Raumschiff Enterprise
Das Raumschiff Enterprise wird jetzt real gebaut. In rund zwanzig Jahren soll es fertig sein.
E-Geld-Dienstleistungen: Nur Bares ist Wahres
Ein Datenschutz-Blog beschäftigt sich mit den Risiken des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Bargeld wird immer mehr zurückgedrängt – die Bürger können flächendeckend überwacht werden.
Diese Entwicklung erhält Dynamik durch eine Richtlinie der EU-Kommission, die ‚E-Geld-Dienstleistungen‘ den Weg ebnen soll. Sie sieht für Bürger der EU den flächendeckenden Einsatz von Zahlungskarten vor sowie den Einsatz von Mobiltelefonen als Speicher- und Zahlungsmedien für E-Geld. Gerade Banken dürften ein großes Interesse an dieser Entwicklung haben, da sie durch für die Geldbewegungen anfallenden Gebühren ein wesentlicher Profiteur sein dürften.
Lesenswert!
Webpages That Suck
Die aktuellen Websites des Grauens: 1. Platz (mit weitem Abstand), 2. Platz, 3. Platz. International: Webpages That Suck.
Jetzt ist die Zeit für die Piraten
Ein interessantes Interview mit Rickard Falkvinge (vgl. Blogroll) in der Sächsischen Zeitung:
„Wir haben den Fehler gemacht, das Parteiprogramm nicht rechtzeitig zu verbreitern. (…) Glücklicherweise haben unsere deutschen Freunde den Fehler nicht gemacht, sind mit einem breiten Parteiprogramm angetreten. (…) Es sind nicht wir, die erfolgreich sind, sondern die etablierten Parteien, denen es missglückt ist, sich um die Integrität ihrer Bürger zu kümmern.“
Leitfaden der Content-Mafia
Lesebefehl: Markus Kompa schreibt in Telepolis über den so genannten „Leitfaden für Eltern und Lehrer„, „der Halbwahrheiten über das Urheberrecht propagiert. Das ominöse Pamphlet, das Schüler zu botmäßigem Umgang mit Urheberrechten im Internet disziplinieren soll, verkörpert stellenweise Realsatire, so dass man fast den Eindruck gewinnen könnte, es handele sich um ein von Hackern untergeschobenes Kuckucksei.“
neukoellner.net
Neu in der Blogroll: neukoellner.net. Leider wird die informative Seite durch den typisch deutschen Regenzauber verunziert: „Das Landgericht (LG) Hamburg hat“ bla bla bla. Die werden den auch nicht runternehmen, wenn ihnen ein Jurist sagt, dass dieses Voodoo sinnfrei ist. Zauber ist irrational und Argumente dagegen verhallen ungehört.
Für die Mitglieder der juristischen Glaubensgemeinschaft Heiliger Disclaimer der letzten Tage™: „Hiermit distanziere ich mich ausdrücklich von der StVO und allen unter dem Scheibenwischer angebrachten Gegenständen. Wenn Sie sich diesem Fahrzeug nähern, stimmen sie damit diesem Haftungsausschluss automatisch zu.“
Neu ist auch Facetten – „das tägliche Magazin aus Berlin-Neukölln“.
Cryptoportal
„Das Cryptoportal bietet Lehrern eine Plattform, auf der sie Unterrichtsmaterialien zum Thema Informationssicherheit und Kryptologie veröffentlichen und darüber diskutieren können. Dadurch sollen gegenseitige Anregungen und Hilfen sowohl für Lehrer als auch für Lernende entstehen.“
Geek-Anthropologin
Ich empfehle bekanntlich selten Websites. Ich mache es wie deutsche Medien, die nicht wollen, dass die wohlwollenden Nutzerinnen und geneigten Nutzer woanders hinsurfen als zu ihnen. Deswegen setzen sie auch keine Links ins berüchtigte weltweite Internet. Aber ich wiederhole mich….
Heute empfehle ich Gabriella Coleman: „Wolfe Chair in Scientific and Technological Literacy, McGill University, Department of Art History & Communication Studies – Anthropology of digital media, hackers and the law“, die mir als „Geek-Anthropologin“ per Mail vorgestellt wurde.
Den Beruf hätte ich auch gern. Vielleicht sollte ich mich jetzt einfach „Geek-Anthologe“ nennen? Das macht echt was her.
Forvo.com
Forvo.com ist eine wunderbare Website, um die Aussprache fremder Sprachen zu lernen.
Rekonstruktion der Mailbox-Nachricht Wulffs
Wulffplag versucht, den Anruf Wulffs bei Kai Diekmann anhand von bekannten Zitaten zu rekonstruieren.
Jesus of the Week
Der Trojaner nach dem Trojaner
Lesenswerter Artikel von Kristian Köhntopp: „Nachdem sich unsere Bundes- und Landeskriminalämter, Zoll, BND und Politik jetzt erst einmal global blamiert haben, fängt der interessante Teil der Entwicklung gerade erst an. Denn auf der einen Seite wollen wir, daß ‚die Guten‘ sichere und unkompromittierbare Systeme haben. Auf der anderen Seite wollen ein Haufen Bedarfsträger die Systeme von ‚den Bösen‘ zuverlässig und ohne viel Aufwand und Aufsehen kompromittieren können. Und leider sind die Definitionen von Gut und Böse je nach Standpunkt und Aufgabe austauschbar und Rollen überlappen sich.“
Kampagnero Ziercke
Daten-Speicherung.de beweist, dass der Chef des Bundeskriminalamts ein Lügner ist. Und ein Dummschwätzer obendrein. (via law blog)
„Vor einigen Tagen forderte der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Jörg Ziercke, von der Bundesregierung wieder einmal eine flächendeckende Speicherung aller Verbindungsdaten in Deutschland zum „Kampf gegen Kinderschänder'“. Für seinen Lobbyismus pro Totalüberwachung ist Ziercke fast jedes Mittel recht – die Lüge allemal.
Neuköllner Nachrichten
Neu in der Blogroll: Neuköllner Nachrichten.
Nehmen ist seliger denn Geben
List of Urban Riots
Wikipedia: List of Urban Riots. Es wundert mich nicht, dass es so etwas nicht auf Deutsch gibt.
Aktive Wanzen
Netzpolitik.org: „Es war ja davon auszugehen, dass die offengelegten Wanzen der Polizei nicht mehr in Betrieb, bzw. nicht mehr erreichbar sein würden (…) Nur um uns zu vergewissern haben wir mal ein paar der Nummern angerufen. (…) Die Wanzen sind allem Anschein nach nicht nur noch aktiv, sondern auch in keiner Form gegen unauthorisierten Zugriff geschützt.“
Ganz großes Kino.
Politische Rituale
Constanze Kurz, Front Girl des CCC, auf faz.net über politische Rituale im Bundestag:
„Bei kritischen Themen drohte nun am Montag der Sachverstand über die Fraktionsdisziplin zu siegen, ein im Bundestag offenbar unglaublicher Vorgang. Die Enquetekommission war dank der flexiblen Mehrheiten drauf und dran, bei den Themen Netzneutralität und Datenschutz Beschlüsse zu fassen, die nicht mit der Regierungslinie übereinstimmten. (…) Die bedauerlich klare Botschaft aber lautet: Es geht nicht um die Sache, es geht um die Durchsetzung von politischen Leitlinien im Interesse zukünftiger Profite für die Netzkonzerne. Nicht einmal den Fragen der Journalisten mochte man sich danach noch stellen, die geplante Pressekonferenz wurde kurzerhand abgesagt.“
Vgl. auch mein Kommentar in der taz: „Feigenblatt der Internet-Ausdrucker“.
Doktor-Domino
Zeit Online: „Ausgerechnet der niedersächsische Bildungsminister Bernd Althusmann bediente sich in seiner Doktorarbeit fremden geistigen Eigentums.“
Wie die mediale Massenhysterie Kipo im Internet zustande kam (update)
Gestern war danisch.de für mich nicht erreichbar; heute erlasse ich einen Lesebefehl für den Artikel „Wie die deutsche Internet-Kinderpornosperre zustande kam – und zugrunde ging“.
Im Rahmen dieser Diskussion schälten sich dann vor allem zwei Grundirrtümer auf Seiten von der Leyens, ihres Ministeriums und der beteiligten Leute vom BKA heraus:
Sie hatten überhaupt nicht verstanden und wußten nicht, wie das Internet funktioniert. Nämlich daß es die Daten in kleine Pakete zerschneidet und anhand von IP-Adressen vom Absender zum Empfänger transportiert.
Sie wußten auch nicht, was das Internet eigentlich ist, sondern hatten nur die Sicht eines typischen Web-Browser-Benutzers. Und sie unterlagen dem häufig anzutreffenden Irrtum, daß das World-Wide-Web das Internet sei.
Das gilt für Journalisten in der Regel genau so.
Man muss jedoch dazusagen, dass ein rationaler Diskurs zu dem Thema auch in den Mainstream-Medien nicht möglich ist, zumal das Thema auch von den Lautsprechern der Zensur-Lobby instrumentalisiert wird. Danisch wird also nur diejenigen überzeugen können, die ohnehin seiner Meinung sind. So ist das leider mit der Medien-Rezeption.
Update: Diese Sätze muss man sich auf der Zunge zergehen lassen – ich befürchte, an der geballten technischen Inkompetenz hat sich nicht viel geändert:
Mein Hinweis, daß das Internet keineswegs auf URLs basiert und völlig ohne URLs funktioniert, und es da ganz viele Dinge gibt, die nichts mit URLs zu tun haben, wurde auf Seiten des Ministeriums nicht verstanden. Als ich dazu erläuterte, daß man URLs erst in den Neunziger Jahren erfunden hat und es da das Internet schon rund 20 Jahre gab, es also schon 20 Jahre prächtig ohne URLs funktioniert hat, also offensichtlich nicht darauf beruhen könne, war man irritiert. Zustimmung erhielt ich nur von den anderen Providern. Das Ministerium hingegen interpretierte meinen Einwand als politischen und unqualifizierten Störversuch.



















