Путин едет сразу на 3-ех калинах oder: Potemkinscher Lada
Die ARD berichtet über Putins PR-Tour – mit einem Lada, Modell Kalina Sport, durch die Taiga, Putin höchstderoselbst am Steuer. Vaterländische Produktion vom Feinsten.
„Mehr als hundert Begleitfahrzeuge haben sie gezählt. Übrigens fast alles teure ausländische Modelle. Und dass da nicht nur ein gelber Kalina war – sondern, für alle Fälle, noch ein zweiter. Das hätte auch niemand erfahren. Und dann kam sogar noch ein dritter. Auf dem Abschleppwagen. „Der ist schon kaputt!““(via Fefe)
Why ARE so many modern British career women converting to Islam?
Daily Mail: „Why ARE so many modern British career women converting to Islam?“ Warum konvertieren so viele morderne englische Karriere-Frauen zum Islam? In Deutschland würde man noch nicht mal auf so eine Frage kommen… Eine Antwort: „for ‚intellectual and feminist reasons'“. Alice Schwarzer, übernehmen Sie – jedenfalls den zweiten Teil der Antwort!
Why I Support Legal Marijuana
George Soros schreibt im Wall Street Journal: „Regulating and taxing marijuana would simultaneously save taxpayers billions of dollars in enforcement and incarceration costs, while providing many billions of dollars in revenue annually. It also would reduce the crime, violence and corruption associated with drug markets, and the violations of civil liberties and human rights that occur when large numbers of otherwise law-abiding citizens are subject to arrest. Police could focus on serious crime instead.“ Jetzt will er für die Kampagne. Marihuana zu legalisieren, eine Million Dollar spenden.
Deutsche Medien wie Spiegel offline verlinken den Original-Artikel nicht, vermutlich weil sie befürchten, das Publikum würde sittlich gefährdet werden. Die Süddeutsche verschweigt Soros‘ Thesen im Wall Street Journal ganz und lässt auch den Link zur Quelle Los Angeles Times, von der man schlicht alles abgeschrieben hat, unter den Tisch fallen. Was seid ihr doch erbärmlich… Nur Telepolis ist eine rühmliche Ausnahme – wie gewohnt.
Natürlich würden sich nur eine Handvoll deutscher Politiker trauen, offen und ehrlich und schlicht das zu sagen, was der neun Milliarden Dollar schwere Soros aus guten Gründen fordert: Legalize it! Und welcher Kapitalist in Deutschland würde für diesen Zweck – Haschisch und Marihuana zu legalisieren – auch nur einen Cent spenden? Niemand – es sind alles Feiglinge. Was würde die Öffentlichkeit von mir denken?! Der deutsche Medien-Diskurs zum Thema Drogen ist ohnehin seit rund vier Jahrzehnten pure Moraltheologie (beherrscht dich!) und hat mit der Realität nichts zu tun. Und alle, alle machen mit. Kopf ab zum Gebet – es geht um die pöhsen Drogen!
Techno und schöpferischer Kapitalismus
Ein lesenswerter und anspruchsvoller Artikel der Musiksoziologin Dr. Sabine Vogt auf industrie-kultur.de über die protestantische Arbeitsethik in der Techno-Szene: „Clubkultur als Clubwirtschaft – das Beispiel Berlin. Über Professionalisierung in der Berliner Techno-Szene“.
„Tendenziell löst sich in der Clubwirtschaft, die vorgibt, eine Clubkultur zu sein, wohl alle Freizeit wieder in Arbeitszeit auf. Das ist der Lebensentwurf eines neuen Kleinbürgertums, dessen Handlungsfeld mittlerweile in den Kulturwissenschaften unterm Schlagwort „Creative Industries“ diskutiert wird. Eine derartige Kreativwirtschaft befördert den wirtschaftlichen Aufschwung von Regionen und Städten mit verschiedenen Formen und Stufen der Erstellung, Produktion und Verbreitung von kulturellen und künstlerischen Produkten, denen ein hoher Symbolcharakter anhaftet. Das klingt zunächst bedeutsam und neu, doch wenn man es genau nimmt, entpuppt sich die Symbolik, die der Kreativitätsbegriff transportiert, als trügerisch. Denn Kreativität steht nur als Mode- und Zauberwort für Fantasie, Innovation und Produktivität – für das Talent also, aus einem Überfluss von Einfällen ganz spezifische herauszusuchen, in Aktion umzusetzen und zu vermarkten.“
„Kreativität“ (auf Deutsch heisst das: „schöpferisch“), ein Lieblingswort – je nach Publikum – von Volkshochschulen und Subkultulturen, die sich zweiweilig jenseits des Mainstreams fühlen, bedeutet also nicht anderes als fähig zu sein, Marktlücken zu entdecken und diese gewinnorientiert auszunutzen.
Quelle: Der Aufsatz Vogts ist erstmals im Jahrbuch für Kulturpolitik 2005 des Institutes für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. (Klartext Verlag, Essen) erschienen. Die Arbeit geht zurück auf die Dissertation: Sabine Vogt: Clubräume – Freiräume, musikalische Lebensentwürfe in den Jugendkulturen Berlins, Musiksoziologie Band 14, Bärenreiter Verlag, Kassel 2005
Bademoden
Aus ganz bestimmten (ästhetischen) Gründen mache ich mal ausnahmsweise Reklame für Bademoden….
Die Wacht am Rhein: Pornografie gefährdet die öffentliche Sicherheit

Eine Pressemeldung des Ministeriums der Justiz Rheinland-Pfalz: „Die Landeszentrale für Medien und Kommunikation wacht insbesondere darüber, dass private Anbieter pornographischer Internetseiten das Jugendschutzrecht beachten. In der Vergangenheit stellte sie immer wieder fest, dass solche Anbieter ihre Niederlassungen zum Schein ins Ausland verlegten, um sich den Kontrollen zu entziehen. Die Landeszentrale holte daher ein Gutachten zu der Frage ein, wie sie solche Umgehungsversuche aufdecken und die betroffenen Anbieter verfolgen könne. Dieses Gutachten wurde zur Grundlage zahlreicher Ordnungswidrigkeitenverfahren. Der Kläger, ein Rechtsanwalt, beantragte, ihm das Gutachten zugänglich zu machen.“
Das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz hat nun entschieden, dass dieses Gutachten weiterhin geheim bleiben darf. Die Begründung hat es in sich:
„Zwar finde das Landesinformationsfreiheitsgesetz, welches dem Bürger einen Anspruch auf Zugang zu amtlichen Informationen gewähre, auch auf die beklagte Landeszentrale Anwendung. Diese habe eine Herausgabe des Gutachtens dennoch zur Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit ablehnen dürfen. Der Kläger berate zahlreiche Mandanten aus der Erotikbranche. Es sei daher zu befürchten, dass das Gutachten über den Kläger auch den betroffenen Internetanbietern bekannt werde. Diese könnten das so erworbene Wissen nutzen, um neue Verschleierungsstrategien zu entwickeln. Die Durchsetzung eines wirksamen Jugendschutzes im Internet werde hierdurch in Frage gestellt.“
Jemand, der Porno-Websites anbieten und sich dem klostertauglichen deutschen Jugend“schutz“ entziehen will, wird vermutlich seine Domains nicht in Deutschland registieren lassen, sondern etwa bei godaddy.com. Wenn ich also verrate, dass die hiesigen Jugendschutzwarte dann nicht mehr herausfinden können, wem die domain gehört, gefärhde ich die öffentliche Sicherheit.
By the way: Jugend“schutz“ wirkte noch nie, und schon gar nicht im Internet. Und Pornografie ist nicht schädlich für Jugendliche. Das sagen Wissenschaftler. alles klar sowiet? Puls und Atmung noch normal, Herr und Frau Jugendschutzwart?
Ich zitiere mich selbst vom 20.03.2010: „Das weiß doch jeder. Aber der so genannte „Jugendschutz“ in Deutschland dient bekanntlich nicht dem Schutz der Jugend, sondern ist ein probates Mittel, auf der kulturellen Basis puritanischer Moraltheologie Geld abzuzocken.“
Screenshot: Eine Porno-Website irgendwo „im Netz„. Hätten Sie’s gewusst?
Ballerspiele machen intelligenter
Man darf nicht unsere Bildungsministerin (wie hieß die noch mal gleich?) oder den allgegenwärtigen Populisten Pfeiffer fragen, warum Jugendliche sich unbedingt mit Computerspielen beschäftigen sollten, sondern ernst zu nehmende Wissenschaftler. Zu dem Thema gibt es wohl in Deutschland keine.
Current Biology hat gerade einen interessanten Artikel publiziert: „Improved Probabilistic Inference as a General Learning Mechanism with Action Video Games“.
Action video game play benefits performance in an array of sensory, perceptual, and attentional tasks that go well beyond the specifics of game play . That a training regimen may induce improvements in so many different skills is notable because the majority of studies on training-induced learning report improvements on the trained task but limited transfer to other, even closely related, tasks…
Ballerspiele aka Egoshooter verbessern also die Fähigkeit, im täglichen Leben schnelle und korrekte Entscheidungen zu treffen.
Von und zu Guttenbergscher Porno-Alarm [Update]
Stern.de [via Kritik und Kunst] berichtet: „Latex-Korsetts, durchsichtige Ganzkörperanzüge, Leder-Schaftstiefel: Stephanie zu Guttenberg prangert zuviel Sex in Musikvideos an. Diese würden ein gesundes Körpergefühl erschweren und könnten sexuellen Missbrauch fördern – das schreibt die Frau des Verteidigungsministers in ihrem neuen Buch.“
„Ihrer Meinung nach gibt es einen Zusammenhang zwischen der Sexualisierung der Gesellschaft und sexueller Gewalt“. Klar, deswegen gibt es ja in Afghanistan und Saudi-Arabien kaum Gewalt gegen Frauen, sie die dortigen Gesellschaften noch nicht so sexualisiert sind. wie doof muss man sein, um so etwas zu faseln? Und wie doof muss ein Chef vom Dienst bei stern.de sein, um so einen Schmarrn kritiklos abzudrucken? (Zum Verlinken sind die natürlich auch zu blöd.)
Stephanie zu Guttenberg, 33, warnt davor, dass Kinder durch den „Porno-Chic“ vieler Popstars ein verzerrtes Bild von Sexualität bekommen. „Teenager, die heute an einem ganz normalen Tag MTV schauen, sehen zum Beispiel: Die Sängerin Rihanna im durchsichtigen Ganzkörper-Spitzenanzug mit Leder-Schaftstiefeln und Leder-Handschuhen, Christina Aguilera in einem Latex-Korsett mit Nietenarmbändern, Britney Spears an einer Striptease-Stange in Slip und BH“, schreibt die Frau von Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg in einem Buch, aus dem die „Bild“-Zeitung Auszüge druckte.
[Update] Ein „Porno-Foto“ von der prüden Präsidenten-Gattin hat netzpolitik.org veröffentlicht (war in Welt Kompakt).
Henryk Mohammed Broder
Welt online meldet: „Henryk M. Broder konvertiert zum Islam. Für viele völlig unvermittelt trat gestern einer der beliebtesten Autoren Deutschlands offiziell zum Islam über. „
Barbier des Vertrauens
Heute habe ich mir eine Nassrasur beim türkischen Barbier meine Vertrauens gegönnt. Der Viereinhalb-Tage-Bart musste ab. Sechs Euro mit allen Schikanen (inklusive des Entfernens der Härchen in den Ohren, die bei älteren Herren wie mir unmotiviert wachsen). Ich fühlte mich danach, als wäre ich frisch geduscht und von einer Haremsdame mit exotischen Ölen gesalbt worden. Was schmieren die einem da auf’s Kinn und auf die Wangen? Bei Aldi habe das das noch nie gerochen. Jedenfalls war es extrem angenehm.
Alice, bitte weggucken!
Das ist ja wieder nur so ein frauenfeindlicher Kram, also einfach weggucken. So ein Möbelladen würde im realen Leben ähnliche Reaktionen hervorrufen wie Sarrazin…(Ja, verdammt, das ist mein Avatar, der da steht und glotzt!)
Helmut Markwort und Franck Ribérys Affären
Warum ein in Artikel über Franck Ribérys (by the way: wer ist das?) Affären nicht im „Focus“ erscheinen konnte, steht hier.
Die Gewaltorgie zum Sonntag – Heranwachsende bitte wegsehen!
Wenger Schweizer Offiziersmesser Giant Messer, mit Schatulle
Unbedingte Kaufempfehlung für das Wenger Schweizer Offiziersmesser Giant Messer, mit Schatulle! Beeilen, bevor bei Amazon dieser Filter eingebaut wird!
Ein zufriedener Kunde schreibt: „Wirklich ein fantastisches und handliches Allzweckgerät. Was mich nur ein bisschen stört, ist die Tatsache, daß grundlegende Alltagsfunktionen doch teilweise etwas schwer zu erreichen, bzw. zu bedienen sind. So ist z.B. der integrierte Teilchenbeschleuniger nur dann korrekt in Betrieb zu nehmen, wenn die Nagelfeile und der Korkenzieher in einem Winkel von exakt 107,2 Grad ausgeklappt sind. Nervig ist auch das unangenehme Summen, das der Schutzschild-Generator von sich gibt, wenn der Schild von Luft-Boden-Rakten getroffen wird. Außerdem ist die Notfall-Rettungskapsel mit einer Kapazität von 6 Personen eindeutig unterdimensoniert und kann nur dann abgesprengt werden, wenn das Messer sich in waagerechter Lage befindet. Hier sollte der Hersteller eindeutig nachbessern. Wer aber mit diesen kleinen Einschränkungen leben kann, der bekommt ein Multitool an die Hand, welches man schon nach kurzer Zeit im Alltagsgebrauch nicht mehr missen möchte. Mein persönlicher Favourit ist jedenfalls neben der sauber integrierten Schlafcouch ganz eindeutig die Antigrav-Funktion, mit der sich Lasten bis 300 Tonnen in einem Meter Höhe frei schwebend spielend leicht transportieren lassen, eine unerlässliche Funktion für jeden Familieneinkauf.“
Wie die Engländer einen verschossenen Elfmeter erklären
Daily Mail: „Der kann doch kein Deutscher sein! Podolski verpatzt einen Elfmeter…aber er wurde auch in Polen geboren.“
Eurovision Song Contest
Jobangebot!
This job offer made my day. Ich werde mich mal bewerben…
Georgian Dance With Daggers – Khanjluri
Ich habe weder für Ballett noch für Folkore etwas übrig (außer echter Folklore aus den Anden). Aber dieser georgische Dolchtanz (den man leider nicht einbetten kann, deswegen ein etwas schlechteres Beispiel oben) haut die Zuschauer vor Begeisterung aus den Sesseln. Folklore kann auch mitreißende Musik sein und muss sich nicht so anhören wie der ekelhafte grauenhafte Kitsch, den man bei MDR und anderen „Regionalsendern“ oder beim „Musikantenstadl“ vorgesetzt bekommt.
Relax

No nipples please, we are Apple
Shinyshiny.tv berichtet: „Magazines planning to launch iPad editions for the Apple’s glossy e-Reader device will have to censor themselves to make into Apple’s No Porn app store, I heard yesterday. And we’re not just talking about Nuts; ‚edgier‘ fashion magazines like Dazed & Confused and Vice will have to seriously cut back on nudity in photography and fashion shoots.“
Ceterum censeo: Die protestantische Prüderie ist manchmal schier wahnwitzig. Warum sollten Menschen keine Brustwarzen sehen? Schadet das irgendjemandem? Und wann haben wir auf deutschen Blogs oder in deutschen Medien zum letzten Mal erigierte Brustwarzen erblickt? Ach so? Die Deutschen sind immer noch fast genauso prüde wie die Amis – trotz der 69-er? Da wäre ich jetzt nicht drauf gekommen.





















