Zu unscharfe sozialistische Gesellschaft

Burks

Seit März 1974 wohne ich in Berlin – das Foto ist vermutlich aus diesem Jahr.

„Die Auflösung und die Perspektive reichen leider nicht aus, um alle Titel sicher zu lesen, aber einige Fragmente sind erkennbar:
Auf dem weißen Buch im Hintergrund steht ziemlich deutlich „ATLAS ZUR …“. Das könnte ein geographischer oder historischer Atlas sein.
Das rote Buch davor scheint mit „Sozialistische …“ oder „Sozialistische Gesellschaft …“ zu beginnen, aber der Rest ist unscharf.
Die übrigen Bücher und Hefte sind zu klein bzw. zu unscharf, um die Titel zuverlässig zu entziffern.“

Den zweibändigen Atlas zur Geschichte – hrsg.: Zentralinstitut für Geschichte der Akademie der Wissenschaften der DDR, VEB Hermann Haack, Geografisch-Kartographische Anstalt Gotha/Leipzig 1973 – besitze ich heute noch. Der Atlas war wesentlich besser als der damals im Westen erhältliche einbändige Putzger. Den habe ich auch, eine Jubiläumsausgabe von 1969 oder 1970 zum 125-jährigen Verlagsjubiläum.

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Kommentare

5 Kommentare zu “Zu unscharfe sozialistische Gesellschaft”

  1. Godwin am Juni 2nd, 2026 9:14 p.m.

    Ja im Kampf der Systeme war die DäDäeR bis Mitte/Ende der 60er durchaus konkurrenzfähig.
    Auch wenn das wohl eher anhand irgendwelcher Statistiken als am subjektiv wahrgenommenen Lebensstandart gemessen scheint.
    In einigen Bereichen lag die SBZ wohl tatsächlich auch vorn – gerade im sozialen, medizinischen Bereich.

    Mangelnde Ressourcen waren das eine
    aber 1971 wurde der Mikroprozessor entwickelt.
    Bis man 1989 eine erste eigene Variante entwickeln konnte, war das Rennen längst gelaufen.

    siehe heute das Rennen um KI und Quanten-Computer.
    da ist der zweite auch nur noch der erste Verlierer

    daher mal wieder die ernst gemeinte Frage:
    wie kann man sich eine nicht-kapitalistische (also sozialistische) Produktionsweise überhaupt vorstellen??

  2. blu_frisbee am Juni 3rd, 2026 2:24 a.m.

    Ökonomie per se ist chaotisch.
    Bürgerliche Ideologie äfft Naturwissenschaft nach
    (von der Physik nur nicht-chaotische Systeme).
    Eine gute Theorie erlaubt Prognosen.
    Krisen kommen immer so unerwartet.

    So blöde war Marx nicht.
    Sein Hauptwerk titelt Kritik der VWL.
    So wie Bürgertum imaginiert funzt es nicht.

    Lenin glaubte man könne Ökonomie planen wie die deutsche Reichsbahn.
    Seither nerven Pseudomarxisten mit Planwirtschaft.
    Die existiert nicht.

    Was man machen kann sind Puffer.
    Im Kapitalismus wird auf Kante gewettet.
    China hat 3000 Jahre Staat. Lender of last resort.

    KI und Quantencomputer sind Ponzi.

  3. André Dreilich am Juni 3rd, 2026 9:37 a.m.

    @godwin
    Eine sozialistische Produktionsweise ist leicht vorstellbar, eine in Konkurrenz zur kapitalistischen funktionierende hingegen eher nicht. ;-)
    Aus eigenem Mit-Erleben war ein wesentlicher Faktor, der zur mangelnden Konkurrenzfähigkeit der DDR-Wirtschaft führte, die VEB-sierung bzw. Verstaatlichung auch rel. kleiner privater Unternehmen. Damit wurde zum einen das Wachstum erfolgreicher Kleinbetriebe verhindert und eine Menge Erfindergeist erstickt. Zum anderen wurden effiziente, flexible Kleinbetriebe in schwerfällige Kombinatsstrukturen gezwungen, in denen sie ihre eigentlichen Stärken nicht mehr ausspielen konnten.
    Ich war in den 1980er mehrere Jahre in der Halbleiterforschung tätig (IR-Laser). Wir haben durchaus international konkurrenzfähige Laserstrukturen hergestellt, deren Parameter durchaus besser waren als zB die der Siemens-Forschung. Zum Bauelement reichte es jedoch nicht, weil kein Hersteller in der Lage war, die benötigten Gehäuse für Prototypen zu fertigen usw.
    Wobei: Wenn die Staatsquote zu hoch und aus Markt- letztlich Planwirtschaft wird, geht auch der Kapitalismus baden.

  4. blu_frisbee am Juni 3rd, 2026 1:49 p.m.

    Kapitalismus „funktioniert“ eben grade nicht.
    Bzw nur durch periodische Krisen.
    Bürgerlicher Mythos ist magisch selbststabilisiertes System.
    Die Evolution hat Rücken und Hämorrhoiden beschert.

    Konkurrenz existiert nur für Kleinunternehmen.
    Preisbildung existiert nicht rein ökonmisch sondern
    auch durch Macht.
    Auf der Ebene der Konsumenten Verkrempelung und bullshittification.
    Die reinste Form von Kapitalismus sind Drogen.

  5. nOby am Juni 3rd, 2026 7:13 p.m.

    Ich will die Alt-Kommunisten beim Plausch nicht stören, aber es gibt interessanteres und vor allem lustigeres als ein Foto von dem Burks anzuschauen wie der sich gierig einen maoistischen Reiskuchen (?) in den Mund schiebt.

    Ich beginne harmlos mit nackten Titties:

    Wenders ist als Regisseur vor langer Zeit gestorben. Da kommt nichts mehr. Mit seinem Reichtum kann er sich jetzt jeden Krawall leisten und später in Ruhe sterben.

    Streit um Nacktszene: Wim Wenders zieht Film mit Nastassja Kinski zurück.

    Die Kinski ist die Tochter von dem Kinski und den will niemand gefragt haben, ob seine Tochter sich mit 13 vor einer Kamera oben herum nackisch machen darf? Wirklich? Den hat keiner gefragt?

    Die Kinski selbst hatte Probleme mit der Nacktszene, aber erst nach 40 Jahren und genau zu dem Zeitpunkt als die ein Buch veröffentlichte.

    Beim Deutschen Filmpreis ging Wenders erstmals ausführlich auf diese Forderungen ein. Vor dem Publikum stellte er eine Grundsatzfrage, die weit über seinen eigenen Film hinausgeht: „Wie geht man mit Filmerbe um?“

    Darf ein Werk Jahrzehnte nach seiner Entstehung verändert werden, wenn eine Beteiligte darunter leidet? Soll eine Szene entfernt werden, weil sie aus heutiger Sicht problematisch erscheint? […] „Kann man einen Film im Nachhinein kürzen?“, fragte Wenders und räumte ein: „Ich bin mit dieser Frage ziemlich allein. Und ich bin auch ratlos.“

    Für den Regisseur geht es dabei nicht nur um seinen eigenen Film, sondern um einen möglichen Präzedenzfall für die gesamte Filmbranche. Würde „Falsche Bewegung“ nachträglich verändert, könnten künftig auch andere Werke betroffen sein.

    Präzedenzfall? Was für ein Quark. Aber geschickt, sehr geschickt argumentiert von dem Wenders. Der Filmausschnitt ist überall im Internet zu finden. Er lauert hinter jeder Ecke. Nur ein die ganze Welt beherrschendes Imperium könnte das tilgen.

    Stampft doch alle Filme, die von und mit Ungläubigen gemacht sind, ein. Werft die in einem Fußballstadion über die gesamte Rasenfläche aus und laßt Bulldozer ohne Ketten drüber rollen. Nehmt 5 € Eintritt und ich wette das Stadion wird ausverkauft sein. Egal ob das 60.000 oder 95.000 Zuschauer faßt. Glaubt tatsächlich jemand das der künftige Machthaber von ’schland seinen Rechtgläubigen irgend einen Tatort oder Polizeiruf zumutet? Der wird das, was es gibt, auf unter 3% zusammenstreichen und 97% läßt der in die Müllverbrennung werfen.

    Wenders ist in seiner Argumentation nicht nur sehr geschickt, sondern richtig witzig. Er sagt entschuldigend sinngemäß seinem jugendlichen Ich könne er keinen Vorwurf machen. Damit ist er auf Linie mit Polanski, Weinstein…

    Wahrscheinlich kommen wir in ’schland aus unserer Neurose, uns für alle unsere – und aus heutiger Sicht – früheren Verfehlungen zu entschuldigen, nicht mehr heraus. Leider vergessen wir darüber, dass unser Land seit geraumer Zeit mit Höchstgeschwindigkeit auf den Staatsbankrott zurast und der neue Machthaber bereits im Hintergrund lauert. Es gibt wichtigere Dinge – nämlich unsere Zukunft!

    Vor einer Woche hatte sich der Blogger Danisch zu dem Fall unter dem Titel Von Wim Wenders, den Brüsten der Nastassja Kinski und dem Ende der Kunst ausgelassen. Sehr langer ausschweifender Text!

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    Neuer Name für alte Verbindung: Aus Hindenburgdamm wird Syltdamm.

    Zwar war Hindenburg selbst kein Nationalsozialist, doch Historiker bewerten seine politischen Entscheidungen als entscheidenden Türöffner für das NS-Regime. Sein Name steht deshalb bis heute in der Kritik. […] Der Bahndamm für Züge zwischen dem Festland und Sylt wurde 1927 eröffnet und war damals nach Hindenburg benannt worden. Nun, 100 Jahre später, zieht die Insel einen Schlussstrich.

    Anstatt den Namen zu ändern sollte der Damm endlich auf den Stand der Technik gebracht werden. Dazu fehlt allerdings das Geld. Das Ergebnis sind viele Verspätungen und Zugausfälle für das vom Festland anreisende Personal der Sylter Luxusherbergen durch technische Pausen im Zugverkehr.

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    Faszinierend! Noch Mal SPD.

    Instagram-Video Im Fiebern um ein AfD-Verbot zieht Esken eine Linie zu Goebbels.

    Die schreibt bzw. spricht es aus:

    Überall in Europa wachsen die Bedenken gegen die AfD. Die Parteienaufsicht der EU will jetzt ein Prüf-Verfahren zur AfD einleiten, weil sie europäische Werte verletzt!

    Und in Deutschland debattieren wir über die Normalisierung dieser Partei, wie jetzt gerade in der FDP?

    Schluss damit!

    Franz Müntefering hat vollkommen recht, wenn er fordert, dass die AfD verboten werden muss – rechtzeitig vor der nächsten Bundestagswahl.

    Denn die AfD pflegt eine völkische Ideologie, die alles nicht-deutsche und überhaupt Andersartige herabwürdigt und abwertet, und damit stellt sie sich klar gegen die Werte unserer Verfassung und gegen die Würde eines jeden Menschen, die unantastbar ist.

    Die AfD torpediert jeden Tag aktiv unsere Parlamente und demokratischen Institutionen, sie stellt die Unabhängigkeit der Gerichte und insgesamt den Rechtsstaat infrage und untergräbt damit die freiheitlich-demokratische Ordnung in unserem Land.

    Unterstützung erfährt sie dabei aus einem Netzwerk der radikalsten Rechtsextremisten in aller Welt. Nicht zuletzt Vladimir Putin, der Freiheit und Demokratie verachtet und zerstören will, steht fest an der Seite der AfD.

    All das dürfen wir nicht länger hinnehmen. Nicht noch einmal soll ein Faschist in einem deutschen Parlament eine Rede über die Dummheit der Demokratie halten wie Goebbels im Jahr 1935. Nie wieder!

    Deshalb hat die SPD vor einem Jahr, bei ihrem Bundesparteitag im Juni 2025, bei dem ich als Vorsitzende verabschiedet wurde, auf meine Empfehlung hin beschlossen, dass Bundestag, Bundesregierung und Bundesrat ein solches Verbot der AfD jetzt vorbereiten müssen.

    Eine gemeinsame Arbeitsgruppe soll all die längst vorhandenen Nachweise der Verfassungswidrigkeit der AfD und die Hinweise zur Gefährdung unserer Demokratie zusammentragen. Dann sollen die Organe in Karlsruhe ein Antrag zum Verbot der AfD stellen, damit das Bundesverfassungsgericht endlich über die Verfassungswidrigkeit dieser Partei verhandeln kann.

    AfD-Verbot jetzt!

    Dazu schreibt ein JF-Leser – sinngemäß:

    Was wollen wir im Reichstag? Wir gehen in den Reichstag hinein, um uns im Waffenarsenal der Demokratie mit deren eigenen Waffen zu versorgen. Wir werden Reichstagsabgeordnete, um die Weimarer Gesinnung mit ihrer eigenen Unterstützung lahmzulegen. Wenn die Demokratie so dumm ist, uns für diesen Bärendienst Freifahrkarten und Diäten zu geben, so ist das ihre eigene Sache. Wir zerbrechen uns darüber nicht den Kopf. Uns ist jedes gesetzliche Mittel recht, den Zustand von heute zu revolutionieren. […] Wir kommen nicht als Freunde, auch nicht als Neutrale. Wir kommen als Feinde! Wie der Wolf in die Schafherde einbricht, so kommen wir.

    []in: Der Angriff vom 30. April 1928; Nachdruck in: Joseph Goebbels (Autor), Hans Schwarz van Berk (Hrsg.): Der Angriff, Aufsätze aus der Kampfzeit, Franz Eher Nachf., München 1935, S. 71 u. S. 73]

    Die Rede von Goebbels ist aus dem Jahre 1928 – nicht aus 1935.

    Ich habe das Zitat nicht geprüft. Jedenfalls nicht heute.

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    Bruaaah! Unser Geld wird trotzdem weiter in Strömen fließen. Bärbock durfte das Ergebnis verkünden.

    Abstimmung in New York Deutschland scheitert bei Wahl für Sitz im UN-Sicherheitsrat.

    Das Scheitern […] für den Sicherheitsrat dürfte nicht bedeuten, dass die Bundesregierung ihr Engagement für die Weltorganisation herunterschraubt. Kritiker dürften allerdings […] beklagen, dass Deutschland viel Geld für die UN ausgibt, aber bei der Vergabe von wichtigen Posten nicht ausreichend berücksichtigt wird. […]

    Die Bundesregierung hatte erklärt, eine stärkere Rolle Deutschlands entspreche dessen internationalem Gewicht und den finanziellen Beiträgen für die UN. Deutschland ist nach den USA, China und Japan der größte Geldgeber mit Blick auf die Mitgliedsbeiträge. Rechnet man das Budget für Blauhelm-Missionen und freiwillige Zahlungen dazu, sind sie die Nummer zwei.

    200 Millionen sind der Pflichtbeitrag. 6 Milliarden wird gezahlt.

    2015 wurde in Deutschland der Schalter umgelegt. Seit 2015 nimmt Deutschland kein Mensch mehr ernst! Das Land wurde zu ’schland und existiert faktisch nicht mehr. Geht Werktags zur Mittagszeit in eine Innenstadt oder in Hamburg an die Alster. Deutschland hat überall abgefrühstückt. Selbst dort wo wir unsere Milliarden da lassen und die mit größter Selbstverständlichkeit einkassiert werden.

    So ungefähr müssen sich die von der AfD fühlen, wenn wieder ihr Kandidat für einen Landtags- oder Bundestagsvizepräsidenten durchgefallen ist.

    Der eine, den niemand mag, aber der immer die Rechnung bezahlt. Das sind wir. Schön, dass über die Verwendung unserer Beiträge jetzt andere bestimmen. Die armen Beamten. Das wird einige Planstellen kosten. Womöglich war Pöbel-Ralle deswegen in New York?

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    SPD-Bundestagsabgeordneter „Jammerlappen“: Um ein Uhr nachts wird Ralf Stegner aggressiv. Er twitterte in drei Teilen am 3.6.2026 aus New York. Was sein Spezialauftrag dort war, schrieb er nicht.

    Die konservativen+ rechtsliberalen Jammerlappen die behaupten, es gebe keine Meinungsfreiheit in Deutschland,über angebliche linksgrüne woke Meinungsdominanz lamentieren und Krawallportale als Alternative zu seriösem Journalismus anpreisen, haben offenkundig einen an der Waffel.

    Wenn sie wieder nüchtern sind, sollten sie mal in die Türkei, nach Russland, Iran oder China reisen, um tatsächliche Einschränkungen der Meinungsfreiheit live zu erleben. Sie verwechseln Freiheit mit dem nicht existierenden Anrecht, dass ihrem Unfug nicht widersprochen wird.

    Mit solchen Leuten ist wirklich kein Staat zu machen – ihre Selbstbezüglichkeit und Larmoyanz, die intellektuelle Untertourigkeit und das präpotente Gehabe in die Jahre gekommener Privilegierter sind jämmerlich, mitleiderregend und überdies stinklangweilig.

    Ein JF-Leser schreibt als Kommentar

    Das ist bei Pöbel-Ralle Stegner wie bei Idi Amin – er garantiert die Meinungsfreiheit (aber nicht, was danach passiert).

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