Wokeness and Diversity

“Der neoliberale Traum ist, dass das in punkto Reichtum obere Prozent der Bevölkerung genauso divers ist wie die restlichen 99 Prozent, damit niemand seine ökonomische Situation mehr auf Diskriminierung schieben kann. Dann können die Reichen nämlich behaupten, dass jeder seinen Platz in der Gesellschaft verdient habe. Bei Diversity-Bestrebungen geht es nicht in erster Linie darum, Ungleichheiten zu minimieren, sondern sie zu rechtfertigen.” (Walter Benn Michaels 2019, via Fefe)

image_pdfimage_print

Kommentare

10 Kommentare zu “Wokeness and Diversity”

  1. Godwin am Januar 6th, 2021 9:08 pm

    hatte nicht Marx darauf hingewiesen, dass sich unter kapitalistischen Produktionsbedingungen alles in sein Gegenteil verkehrt?

  2. ... der Trittbrettschreiber am Januar 6th, 2021 10:19 pm

    Wow – Ungleichheiten verhalten sich zu den Rechtfertigern oder Leugnern wie der Mond zum ihn anbellenden Hund. Ich neige auch je nach Trend dazu, sie zu sehen oder nicht.
    … ;-)
    Was meine Sehnsucht nach dem Erleben und das Staunen über die reale Wahrnemung angeht, liebe ich es Unterschiede wahrzunehmen; was mein Bedürfnis nach sozialer Akzeptanz betrifft, singe ich gern das Lied der rosaroten Brillen und des Bio-Einheitsmülls – nur der Kick des Authentischen bleibt dabei auf der Strecke.

  3. Wolf-Dieter Busch am Januar 6th, 2021 10:49 pm

    Habs bei Fefe gelesen und jetzt den verlinkten Zeit-Artikel im Original durchgearbeitet. Keine Zustimmung.

    Die Identitätspolitik, die auch den Divers-Klumbatsch umfasst (Vorschrift bei Ausschreibung: „m/w/d“) hat einen völlig anderen Zweck: die Herauslösung des familiär gut verankerten Menschen zu einem Einzelwesen in sozialem Vakuum. Vertraut seinen fünf Sinnen nicht zugunsten eines vorgegebenen Narrativs. Einsam, haltlos, steuerbar.

    PS Fefe ist originell und eigenwillig, wird aber überschätzt. Lies seinen Blog stets mit dem Mantra im Hinterkopf: Übung zu Medienkompetenz.

  4. Trebon am Januar 7th, 2021 3:00 am

    Was für ein Schwachsinn.

    1. sind diese sog. 1% so divers wie der Rest das kann nun wirklich jeder bei ner Geldrangliste nachschlagen

    2. ich kenne mich ja mit neoliberalen Träumen nicht aus, für mich sind das immer neofeudale Angriffe auf die Gesellschaft. Aber wenn, warum sollten die so was träumen? Als ob der Pöbel zwischen Gates und Quandt, Musk und Aldi Erben große Unterschiede machen würde. Mein Traum wäre ehe Sie unisono baumelnd zu genießen.

  5. Trebon am Januar 7th, 2021 3:05 am

    Wenn wir schon bei Wokeness sind:

    Sätze die ich vor exakt einem Jahr nicht mal gedacht hätte:

    – Selbst Linsengericht werden Sie bezahlen
    – Covidiot ist wer die Packungsbeilage liest
    – Ein Schal ist eine Maske
    – 15 km sind keine 15 Seemeilen
    – Köterrasse ist beschreibend
    – Das Fettsein bestimmt das Bewußtsein

  6. Trebon am Januar 7th, 2021 3:06 am

    Noch vergessen:

    – Dialyse als Lebensziel

  7. ... der Trittbrettschreiber am Januar 7th, 2021 4:35 am

    @Wolf-Dieter Busch
    “…die Herauslösung des familiär gut verankerten Menschen zu einem Einzelwesen in sozialem Vakuum.”
    [lesefreundliche Leerzeile]
    Das geht mit Einzelindividuen, mit Familien (Groß- und 2-Kind+SUV/Renault Twingo/E-Bike Familien), Clans und Areas (15 KM Umkreis), die modular hin und her geschoben werden können. Zentral Steuerbar über Versionskontrollen (Subversion oder, dezentral Git).
    [lesefreundliche Leerzeile]
    Die Narrative werden wöchentlich commited und nach Koalitionsdisputen über Zeit online oder zukünftig über subcutane Chips kommuniziert. Wozu brauchts da noch 5 Sinne?

  8. flurdab am Januar 7th, 2021 7:27 am

    Also wenn ich zu dem 1% gehören würde, wäre mir dieses Wokeness and Diversity- Gedöns Wurst.
    Mir kann nämlich keiner ans Bein pissen ;-), dafür habe ich gesorgt.
    Das da nun einige Idioten, mit Brosamen meiner Kollegen ihren Festisch ausleben um selber an die Fleischtöpfe zu gelangen, die von Leuten wie mir kontrolliert und gefüllt werden, ist OK.
    Das bringt Verwirrung in die Herde.

    Wenn ein Mensch keine Notwendigkeit mehr hat sich als Mensch in einer Gruppe zu erleben, wird er sich eine “neue” Gruppe basteln.
    “Hands up, this is a robbery” sprach Homo oeconomicus.

    “[Ich bin] ein Teil von jener Kraft,
    Die stets das Böse will und stets das Gute schafft. …
    Ich bin der Geist, der stets verneint!
    Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
    Ist wert, daß es zugrunde geht;
    Drum besser wär’s, daß nichts entstünde.
    So ist denn alles, was ihr Sünde,
    Zerstörung, kurz das Böse nennt,
    Mein eigentliches Element.”

    Johann Wolfgang von Goethe

  9. Wolf-Dieter Busch am Januar 7th, 2021 10:45 am

    @… der Trittbrettschreiber am Januar 7th, 2021 4:35 am

    [lesefreundliche Leerzeile]

    Missverständnis. Nicht hinschreiben. Hinmachen.

  10. flurdab am Januar 7th, 2021 1:26 pm

    Ich meinte natürlich den Fetisch, nicht den Festisch.
    Ich stelle mir ja gelegentlich Fragen, deren Anworten, die ich mir auch selber gebe, sehr verwirren.
    Deshalb lehne ich auch jede Cancelkultur ab, bei manchen Dingen die ich so denke, müsste ich den Umgang mit mir selber meiden. Ist kompliziert.

Schreibe einen Kommentar