Ja, ich habe gesündigt

völlerei

Der Grieche Evagrius von Pontus (*346 – 399/400) hat einen Katalog der sieben Todsünden zusammengestellt: Stolz, Ruhmsucht, geistliche Faulheit, Zorn, Traurigkeit, Habgier, Völlerei, Unkeuschheit. Im 7. Jh. ersetzte man die Traurigkeit durch die Trägheit.

Der Katechismus der Katholen sagt dazu: „Eine Todsünde erfordert volle Erkenntnis und volle Zustimmung. Sie setzt das Wissen um die Sündhaftigkeit einer Handlung, ihren Gegensatz zum Gesetz Gottes, voraus. Die Todsünde schließt auch eine genügend überlegte Zustimmung ein, um persönliche Willensentscheidung zu sein. Selbstverschuldete Unwissenheit und Verhärtung des Herzens [Vgl. Mk 3,5-6; Lk 16,19-31] mindern die Freiwilligkeit der Sünde nicht, sondern steigern sie.“

Das obige Foto stellt einer meiner Sünden dar.

Kommentare

4 Kommentare zu “Ja, ich habe gesündigt”

  1. Michael am Dezember 26th, 2011 10:54 pm

    „Sie setzt das Wissen um die Sündhaftigkeit einer Handlung, ihren Gegensatz zum Gesetz Gottes, voraus.“

    Das gefällt mir. Damit ist es also kirchenamtlich, daß die Todsünden für Atheisten gegenstandslos sind.

    Indes: Für die abgebildete Sünde würde auch ich etwas joggen als angemessenen Ablass bezeichnen, ansonsten wird man durch solches eben doch – buchstäblich – belastet und muss schwer daran tragen. ;-)

  2. Manuel am Dezember 28th, 2011 12:20 pm

    Also… wenn das alles war, dann ist das noch keine Völlerei. Oder hast du über Weihnachten maßlos alles in dich reingestopft, was dir vor den Nahrungseinschub geraten ist?

  3. Manuel am Dezember 28th, 2011 12:30 pm

    Und noch zur Ergänzung aus http://de.wikipedia.org/wiki/Tods%C3%BCnde, die modernen Todsünden nach Ghandi:
    Reichtum ohne Arbeit
    Genuss ohne Gewissen
    Wissen ohne Charakter
    Geschäft ohne Moral
    Wissenschaft ohne Menschlichkeit
    Religion ohne Opferbereitschaft
    Politik ohne Prinzipien

  4. admin am Dezember 28th, 2011 11:13 pm

    @manual: ich glaube nicht, dass Sättigungsbeilagen Teil der Völlerei sind :-)

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