Neukölln verkauft sich gut
Der Tagesspiegel: „Neukölln liegt im Trend. Nicht nur als der angesagte Ortsteil mit Abenteuerfeeling für urbane Glücksritter. Das Kreuzberg der 2000er Jahre zieht auch Schriftsteller, Komiker und Filmregisseure an, die das Leben im Kiez zum Thema ihrer Bühnenprogramme, Bücher und Kinofilme machen.“ Wieso muss ich eigentlich immer Avantgarde und trendy sein? Das war keine Absicht. Ich schwöre es. Wir sind nur nach Neukölln gezogen, weil es billiger und ruhiger und die neue Wohung schöner war.
13 Geek Must Haves
[via younic. Sehenswert!]
Pornos und Trojaner
Was Pornos und Trojaner miteinander zu tun haben, erklärt ausführlich Dancho Danchev in „Fake Porn Sites Serving Malware“.
Schlesischer Kartoffelsalat mit Maultaschen
Meine holde Gattin hat gestern wieder gezaubert. Obwohl wir jeden Cent umdrehen müssen, schuf sie aus dem Nichts etwas, woran Sarrazin gar nicht dächte – einen schlesischen Kartoffelsalat mit Maultaschen. Sehr lecker! Übrigens kosten zwei Kilo Tomaten auf dem Markt am Karl-Marx-Platz einen (!) Euro, desgleichen ein Kilo Pflaumen. Neukölln ist sehr preiswert im Vergleich zu Kreuzberg.
I don’t like you in that way
Die perfekte Website für Voyeure: IDontLikeYouInThatWay.com.
Laure Manaudou, klebrig
„Blamage am Beckenrand“ schreibt die Berliner Zeitung über den NDR: „Aufklärung über den ‚Rosenkrieg der besonderen Art zwischen Laure Manaudou und Sarah (?) Pellegrini“ [Federica heißt die. Burks] versprach Reinhold Beckmann. Was folgte, war die Wiederholung eines so klebrigen wie voyeuristischen Beitrags. Süffisant wurde die Dreiecksgeschichte erzählt und auch nicht vergessen, drei ‚pikante Fotos‘ der nackten Manaudou zu zeigen, die seit Dezember im Internet kursieren.“ Nun gut. Wenn man nicht nicht traut, die leicht auffindbaren Fotos zu verlinken, reicht dann nicht Google? Die medienkompetenten Leserinnen und Leser sind bekanntlich Voyeure und wollen das sehen, worüber berichtet wird. Der Kollege Volker Braun verrät leider nicht, warum man die Bilder nicht zeigen sollte, zumal sie harmlos und nicht pornografisch sind. „Klebrig“ ist kein Argument. Wer heuzutage Nacktfotos von sich machen lässte, muss damit rechnen, dass der Fotograf sie missbraucht – das könnte die Moral von der Geschicht‘ sein.
World’s Highest Toaster Pop
Spiegel online („Der Traum vom Fliegen“) ist natürlich nicht in der Lage, irgendetwas über Freddie Yaunder zu verlinken. Das wäre ja fast schon Online-Journalismus. Igitt. Wo kämen wir denn da hin. Die anderen Videos auf Yaunders Website („visual white pudding„) sind auch genial. Very British.
Ekaterina Ivanova und Ronnie Wood
Spiegel online schreibt bei der britischen Sun ab, ohne die Quelle mit dem hübschen Foto zu verlinken. Ekaterina Ivanova ist die neue Gespielin von Ronnie Wood, und ohne ein Bild der ansehnlichen Dame ist die Story grottenlangweilig, liebe KollegInnen vom Offline-Nachrichtenmagazin!
Ich mag die „Sun“: „Do you know Ekaterina? Call our news-desk on 020 7782 4104 or email exclusive@the-sun.co.uk“.
Stallone, Gisele Bündchen und ein Volkswagen
Pornos und Wittgenstein

Werbung seriöser Firmen auf Porno-Seiten? Spiegel online regt sich künstlich darüber auf: „Firmen bekommen Werbebetrug auf Porno-Portalen nicht unter Kontrolle“. Ja, wenn der Deutsche das Internet nicht kontrollieren kann, ist er schlecht gelaunt.
By the way: Was sind „rechtswidrige Porno-Portale“? Pornografie ist nicht verboten, sie darf in Deutschland wegen des klostertauglichen Jugendschutzes Jugendlichen nur nicht gezeigt werden. Am deutschen Sexualwesen soll die Welt genesen. Protestantische Askese. Sich zusammenreißen, beherrschen, freiwillige Selbstkontrolle. Sei vernünftig asketisch, nimm keine Drogen und geh lieber arbeiten.
Sehr hübsch der „journalistische“ Schluss des Artikels: „Wer ist nun letztendlich dafür verantwortlich, dass auf Seiten mit Hardcore-Pornos und Raubkopien für seriöse Unternehmen geworben wird? Schwer zu sagen – in der Kette der Affiliate-Netzwerke ist jeder ein wenig verantwortlich, aber keiner so richtig. Eine absolut zuverlässige Vorab-Kontrolle scheint nicht möglich zu sein.“
„Scheint“ und „schwer zu sagen“ – für Journalisten ein Armutszeugnis. Der Autor weiß es nicht. Was soll das Ganze also? Vielleicht hilft da der Tractatus Logico-Philosophicus des Philosophen Ludwig Wittgenstein weiter: „Wovon man nicht sprechen kann, daruber muss man schweigen.“
Elektra Belle Epoque Q1
Die schönste Kaffeemaschine der Welt gibt es hier zu sehen.
Lehrerin wegen Nacktfotos gefeuert
Spiegel online entblödet sich trotz der Überschrift nicht, auf Links zu verzichten. Aber Burks‘ Blog gibt wie gewohnt Nachhilfe in Online-Journalismus: hier, hier und hier, um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Alice, Harald, Ludwig und die Huren
Alice Schwarzer hat den Ludwig-Börne-Preis erhalten. Harald Schmidt hielt die Laudatio: „Warum ich in den Feminismus eingetreten bin“.
Wenn alle – sich gegenseitig lobend – übereinander herfallen, ist Misstrauen angesagt. Es ist natürllich völlig wurscht, wer welchen Preis kriegt. Börne leitete in seinen Schriften „die Notwendigkeit einer Revolution in Deutschland ab“. Schwarzer macht das nicht, sondern unterstützt Angela Merkel, die BILD-Zeitung und die viktorianische Prüderie. Schwarzer sei eine „schlicht denkende Übermutter“, schreibt die gewohnt streitbare Katharina Rutschky in der Berliner Zeitung.
Die meisten Medien nehmen die Agenturmeldungen. Dort steht dann wortgleich am Schluss: „Vor der Zeremonie hatte ein Frankfurter Hurenverein gegen die Vergabe des mit 20.000 Euro dotierten Preises an Schwarzer protestiert. Mit ihrer Kritik am seit 2002 geltenden Prostituiertengesetz habe sich Schwarzer von einer ‚Rebellin‘ zu einer ‚Demagogin‘ gewandelt“.
Da deutsche „Online“-Medien keine Links setzen, weil sie entweder zu faul sind oder sich vor dem Internet fürchten, musste ich mir die Website des Vereins selbst suchen. Das war nicht einfach. Hier der Link zu den Sexworker News. Der Verein heisst Doña Carmen e.V., und hier ist der Aufruf zur „Kundgebung gegen rechtskonservativen Polizeifeminismus und primitiv rassistische Prostituierten-Hatz“.
Da ich heute ganz friedlich gestimmt bin, illustriere ich dieses kleine Posting nur mit virtuellen Sexarbeiterinnen. Ich könnte auch anders, um etwas zu Schwarzers völlig reaktionärer, also unrevolutionärer Haltung zum Thema Pornografie zu sagen.
Exotischer Pornografie-Begriff
Andreas Fischer, Geschäftsführer von Beate Uhse TV, sagte der taz etwas sehr Wahres, Schönes und Richtiges: „Die deutschen Jugendschutzbestimmungen sind europaweit einmalig streng, und der Pornografiebegriff ist international gesehen ein eher exotischer.“
Mit anderen Worten: Die deutschen Jugend“schutz“bestimmungen sind bigott, prüde, blödsinnig, calvinistisch, heuchlerisch – und gehören somit in die Tonne getreten mitsamt den Jugendschutzwarten..
Selbstzensur bei BILD
Der aktuelle Spiegel berichtet (S. 103), dass die Bild die „Seite-eins-Miezen“ jetzt für den Export in die Vereinigten Arabischen Emirate verändere. „Seit kurzem sorgt man direkt beim Druck in Deutschland für Selbstzensur und druckt einen schwarzen Balken über die Oberweite.“ Auch die Website der Bild bleibe im Dunkeln, wenn sie von den Emiraten aus aufgerufen werde. Übrigens – auch für burksblog.de gilt: „Der Inhalt dieser Seite steht nicht im Einklang mit den religiösen, kulturellen und moralischen Werten der Vereinigten Arabischen Emirate.“
More Sex Please We’re British
Spiegel Online berichtet: „Die Briten bekommen Sex jetzt staatlich verordnet: Der Gesundheitsdienst NHS empfiehlt den Bewohnern des Inselreichs, sich täglich zu paaren. Nicht etwa, um Spaß zu haben – sondern um sich vor Herzinfarkt und Krebs zu schützen. (…) Die Gesundheits-Empfehlungen hatte der NHS in einem Artikel mit dem Titel „Get more than zeds in bed“ veröffentlich, wie die BBC berichtet. Mittlerweile hat ihn der NHS offenbar aus dem Angebot genommen – er ist nicht mehr aufzufinden.“
Ach ja, Spiegel Online, woanders abschreiben, aber nicht die Quellen verlinken. Und natürlich kann man den Artikel auch noch finden – hier ist er:
Get more than zeds in bed
If you’ve found yourself struggling to slot a fitness regime into your daily routine – forget about jogging round the block or struggling with sit-ups, and get yourself a better workout between the sheets!
Why not warm each other up more often this winter with a good bout of ‘sexercise’ – one form of exercise that you’re guaranteed to want to make time for. Sex uses every muscle group, gets the heart and lungs working hard, and burns about 300 calories an hour!
Also, orgasms can actually make you glow with health. The increased production of the hormones will make your hair shine and your skin smooth. And if you’re worried about wrinkles – orgasms even help prevent frown lines from deepening.
So, regular romps this winter could lead to a better body and a younger look…as if you needed another excuse!Feel better
If you’re lucky enough to have a healthy sex-life, you probably already know that sex can be good for the soul. But a good lovemaking session can do more than make you smile. When we orgasm, chemicals called endorphins are released into the brain; these ‘happy hormones’ make us feel instantly calmer and banish stress.
Orgasms even release painkillers into the bloodstream, helping keep mild illnesses like colds and aches and pains at bay, and produce extra oestrogen and testosterone hormones. These hormones will keep your bones and muscles healthy, leaving you feeling fabulous inside and out.Sleep better
Sex is a great means for feeling happier and less stressed – many people with sleep problems swear by it.
Sex with a little energy and imagination provides a workout worthy of an athlete, leaving your body tired and in need of a good rest to recharge those batteries.
But as well as that, the toptastic, ‘post-coital’ period after sex may be one of the few times you’ll completely let go, surrender and relax. In fact, following a satisfying session you might find that what’s been playing on your mind has vanished, you sleep more deeply and restfully, and awake the next morning ready for seconds…Live longer
As if you needed another reason to enjoy…sex can actually help you live longer.
The endorphins released during orgasm stimulate immune system cells, which helps combat illness, including cancer. Orgasms also boost your circulation, helping the body rid itself of harmful toxins. Regular sex can even keep your heart healthy and lower your risk of heart attack.
Telefonsex weniger anstößig
Golem.de berichtet: „Geldforderungen für Telefonsex sind nicht sittenwidrig“.
Der Bundesgerichtshof hat geurteilt, „Entgeltforderungen für die Erbringung, Vermittlung und Vermarktung von sogenannten Telefonsexdienstleistungen“ könnten, seit im Jahr 2002 das Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse der Prostituierten in Kraft getreten sei, „nicht mehr mit Erfolg der Einwand der Sittenwidrigkeit entgegengehalten werden“ (8.11.2007, AZ III ZR 102/07).
„In dem Gesetz regelt, dass ‚für die Vornahme sexueller Handlungen‘ ein Entgelt verlangt werde dürfe, so die Richter. ‚Kann für die Ausübung der „klassischen“ Prostitution eine wirksame Entgeltforderung begründet werden, muss dies für den sogenannten Telefonsex und die in diesem Zusammenhang zu erbringenden Vermarktungs- und technischen Dienstleistungen erst recht gelten. Beim sogenannten Telefonsex handelt es sich mangels unmittelbaren körperlichen Kontakts der Beteiligten um weniger anstößige Vorgänge als bei der Prostitution im engeren Sinn.'“
Cheerleaders oder Frauenfußball?
Real Doll
Ist das Ende doch nahe? Haben Jehovas Zeugen doch recht? Bei Heise lesen wir: „Nicht einmal als Spermienlieferanten werden Männer noch interessant sein“. Frauen können also unter sich bleiben, auch bei der geschlechtlichen Vermehrung.
Aber die Männer schlagen schon mit Plaste und Elaste zurück. Oder mit Metall: Sex mit Robotern ist angesagt.
An vorderster Front steht die Firma Real Doll, „Home of the World’s Finest Love Doll“. Mich hat es schier umgehauen, als ich mich auf der Seite umgesehen habe. „Sexy and Pleasurable – provides effective aid to sexual fulfillment“. Giftig sind die Plastikdamen auch nicht- „always ready & available“, „provides stress-free companionship“ sowie „cheaper than most alternatives“. Wie das? Die „Standard Female“-Version kostet schlappe $6,499.00. Gut, als Anschaffung auf Dauer ist eine Silikon-Puppe billiger als eine Hure. Die Angelegenheit wirft doch ein zynisches Bild auf die menschliche Sexualität. Viellleicht ist das ganz gut so.
Frauen mit Penissen gibt es auch. Ähem. Wer braucht das? Ist die „Shemale“-Zielgruppe kaufmännisch relevant? „Female RealDolls have 3 entries for penetration – oral, anal and vaginal. The male dolls have 2 entries for penetration – oral and anal. These entries are designed to give ultimate pleasure and are made of resilient silicone. Although the orifices are designed to accommodate most sizes, we are able to use smaller or larger inserts by special request. It is very infrequent that someone requires a special insert size however.“ Für 750$ kann man sich auch nur einen Torso kaufen. Ein Mann mit Phantasie denkt sich den Rest offenbar einfach dazu. Ich finde es nur eine recht teure Version der Onanie. Was sagen eigentlich der Papst und die Moraltheologen zu so etwas? Ist Sex mit Silikon für Verehrer höherer Wesen verboten?
Apples MacBook Air
Heute war ich bei N24 und habe etwas zum neuen Apple MacBook Air erzählt.


































