position (to_next);
> }
> loop until in_out == 300;
> }
> loop until scene == 5;
> }
>play_credits;

sowie: unzip, strip, touch, finger, grep pipe, mount, fsck, more, yes, fsck, fsck, fsck, umount

Schlacht um Kachelmann

Interessanter Artikel in Zeit online über den Kachelmann-Prozess: „Die Vergewaltigungsschilderung der Opferzeugin Simone genügt nicht einmal den Mindestanforderungen an eine tragfähige Aussage, so das Fazit eines Glaubwürdigkeitsgutachtens. Außerdem hat Simone Polizei und Staatsanwaltschaft mehrfach belogen, als es um die Vorgeschichte der angeblichen Tat ging. Sie hat gefälschte Beweise vorgelegt.“

CDU-Politiker fortert Fernabschaltung von gefährlichen Rechnern

Ich habe mich eine Stunde gekringelt vor Lachen, als ich mir die Leserkommentare zum Heise-Artikel „Prozessor mit Diebstahlsicherung“ [Quelle] zu Gemüte geführt habe. Den hier fand ich bemerkenswert:

„Ich sehe folgende Schlagzeilen auf uns zukommen:
– Urheberrechtsinhaber fordern Fernabschaltung von Raubkopierer-PCs
– US-Regierung fordert Fernabschaltung von verräterischen Webseiten
– Intels Fernabschaltungsmechanismus ungenügend gesichert
– CDU-Politiker fortert Fernabschaltung von gefährlichen Rechnern
– Intel dementiert Fehler im Fernabschaltungsmechanismus
– SPD-Innenexperte für Fernabschaltung zur Bekämpfung von Kinderpornographie
– Energieversorger satteln auf Intel um
– Massenweise Intel-Rechner fernabgeschaltet
– US-Handelsministerium warnt vor Fernabschaltungsterrorismus
– Beim PNR zukünftig auch Bestandsliste von ‚Computern‘ verpflichtend
– BSI: ePa in der aktuellen Version 4.2.23 nicht von Fernabschaltung betroffen.“

Auch der hier ist nett: „Die Virenscanner werden dann wohl auch ne neue Warnung raushauen: ‚Jemand versucht Ihre CPU zu deaktivieren! Zulassen oder Abwehren?'“

The Crimson Kajira

Ayin

Nein, der Avatar schaut nicht auf die Uhr, und das ist eine virtuelle Kneipe in Gor (Second Life) – aber mein Avatar sitzt da auch, man gönnt sich ja sonst nichts.

Verschlüsselung Ihrer E-Mail gefährdet unser Mitlesen

Ich bin sprachlos. Troll, troller, am Trollsten. Das hier ist die offizielle Position der Bundesregierung:

„‚Die Nachrichten werden zur Überprüfung von Viren und zur Prüfung, ob es sich um eine Spam-Mail handelt, kurzfristig entschlüsselt‘, heißt es in der Stellungnahme. Während dieses Vorgangs seien die Nachrichten einem ‚erhöhten Risiko des Angriffes durch unbefugte Dritte ausgesetzt‘. Die Bundesregierung stimmt diesem Bundesrats-Vorschlag in ihrer mit der Unterrichtung ebenfalls vorgelegten Gegenäußerung nicht zu. ‚Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gefährdet das gesamte Ziel von De-Mail, die einfache – und ohne spezielle Softwareinstallation mögliche – Nutzbarkeit durch die Bürgerinnen und Bürger‘, argumentiert sie in der Vorlage.“

Das ist nicht nur grober Unfug, sondern schlicht Volksverdummung. Guckst du auch hier: „Für die Verschlüsselung von E-Mails muss der jeweilige Absender den öffentlichen Schlüssel des Empfängers in seinen E-Mail-Client einbinden. Der öffentliche Schlüssel für die jeweilige E-Mail-Adresse der Abgeordneten und Verwaltungsmitarbeiter ist automatisch in jeder signierten E-Mail des Abgeordneten oder Mitarbeiters enthalten. Gegebenenfalls bitten Sie Ihren Kommunikationspartner im Deutschen Bundestag Ihnen eine signierte E-Mail zu senden, um ihm verschlüsselt antworten zu können.“ (Die Realität sieht natürlich anders aus)

Das erinnert mich an Google Mail: „Unser System, wie z. B. unsere Spamfilter, durchsucht den Inhalt Ihrer Nachrichten automatisch nach Keywords, damit wir Ihnen nur relevante Informationen liefern“.

Das sollte die Bundesregierung doch gleich sagen: „Unser System De-Mail entschlüsselt ihre E-Mails kurz und durchsucht den Inhalt Ihrer Nachrichten automatisch nach verdächtigen Keywords wie „Bombenbauanleitung“ oder „Kinderpornografie“. E-Mails dieser Art werden automatisch gelöscht, damit wir Ihnen nur relevante Informationen liefern.“

Sogar bei golem.org schreiben sie Quatsch zum Thema: „Wenn der Anwender eine De-Mail an einen anderen De-Mail-Teilnehmer verschickt, wird diese kurzzeitig auf den De-Mail-Servern entschlüsselt und wieder verschlüsselt. Dabei wird die Verbindung zum Nutzer per SSL verschlüsselt, diese Verschlüsselung aber auf Serverseite terminiert. Geschäftskunden, die über ein Gateway an De-Mail angeschlossen sind, können die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung über bestehende Systeme wie S/MIME oder PGP durchführen. Für Privatkunden ist aktuell nur die Möglichkeit gegeben, auf Fileebene verschlüsselte Daten an eine De-Mail als Attachment anzuhängen, etwa mit Truecrypt verschlüsselte Dokumente.“

Mannomann. Was für Trantüten. E-Mail-Attachments mit Truecrypt verschlüsseln? „Free open-source disk encryption software for Windows 7/Vista/XP, Mac OS X, and Linux.“ Disk encryption – nicht E-Mails oder Files verschlüsseln. Wer Lesen kann, ist klar im Vorteil.

(Via netzpolitik.org u.a.)

Petition: Entkriminalisierung von Cannabis-Konsumenten

Petition an den Deutschen Bundestag: „Entkriminalisierung von Cannabis-Konsumenten“:

„Der deutsche Bundestag möge Änderungen des Betäubungsmittelgesetzes beschließen, durch die konsumbezogene Cannabisdelikte (Besitz, Erwerb und Anbau geringer Mengen) in Deutschland konsequent entkriminalisiert werden. (…) In Deutschland gibt es jedes Jahr circa 100.000 Strafverfahren gegen einfache Cannabiskonsumenten. Zwar werden viele Strafverfahren wegen des Besitzes geringer Mengen eingestellt, aber bis dahin hat die Polizei das Cannabis beschlagnahmt und eine Strafanzeige geschrieben. Nicht selten kommt es aber auch zu harten Strafen für rein konsumbezogene Delikte, auch bei geringen Mengen. In einigen Bundesländern geht das Vorgehen gegen Cannabiskonsumenten noch darüber hinaus. Neben ihrer Diskriminierung im Straßenverkehr sind Verbraucher Hausdurchsuchungen ausgesetzt und werden erkennungsdienstlich behandelt. Die über 3 Millionen gelegentlichen oder regelmäßigen Cannabiskonsumenten und über 12 Millionen Menschen mit Konsumerfahrung sind keine Verbrecher! (…)“

Streuobstwiese Rixdorf

Streuobstwiese

Gestern interviewte mich eine Geografin über eine kleine Streuobstwiese in Rixdorf. Das hört sich langweilig und banal an, ist es aber nicht.

Man ahnt schon, worum es geht, wenn man sich einen ersten Überblick bei Wikipedia verschaft: „Es liegen zahlreiche lokale und regionale Erhebungen vor, die zwischen 1965 und 2000 einen Rückgang der Streuobstwiesen in Deutschland und Mitteleuropa von ca. 70 % belegen. Dies gilt sowohl für die Fläche als auch für die Anzahl der Obstbäume. In Deutschland gibt es nach Schätzungen des NABU nur noch rund 400.000 ha Streuobstwiesen. Die verbliebenen Bestände sind lückig und vergreist, da absterbende Bäume nicht mehr ersetzt werden. Bestehende Bestände werden kaum gepflegt. Darüber hinaus hat sich die Artenzusammensetzung mit der Nutzung verändert. Allen voran ist die Zahl der anspruchsvollen Apfelbäume drastisch gesunken, da viele fruchtbare Flächen umgenutzt wurden. In den 1920er Jahren begann in Europa die Trendwende zur Obstplantage. Das unüberschaubare Sortiment an Kernobst sollte im Erwerbsbau auf je drei Apfel- und Birnensorten beschränkt und durch das Prädikat ‚Reichsobstsorte‘ gefördert werden.“

Die Wiesen mit vielfältigen Obstsorten werden im Kapitalismus also tendenziell ersetzt durch Plantagen – das bringt mehr Profit. Nur Obstsorten, die Gewinn bringen, dürfen noch angebaut werden. Alles andere, auch wenn es besser schmeckt, kommt auf den Müll und wird verboten.

Hier am Richardplatz, versteckt hinter Höfen und kleinen Häusern, gibt es noch eine kleine Streuobstwiese, weit und breit die letzte ihrer Art. Niemand hat sie bisher genutzt, nur ein paar Hundehalter, zu denen ich auch gehörte, als Ajax von Teufelslauch noch hier wohnte. Die Eigentumsverhältnisse der Wiese sind verworrren; das Areal ist eine öffentliche Grünfläche, die vor dreißg Jahren dafür gedacht war, dass die unmittelbaren Anwohner sie als Treffpunkt nutzen sollten. Das hat nicht funktioniert, vor allem auch, weil ein gräßlicher Neubauklotz den Weg versperrt.

Jetzt gibt es einen „Konflikt“ zwischen denen, die die Wiese noch nutzen und einer Gruppe von älteren Damen, die die Schnapsidee hatten, das Areal zu einem „Garten der Poesie“ um zuwidmen. Man muss sich das ungefähr so vorstellen: Ein paar Multikulti-Tussen sitzen zusammen, eingedenk dessen, dass Fördergelder für irgendwelche Projekte nur fließen, wenn man „Kultur“ als Logo draufpappt – der Kartoffel- und Gemüseanbau an sich würde nicht gefördert – und beschließen dann, dass man die Einwanderer mit dem Robbenbaby-Effekt (Polen und Russen kommen also nicht vor) mit dem beglückt, was deutsche Mittelschichts-Muttis unter „Kultur“ verstehen: Gereimtes in Ausländisch vorzutragen und irrig zu vermuten, weil es vor einiger Zeit mal die hängenden Gärten von Babylon gab, arabische Immigranten in Neukölln würden sich auch heute noch zuhauf gern dem kollektiven Gartenanbau widmen.

Wie es bei jedem Interessenkonflikt üblich ist, beschreiben sich die Parteien gegenseitig so, dass es möglichst hämisch klingt: Das Quartiersmanagement behauptet, „die Hundebesitzer“ würden die Streuobstwiese demolieren und seien gegen Kultur. In schönstem Bürokraten-Neusprech heisst es: „Die Streuobstwiese im QM-Gebiet wurde 2009 mit Mitteln der ‚Sozialen Stadt‘ durch den Verein Netzwerk Stadtraumkultur e.V. hergerichtet. Der Verein hat ein Konzept für einen ‚Interkulturellen Garten der Poesie‘ erarbeitet und möchte die Wiese für die Bewohnerschaft reaktivieren und neun kleine Gemüsegärten anlegen.“ [Berlin Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) VR 27983]

Neun kleine Gemüsegärten – bruhahahaha. Wie lange die wohl überleben würden in Neukölln, so ganz ohne Jägerzaun und Selbstschussanlage drumherum? „Kultur“ – von oben oktroyiert: das entspricht auch dem paternalistischen Multikulti-Verständnis von Einwanderern. Einwanderer auf deren vermeintliche Folkore zu reduzieren – das ist Sarrazin auf Multikulti.

Eine Wiese darf im Kapitalismus nicht einfach eine Wiese bleiben, die irgendwie keinem gehört – sie muss geplant „benutzt“ werden, am besten von einem Verein. Natürlich könnten die Anwohner, die in den Häuschen rund um die Wiese wohnen, blöden Hundebesitzern (blöde Hunde gibt es nicht) das Handwerk legen oder sie wegmobben. Aber dazu sahen die bisher offenbar keinen Anlass. Dass bei „Bürgeranhörungen“ herumgemault wird, wird niemanden überraschen – das darf man in Berlin ohnehin nicht so tierisch ernst nehmen. Berliner sind daran gewohnt, sich mit nervertötenden Zeitgenossen irgendwie arrangieren zu müssen.

Mir gehen ältliche LyrikerInnen jedenfalls mehr auf den Senkel als etwa ein deutscher Boxer, die mich zwar nicht kennt und ein paar Mal ängstlich prophylaktisch vor mir herumbellt (Boxer sind harmlos, sie sehen nur nicht so aus), um mich einzuschüchtern, dann aber bei einem strengen Kommando mit Handzeichen „Sitz“ macht und angesichts eines von mir angebotenene Hundeküchleins anschließend anbiedernd herumhechelt.

Fazit: Lasst die Weise so, wie sie ist, pflanzt ein paar Büsche und hört auf, uns mit Poesie zu behelligen – Lichterketten haben wir schon genug. Gärten der Poesie zu Streuobstwiesen!

Streuobstwiese

Pädagogisch wertvoll: Umgehen von „Jugendschutzprogrammen“

Alvar Freude hat eine Anleitung bereit gestellt, wie man den geplanten Jugend“schutz“filter hätte umgehen können, wenn er denn gekommen wäre. „Und ich hörte, dass in so mancher Schule an der Wand auch schon jetzt die Listen mit offenen Proxies zur Umgehung des Filters hängen (in manchen Umgebungen reicht ein einfacher externer Proxy zur Umgehung aus) – und von den Lehrern geduldet werden!“ Sehr gut und pädagogisch wertvoll! (via German Privacy Foundation)

Unter Avataren, revisited

Avatar

Nein, das ist – obzwar ein Avatar (meiner!) – nicht Second Life…

Men of the Year

Feynsinn bringt es auf den Punkt. Das „Time Magazine“ macht den Facebook-Gründer Zuckerberg zum „Man of the Year“ – anstatt Assange, der in der Online-Abstimmung geführt hatte: „Die beiden stehen für diametral entgegengesetzte Konzepte von Transparenz, der eine für den gläsernen Menschen im Netz, der andere für die gläserne Macht dank Netz. (…) Ein Mann wie Julian Assange, eine Organisation wie Wikileaks, das darf keinesfalls in einen positiven Zusammenhang gesetzt werden. Assange ist schlimmer als Bin Laden. Assange ist gefährlich. (…) Dass sein Gegenpol Zuckerberg stattdessen gehypt wird, weist darauf hin, dass die Revolution im Netz und durch das Netz ausbleibt. Zuckerberg steht für die alten Mächte, die Verachtung der Bürger durch die Eliten und die Ökonomisierung aller Lebensbereiche. Ein Bub, den man einfach lieb haben muss.“ (Vorsicht, Ironie!)

AEG mit DKW

Ein schönes Sittengemälde über den Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg liest man auf „Achse des Guten„: „Toter Fuchs am Prenzlberg“.

Police Brutality in Frankfurt – like in Russia or something

Iron Sky ein finnisches Film-Team, das gerade einen nicht ganz tierisch ernst gemeinten Film über „Reichsflugscheiben“ produziert, machte den Fehler, in eine hessische Kneipe zu gehen: „…a couple of our team members had a bit of an unfortunate end for the Frankfurt shooting trip“. (via Fefe)

Der Hype-Zyklus

hype

Ja, wie steht es um Dinge, um die deutsche Medien einen Bogen machen -virtuelle Welten etwa? Ein Artikel auf tourismuszukunft.de – einer Marktforschungs-Firma – beschäftigt sich mit dem Hype um Second Life (vgl. Sceenshot unten) um Jahr 2007 und den Folgen. Interessant ist vor allem der Hinweis auf den Hype-Zyklus.

Auf Wikipedia lesen wir: „Der Hype-Zyklus stellt dar, welche Phasen der öffentlichen Aufmerksamkeit eine neue Technologie bei deren Einführung durchläuft. Der Begriff des Hype-Zyklus wurde von der Gartner-Beraterin Jackie Fenn geprägt (The Microsoft System Software Hype Cycle Strikes Again, Jackie Fenn, 1995) und dient heute Technologieberatern zur Bewertung in der Einführung neuer Technologien.“

Aha. Wie war das mit Second Life? „Auch die Presse verlor das Interesse an Second Life und so mag sich in dieser Zeit wohl mancher gefragt haben, ob es das Portal überhaupt noch gibt. Doch tatsächlich hat es dieses Tal der Ernüchterung gut überstanden. Denn die Userzahlen stiegen wieder an, wenn auch langsam.“

Fazit: „Wir haben den Verlauf der Daten genauer betrachtet und kommen zum Schluss, dass sich Second Life derzeit im Übergang vom Pfad der Erleuchtung auf das Plateau der Produktivität befindet. Linden Lab investiert nach wie vor viel in seine virtuelle Welt und Unternehmen vermarkten sich auch wieder. (…) Auch wenn man nicht viel davon hört, wir glauben fest daran, dass in den nächsten Jahren Second Life oder andere virtuelle Welten wieder vermehrt in den Medien auftauchen aber vor allem häufig genutzt werden. Nur weil Plattformen nicht mehr in den Medien sind, heißt es nicht, dass sie tot sind!“

Vor allem der letzte Satz ist gut, schon und wahr. Aber jede Wette: Sobald irgendjemand ein neues Segment in den so genannten „neuen“ Medien entdeckt, eine virtuelle Welt etwa, brüllt irgendein deutscher Idiot das Stichwort „Kinderpornografie“ und alle zucken wieder wieder zurück.

second life

Dude who looked at WikiLeaks… gets a automated Government call

PrivacyBox, revisited

Heise über Whistleblower-Plattformen und die Privacybox der German Privacy Foundation, „das älteste System dieser Art“: „‚Die ursprüngliche Intention, dass (Online-)Journalisten ihre Privacybox-Kontaktseite als Kontaktmöglichkeit für Whistleblower anbieten, scheint sich nicht erfüllt zu haben. Zumindest sind uns keine Postfächer bekannt, die von Medien wie heise online genutzt werden,‘ erklärte Neß.“

Das hätte mal jemand den Leyendecker fragen sollen, obb er weiß, was die PrivacyBox ist oder wie man wikileak anonym Unterlagen zu schicken könnte. Es gibt schon einige wenige Kollegen, die das System nutzen. Aber der Rest lebt wie gewohnt hinter dem Mond, vom Verschlüsseln der E-Mails ganz zu schweigen. Deutscher Journalismus eben.

← Next entriesOlder entries