Das Sterben der Printmedien, revisited

Mario Sixtus auf Spiegel Online über die Methode, Zeitungen auf Papier herzustellen oder über den Wettbewerb „Aufwendigste Methode um Informationen von A nach B zu befördern“ [es muss aufwändig heißen]:

„von Nobelpreisträgern per Handmeißel beschriftete und von eingespannten Eichhörnchenherden über Einhorntrampelpfade gezogene Marmorplatten“.

Muahahaha. Sehr wahr.

Deswegen verzichten sie konsequent auf Links nach außen und sind sich selbst genug.

Eben. Auch Spiegel=online praktiziert das immer noch – und alle anderen Mainstream-Zeitungen auch. Wenn sich das nicht ändert, haben sie den Tod mehr als verdient.

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Kommentare

9 Kommentare zu “Das Sterben der Printmedien, revisited”

  1. Hagbard am August 9th, 2013 3:45 p.m.

    Nä, „aufwändig“ is schon wieder zweite Wahl (Duden 25) … und wenn sich das ewige Hin und Her im Duden nicht ändert, hat er den Tod auch mehr als sowieso schon verdient.

  2. Peter Viehrig am August 10th, 2013 2:30 p.m.

    Ein Griff zum Großen Duden von 1962, der stets griffbereit das nähere Umfeld meines Schreibtisches niemals verläßt, um beim kleinsten Hauch eines Zweifels auch subtilste Einflüsse der sogenannten „neuen deutschen Rechtschreibung“ auf nahe null einzudampfen: aufwenden.
    Es ist, und bleibt es absehbar auch, einer der seltenen Fälle, bei denen mir jede strombetriebene Darreichungsform suspekt erscheint, schon weil ich ihr inhaltlich nicht traue.
    Bis zu dieser „neuen deutschen Rechtschreibung“ galt auch mir der Duden als verbindlich, obwohl ich zuvor bereits mit einigen Regelungen, insbesondere Eindeutschungen, Bauchschmerzen hatte. Seit diesen Vergewaltigungsversuchen jedoch, die vorgeblich angetreten waren, die Fehlerquote zu senken (weiß das noch wer?), was sie nicht vermochten, betrachte ich den Duden als unverbindlichen Ratgeber. Und je jünger, desto unverbindlicher. Selbst einige Eindeutschungen, die noch der Dr. Konrad Duden persönlich einführte, verweigere ich nun nach persönlichem Gusto, da mir der Hauch des Wilhelminismus, den sie ausdünsten, nicht behagt.

    Und nein, es muß keineswegs aufwändig heißen, das bleibt den Bergsteigern vorbehalten.

  3. admin am August 10th, 2013 3:02 p.m.

    Das ä ist aber logisch, denn „aufwändig“ kommt von „Aufwand“ – wieso sollte sich das a in ein e wenden? (sic)

  4. Peter Viehrig am August 10th, 2013 3:11 p.m.

    Es rührt von der Aussprache: Das „ä“ wandelt sich in ein „e“, weil es so gesprochen wird. Abgesehen von den Sachsen, die sehen das nicht so eng (ich weiß das, denn ich stamme von da).

  5. Peter Viehrig am August 10th, 2013 3:16 p.m.

    Im übrigen sei mir ein kleiner Verweis erlaubt:

    http://www.koeblergerhard.de/der/DERA.pdf

    Es ist genau umgekehrt, Aufwand stammt von aufwenden.

  6. Tom am August 10th, 2013 3:19 p.m.

    ich seh das e von aufwenden kommen, ganz im Sinne ungrauenhaften Deutschs muss sich da garnix wenden.

  7. Peter Viehrig am August 10th, 2013 6:40 p.m.

    Da mir gerade der Sinn danach steht…

    Es gibt sie, die Paragrafen. Genaugenommen gibt es, wenn man von den Paragraphen absieht, nur noch diese. Freilich möchten diese nicht als solche gesehen werden, weil dann die Familiengeschichte als die einer Räuberbande, auf die alles zurückzuführen ist, offenbarer wird. Inzüchtig versippt und verschwägert mit Parabaronen, Parafürsten, Parakönigen wird noch heute einiger Aufwand getrieben, selbige zu verschleiern. Einst wurden sogar Paragraphen geschrieben und erlassen, um die Ergebnisse ihrer jahrhunderlangen und oftmals blutigen Hin- und Herräuberei auf allerlei sonstige Vorrechte auszuweiten, es sei das „Recht der ersten Nacht“ hier als eines der bekannteren und haarsträubenderen erwähnt.
    Durchaus aufwendige Anstrengungen haben unsere Vorfahren unternommen, um diese wieder zu streichen und neue, bessere Paragraphen zu schreiben. Damit mir heutzutage ein Mensch, der sich aus Tradition oder sonstigen Gründen Kaiser oder Graf nennt, ein Parakaiser oder Paragraf bleibt.
    Und diese Paragraphen sind mir im Gegensatz zu den Paragrafen sehr wichtig.

  8. ...der Trittbrettschreiber am August 19th, 2013 8:30 a.m.

    Alles ist eitel.

    Aufwändig hat nix mit Wänden zu tun Was ist eine Aufwand? Geht die nach oben, ist die offen also auf?
    Es geht um das hin und her, hoch und runter. Und dabei wird sich gewendet und gewunden bis endlich irgendetwas dabei heraus gekommen ist Gewandt und unter großem Aufwand von ambivalenten Ratlosigkeiten. die dann in einer Success-Story enden (nicht änden). Also isch sach nur „aufwndig“.
    Dann hat der Schraibpfähler (vom Pfählen in Transsilvanien) endlich einen Sinn.

  9. Heidi Alm am September 10th, 2013 10:57 a.m.

    In unserer schnelllebigen Zeit, kommen Printmedien einfach nicht mehr hinterher. Nicht nur im Bereich der Tageszeitung…. sogar Spiele-Zeitschriften werden nicht mehr gekauft, da es sinnvoller und besser ist, sich im Internet rechtzeitig zu Informieren und auf youtube Trailer und Let´s-Plays anzuschauen.

    Der Aufwand ist einfach nicht gerecht als Redakteur. Es ließt doch eh fast keiner der Gamer einen Spieletest 1 Monat nach erscheinen eines Spiels. Besonders nicht, wenn dieser subjektiv und gekauft ist. Das Internet ist ein Medium das Crowd-Thinking umsetzt. Das mit all seinen Vor- und Nachteilen.

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