Porreeauflauf in Zeiten des Krieges

Porree

Foto: Porreeauflauf mit Schinken und Käse (Hausmannskost) à la Burks

Wenig Zeit. Ich empfehle zur Lektüre: Übermedien: „Im Panikorchester“.

Jetzt muss ich an die Medienkompetenz der wohlwollenden Leserinnen und geneigten Leser appellieren. Bitte vergleichen unter journalistischen Gesichtpunkten – audiatur et altera pars u.v.a.m.! Neue Zürcher Zeitung: „Terror – der Gehilfe der Diktatoren“ und Telepolis: „Syrische Armee nimmt strategisch wichtige Anhöhe vor Palmyra ein“.

Kommentare

7 Kommentare zu “Porreeauflauf in Zeiten des Krieges”

  1. ... der Trittbrettschreiber am März 24th, 2016 5:37 pm

    Legasthenie und kriegstreibendes Changemanagement.

    Probeauflauf hatte ich gelesen. So kommt’s, dachte ich, erst in der Küche, dann auf dem Marktplatz – Revolution geht durch den Magen.

    Nun ja, es ist Porree. Es bleibt also alles anders, vor allem im Dateinamen.

  2. Martin Däniken am März 25th, 2016 12:51 am

    Was ich mich frage ist:
    Wie kann man den wohligwarmen Schauder verhindern/substituiren,der mit der Terrorberichtspornographie einher geht-ob wir Menschen so gestrickt,das wir das brauchen,das es anscheinend keine Alternative gibt oder wir diese nicht sehen wollen/können..
    Und dieses „Gottseidank hat es nicht uns getroffen“,das immer als Unterton mitschwingt!

  3. ... der Trittbrettschreiber am März 25th, 2016 12:02 pm

    @Martin Däniken

    absolutely – und jeden Tag diese Visagen, denen man direkt in die Augen sehen muss.

    Schöne eklige Wortschöpfung – Terrorberichts[zwangs]pornographie.

    Na ja, man kann ja wegsehen – zum Beispiel auf ein „hängen“gebliebenes Wahlplakat einer deutschen Partei.

  4. Martin Däniken am März 25th, 2016 8:34 pm

    Und hinter diesen Visagen stecken Gehirne,die evtll checken das da was schiefläuft,können/wollen es nicht benennen wg. wasauchimmer!
    Aber ich denke den eisten ist ist es egal was abgeht..weil ie können abends nachhause gehen und sich über sich selbst gruseln/amüsieren ohne genau zuwissen-WARUM?
    Bei diesem Berichtserstattungszwangsablaufporno habe ich immer wieder ein Bild vor Augen von Tieren,die im Zoo vor Langeweile Achten laufen oder das Unendlichkeitszeichen ;-)

  5. Martin Däniken am März 26th, 2016 10:04 am

    Ich liefere noch nach :
    ein „m“ und ein „s“ :-)

  6. ... der Trittbrettschreiber am März 26th, 2016 10:51 am

    @Martin Däniken

    …jo mai, ich meinte doch nicht Leute und Visagen wie mich selbst. Ich kann es nur nicht ertragen, wenn ich drei bis vier Tage nach einem Anschlag oder fehlgeschlagenen Razzien die Gesichter dieser Killer und sich selbst zermatschenden Westenträger ansehen muss. Frontal, direkt in die Augen. Dr. Mabuse war sympathischer (rein panisch subjektive Ansicht!). Einmal würde doch reichen. Wem nützt das? Sie werden zu Stars, was ich als Beleidigung für jeden empfinde, der die aufrichtige Bewunderung des Publikums hat. Ich habe den Eindruck, dass Online-Journalisten irgenwie dumpf werden mit der Zeit, weniger empathisch, gespürlos für die zarten Seelen der Alltäglichen, Ängstlichen und „einfach-nur-lieb-sein“ Wollenden.
    Der Müll must go on…so wollen wir das ja, sonst täten wir ja was dagegen?

    Deshalb der Zusatz [zwang], weil wir uns gegen unsere eigene Neugierde nicht wehren können.. ;-)

    Und das mit dem Wahlplakat: Ja, dieser Horde fehlt die Liebe zum Universum – manchmal sehne ich mich ins Mittelalter, nur um wieder ehrlich zeitgemäß zu empfinden. Authentizität beim Wildschweine jagen, statt zermürbende News.

    Schöne Eier dann…

  7. Martin Däniken am März 26th, 2016 6:19 pm

    @Trittbrettschreiber:
    Ich meinte auch nicht die Visagen der unserer,
    sondern die „Experten“,
    die routiniert alles wie gehabt runterspulen…
    und was die Wildschweine angeht
    ..immer auf den Sheriff von Nottigham aufpassen…
    mal wieder den Disney-Robin-hood gucken oder den Kostner.

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