Beiläufige Anmerkungen zu Nafris und Anti-Nafris und zu meinem persönlichen Profiling [Update]

aras bacho

Die Männer sind den Frauen überlegen wegen dessen, was Allah den einen vor den anderen gegeben hat (…). die rechtschaffenen Frauen sind gehorsam und sorgsam in der Abwesenheit (ihrer Gatten), wie Allah für sie sorgte. Diejenigen aber, für deren Widerspenstigkeit ihr fürchtet – warnet sie, verbannt sie aus ihren Schlafgemächern und schlagt sie. (Der Koran Sure 4,34)

Die Weiber seien untertan ihren Männern als dem HERRN. Denn der Mann ist des Weibes Haupt, gleichwie auch Christus das Haupt ist der Gemeinde, und er ist seines Leibes Heiland. Aber wie nun die Gemeinde ist Christo untertan, also auch die Weiber ihren Männern in allen Dingen. (Die Bibel, Epheser 5,22

Und siehe, ich rede zu Euch nicht in Gleichnissen, sondern erzähle schlicht die Fakten, auch wenn Euer Herz sich danach sehnt, vom mir unverzüglich etwas über Nafris und Anti-Nafris zu hören. Geduld ist Euch vonnöten, ihr auserwählte Schar der Burks.de-Leser!

Wenn in Polen Nafris unter Verdacht stehen, randaliert der Mob. Innenminister Mariusz Blaszczak „verglich die Situation mit der Lage in Westeuropa, wo es ‚große Enklaven muslimischer Emigranten gibt, die sich nicht integrieren'“. Dieses Zitat vergleiche ich gern und wiederum mit historischen Beispielen, auch und besonders in Polen.

Don Alphonso hat das Thema „Der Nafri im deutschen Mainstream-Diskurs“ aus der Sicht eines aufgeklärten Couponschneiders kommentiert. Ich stimme dem so nicht zu, obwohl die Fragen natürlich berechtigt sind. Viel interessanter wäre es doch zu untersuchen, warum sich die Leute beim Morden deutscher Panzer via Saudis im Jemen und auch anderswo nicht aufregen, aber beim phänotypischen Profiling um so mehr? Den „Nordafrikaner“ gibt es übrigens nicht, auch an der Hautfarbe kann man die Geografie nicht festmachen.

Wenn ich einen potentiellen Krawallmacher an meinem nächtlichen Arbeitsplatz taxiere, dann gehe ich auch nach der Phänotypie vor: Viele Plastiktüten und zerfledderte Kleidung bedeutet „Obdachloser“, der einen Schlafplatz im Warteraum sucht (muss ich unterbinden). Wenn es klirrt, hat er Alkohol dabei (verboten). Wenn er sich wie in Zeitlupe bewegt und Abzesse zu sehen sind (stimmt nicht immer): Junkie, der sich in der Behindertentoilette spritzen will (muss ich unterbinden). Mehrere junge Männer mit komischen Basecaps, die sich schnell bewegen und lauter als andere sprechen: „Südländer“ voller Adrenalin, die es nicht gewohnt sind, dass ihnen irgendjemand irgendwelche Grenzen setzt und denen ich deswegen meistens eine kleine prophylaktische Ansprache halten muss. Mittelalterliche Frauen, die versuchen, mich beiseite zu schieben und/oder mich anbrüllen: „Ich muss da jetzt rein!“ – die machen richtig Ärger. Barfüßige Damen mit Plüschtieren im Arm und merkwürdigem Blick und Fantasie-Kleidung: Die geschlossenen Stationen haben wieder jemandem Ausgang gewährt, vielleicht zur Resozialisierung?

Heute morgen gegen drei Uhr sagte mir eine Krankenschwester beiläufig, ein Mann sei in die Anmeldung (ein kleines Glashäuschen) gekommen, habe sie beleidigt und gedroht, mit Gewalt einzudringen. Sie habe nicht reagiert und wolle es auf sich beruhen lassen. Ich hatte das nicht mitbekommen, mag das aber nicht. Ich ließ mir den Kerl, der noch im Warteraum saß, beschreiben. Die Kölner Polizei hätte ihn für einen Nafri gehalten, der wie ein Türke oder Sizilianer aussah. Ich hielt ihn für einen Araber, der vermutlich in den frauenfreien Cafes der Sonnenallee verkehrte. Ich stellte mich so, dass mich die rund zwei Dutzend Wartenden sehen konnten und sagte dem Herrn laut und deutlich: „Wenn Sie hier mit Gewalt drohen, werfe ich Sie hinaus, und Sie bekommen außerdem Hausverbot.“ Vermutlich wirkte ich richtig sauer. Ich war es auch. Der Mann guckte mich an und sagte nichts. Diese Typen trauen sich nur, gegenüber Frauen ausfällig zu werden.

Wenig später stand ein junger Mann in Zivil auf, der körperlich aussah wie ein Zehnkämpfer, aber mit einem blauen Auge, und winkte mich zur Seite. Er zeigte mir grinsend seinen Polizeiausweis. Jemand hatte ihm zu Silvester eine Flasche ins Gesicht geworfen. Er wollte sich behandeln lassen, weil er immer noch Gleichgewichtsstörungen hatte. Es war klar, dass er inkognito bleiben wollte, aber ich hätte, wenn es denn nötig gewesen wäre, einen Verbündeten gehabt. Das größte Kompliment, was ich von einem Polizisten bekommen kann, gab es wieder: „Deinen Job möchte ich nicht machen.“

Einige Stunden zuvor war die Feuerwehr mit einem Araber auf einer Trage gekommen. Der benahm sich äußerst merkwürdig: Er streckte beide Hände aus, auch zu mir, als wollte man ihn verprügeln, hatte die Augen weit aufgerissen und schrie wie in Todesangst. Aber es gab keinen Grund dafür. Die Feuerwehrleute sagte, sie hätten ihn so gefunden, der Mann habe wohl – nach Aussagen von Zeugen – ein paar Bier getrunken.

Ich vermutete, dass auch noch andere Substanzen im Spiel waren. Man kann kaum beschreiben, was eine Mixtur aus Chemikalien und Alkohol mit Menschen anrichten kann. Ein Kollege von mir, der zufällig vorbeikam und der Arabisch spricht, versuchte, als die Psychiaterin eintraf, zu übersetzen. Er kam erst eine gute Stunde später aus dem Arztzimmer zurück und sah etwas schockiert aus. Der Araber schliefe jetzt, berichtete er. Er habe immerzu geschrien: „Schlagt mich nicht!“ Der Mann sei aus dem Irak, und die Ärztin habe festgestellt, dass sein ganzer Körper voller Folternarben war. Der wenige Alkohol habe wohl die Erinnerungen ausgelöst – oder so etwas in der Art.

Also doch nicht die falschen Substanzen… Ich musste mein persönliches Profiling korrigieren.

Ich verstehe diese pseudoaufgeregte Diskussion nicht. Es gibt offenbar eine kleinkriminelle Subkultur im Rheinland, die von Männer beherrscht wird, die aus den failed states Nordafrikas stammen. Na und? Die Mafiosi in Frankreich stammten meistens aus Korsika – wie Napoleon. Der Rest ist normale Polizeiarbeit. By the way: Was macht eigentlich die Russenmafia?

[Update] Fefe schreibt ganz richtig: „Mir ist nicht ganz klar, was die Kritiker von der Polizei erwartet haben. Das macht doch Sinn, als aggressiv auffallende Nordafrikaner zu filzen? Meinem Verständnis nach ist racial profiling, wenn man jetzt generell Nordafrikaner filzt, außerhalb von Silvester- oder anderen Feierlichkeiten und wenn es außer ihrer Herkunft keinen Anlass für die Vermutung gibt (insbesondere nicht durch ihr Verhalten), dass sie straffällig werden könnten.“

Kommentare

11 Kommentare zu “Beiläufige Anmerkungen zu Nafris und Anti-Nafris und zu meinem persönlichen Profiling [Update]”

  1. Peggy am Januar 2nd, 2017 11:29 pm

    »Viel interessanter wäre es doch zu untersuchen, warum sich die Leute beim Morden deutscher Panzer via Saudis im Jemen und auch anderswo nicht aufregen […]«
    Naja, das ist doch nur eine rhetorische Frage, oder? Was weit weg ist, das ist weit weg.

    Aber was genau anderes, dieser Aras Bacho ist mir in den letzten Wochen öfter mal aufgefallen mit seinen unterirdischen Kommentaren. Ist mir schleierhaft warum der bei der Huffington Post eine Plattform bekommt. Wäre es wert mal darüber nachzudenken ob der wirklich so strunzblöd ist oder ob das gezielte Provokationen sein sollen, mit welchem Motiv auch immer.
    Was mir Sorgen macht ist der Umstand, daß ich noch nie in meinem Leben in irgendeiner Form gewalttätig war und sowas überhaupt nicht gutheiße. Aber ich weiß daß wenn ich mit dem Typ alleine in einem Raum wäre und er den Mund aufmacht, daß dann nur noch einer auf den eigenen Beinen rausgehen würde.
    Schlimm.

  2. Peggy am Januar 2nd, 2017 11:29 pm

    genau = ganz
    Hier arbeitet eine ganz böse Rechtschreibkorrektur.

  3. flurdab am Januar 3rd, 2017 2:37 am

    Die eigentliche Frage, die ja beim Wording umschifft werden soll ist die nach der Größe der „kleinkriminelle Subkultur im Rheinland und dem Ruhrgebiet“.
    Gezählt wurden in Köln 2.000, Dortmund 1.000, Essen 750, Duisburg ?, Meldungen aus anderen Städten liegen noch nicht vor.

    Das die sich alle „spontan“ auf öffentlichen Plätzen und in Bahnhöfen versammeln und eine aggressive Grundstimmung als Morgengabe mit sich führen, kann schon Sorgen auslösen.
    Denn ein Polizeiaufgebot von 1.500 Beamten zuzüglich 200 Mann Reserve + Hilfskräften haben Städte nicht „spontan“ zur Verfügung.

    Die Frage nach den Panzern und Waffenlieferungen ist notwendig, aber leider wird sie nicht an die Richtigen adressiert.

  4. rainer am Januar 3rd, 2017 10:27 am

    …..wo ist eigentlich das Problen?….alle einsammeln und dann abschieben…..notfalls mit dem Fallschirm…

  5. Stephan Fleischhauer am Januar 3rd, 2017 12:27 pm

    Kleine Zwischenfrage: Was sind Nordeuropäer?

  6. rainer am Januar 3rd, 2017 4:34 pm

    ….ganz einfach alles über dem Weisswurst-Äquator…..lach

  7. Messdiener am Januar 3rd, 2017 7:09 pm

    Phänotypie, na klar…. mache ich auch… blond und Schlafzimmerblick…………..

  8. tm852 am Januar 3rd, 2017 8:49 pm

    Weisswurst-Äquator? Alles unterhalb Hannover ist Norditalien.

  9. Paul am Januar 4th, 2017 3:13 pm

    Ich bin mir sicher, das Aras Bachos Texte von einer anderen Person geschrieben werden, die nur dessen Identität benutzt, um mit Hass-Clicks von Rechten ein bisschen Geld zu verdienen. Wenn man mal sich anschaut, wer auf die Texte und Tweets reagiert, sind es NUR Hassantworten von Rechten, & die Antworten Bachos zielen nur darauf, die noch mehr zu provozieren.

    Finde es unverantwortlich, dass Huff-Po diesen Blödsinn veröffentlicht, aber das halt das miese Geschäftsmodell von Huff-Po.

  10. Mordred am Januar 5th, 2017 3:09 pm

    wenn nafri=nordafrikaner -> nearly no problem.

    wenn nafri=nordafrikanischer intensivtäter -> viele probleme.

    denn es ist doch ne ganz andere geschichte, gruppen wegen ihres aussehens und auftretens zu spezifizieren, als denen zusätzlich vorverurteilend noch pauschal eine täterklassifizierung anzuhängen.

  11. hartmut am Januar 6th, 2017 4:56 pm

    Einspruch.

    Zitat:

    Ich verstehe diese pseudoaufgeregte Diskussion nicht. Es gibt offenbar eine kleinkriminelle Subkultur im Rheinland, die von Männer beherrscht wird, die aus den failed states Nordafrikas stammen. Na und? Die Mafiosi in Frankreich stammten meistens aus Korsika – wie Napoleon. Der Rest ist normale Polizeiarbeit. By the way: Was macht eigentlich die Russenmafia?

    [Update] Fefe schreibt ganz richtig: „Mir ist nicht ganz klar, was die Kritiker von der Polizei erwartet haben. Das macht doch Sinn, als aggressiv auffallende Nordafrikaner zu filzen? Meinem Verständnis nach ist racial profiling, wenn man jetzt generell Nordafrikaner filzt, außerhalb von Silvester- oder anderen Feierlichkeiten und wenn es außer ihrer Herkunft keinen Anlass für die Vermutung gibt (insbesondere nicht durch ihr Verhalten), dass sie straffällig werden könnten.“

    Und genau so war es nach diversen m.E. glaubwürdigen Berichten ja auch.

    Da hieß es einfach „dunkle(re) Haut und ohne Frauenbegleitung rechts“, die anderen „links“. Dass jetzt nachgeschoben wird, man habe sehr wohl auch auf der Grundlage von Verhalten ausgewählt, halte ich für wenig glaubwürdig. (Wie soll das auch gehen bei Hunderten? „Äh der in der blauen Jacke da“…erzählt mir nix. Kann ich nicht leiden, für dumm verkauft zu werden.)

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