(Un)produktive Proletarische Problemgruppen (PPP)

variables kapital

Heike Göbel, Lautsprecherin des Kapitals, in der FAZ:
Lohndiktate gelten als der kürzeste Weg, dieses Versprechen einzulösen. Sie sind aber auch der riskanteste, weil sie die Arbeitskraft der am wenigsten produktiven Problemgruppen teurer machen. Mindestlöhne mag der Staat setzen, aber will er Unternehmen auch zwingen, einzustellen? Es ist unverständlich, warum selbst Union und FDP nicht mehr Vertrauen in den Markt haben.

Es ist schon zum Göbeln, dass die für das Kapital am wenigsten produktiven Problemgruppen dem freien Markt(TM) nicht vertrauen.

Kommentare

5 Kommentare zu “(Un)produktive Proletarische Problemgruppen (PPP)”

  1. ... der Trittbrettschreiber am Februar 24th, 2013 9:46 pm

    Göbeln – eine interessanten und den hiesigen Sprachschatz produktiv bereichernde Wortschöpfung.

    So what the hell bedeutet sie?
    May be there’s a reason for Bruuhhahahaa?
    You might be right but I can’t feel it.

  2. admin am Februar 24th, 2013 10:04 pm
  3. Ano Nym am Februar 25th, 2013 5:48 am

    Den Staat interessiert nur, wieviele Euro er ins Aufstocken (Hartz IV) reinbuttern muss, wenn er ausschließlich dem Markt „vertraut“. Ihm passt es natürlich nicht, wenn der Arbeiter seine Reproduktion nicht selbst schultern kann. Deshalb verbietet er den Arbeitern fortan, sich unter dem staatlich festgelegten Mindestpreis für Arbeitskraft ans Kapital zu verkaufen.

    Für das Wahlvolk, also für die Arbeiterklasse, die unfähig ist, sich auskömmliche Löhne zu erstreiken, wird diese staatliche Ablehnung des bedingungslosen Grundeinkommens in die Forderung verdolmetscht „der Arbeiter müsse von seiner Arbeit leben können“. Das erweckt den falschen Eindruck, dass er das mit Mindestlohn auch wirklich könne. Dass und wieviele tausende Familien trotz Mindestlohn noch aufstocken müssen, ist ja auch schon durchgerechnet worden.

  4. andreas am Februar 25th, 2013 9:46 am

    Die Dame hat doch das wichtigste aus ihrem BWL-Studium verstanden und verinnerlicht. Ich weiß nicht was Du immer nölst, alter Göbler. Wir sind doch alle solidarisch (lethargisch) genug uns das bieten zu lassen und springen wacker in die Bresche.
    http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-02/arbeitslosengeld-hartz
    cheers
    http://www.flickr.com/photos/scratchmyfrontlens/4685606914/lightbox/

  5. Robert Michel am Februar 25th, 2013 7:05 pm

    Armut dadurch zu bekämpfen, indem man niedrige Löhne verbietet, ist so sinnvoll wie Trauer zu bekämpfen, indem man das Weinen verbietet.

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