Der Putsch in Chile

Zum Erinnern lese man Telepolis (11.09.2003): „Die mit Hilfe der US-Regierung in Blut getauchte „Demokratisierung“ ließ einen verklärten Mythos der Linken entstehen“.

Kommentare

12 Kommentare zu “Der Putsch in Chile”

  1. Pjotr56 am September 12th, 2019 1:13 am

    „Salvador Allende als politische Ikone wirkt jedoch positiver, als es der echte je vermocht hätte.“
    Was zu beweisen wäre, das bist du ihm dann doch noch schuldig, burks.
    „Der historische Allende war ein linkspopulistischer Caudillo, der sich weigerte, Nazi-Kriegsverbrecher auszuliefern, von Ökonomie nicht viel Ahnung hatte und an den völkischen Patriotismus seiner Landsleute appellierte. Er hätte sich mit Hugo Chavez, dem heutigen venezolanischen Präsidenten, blendend verstanden. Er hätte gegen die permanenten Menschenrechtsverletzungen Fidel Castros nicht protestiert und würde den Untergang des realen Sozialismus bedauern.“
    Bring doch bitte wenigstens ein paar Argumente, anstatt nur heiße Luft.

  2. admin am September 12th, 2019 7:07 am

    https://www.welt.de/geschichte/article122516505/Warum-Salvador-Allende-einen-SS-Moerder-schuetzte.html

    Wer als Linker das Wort Vaterland benutzt, ist Linkspopulist. https://diefreiheitsliebe.de/politik/die-letzten-worte-allendes/
    („Freiheitsliebe“ kommt vermutlich aus dem DKP- oder MLPD-Umfeld)

  3. Martin Däniken am September 12th, 2019 12:42 pm

    Und zur weiteren und kompletten Verklärung von Allende fehlt das wichtigste:
    Ein MUSICAL über seine Frau,
    seinen Schäfer…äh -hund (hatte doch einen,oder)
    oder ne Oper(ette)
    wenn sowas über Nixon oder die Fliege
    (die von dem Cronenberg und H.Shore) möglich ist?!
    He lese grade bei wiki,das der Haupteinfluss auf Allende ein italienscher stämmiger Anarchist war,der als Schuhmacher arbeitete…
    „Schuster, bleib bei deinen Leisten!“

  4. Pjotr56 am September 12th, 2019 5:33 pm

    Sorry burks, Springer-Presse lese ich nicht!
    Ein deines Erachtens falsches Wort (Vaterland) und man ist Populist, sportlich.
    Ich ticke da weniger dogmatisch, zumal Populist mit dem Zusatz links oder rechts zum Schimpfwort verkommen ist. Dem Vorschlag von A. Müller (NDS): „Streichen wir das Wort Populismus aus unserem Sprachgebrauch. Es ist zu ungenau. Es dient vor allem der Diffamierung und im Umkehrschluss der Reinwaschung.“ zu folgen, macht m. E. Sinn.
    Entscheidend ist was Fidel Castro, Hugo Chavez und Salvador Allende im Kontext ihrer Länder für Menschen bewirkt haben. Von vielen, die jeweils direkt vor Ort betroffen waren/sind kommt durchaus positive Kritik.
    Und die Menschenrechte samt Freiheit bomben im Zweifel die USA noch an jeden Arsch der Welt, das kannst du denen überlassen.
    Aber Wirtschaftssanktionen gehen immer: Kauf nicht beim Kubaner, oder so.

  5. Messdiener am September 12th, 2019 7:01 pm

    So im nachhinein gesehen hatten Willy Brandt und seine Anhänger ganz schön Glück, dass ihnen nicht dasselbe widerfahren ist wie Allende und seinen Anhängern.

  6. admin am September 12th, 2019 7:56 pm

    Es geht nicht um Allende, sondern mehr um das, was im Nachhinein – vor allem von seinen europäischen Fans – aus ihm gemacht wurde. Und ein großes Problem der lateinamerikanischen Linken war immer schon der nationalistische Quatsch mit „patria“ usw..

  7. Ruedi am September 12th, 2019 8:12 pm

    .. uiuiuiiiii, zwei Repliken vom admin ..

  8. Godwin am September 13th, 2019 7:57 am

    Mythen sind im politischen Geschäft nunmal sehr mächtig und wirksam.
    So gesehen sind es eher die Umstände, die dafür gesorgt haben, dass man aus Allende eine Ikone machen konnte.
    Strategischer Kollateralschaden der Amis.

    Im Grunde ähnlich wie bei Trotzki.
    Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass er auch nicht besser gewesen wäre als Stalin.
    Die Frage stellt sich aber seit seiner Flucht und Ermordung einfach nicht mehr.
    Oder auch bei Sophie Scholl.
    Oder Adam Smith und seine unsichtbare Hand.
    Was nicht passt, wird passend gemacht.

    Was erwartet man eigentlich – das sog. Linke ohne fehl sind und immer alles richtig machen?

    Ist Burks ein Bilderstürmer?

  9. Martzin Däniken am September 13th, 2019 10:28 am

    Ich denke die sogenannte Linke wäre weiter wenn sie die chinesische gegenseitige Selbstkritiksitzung beibehalten oder ordentlich eingeführt hätten!
    So mit Strassenführung der nicht Parteilinientreuen und Ansiedlung in der Uckermark-Idylle…harte Bettlager aus Marx-Gesamtausgaben…
    „Hügel der verlorenen Männer (1965) The Hill“ sowas aber mit eingeschweissten Mao-Bibeln!

    Wie sagte ein Revolutionär und wahrscheinlich Koch einst:
    „Man kann kein Omelett machen ohne ein paar Eier zuzerschlagen!“

  10. ... der Trittbrettschreiber am September 14th, 2019 1:16 pm

    @Martin Däniken

    Omlett, ja, das wäre eine Idee, mal wieder. Danke.

    PS: Nur nicht zu trocken.

  11. Martin Däniken am September 15th, 2019 4:15 pm

    @trittbrettschreiber: mit Schili-Schinken in da Omelette und separat Jever,
    für den nicht zu trockenen Abgang kehlentechnisch,
    verstehste!

  12. Messdiener am September 15th, 2019 4:30 pm

    Bemerkenswert, Quelle Wiki-dingsbumsda:

    #Rudi Gutendorf;Zwei Wochen vor dem Hinspiel in Moskau musste Gutendorf als Freund Salvador Allendes wegen des Putsches in Chile 1973 das Land und die Mannschaft verlassen.#

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