Mischpoke oder: Den rechten Rand bevölkern

Sehr schöner und die Journaille entlarvender Artikel auf ÜberMedien: „Von der ARD zur AfD: Journalisten, die den rechten Rand bevölkern“.

„Die AfD war gewissermaßen von Anfang an journalistisch geprägt: Das Gründungsteam der Wahlalternative 2013, aus der die Partei hervorging, bestand zur Hälfte aus Personen aus dem journalistischen Milieu…“

Ach. Und unseren „Volkswirtschaftlern“.

Kommentare

8 Kommentare zu “Mischpoke oder: Den rechten Rand bevölkern”

  1. Siewurdengelesen am Oktober 11th, 2019 9:45 am

    Interessanter Artikel – noch lesenswerter dagegen ist der Kommentarbereich;-)

    Bemerkenswert da vor allem, dass gleich der erste Diskutant den Brocken wirft und seinen Namen über einen schicken Link auf ein (sein?) einschlägiges Forum kleistert.

    Da kann selbst Google noch etwas davon lernen. Weitere Protagonisten mit rein zufällig ähnlichen Aussagen machen das analog – tststs…

    Fakten, Antworten usw. sind natürlich Fehlanzeige, dafür das ganze übliche Gemauschel und Gemunkel, dass die fleischgewordenen Deutsch- und Abendlandserverteidiger immer so abliefern, gerne auch als whataboutism.

    Deren Link-Listen müssen schon wie das Glücksrad funktionieren. Einmal durchdrehen das Ding und dann schauen, welche Halbwahrheit oder Blase nehmen wir heute?

    Bei den „Journalisten“ verhält´s sich vermutlich wie beim Personal der AfD selber. Weil sie selber nix geworden sind, haut man eben von der anderen Seite auf den Pudding. Da war oder ist das Links-Sein auch nur Fassade.

    [Ach. Und unseren „Volkswirtschaftlern“.]

    Waren BWLer auch dabei?

    Die Erstgenannten mussten sich meines Wissens noch mit den gegnerischen Werken von Marx befassen, bei den anderen dagegen war das doch Teufelswerk und daher nur zum Angucken unter Glas geeignet;-)

    Wirtschaft ist doch da nur das, wo am Ende mehr heraus kommt, jedenfalls für ein paar…

  2. Messdiener am Oktober 11th, 2019 11:42 am

    Sind deutsche Medien antisemitisch?

  3. tom am Oktober 11th, 2019 12:33 pm

    >>Siewurdengelesen am Oktober 11th, 2019 9:45 am
    Interessanter Artikel – noch lesenswerter dagegen ist der Kommentarbereich;-)<<
    Da begegnen sich "Messermänner" und Halle. Bei diesem Zusammentreffen erfährt man alles Nötige.

  4. ... der Trittbrettschreiber am Oktober 11th, 2019 2:52 pm

    @Siewurdegelesen

    „Da war oder ist das Links-Sein auch nur Fassade.“

    Diese Frage beschäftigt mich schon mein ganzes durstiges Leben – wann ist man ein echter Linker, sofern das
    a) eine erstrebenswerte Identität ist und
    b) vom „Herzen“ kommen muss oder mit einem klar abgrenzbaren politischen Bildungsstand verbunden ist?

    Ist man schon ein Linker, wenn man Herrn Gysi sympathisch findet oder Frau Wagenknecht eine Rolle in seinen herbstlichen Tagträumen zuweist?
    Reicht nur ein Kreuz an der Walurne, um seine politische Unschuld zu verlieren? Was ist mit jenen, die Marx durch und durch verstanden haben und dann geläutert Volkswirtschaft studieren und CSU wählen? Jetzt wachsen mir die eigenen Fragen schon über den Kopf.
    Herr Ober,eine Tasse Schokolade bitte – aber mit roter Lebensmittelfarbe bitte… in diesen Zeiten weiß man ja nie, wer einem an den Lippen hängt.

  5. Siewurdengelesen am Oktober 11th, 2019 11:25 pm

    OT@Trittbrettschieber

    „Diese Frage beschäftigt mich schon mein ganzes durstiges Leben – wann ist man ein echter Linker“

    Willkommen im Klub;-)

    Diese Frage wird niemand ebensowenig wie ich jemals vollständig beantworten können, weil es von diesem „Links-Sein“ schon viel zu viele Formen gibt, die sich nicht in irgendwelche Schablonen fügen lassen.

    Ein Grundkonsens kann sein, dass es sich mehr oder weniger um solche Menschen handelt, die irgendwie dieses Unrechtssystem Kapitalismus überwinden wollen und daran anschliessend eine Gesellschaft wünschen, die allen Menschen gleiche Rechte zugesteht ohne Schranken wie Nationalität, Herkunft und ohne die Folgen für Umwelt uswusf.

    Ob man selbst dafür explizit „links“ sein muss oder einfach nur elemantare ethische und moralische Grundsätze beherzigt?

    Aus dieser Sicht lässt sich daher m.E. besser definieren, was keine Linken sind oder die sich im Laufe ihres Lebens davon abgewandt haben.

    Ein Gerhard Schröder mag beispielsweise am Anfang seiner Zeit mal links oder Verfechter linker Ideale gewesen sein, spätestens als Kanzler war er es definitiv nicht mehr mit den unsozialen Gesetzen, die unter seiner Ägide verbrochen wurden.

    Uns so steh´ ich nun, ich armer Tor und bin so schlau als wie zuvor…

    …da ich nun leider auch erst wenige Jahrzehnte und auch da nicht die ganze Zeit darob nachgedacht habe, kann ich weder eine allgemeingültige Definition dazu abliefern noch schrobte mir ein Buch dazu. Und so werden wir weiter warten, bis einer das Höhlengleichnis auflöst und vermutlich wurden bis dahin von ein paar Nicht-Linken noch ein paar andere nicht in deren Weltbild Passende abgemurkst, weil sich wieder andere darüber stritten, wer oder was denn nun Links-Sein sei…

    „Wie – wir die Volksbefreiungsfront von Judäa?!

    Niemals!!!

    Wir sind die judäische Volksbefreiungsfront.“

    In diesem Sinne weiter fröhliches Nach-Denken…

  6. Wolf-Dieter Busch am Oktober 12th, 2019 8:32 pm

    @Trittbrettschreiber – dein Einwurf gefällt mir.

  7. Wolf-Dieter Busch am Oktober 12th, 2019 8:33 pm

    Dass AfD „rechts“ ist bestreitet niemand. Der „Rand“ suggeriert allerdings unzutreffend Extremismus: für den seriösen Linken ist AfD ein respektabler Gegner. (In Berlin etwa Wagenknecht. Die überwiegende Mehrheit freilich nicht weil nicht seriös.)

    Ansonsten zum Thema „alles Journalisten“ – ein Gegengewicht zum derzeit grassierenden Haltungsjournalismus. Und gegen ein Mediennetz in Eigentum der SPD (also der Verschwindepartei).

  8. Siewurdengelesen am Oktober 13th, 2019 12:52 pm

    @WDB

    „@Trittbrettschreiber – dein Einwurf gefällt mir.“

    „für den seriösen Linken ist AfD ein respektabler Gegner. (In Berlin etwa Wagenknecht. Die überwiegende Mehrheit freilich nicht weil nicht seriös.)“

    Diese Frage beschäftigt mich schon mein ganzes durstiges Leben – wann ist man ein seriöser Linker?

    Bruhahaha…

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