Burning the Rainforest

Sonnenaufgang am Rio Beni, Bolivien 1984
Die Washington Post hat einen interessanten Artikel über den Hype „Abfackeln des [bitte selbst ausfüllen]-Urwalds“: „Why Brazilian farmers are burning the rainforest — and why it’s difficult for Bolsonaro to stop them“.
Auch in Bolivien roden Siedler mit Feuer den Urwald. Ich schrieb am 30.08:
Wer fackelt die Regenwälder am schlimmsten ab? Nein, sondern der linke Bolivianische Prasident Morales. Kann man nachsehen in seinem Decreto Supremo 3973.
Wer vertritt die Interessen der bettelarmen Bauern, in Bolivien meistens aus dem Hochland, deren einzige Chance zum Überleben ist, sich in die noch nicht landwirtschaftlich genutzten (Ur-)Wälder aufzumachen? Bestimmt nicht die ökologisch gesinnten städtischen Mittelschichten in Europa, die sich ihre Gesinnung leisten können. Sie haben keine Lobby. Das Problem ist unlösbar. In Brasilien ist ohnehin ein großer Teil der Bevölkerung auf „Wanderschaft“ (Binnenmigration), um Arbeit und Auskommen zu finden.

Mädchen aus Santa Ana de Alto Beni im Dschungel Boliviens, 1984
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5 Kommentare zu “Burning the Rainforest”
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„In Brasilien ist ohnehin ein großer Teil der Bevölkerung auf „Wanderschaft“ (Binnenmigration), um Arbeit und Auskommen zu finden.“
Dann muss ich Brasilianer sein, zwar suchen alle Unternehmen immer ganz langfristig, zerbröseln aber selbst sehr schnell und ich muss wieder umziehen, um woanders ruinös zu wirken.
Es ist schon lästig – immerhin muss ich bei allen Getränke-Abos Passwort und Anschrift aktualisieren.
Die Angelegenheit, dass weltweit Wälder umgenutzt werden, wird aber nicht dadurch besser, dass das die „ökologisch gesinnten städtischen Mittelschichten in Europa“ blöd finden. Bleibt doch blöd. Es ist immer interessant, wie internationale Themen sogleich im deutschen Debatten-Kleingarten eingezwergt werden.
Bei dem WP-Artikel kann man wohl schon bei der zitierten Überschrift mit dem Lesen aufhören. Denn bevor man sich überlegt, wie schwierig es wäre, die Wälder wirksam zu schützen, muß man dies erst mal überhaupt wollen. Bolsonaro hat angesagt, daß er das nicht will.
Eine Lösung oder zumindest der Weg dahin wäre es in der Tat, die soziale Frage wirksam anzugehen. Aber das ist von Bolsonaro eh nicht zu erwarten und nebenan scheint man da auch oft mehr Worte als Taten zu machen.
Die Brasilianer werden den Regenwald platt machen, ibn 50 Jahren ist nichts mehr davon da. Und dann werden sie sich brüsten, dass sie der Welt die schönste und größte Wüste gegeben haben, wie hier
schon 1981 beschrieben: http://www.literaturpflaster.com/ignacio-de-loyola-brandao.html
könnte der Westen nicht PAX Truppen zum Schutz des Regenwaldes schicken ?