Let’s talk about sex (do it)

sexistische Werbung

FYI: Ich muss kurz berichten, was mir hinter der Welt-Paywall in schlechtem Deutsch entgegenschwoll.

Es sind nicht zuletzt die Jüngeren, unter denen Enthaltsamkeit herrscht. Bei den 18- bis 25-jährigen Männern etwa berichteten nur knapp 65 Prozent von sexuellen Aktivitäten im letzten Monat. Das sind drei Prozent weniger als bei den 56- bis 65-Jährigen, und nur 14 Prozent mehr als bei den 66- bis 75-jährigen Männern. Wobei sich hier schon die Frage stellt, mit wem die Senioren eigentlich ihre Aktivitäten praktizieren. Denn bei den 66- bis 75-jährigen Frauen liegt die sexaktive Quote gerade noch bei 26 Prozent, und dass im hohen Alter die Homosexualität unter Männern explodiert, wäre eine ganz und gar revolutionäre Neuigkeit. Möglicherweise haben die älteren Herren bei ihren Antworten auch nur etwas geschummelt.

Ich hätte gern mehr über die Fragen gewusst, die solche Antworten provozieren. “Hatten Sie Sex?” geht nicht, es müssten noch die Optionen folgen: [x] mit mir selbst oder [x] mit einer anderen Person usw.. Vielleicht gehen auch alte ältere Männer einfach in den Puff oder lassen sich eine einschlägig tätige Dame nach Hause kommen?

…beim Mann, auf den im Alter eher ein sexuelles Trauerspiel wartet. Er will dann zwar noch, doch oft kann er nicht mehr. Jenseits des 55. Lebensjahres berichtet jeder fünfte Mann über Erektionsprobleme, ab dem 66. Geburtstag ist es sogar jeder dritte. Mehr als die Hälfte der Betroffenen fühlt sich dadurch deutlich beeinträchtigt, aber zum Arzt gehen nur wenige.

Ach ja? Warum denn nicht? Mein Hausarzt sagte grinsend, als ich – schon weit jenseits des obigen “kritischen” Alters – ihn fragte, ob man gegen die Tatsache, dass man(n) manchmal nicht kann oder nicht lange genug, etwas unternehmen könne: “Herr Schröder, in ihrem Alter hat das die Evolution nicht mehr vorgesehen. Ich verschreibe Ihnen da mal was.”

Sildenafil und Cialis heißen die Produkte der Pharmaindustrie. Ich bin in der glücklichen Lage, meine Dosis zu kennen, nach ein paar Mal herumprobieren, und keine Nebenwirkungen zu haben. Da die ursprünglichen Patente ausliefen, sind beide Produkte preiswert.

Nachteil: Sildenafil wirkt erst rund eine halbe Stunde nach der Einnahme. Ein Quickie müsste geplant werden, oder man muss das Vorspiel ausdehnen, was Partnerinnen fast nie nicht missbilligen. Die Wirkung kann bis zu vier Stunden andauern. Ein alter Mann also, der nicht zum Arzt geht, ist also ein Trottel. Aber davon gibt es ja mehr als genug.

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Kommentare

9 Kommentare zu “Let’s talk about sex (do it)”

  1. Juergen am September 24th, 2020 7:24 pm

    “fast nie nicht Missbilligung”? Also sind sie fast immer sauer?

    Das ist überraschend…

  2. admin am September 24th, 2020 7:27 pm

    Erröt. Da hat mich jemand bei einer doppelten Verneinung erwischt. Ich bereue.

  3. ... der Trittbrettschreiber am September 25th, 2020 9:21 am

    Vier Stunden medizinische Erektion plus “Vorspiel” – wie lange dauert dann die Ejakulation und in welchem Volumen? Eber, so weiß ich aus meiner ländlichen Prägung vom Nachbarbauernhof, sprotzen da Minuten lang etwa 1 Liter in die lustgrunzende Sau.
    Ein wichtiges, vor allem neues Thema, Burks. Nicht viele haben den Mut, es endlich einmal jetzt, im 21. Jahrhundert, kompromisslos auf die Agenda zu setzen.
    Es ist nicht trocken, so dass auch der Bedarf an weiteren stimulierenden, Flüssigkeiten nicht übermäßig ist. Leuten, die Befürworter von Arbeitszeitbegrenzung sind, also spätestens nach 1 Stunde “harter” Arbeit die Pausenpflicht einzuhalten, empfehle ich trotz heftigster Widerstände den entspannenden Gang in den Keller.

  4. Wolf-Dieter Busch am September 25th, 2020 3:19 pm

    Zu einem erfolgreichen GV gehört ein Widerlager im Genitalbereich, ist wie vorliegend bei Schwerelosigkeit nicht gegeben. Der Ausgang ist nicht gesichert.

  5. admin am September 25th, 2020 8:49 pm

    Also bitte! Die Pillen erzeugen keine Dauererektion. Die Grenze ist die eigene Kondition, die wird dadurch nicht besser. Aber man kann länger.

  6. Wolf-Dieter Busch am September 25th, 2020 10:44 pm

    Der hydraulische Druck ist nicht Thema. Zweifelhaft ist das Stoßmoment ins Innere der Dame. Ein funktionierendes Widerlager wäre Erdreich mit/ohne Kissen, alternativ die helfenden Hände am Podex der Dame. Im Bild dagegen – Luft und Leere.

  7. flurdab am September 26th, 2020 10:43 am

    Wenn man den Leuten genug Stress ins Müsli des Lebens giest lässt der Trieb sicherlich nach.
    Wobei Umfragen immer Umfragen bleiben.
    Überhaupt, Poppen in Zeiten Coronas?
    Wie soll das gehen bei mindestens 1,5 Meter Abstand, unter 15 Minuten sollte man aber hinkriegen.
    Dauerarlamismus beugt den Eros.
    Der Feminismus ist Schulz. Frauen sind Schulz.
    Der Mann der es sich leisten kann ist mit einer individuellen Personaltrainerin, Spezialistin für spezielles Kardio- Training oder Motivationstrainerin besser bedient.
    Leider alles IGEL- Leistungen.

  8. flurdab am September 26th, 2020 10:55 am

    Bisvor wenigen Jahren glaubte man ja im 21. Jahrhundert zu leben, mittlerweile ist dies dem Mittelalter gewichen.
    Die Zeugen Coronas erinnern einen täglich an die Sterblichkeit wegen der eigenen Schulz, dieser großen eigenen Schulz und der Miasmen.
    Und nun beginnen auch wieder die Kinderkreuzzüge gegen den Klimatod, ausgerechnet durch die Kinder, deren Eltern massgeblich durch ihren zu großen Fußabdruck ordentlich dazu beitragen.
    Ich warte darauf wann die ersten Geißler und Flagellanten durch die Städte ziehen.
    Dann werde auch ich Aderlass als IGEL- Leistung anbieten mit dem Versprechen der Heilung, und ein reicher Mann werden.

  9. Stefan R. am September 26th, 2020 2:42 pm

    Ok, Boomer…

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