Von der Kirche betreut

Welt.de: „Hamburger Rentner zehn Tage tot in Badewanne“ – „Die betreute Wohnanlage St. Vinzenz im Hamburger Stadtteil Eißendorf besteht aus 72 Wohnungen. Allerdings gibt es weder Pflegekräfte noch Notruf oder Seelsorge. Lediglich eine Teilzeitkraft hält werktags eine einstündige Sprechstunde ab. Diese einzige Mitarbeiterin der Kirche sei, so der Zeitungsbericht, jedoch zum Zeitpunkt des Todesfalls im Urlaub gewesen. Eine Vertretung hat es offenbar nicht gegeben. (…) Der Begriff ‚Betreutes Wohnen‘ ist nicht gesetzlich geschützt, allgemeinverbindliche Qualitätsstandards existieren dementsprechend nicht. Deshalb unterliegen die entsprechend titulierten Anlagen auch nicht der städtischen Heimaufsicht.“

Liebe Holzmedien, Links zu den Quellen wären gut und ernsthafter Online-Journalismus gewesen (wie hier praktiziert). Wikipedia über die katholische Kirche St. Vinzenz (mit Bild derselebn): „Das Gotteshaus ist nicht nur Gottesdienstort für die Pfarrgemeinde, sondern dient gleichzeitig auch als Hauskapelle der benachbarten katholischen Altenwohnanlage.“

Aha. Dem zuständigen Pfarrer ist also auch nichts aufgefallen? „Die Kirche St. Vinzenz ist Filialkirche der Pfarrei St. Maria in Hamburg-Harburg.“ Dort kommt bei „Wir über uns“: „Serverfehler in der Anwendung /. Die Ressource kann nicht gefunden werden.“ Wen wundert’s. Vermutlich ist die Ressource auch im Urlaub.

Zuständig sind: Pfarrer Peter Wohs und Kaplan Georg Bergner, info@maria-joseph.de.

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