Bei Ihnen wurde eine einstweilige Erschiessung angeordnet

Law blog: „Um eine Hausdurchsuchung zu rechtfertigen, ist manchem Gericht kein Argument zu blöd. (…) Die Durchsuchung beim Beschuldigten wurde auch angeordnet, um möglicherweise entlastende Beweise zu finden. (…) Wer schon mal eine Hausdurchsuchung über sich ergehen lassen musste, die als solche ja schon eine private oder berufliche Existenz gefährden kann, wird den Zynismus in dieser Begründungskette noch am eigenen Leibe spüren.“

Das kann ich bestätigen.

Das Bundesverfassungsgericht hat dem einen Riegel vorgeschoben, aber das wird die unteren Chargen der Justizbehörden nicht daran hindern, weiter nach dem Prinzip „legal, illegal, scheißegal“ zu verfahren und das Verfahren selbst die Strafe sein zu lassen.

Ceterum censeo: Die Berliner Staatsanwaltschaft weigert sich immer noch, mir die vom Landgericht im Oktober letzten Jahres zugesprochene Entschädigung zukommen zu lassen.

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Ausserhalb des Verwaltungsangebots

Der Regierende Bürgermeister von Berlin
Senatskanzlei
Landesredaktion Berlin.de
Berliner Rathaus; 10178 Berlin
Tel. (030) 9026-2435; Fax. (030) 9026-2285
E-Mail: landesredaktion@berlin.de
Ihre Nachricht:
Der Stadtplan von Berlin ist ohna Javascript nicht zu benutzen und also nicht barrierefrei. Das BSI empfiehlt Nutzern, Javascript beim Surfen auszustellen. Behörden müssen eine barrierefreie Website anbieten. Warum macht das berlin.de nicht?

Sehr geehrter Herr Schröder,
sie haben Recht. Der Stadtplan ist leider nicht barrierefrei. Er muss allerdings nicht zwingend barrierefrei sein, da sich die Seite außerhalb des Verwaltungsangebots von www.berlin.de befindet. Der Stadtplan ist sozusagen auf dem privaten Teil des Angebotes. Aber wir sind natürlich daran interessiert die komplette Seite barrierefrei zu gestalten. Wir haben die Umgestaltung in unsere Agenda aufgenommen und versuchen bei freien Ressourcen diese zu bearbeiten. Eine barrierefreie Variante des Stadtplanes finden Sie auf www.berlinonline.de/citymap.
Mit freundlichen Grüßen
(…) landesredaktion@berlin.de

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Ehrenmorde

Spiegel online: „Laut Bundesgerichtshof sind Ehrenmorde grundsätzlich als Morde aus niedrigen Beweggründen einzustufen. Tatsächlich wurden aber nur bei 28 von 87 rechtskräftig in Deutschland verurteilten Personen auch niedrigen Beweggründe als Motiv festgestellt. (…) In 15 untersuchten Fällen werteten die Richter dagegen das Ehrmotiv sogar strafmildernd.“

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Jörg-Olaf Schäfers ist tot (Update)

Ich habe ihn u.a. geschätzt als Mit-Initiator der Erklärung gegen die Einschränkung der Informationsfreiheit. Er wird uns fehlen.

Mein Lieblingszitat von Jörg-Olaf Schäfers:
„Andere fahren mit dem Bus oder lassen sich von älteren Frauen in Leder auspeitschen. Ich schaffe es meinen Hass durch das Lesen von Blogkommentaren zu kanalisieren.“ [gelesen im Nachruf von Stefan Niggemeier]

[Nachruf bei AK Vorrat][Interview bei netzpiloten.de][Nachruf bei netzpolitik.org]

Farewell My Friend
It was beautiful as long as it lasted
The journey of my life.
I have no regrets whatsoever
save the pain I’ll leave behind.
Those dear hearts who love and care…
And the strings pulling at the heart and soul…
The strong arms that held me up
When my own strength let me down.
At every turning of my life I came across good friends,
Friends who stood by me,
Even when the time raced me by.
Farewell, farewell my friends
I smile and bid you goodbye.
No, shed no tears for I need them not
All I need is your smile.
If you feel sad do think of me
for that’s what I’ll like when you live in the hearts
of those you love, remember then
you never die.

(Rabindranath Tagore)

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Lecker Möppkenbrot

UnnaUnnaMöppkenbrot

Wenn sich Veganer und Vegetarier zusammensetzten, um sich die Hölle auszumalen und was es dort zu essen gäbe, würde ihnen zuerst Möppkenbrot einfallen.

Möppkenbrot (auch Möpkenbrot, plattdt. Möpkenbraut, in der Fachsprache Westfälische Beutelwurst) ist eine westfälische Blutwurst, die mit Roggenschrot angedickt wird und mit einer Blut-Schwartenmasse und klein gewürfeltem Speck, Schwarten und fettreichem Schweinefleisch, gelegentlich auch Rosinen, besteht.

Wie macht man das? Guckst du hier:

Das frische, warme Blut wird mit dem Schrot und den Speckwürfeln vermengt und mit den Gewürzen pikant abgeschmeckt. Man kocht es in einem Topf oder Wasserbad und füllt es zum Auskühlen in eine Schüssel.
Die abgekühlte Masse hat etwa die Konsistenz von Blutwurst und sieht auch ähnlich aus. Man schneidet dicke Scheiben (etwa 1 cm) portionsweise ab und würfelt sie. Viele Zwiebeln und viel Speck ebenfalls würfeln. Zusammen in einer Pfanne gut durchbraten. Inzwischen einige Äpfel schälen, würfeln und kurz mit durchschmoren.
In dieser Form das Gericht am besten warm essen. Möpkenbrot schmeckt aber auch kalt, wenn man die dicken Scheiben ganz läßt und auf Vollkornschwarzbrot oder Pumpernickel serviert.

Ich nehme übrigens Rübenkraut.

Heute morgen habe ich eine Weile nach der typischen Spezialität der westfälischen Bauern rund um Unna gesucht. Es hat eine Weile gedauert, aber dann wurde ich ökologisch korrekt fündig. Das obige Möppkenbrot stammt vom Milchhof der Familie Lategahn in Unna-Mühlhausen. Lecker!

By the way: Ich bin wieder in Berlin.

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