Deutscher Reklamedreck

Aribert Deckers in der Journalisten-Mailingliste Jonet: „NIEMAND will diese verfluchte Werbung. Da lese ich in aller Ruhe in einer US-amerikanischen Website… das heißt: ich WILL lesen, doch DEUTSCHE Reklame verpestet die Sicht. Ich kann NICHT sehen, was die Menschen in den USA sehen, sondern bekomme, per IP zwangsweise Deutschland als Zielgruppenlokation zugeordnet, DEUTSCHEN Reklamedreck auf den Bildschirm, als Text, als bewegte Grafik, als lärmende Videos. Wenn Flüche töten könnten, hätten Sargmacher Hochkonjunktur.

Der Dreck hat vor Jahren angefangen: als DVDs geographische Zuordnungen bekamen. Man stelle sich vor, die Hitler-Nazis hätten das damals schon gekonnt – deutsche Plattenspieler hätten keine Negermusik mehr abspielen können. Die heutigen Nazis stehen den alten in nichts nach.“

Kommentare

9 Kommentare zu “Deutscher Reklamedreck”

  1. Mephane am April 24th, 2013 5:04 pm

    Oh ja, das einzige was noch nerviger ist als Webseiten voller Werbung, sind Webseiten voller deutscher Werbung.

  2. nh am April 24th, 2013 7:23 pm

    java off und adblock, Ghostery.
    Ruhe im Karton.

  3. ...der Trittbrettschreiber am April 24th, 2013 7:36 pm

    na ja, ich bin da von etwas boshafterer Gesinnung – wer austeilt muss auch mal einstecken können.

  4. Michael am April 25th, 2013 2:45 pm

    Man sollte den Websitebetreibern mal klarmachen, daß es nicht unproblematisch ist, sich einen externen Werbedienstleister auf die Website zu holen. Da hat man dann evtl. Werbung auf der eigenen Site, welche *richtig* rufschädigend sein kann wie z.B. Abofallen oder unseriöse Gewinnversprechen. Alles schon gesehen.

  5. andreas am April 25th, 2013 4:59 pm

    ich bin gerade dabei, nachdem ich vor tagen einem medienpädagogen beim facebookology mässigen vortrag an einem gymnasium zuzuhören genötigt war, werbung für dich in einem brief an die klassenleiterin unterzubringen. eine realitätswatschen in sachen privacy für tee-nager erscheint mir überlebenswichtig. mal gespannt ob mir gelingt da was unablehnbares unter zu bringen.

  6. Norbert Burghart am April 25th, 2013 11:50 pm

    Wenn sich die Volumenrationierung der Drosselkom flächendeckend durchsetzt, wird der Addblocker eh Standard, auch wenn einen Werbung bisher nicht gestört hat.

    Werbung? Kann ich mir nicht leisten!

  7. Jens am April 27th, 2013 4:04 pm

    @Norbert: Wieso? Es steht doch jedem Werbetreibenden frei, einen Vertrag mit der Telekom abzuschließen, damit die Werbung nicht auf das Freivolumen angerechnet wird. Bzw., die Werbeschaltung gleich von der Telekom erledigen zu lassen …

  8. supernorbert am April 28th, 2013 8:04 am

    Da fehlt dann noch die App, die nur diese Premium Werbung durch lässt.

  9. Abschliessende Worte III – Alle Links, zweiter Teil | ...Und So Zeug am April 28th, 2013 11:47 am

    […] Schröder hat zum Thema Werbung ähnliches zu berichten, er war es auch, der mich auf einen neuen alten Text zu Thomas Wüppesahl aufmerksam machte. Zu dem […]

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