Nicht oder doch ist hier die Frage

Frage an die sprachkundigen Leserinnen und an die des Deutschen mächtigen Leser: „Das liegt unter anderem daran, dass Bundestagsabgeordnete und ihre Mitarbeiter Smartphones und Tablet-Computer verwenden, die nicht zentral verwaltet und gegen potenzielle Angriffe abgeschirmt sind.“ (Sueddeutsche.de)

Bedeutet das: Die Smartphones und Tablets sind gegen potenzielle Angriffe abgeschirmt oder nicht gegen potenzielle Angriffe abgeschirmt?

Kommentare

7 Kommentare zu “Nicht oder doch ist hier die Frage”

  1. Die Anmerkung am Februar 28th, 2018 9:54 pm

    Es würde bedeuten:

    Wer ein Smartphone/Tablet im Netz des DBT nutzen will, muß es von der IT-Verwaltung zertifizieren lassen, was das Aufspielen bestimmter Software zur Nutzung des hauseigenen bzw. den Zugang zu diesem beträfe.

    Im einfachsten Fall dürfen nur drei verschiedene Handytypen genutzt werden, für die man die nötige Infrastruktur im Haus aufgebaut hat.

    Jetzt kommt das Problem, sprich der DAU, also Bundestagsabgeordnete. Er möchte unbedingt, daß das mit seinem Handy funktioniert, und er kann gerne auf die verkackte Software, die nie funktioniert, verzichten, und sie haben gefälligst zu ermöglichen, daß er ins Netz kommt …

    Die Smartphones/Tablets sind teilweise gegen potentielle Angriffe abgeschirmt. It depends vom Abgeordneten. Und wenn ihn die Bundestagsverwaltung nicht reinläßt, latscht er zur Fraktion und geht denen solange auf die Nerven, bis die fraktionsinterne IT das Tor für ihn aufmacht.

    Das Problem ist einfach zu erklären. Wer IT-Sicherheit will, muß diese zur göttlichen Instanz erklären und das auch durchsetzen. Im Bundestag sind die Abgeordneten Gott. Immer. Dort kann es aus Designgründen keine Sicherheit geben.

    Das heißt, das Netz des Bundestages ist per se nicht gegen Angriffe abgeschirmt, weil es Zugriffe von außen auf die interne Infrastruktur gestattet. Irgendeiner findet demzufolge einen Weg hinein.

    Wie das alles funktioniert, das ist heute auch noch so, hat Clifford Stoll ein für alle Mal im Kuckucksei dargelegt. Da hat sich nicht viel geändert.

  2. ... der Trittbrettschreiber am Februar 28th, 2018 10:09 pm

    Die Abgeordneten – voll auf dem Schirm (NSA,Moskau,Rixbeck). Die kommen da nicht wieder runter. Abgeschirmt wird nur, wer eine zu große Presse riskiert.

  3. oh no am Februar 28th, 2018 11:50 pm

    Ja, das bedeutet das.

  4. Andreas S am März 1st, 2018 11:35 am

    nicht ist höherrangig als und. Mit Klammern zur Verdeutlichung:
    (nicht a) und b ist die korrekte Interpretation von nicht a und b. Falsch hingegen ist die Interpretation:
    nicht (a und b)

  5. Thomas am März 1st, 2018 12:00 pm

    Also da kann ich „oh no“ nur zustimmen. Die Frage kann man ganz Eindeutig mit „Ja!“ beantworten… ;) :D

  6. leser am März 2nd, 2018 6:35 am

    Der Satz soll sagen, daß die Technik gegen Angriffe nicht gefeit ist, weil sie nicht zentral verwaltet wird. Beziehungsweise, daß sie gegen Angriffe nicht gefeit ist und sie vom jeweiligen Nutzer selbst indivduell verwaltet wird.

    Wenn man den Satz allerdings wörtlich nimmt, ist Deine, Burks, Lesart zutreffend.

  7. Crazy Eddie am März 2nd, 2018 8:55 am

    Das Bundesamt für Informations- und Reaktorsicherheit teilt mit, daß es ganz besonders dem langsamen deutschen Internet zu verdanken sei, daß die russischen Hacker nur geringfügigen Schaden anrichten konnten.

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