Cyber-Aussenminister Dirk Brengelmann

Dirk Brengelmann

Foto (Burks.de exklusiv): Der deutsche Sonderbeauftragte für Cyberfragen, Dirk Brengelmann (links), trifft seinen US-amerikanischen Kollegen Christopher Painter (rechts) zum Report.

Laut Sueddeutsche.de haben wir jetzt eine „Cyber-Außenpolitik“ und einen „Cyber-Beauftragten“. Man fragt sich, was die da in Westerwelles Ministerium rauchen? Unterstützt die FDP jetzt auch die Forderung „Gebt das Hanf frei“?

Dirk Brengelmann kann immerhin Englisch, wenn auch mit starkem deutschen Akzent (wie auf diesem NATO-Video zu hören ist). Er redet gern von „partnership framework“. Sein exakter Titel war „NATO’s Assistant Secretary General for Political Affairs and Security Policy“ (beigeordneter Generalsekretär oder so ähnlich). Brengelmann nimmt gern an vertraulichen Gesprächen „unter Ausschluss der Öffentlichkeit“ teil. In einem Interview mit der Körber-Stiftung (2013) sagt er, Deutschland sei führend, die Fähikeiten der NATO weiter zu entwickeln. Oder, in einem anderen Statement: „Die Amerikaner werden das Bündnis nicht aufgeben und die Europäer wissen, dass sie mehr Bereitschaft zeigen müssen.“

Seine Biografie ist sehr interessant:
After a brief spell as an investment banker in Tokyo, he entered the German Foreign Service in 1984. He served as the Private Secretary of Jürgen Möllemann, Minister of State at the Federal Foreign Office, and then became Deputy Chief of Mission at the German Embassy in Port-au-Prince. He subsequently served as Political Counsellor at the German Embassy in London, Deputy European Correspondent in the Federal Foreign Office, and Political Counsellor at the German Embassy in Washington DC.

Man fragt sich natürlich weiterhin, welches Parteibuch welche Qualifikation jemand haben muss, um erst Investment-Banker in Japan zu sein, dann Privatsekretär von Möllemann (FDP, †), um dann auf den extrem bedeutenden Posten der deutschen Botschaft in Haiti abgeschoben zu werden zu wechseln.
After serving as Director and Head of the Defence and Security Policy Division at the Federal Foreign Office, he returned to Brussels in 2008 as Minister Plenipotentiary in the German Delegation to NATO, before being appointed NATO Assistant Secretary General for Political Affairs and Security Policy at the beginning of 2010.

„Head of the Defence and Security Policy Division“ – schon klar. Schickes Amt – da ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Cyber-Aussenminister.

Kommentare

2 Kommentare zu “Cyber-Aussenminister Dirk Brengelmann”

  1. Die Anmerkung am Juli 27th, 2013 8:12 pm

    http://de.wikipedia.org/wiki/Cyber_(Jugendkultur)

    Cyber ist eine jugendkulturelle Modeströmung, die sich nach 2000 ent­wickelte und als ein derzeit wichtiger Bestandteil des Club-Geschehens der Schwarzen Szene zu sehen ist.

    Will der Westerwelle jetzt die schwarze Szene fördern?

  2. Regierungs4tel am Juli 28th, 2013 12:31 am

    Brengelmann ist – für NATO-Verhältnisse – ein bemerkenswerter Avangardist:

    on nato assistant secretary general ambassadeur brengelmann's request the first e-learning course un/nato is on-line;http://t.co/zpEeVA8j8F— Karlheinz Viereck (@TrainerCFT) April 20, 2013

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