Das Ministerium für Wahrheit informiert
Die „Sicherungsverwahrung“ heißt jetzt „Sicherungsunterbringung“.
Hallo Benedikt, spielt der Lattengustl noch eine Rolle?

Das grosse Berlin-Rätsel: Wo ist das?
Der Niedergang der USA
„Maybe the problem is, that big parts of the people in the USA are crazy Christian fundamentalists that aren’t able to think or to do something, except of praying the shit out of Jesus, who isn’t real and cant do anything.“ (Kommentar bei Youtube)
Gendarmenmarkt at Night
Bonsai Airport
Schaufenster in der Kantstrasse, Berlin-Charlottenburg.
Wer kennt diese Frau?

Sie trägt Blauhemd und vermutlich den Orden ‚Kämpfer gegen den Faschismus‘, „der vom “Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer der DDR” aus Anlass des Tages der “ehemaligen Spanienkämpfer” (sic!) verlost wurde.“ (Via Hartmut Finkeldey und Feynsinn und DDR Museum Pirna)
Denk ich an Deutschland in der Nacht
Neues Deutschland: „Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft haben die Uniformierten am 17. Februar 2010 einen vietnamesischen Zigarettenhändler in der Fritz-Reuter-Allee in Britz festgenommen, ihn in ein Auto gepfercht, während der Fahrt verprügelt und dann auf einem Feldweg außerhalb Berlins in Schönefeld auf einem schneebedeckten illegalen Müllhaufen abgeworfen. Dort habe ein Beamter noch einmal auf den Wehrlosen eingeschlagen. Anschließend setzten sich die Männer in ihr Fahrzeug und ließen den Vietnamesen in der Kälte liegen. Die beiden Polizisten bestreiten die Schläge. Er sei, nachdem sie den Vietnamesen zum ‚Entlassungsort‘ außerhalb Berlins auf einem einsamen Weg gebracht und die Fesseln gelöst hätten, von selbst in den Schnee gefallen. Dass sie, ohne sich um ihn zu kümmern, losgefahren sind, scheint für die beiden Hüter des Gesetzes die selbstverständlichste Sache der Welt zu sein. Das mutmaßliche Opfer der Polizeigewalt kann zu dem Geschehen nicht mehr aussagen. Er wurde aus Deutschland abgeschoben.“
Saudi-Arabien beruft Botschafter aus England ab
Gepanzerte Fahrzeuge gegen das eigene Volk: Saudi-Arabien beruft Botschafter aus England ab! (Quelle)
Hüfthohe Schweine
Spiegel online rotzt eine Meldung lieblos daher, ohne Links, ohne Quelle, noch nicht einmal den Ort erklären sie uns. Hier ist das Original von der Polizeidirektion Flensburg:
Wanderup / Oeversee (ots) – Freitagnachmittag, gegen 13:30 Uhr, kam auf der Tarper Straße eine junge Frau mit ihrem Golf von der Fahrbahn ab, durchfuhr einen Knick und kam auf einer angrenzenden Koppel zum Stehen.
Die Mutter alarmierte die Polize : Zirka 20 relativ große hüfthohe Schweine hatten den VW plötzlich umringt und am Fahrzeug gerüttelt. Das Revierverhalten beeindruckte die Frau so stark, dass sie mit ihrem 2jährigen Kind nicht aussteigen konnte.
Beamte der Polizei-Zentralstation Tarp eilten zur Hilfe und befreiten die beiden unverletzten Fahrzeuginsassen.
Es entstand geringer Sachschaden am Fahrzeug und am Knick. Um die Bergung des VW wollte sich die Familie selber kümmern.
Das Kind beobachtete die Maßnahmen wohlwollend.
Der verantwortliche Landwirt hatte Kenntnis und erschien am Unfallort.
Die letzten beiden Sätze sind zum Kringeln. Die reden wohl immer so und können sich das Beamtensprech nicht mehr abgewöhnen. „Das Kind freute sich, und der Bauer wusste schon Bescheid.“ Aber das wäre ja Deutsch.
Ewiger Ruhm
Snailmail
Der allergrösste Schlag gegen das allerschlimmste Böse im bösen Internet
Ich darf aus gegebenem Anlass noch einmal auf meinen Telepolis-Artikel vom 31.12.2007 hinweisen: „Der angeblich „riesige Kinderporno-Skandal“ unter dem Code-Namen „Operation Himmel“ hat sich als Operation Heiße Luft erwiesen.“
Beim Thema KiPo im Internet heisst es ja: Kopf ab zum Gebet, wir drucken die Public Relations der Ermittler ohne kritische Rückfrage ab und träufeln noch ganz viele Superlative in den Artikel. „Die bisher größte Aktion“ (Beweise? Fakten?) Kein Wort darüber, dass es dem FBI erlaubt ist, kinderpornografische Angebote online zu stellen, also so zu handeln, wie hierzulande die Dauerskandal-Behörde Verfassungsschutz mit Neonazis – das Problem zu vergrößern oder gar erst zu erzeugen, was man bekämpfen will.
Viele deutsche Medien suggerieren in ihrer Berichterstattung missverständlich, es gebe Websites, auf denen jemand zufällig oder per Google Kinderpornografie finden könnte. Das ist so nicht richtig: Eindeutige Kinderpornografie ist so gut wie in jedem Land der Welt mit einem funktionierenden Rechtssystem verboten. Anonyme Websites, die keinem Provider zugeordnet werden könnten, gibt es aber nicht. Die Strafverfolger könnten also prinzipiell immer nachprüfen, wer eventuell Verbotenes hostet. Man sollte auch nicht unterschlagen, dass es dem US-amerikanischen FBI erlaubt ist, Lockspitzel-Angebote ins Netz zu stellen, also selbst strafbare Handlungen zu begehen und kinderpornografische Angebote zu verbreiten, um Kriminelle damit zu fassen. Das geschah etwa bei der „Operation Landslide“, die 1999 in den Medien als „der größte Schlag gegen die kommerzielle Kinderpornografie aller Zeiten“ bezeichnet wurde. (geschrieben 2007)
Spiegel online hat die „Fakten“ von CBS (natürlich ohne die Quelle oder die Presseerklärung des US-amerikanischen Justizministeriums zu verlinken. Wo kämen wir denn hin, wenn deutsche Leser mit ausländischem Medien konfrontiert würden!).
Nur zum Vergleich: laut TOP10 –die gefährlichsten Städte der Welt werden in Kapstadt 50, in Rio de Janeiro 20 Menschen am Tag ermordet. So etwas findet man aber nicht in den Headlines und „Top Stories“ der Mainstream-Medien.
Trödel
Heute besuchte ich den Rixdorfer Trödelhändler meines Vertrauens, fußläufig nur wenige Minuten von meiner Wohnung entfernt. Nach einer knappen Stunde hatte ich sechs Bücher und einen Stiefelknecht ausgesucht – letzteren bekommt man bei Ebay nicht unter acht Euro inklusive Versand.
Greg Egan: „Teranesia – bei Science Fiction kann man viel falsch machen und ich bin anspruchsvoll, da ich mich auch schon im Fach versucht habe. Einen australischen Autor, der zudem einen Ruf hat, kannte ich noch nicht. Gut für’s Klo oder beim U-Bahn-Fahren.
„Spanisch – wie es nicht im Wörterbuch steht“ – ich hatte geblättert und war amüsiert. „Kurzgefasste deutsche Stilschule“ (1966) und „Wegweiser zu einem guten deutschen Stil“ (1954) – das Erscheinungsjahr der Büchlein verspricht eine interessante Lektüre.
Das „Deutsche Universal Wörterbuch A-Z“ (1996) wiegt rund zwei Kilo und hat 1816 Seiten – immer nützlich. Dafür muss ich noch Platz freischaufeln irgendwo in meinen ohnehin übervollen Regalen.
Das Kochbuch werde ich durchblättern und herumexperimentieren. Ich habe schon ein paar, die sind aber unübersichtlich.
Dann noch Gwen Bristow – deren Bücher habe ich schon als Junge gelesen, weil meine Mutter sie besaß, nicht jedoch die Wildwestromanze „Kalifornische Sinfonie“ (Jubilee Trail).
Alles zusammen, samt Stiefelknecht: zehn Euro. Da kann man nicht meckern. Ich musste jedoch eine Weile handeln. So etwas bin ich jedoch aus Südamerika gewohnt, und da musste ich es in spanischer Sprache. Unter einer halben Stunde Gefeilsche geht dort gar nichts. Ein deutscher Trödler sollte mich also eigentlich nicht über’s Ohr hauen können.
Bei Ihnen wurde eine einstweilige Erschiessung angeordnet
Law blog: „Um eine Hausdurchsuchung zu rechtfertigen, ist manchem Gericht kein Argument zu blöd. (…) Die Durchsuchung beim Beschuldigten wurde auch angeordnet, um möglicherweise entlastende Beweise zu finden. (…) Wer schon mal eine Hausdurchsuchung über sich ergehen lassen musste, die als solche ja schon eine private oder berufliche Existenz gefährden kann, wird den Zynismus in dieser Begründungskette noch am eigenen Leibe spüren.“
Das kann ich bestätigen.
Das Bundesverfassungsgericht hat dem einen Riegel vorgeschoben, aber das wird die unteren Chargen der Justizbehörden nicht daran hindern, weiter nach dem Prinzip „legal, illegal, scheißegal“ zu verfahren und das Verfahren selbst die Strafe sein zu lassen.
Ceterum censeo: Die Berliner Staatsanwaltschaft weigert sich immer noch, mir die vom Landgericht im Oktober letzten Jahres zugesprochene Entschädigung zukommen zu lassen.
Ehrenmorde
Spiegel online: „Laut Bundesgerichtshof sind Ehrenmorde grundsätzlich als Morde aus niedrigen Beweggründen einzustufen. Tatsächlich wurden aber nur bei 28 von 87 rechtskräftig in Deutschland verurteilten Personen auch niedrigen Beweggründe als Motiv festgestellt. (…) In 15 untersuchten Fällen werteten die Richter dagegen das Ehrmotiv sogar strafmildernd.“
Lecker Möppkenbrot
Wenn sich Veganer und Vegetarier zusammensetzten, um sich die Hölle auszumalen und was es dort zu essen gäbe, würde ihnen zuerst Möppkenbrot einfallen.
Möppkenbrot (auch Möpkenbrot, plattdt. Möpkenbraut, in der Fachsprache Westfälische Beutelwurst) ist eine westfälische Blutwurst, die mit Roggenschrot angedickt wird und mit einer Blut-Schwartenmasse und klein gewürfeltem Speck, Schwarten und fettreichem Schweinefleisch, gelegentlich auch Rosinen, besteht.
Wie macht man das? Guckst du hier:
Das frische, warme Blut wird mit dem Schrot und den Speckwürfeln vermengt und mit den Gewürzen pikant abgeschmeckt. Man kocht es in einem Topf oder Wasserbad und füllt es zum Auskühlen in eine Schüssel.
Die abgekühlte Masse hat etwa die Konsistenz von Blutwurst und sieht auch ähnlich aus. Man schneidet dicke Scheiben (etwa 1 cm) portionsweise ab und würfelt sie. Viele Zwiebeln und viel Speck ebenfalls würfeln. Zusammen in einer Pfanne gut durchbraten. Inzwischen einige Äpfel schälen, würfeln und kurz mit durchschmoren.
In dieser Form das Gericht am besten warm essen. Möpkenbrot schmeckt aber auch kalt, wenn man die dicken Scheiben ganz läßt und auf Vollkornschwarzbrot oder Pumpernickel serviert.
Ich nehme übrigens Rübenkraut.
Heute morgen habe ich eine Weile nach der typischen Spezialität der westfälischen Bauern rund um Unna gesucht. Es hat eine Weile gedauert, aber dann wurde ich ökologisch korrekt fündig. Das obige Möppkenbrot stammt vom Milchhof der Familie Lategahn in Unna-Mühlhausen. Lecker!
By the way: Ich bin wieder in Berlin.
Der Goldschatz von Unna
Hier ein paar Exponate des Hellweg-Museums in Unna: Der Goldschatz, der um 1375 vergraben und 1952 gefunden wurde (sehr gutes Versteck!), ein mittelalterliches Stadtwappen, römische Terra-sigillata-Schüsseln, um 130 n.Chr., die in Unna gefunden wurden und die aus Trier stammten, ein Webstuhl und eine Druckerpresse. Das Museum ist sehenswert.
Unbekannte Bürger der UdSSR
Zum Hintergrund dieser Fotos und warum die für mich etwas bedeuten vgl. burks.de vom 08.05.2005: „Mein achter Mai“.
Bonjour Tristesse
Schön, dass die eisernen Stützpfeiler an der Fassade eines entkernten Hauses am Unnaer Markt entfernt wurden, ohne auf mich und das Café, in dem ich saß, zu fallen. Schade, dass das städtebauliche Kastastrophe links daneben (früher: Café Jokisch) nicht gleich mit abgerissen wurde.
Das gilt selbstredend auch für für den Bahnhof in Bönen (gelegen zwischen Unna und Hamm). Immerhin hatte ich das seltene Erlebnis, mit dem Wagen vor einem geschlossenen beschrankten Bahnübergang warten zu müssen.








































