The real battle for the Internet

„The real battle for the Internet and the tremendous changes it brings hasn’t even started yet. What we are seeing right now are some precursor skirmishes where the cronies (the copyright industry) of those in power are complaining and getting some breadcrumb favors.“ (Rickard Falkvinge)

Echtzeit

„Uniformes Gossen-TV-Nacherzählen ist das, was Medien unter Echtzeit verstehen.“ (Don Alphonso)

Viren- und gehirnfrei

Heise über den neuen elektronischen Personalausweis: „Zur Online-Wahl soll der Wähler ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass sein PC virenfrei sein und eine Firewall aktiviert sein muss, sofern diese vom Betriebssystem angeboten wird.“

Bruhahaha. Ich muss bei solchen Sätzen immer an einen Roman von Camus denken… oder an Franz Kafka.

Die Rechte des Einzelnen

„Wie ist es angesichts weitreichender Zentralisierung politischer und ökonomischer Kräfte möglich, eine Bürokratie daran zu hindern, allmächtig und maßlos zu werden? Wie können die Rechte des Einzelnen geschützt und dadurch ein demokratisches Gegengewicht zur Bürokratie gesichert werden?“ (Albert Einstein)

Veganismus mit robustem Mandat

„Den Veganismus mit robustem Mandat durchsetzen, das ist es doch, was die Grünen wirklich wollen.“ (Julia Seeliger in der taz)

Nun drängen sich die ersten Fragen auf

„Bereits am Montagabend (Ortszeit) soll Tepco nach Angaben der japanischen Agentur Kyodo damit begonnen haben, insgesamt 11.500 Tonnen der radioaktiven Brühe kontrolliert in den Ozean abzuleiten. Nun drängen sich die ersten Fragen auf. Wie schwer ist das Wasser belastet? Und was bedeutet das möglicherweise für die Umwelt?“ schreibt Spiegel „Online“ gewohnt linkfrei.

Putzig. Ja, da drängen sich irgendwie die ersten (!) Fragen auf. Was bedeuten 11.500 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser für die Umwelt? Könnten sie möglicherweise etwas bedeuten? Bekommen ein paar Fischlein vielleicht einen Schluckauf?

Lesen, was einem die Zensoren erlauben

Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. (Kurt Tucholsky)

Abzug der FDP aus Deutschland

„Dieses Jahr ist der Beginn des Abzugs der FDP aus Deutschland.“ (Guido Westerwelle)

Birne hat Recht!

„Die Kernenergienutzung in Deutschland ist durch das Unglück in Japan nicht gefährlicher geworden, als sie es vorher gewesen ist.“ (Helmut Kohl)

Dem Ingenieur ist nichts zu schwör

„Die Ingenieure hatten so großes Vertrauen in ihr Wissen über Atomkraft, dass sie glaubten, Probleme nicht an die Regierung melden zu müssen.“ (Quelle)

Kernkraft ist sicher

Deutsche Welle: „Die dramatischen Vorkommnisse im AKW Fukushima I müssen nach Ansicht des Chefs der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Yukiya Amano, nicht das Ende des weltweiten Wachstums der Nuklearbranche bedeuten. (…) Nach Angaben der IAEA interessieren sich momentan weltweit 60 Staaten dafür, Atomkraft neu bei sich einzuführen.“

Du sollst keine Götter neben mir haben

„Ich bin das Herz und die Seele dieser Organisation, ihr Gründer, ihr Sprecher, der erste Programmierer, Organisator, Finanzier und der ganze Rest. Wenn du ein Problem damit hast, verpiss dich.“ (Julian Assange, Alleinunterhalter)

Mit Blumen werfen

„Wenn ich ein paar Spiele verliere, lassen die Leute an den Blumen, die sie mir zuwerfen, plötzlich die Töpfe dran.“ (Otto Rehagel – Stuttgarter Zeitung Nr. 184/2008 vom 8. August 2008, S. 34)

Esst mehr Wurst

Heute haben ich eine Currywurst gegessen. In der Bude hing ein Schuld mit der Aufschrift: „Dicke Kinder sind schwerer zu kidnappen!“

Kapitalismus revisited

N-TV: „Die neue Woche beginnt mit einem Paukenschlag: Der deutsche Leitindex Dax klettert ohne Probleme und getrieben von positiven Vorgaben aus den USA und Asien auf den höchsten Stand seit Januar 2008.“

Tagesschau.de: „10,5 Prozent der Leiharbeiter verdienten weniger als 1000 Euro und fast ein Drittel musste mit weniger als 1200 Euro auskommen. Die Betroffenen könnten von ihren Vollzeitjobs allein oft nicht leben, teilte der DGB mit. Armut trotz Arbeit sei hier an der Tagesordnung, erklärte der Gewerkschaftsbund.“

Die Regierung sollte Angst vor ihrem Volk haben

[13.49 Uhr] „Ein BBC-Reporter kürt das beste Spruchband, das er bisher in Kairo gesehen hat. ‚Das Volk sollte keine Angst vor seiner Regierung haben, die Regierung sollte eher Angst vor ihrem Volk haben‘, steht darauf zu lesen.“

Ich schlage vor, diesen Satz vor den Berliner Reichstag zu hängen.

FDGO

„Unternehmer sind bester Laune.“ – „In Deutschland werden Lebensmittel immer teurer.“ Für mich gehören diese beiden Sätze – heute in den Holzmedien aufgeschnappt – zusammen.

„Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg halten 77 Prozent der Bürger für eine gute Besetzung in seinem Amt.“ Rund zwei Drittel aller Deutschen sind also politisch und geistig unzurechnungsfähig. Quod erat demonstrandum.

Monika Piel – der Volkssturm der Holzmedien

Die ARD-Vorsitzende Monika Piel in einem Interview mit dem Tagesspiegel (via Fefe): „Den Geburtsfehler des Internets – kostenlose Inhalte – zu beseitigen ist aber schwierig und langwierig.“ ARD – da weiß man, welche Anstalt man hat.

Carsten Maschmeyer: Der Drückerkönig und die Politik

„Im Übrigen sei Herr Maschmeyer auch bereit gewesen, dem NDR ein Interview zu geben, wenn konkrete Fragen vorher vorgelegen hätten.“

Das ist doch mal ein Satz, der eines Erich Honecker oder Kim il Sung würdig gewesen wäre. Das kommt davon, wenn man Interview autorisieren lässt: Die Interviewten kommen dann auch noch auf die Idee, die Fragen vorher wissen zu wollen. (Quelle: SpOff: „Maschmeyer-Anwalt bedrängt TV-Intendanten“).

Ich kannte den Kerl gar nicht. Aber jetzt werde ich mir die Sendung natürlich ansehen.
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hamburg@prinzlaw.com
Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Prinz,

Seien Sie bedankt für das wunderbare – sinngemäße – Zitat, das ich der einschlägigen Presse entnehme und das Ihnen zugeschreiben wird: „Im Übrigen sei Herr Maschmeyer auch bereit gewesen, dem NDR ein Interview zu geben, wenn konkrete Fragen vorher vorgelegen hätten.”

Richtig so! In einen Land, in dem die meisten Medien Interviews „autorisieren“ lassen, ohne dass es dafür eine gesetzliche Grundlage gäbe, und in dem der „Untertan“, den wir aus der Literatur kennen, das charakterliche Maß aller Dinge ist, sollte sich niemand erdreisten, einem so genannten Prominenten eine Frage zu stellen, ohne diese vorher mit dessen Rechtsbeiständen hin- und hergewendet zu haben, damit auch nichts dabei herauskäme, was irgendjemanden in dessen Seelenruhe störe.

Sehr geehrter Herr Rechts- und Medienanwalt Prinz, ich empfehle auch, trotz meiner laienhaften juristischen Kenntnisse, zu versuchen, nicht nur die Fragen eines Interviews vorher festlegen zu lassen, sondern auch die gesetzliche Grundlage dafür zu schaffen, dass die Antworten nur dann publiziert werden dürfen, wenn sie dem Interviewten in Gänze genehm sind.

Damit wäre der Unsitte, die man aus dem angelsächsischen Journalismus kennt, ein Riegel vorgeschoben, dass es die Journaille immer noch wagt, Dinge zu publizieren, die dem Allgemeinwohl des Staates schaden, die die sittlichen Grundlagen der Leitkultur unterhöhlen, insbesondere auch den Schutz der Jugend, und die die Öffentlichkeit mit Schmutz und Schund behelligen, etwa den lügenhaften und verachtenswerten Thesen, die man leider immer noch vereinzelt vernehmen muss, einer ihrer geschätzten Mandaten könnte eines jener zahlreichen Arschgesichter sein, die sich gewissenlos auf Kosten der kleinen Leute bereichern, wie es zwar der Kapitalismus vorgesehen hat, aber hierzulande zum Glück durch die Einführung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, die wir alle lieben und verehren und zu der es bekanntlich keine Alternative gibt, komplett unterbunden worden ist.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen weiterhin alles Gute und viel Erfolg!

Disclaimer:

Im Geschäftsverkehr mit Kaufleuten, juristischen Personen des öffentlichen Rechts oder bei öffentlich-rechtlichem Unternehmen ist der Gerichtsstand Berlin. Im Falle von Namensrecht-/Domainstreitigkeiten, Textaussagen- u. Inhalte bzw. Abmahnungen gegen geltendes Wettbewerbsrecht bzw. Fernabsatzgesetz bitten wir Sie um unnötige Rechtsstreite und Kosten zu vermeiden, uns bereits im Vorfeld zu kontaktieren. Die Kostennote einer anwaltlichen Abmahnung ohne vorhergehende Kontaktaufnahme wird im Sinne der Schadensminderungspflicht als unbegründet zurückgewiesen. Unberechtigte Abmahnungen und / oder Unterlassungserklärungen werden direkt mit einer negativen Feststellungsklage oder Schlimmerem beantwortet.

Warning: This letter may contain explicit descriptions of or advocate one or more of the following: adultery, murder, morbid violence, bad grammar, deviant sexual conduct in violent contexts, or the consumption of alcohol and illegal drugs.

Diese E-Mail wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.

Wo er recht hat, hat er recht

„Plötzlich erkannte ich: Nicht ich war bekloppt – die anderen waren es!“ (Rainer Langhans, Symbolfigur)

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