Doktrin oder Methode?

„Aber die ganze Auffassungsweise von Marx ist nicht eine Doktrin, sondern eine Methode. Sie gibt keine fertigen Dogmen, sondern Anhaltspunkte zu weiterer Untersuchung und die Methode für diese Untersuchung.“ (Friedrich Engels: Brief an Werner Sombart, 11.März 1895)

Durfte Engels eigentlich in der DDR gelesen werden? Frage für einen Freund.

image_pdfimage_print

Kommentare

8 Kommentare zu “Doktrin oder Methode?”

  1. Wolf-Dieter Busch am Juli 7th, 2021 8:39 p.m.

    Durfte Engels eigentlich in der DDR gelesen werden?

    Unter Aufsicht ja.

  2. ... der Trittbrettschreiber am Juli 7th, 2021 8:57 p.m.

    Antworte für einen Freund. Er sagte mir, er habe ihn täglich vor Augen gehabt – auf dem DDR 50 Mark Schein. Aber welcher Wessi kannte schon die Burg Eltz wirklich?

  3. waldheinz am Juli 7th, 2021 10:38 p.m.
  4. Godwin am Juli 8th, 2021 6:12 a.m.

    „Marx ist nicht eine Doktrin, sondern eine Methode“

    Auch Engels konnte NeuSprech

  5. Hans am Juli 8th, 2021 9:18 a.m.
  6. Die Anmerkung am Juli 8th, 2021 9:19 a.m.

    In der DDR gab es jede Menge schlechterer Literatur als jene von Marx und Engels.

    Die von Burks zitierte Aussage versteht besser, wer diesen Brief versteht.

    Marx sah auch diese Jüngerschaft voraus, als er von dem zu Ende der siebziger Jahre unter gewissen Franzosen grassierenden „Marxismus“ sagte: „tout ce que je sais, c’est que moi, je ne suis pas marxiste“ – „ich weiß nur dies, daß ich kein ‚Marxist‘ bin“.

    Insofern sind z.B. solche Behauptung einfache nur Grütze

    „Friedrich Engels 200. Der Mann, der den Marxismus erfand – Zum 200. Geburtstag von Friedrich Engels“

    (schreiben halt Sozen, die Engels zeitlebens vehement bekämpfte)

    Die wiederum schreiben nur ab, was eine anderer, der nichts verstanden hat, aufschrieb. Nur weil es sich griffig liest, muß es noch lange nicht stimmen.

    https://www.amazon.de/Friedrich-Engels-Mann-Marxismus-erfand/dp/354907378X

    Marx war zwar kein Marxist, dafür Kommunist. Und genau dafür wird er heute noch gehaßt. Heute früh jedenfalls war es noch so. Für bald gut 140 Jahre tot sein ist das ganz schön lebendig, wieviel Haß er immer noch auf sich zieht. Das hat nicht mal Hilter geschafft.

  7. Wolf-Dieter Busch am Juli 8th, 2021 10:01 a.m.

    @Die Anmerkung am Juli 8th, 2021 9:19 am

    Marx war zwar kein Marxist, dafür Kommunist. Und genau dafür wird er heute noch gehaßt.

    Marxʼ Analyse des Wertschöpfungsprozess hebt ihn über alle anderen Ökonomen hinaus. Seine Geschichtsbetrachtung als Abfolge von ökonomischer Entwicklung statt Erbfolgekriegen, also ihrer materialistischer Sicht, hebt ihn über seine Zeitgenossen hinaus.

    Der Hass resultiert aus der Tatsache, dass ein großer Denker aufs Podest gehoben wurde.

    Aus Genialität Unfehlbarkeit abzuleiten ist ein Fehlschluss, der zu letalen Menschenexperimenten führte. Ein Gesellschaftsexperiment ist ein Menschenexperiment: akzeptabel einzig bei Freiwilligkeit der Objekte.

  8. ... der Trittbrettschreiber am Juli 8th, 2021 10:23 a.m.

    @Die Anmerkung

    „Die wiederum schreiben nur ab, was eine anderer, der nichts verstanden hat, aufschrieb.“

    ;-) … eine der besten Beschreibungen der derzeitigen medialen und Wissen produzierenden Professionalität – danke, darauf erstmal ein deftiges Kellerfrühstück.

Schreibe einen Kommentar