Zeitreisen

afghanistan houseiraq house
Screenshots: Second Life Marketplace

Doktorarbeit, Anthropologische Fakultät, Volksuniversität Berlin (vormals: „Freie Universität Berlin“), im Jahr 2119: „Imperialistische Kriege im nahen Osten Anfang des 21. Jahrhunderts und deren ästhetische Widerspiegelung in virtuellen Welten, unter besonderer Berücksichtigung der ehemaligen Nationalstaaten Afghanistan und Irak“.

Das erinnert mich an einen der besten SciFi-Romane aller Zeiten: Wolfgang Jeschkes Der letzte Tag der Schöpfung. Dort sinnieren die Protagonisten über mögliche Versionen verschiedener Zukünfte; in einer ist Israel Mitglied der NATO und schickt schwer bewaffnete Soldaten in die Vergangenheit. In einer anderen Zukunft gibt es nur ein großarabisches Reich an derselben geografischen Stelle. Der Held begegnet in seiner „Gegenwart“ (in der fernen Vergangenheit) einem einsamen Krieger in einem Rauschschiff, der unter der Flagge des Vatikan mit den Bösen aufräumt. Einfach nur großartig zu lesen.

Kommentare

4 Kommentare zu “Zeitreisen”

  1. ... der Trittbrettschreiber am August 16th, 2019 5:31 pm

    Das Irak-Haus ist deutlich schöner, praktischer und sicher auch einfacher im D3-Druck herzustellen. Globalisierung hat eben ihren Nutzen. Es ist sicher auch nicht so teuer wie ein Düsseldorfer Reihenhaus und die Grundstücke im Osten sind derzeit sympathisch. Gibt es Innenansichten? Wie ist das Haus klimatisiert. Sind Kühlkammern vorhanden (permanent 8° Celsius wäre optimal). Die Mittelmarkise ist angesichts der häufigeren zukünftigen Sonneneinstrahlung genial. Darunter könnte man Gekühltes und Bildendes konsumieren.
    Oder habe ich jetzt die Theke verfehlt? Worum gings?

  2. Roman Bardet am August 18th, 2019 11:17 am

    Ich hatte auch eine Zeitreise. Da habe ich den Fernseher eingeschaltet. Ich
    wurde von einer Frauenstimme mit „Heil Hitler“ begrüßt.

    Das war die SPD-Politikerin Elfriede Handrick aus Brandenburg, die im ZDF den Zuschauern sinngemäß erklärte, dass man (also die SPD) nicht immer die Sorgen und Nöte der Bevölkerung ernst nehmen müsse, da sie diese auch gar nicht verstehe. Und selbst wenn die Bürger Sorgen hätten, dann würden sie noch lange nicht das Recht haben, mit „Heil Hitler“ durch die Straßen zu laufen.

    Wörtlich sagte die Frau:

    „Ich finde es nicht richtig, dass man immer die Sorgen und Nöte der Bevölkerung ernst nehmen muss. Was haben die denn für Sorgen und Nöte? Ich kann das nicht verstehen! Und selbst wenn sie Sorgen und Nöte haben, dann haben sie noch lange nicht das Recht, mit ,Heil Hitler´ durch die Straßen zu laufen.“

    Bei dem „Heil Hitler“ schaltete ich mich ein. Den Rest mußte ich erst in der ZDF Mediathek suchen, um es zu verstehen: Quelle (bei Minute 13:31).

  3. Roman Bardet am August 18th, 2019 11:21 am

    Ich weiß nicht, ob der Hyperlink in meinem Post verlinkt, daher hier nochmal Quelle (bei Minute 13:31).

  4. Ruedi am August 18th, 2019 3:57 pm

    Elfriede Handrick?
    Muss man diese Huhn kennen? Auch im Ausland?

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