Emp. Hotelera Habana

Emp. Hotelera Habana recibo

Aus meinem Reisetagebuch, 05.08.1984:
… In Panama kriegen wir bei schlechtem Wetter noch einen kapitalistischen Kulturschock. Dann landen wir in Kuba und fallen vor Hitze fast um. Der Clou: Man bezahlt uns eine Nacht im teuersten Schweinehotel, im Habana Libre, ungefähr so wie das Kempinski mit kleiner Fehlern. Das Zimmer hat TV, Radio, Blick auf die Altstadt und die Bucht mit dem Leuchtturm. Bad: Der Stopfen der Badewanne fehlt natürlich.

Wir gehen gepflegt in die Stadt und lassen uns beim illegalen Tausch [von Geld] an der Uferpromenade erst noch kräftig über’s Ohr hauen, weil man uns ungültige Geldscheine andreht – mit zweifarbigen Scheinen. So sind 20 US$ futsch, aber einen 20-Peso-Schein [des Falschgeldes] kriegen wird später im Restaurant „Caracas“ wieder los [vermutlich weil der Geschäftsführer, der kam, sich nicht traute, uns zu bezichtigen, wir als reiche Ausländer würden mit Falschgeld bezahlen].

Das erste Auffallende: lange Schlangen vor den Restaurants, was aber bei der Temperatur nicht weiter schlimm ist. Das Frühsück ist noch ausgefallener: Für. 3.50 Pesos kann man so viel essen, wie manwill, und das heißt bei mir fünf Teller voll, dazu köstlichen Joghurt. Wir platzen fast.

Die Suche nach einem billigen Hotel wird strapaziös, weil alle voll sind. Im „Sevilla“ [daher ist die Quittung] wird „repariert“, es gibt kein Wasser, nur Eimer, und das Klo stinkt entsetzlich. Aber das Hotel hat Stil, eine tolle Eingangshalle, alte Telefone und Marmorfiguren, aber viel Plaste und Elaste dazwischen…

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