Unter Exorzisten

exorzisten

Die bürgerliche Hauptstadtpresse berichtet: Gleich 32 Autoren, die ihre Bücher bislang im Westend Verlag veröffentlicht haben, verkünden in einem offenen Brief an die Geschäftsführung des in Frankfurt ansässigen Verlags, dass sie diesen verlassen werden. „Wir distanzieren uns hiermit von der Neuausrichtung Ihres Verlagsprogramms.“ (…)

Mit der „Neuausrichtung“ ist gemeint, dass der Verlag, der sich bislang „ausdrücklich als Plattform für kritische, linke Perspektiven auf gesellschaftliche Entwicklungen“ verstanden hat, wie es bis vor kurzem auf der Verlagsseite stand, nun auch Bücher von Autoren wie Wolfgang Kubicki und Ulf Poschardt verlege, mithin sich rechten Positionen öffne.

Die haben doch nicht mehr alle Tassen im Schrank. Die gefühlt „linken“ Damen und Herrn Autoren sind noch nicht einmal mehr in der Lage, jemanden in ihrer virtuellen Nähe zu dulden, der nicht ihrer stromlinienförmigen Meinung entspricht, ohne ein exorzistisches Reinigungsritual zu zelebrieren.

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Kommentare

5 Kommentare zu “Unter Exorzisten”

  1. Godwin am Mai 22nd, 2026 6:10 a.m.

    Also bei Kubicki und Poschardt würde ich auch gehen.
    Zumal diese Öffnung ziemlich offensichtlich nur finanzielle Gründe hat.

  2. Albert Rech am Mai 22nd, 2026 10:10 a.m.

    Damit beweist die Autoren ihre klare Haltung gegen rechten Hass & Hetze.

    Gerade in der heutigen Zeit wo viele Politiker Opfer von digitaler Gewalt werden ist dies ein starkes Zeichen das auch Nachahmer finden sollte.

  3. blu_frisbee am Mai 22nd, 2026 1:36 p.m.

    Warum publiziert WESTEND Poschardt & Kinicki?
    Ein BWLer glaubt er nutzt weil alle Bücher gleich.
    Auch Burks glaubts und erklärt sichs mit Launen.

  4. Al.Ter am Mai 22nd, 2026 5:47 p.m.

    Gsyi hat sein Buch »Ausstieg links? Eine Bilanz« i.J.d.H. 2015 bei Westend veröffentlicht – dessen Abgang ist wohl zu verschmerzen!

  5. Godwin am Mai 22nd, 2026 6:53 p.m.

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