Zen 2.0

Burks

Wer es noch nicht wusste: Ich muss bis zum 31. März ein Buchmanuskript fertigstellen. (Mehr demnächst exklusiv hier.) Das bedeutet Stress. Vielleicht kann ich den durch virtuelles Meditieren in meiner virtuellen Raumstation virtuell abbauen?

Todesstrafe für Spammer-Avatare?

Second Life

Ich habe mich doch sehr gewundert, als ich gestern im offiziellen Second-Life-Blog den Artikel las: „Mainland and the Ad Farm Problem“. Uneingeweihte verstehen schon bei der Überschrift nur Bahnhof oder Suaheli. „Mainland“ sind die „Kontinente“ in Second Life, „öffentliches Land“ im Gegensatz zum „private estate“, den zahllosen Inseln, die jeweils einem Privateigentümer gehören.

Der kleine, aber feine Unterschied: Der Eigentümer einer Insel kann zwar sein Land in kleine Parzellen teilen und einzeln verkaufen, diese Parzellen aber auch wieder enteignen und zusammenlegen. Auf dem Mainland kann das nur Linden Lab. Das nutzen die Spammer („Ad Farm“) aus: Auf dem „Mainland“ haben viele Land in die kleinstmögliche Einheit zerlegt, 16 „Quadratmeter“, auf die maximal drei Bauteile passen. Ein Grundstück, von dem eine solche Ecke fehlt, auf der sich eine riesige Werbetafel dreht, ist somit so gut wie unverkäuflich – wenn der Eigentümer der 16 Quadratmeter sich weigert zu verkaufen. Parzellen mit zahllosen Werbetafeln, die die virtuelle Gegend verschandeln, gibt es nur auf Mainland.

Das wird sich jetzt ändern:

So to recap:
* Advertising on small parcels is fine, we are not outlawing the use of small parcels for this purpose.
However..
* Using content, particularly advertising, to deliberately and negatively affect another resident’s view so as to sell a parcel for an unreasonable price, will be deemed unacceptable and dealt with as a violation of our community standards.

„Unreasonable price“ ist so etwas wie „fairer Handel“ oder „gerechter Lohn“, also eine sinnfreier affirmativer Begriff für etwas, das im Kapitalismus nicht existiert. Löhne und Preise und Warenwerte sind keine moralischen Kategorien und somit weder fair noch unfair noch ungerecht. Ein „fairer Handel“ oder „gerechte Preise“ existieren nur in den Hirnen linker Dumpfbacken, die die zu ihnen passende Bibel nicht studiert haben, weil sie dazu zu faul oder zu dämlich waren (meistens beides). [Ich war in den 70ern fünf Semester Tutor in Kapital-Kursen – der einzige Maoist bei Wolfgang Fritz Haug.]

Wenn Linden Lab, der Eigentümer der 3D-Welt Second Life, jetzt die Preise künstlich festsetzen will, ist das Sozialismus. Und das von einer kalifornischen Firma! Hugo Chavez lässt grüßen.

Aber da Second Life ohnehin nur bestimmte Aspekte der Realität simuliert und mitnichten nach den Gesetzen der Marktwirtschaft funktioniert, ist das wurscht. Ich finde es ganz hervorragend, wenn die Besitzer der Ad Farms und andere Spammer ohne Entschädigung gnadenlos enteignet werden. Ich wäre sogar dafür, bei Spammern die Guillotine für Avatare einzuführen.

Kapitalismus 2.0

Dieser Artikel erschien leicht verändert am 08.02.2008 unter dem Titel „Virtuelles Geld, reale Banken – und umgekehrt“ in der Netzeitung.

Es ist nicht immer eine Bank, wenn Bank draufsteht. Das mussten viele Nutzer der digitalen Welt Second Life schmerzlich erfahren: Gingko Financial, die bekannteste „Bank“, löste sich im September spurlos auf. 200 Millionen der Second-Life-„Währung“ Lindendollar waren weg – umgerechnet eine halbe Million Euro Einlagen. Der Gingko-„Banker“ Andre Sanchez alias Nicholas Portocarrero alias Michael Pratte konnte nicht belangt werden. Ein virtueller Schwarzer Freitag also? Nein: Reale Banken funktionieren in virtuellen Welten genausowenig wie die realen Marktgesetze. Das hindert Linden Lab, die Betreiberfirma von Second Life, dennoch nicht daran, mit seinen „Economic Statistics“ das Gegenteil zu suggerieren.
Second Life

In Second Life kann man reales Geld ausgeben, etwa für den Kauf eines virtuellen Grundstücks, die dafür fällige monatliche „Steuer“ an Linden Lab, für die Textilien des Avatars, für Genitalien oder für Dienstleisungen wie Cybersex. Reale Dollar müssen dafür in Lindendollar umgetauscht werden. Das geht – mit wenigen Ausnahmen – nur über eine Kreditkarte oder ein Konto bei Paypal. Jeder Avatar trägt seine virtuelle Geldbörse immer bei sich, ohne dass sie in Gefahr wäre gestohlen zu werden oder an Wert verlöre.

Der Lindendollar ist jedoch trotz seines „Wechselkurses“ keine Währung, sondern nur ein Micropayment-System mit einem willkürlich von Linden Lab festgesetzten Wert, vergleichbar mit Microsoft Points, einer Verrechnungseinheit, mit der man zum Beispiel für den MP3-Player Zune Songs kaufen kann. Niemand braucht daher Banken in Second Life. Auch die „Börse“ in Second Life verschwand schon nach kurzer Zeit wieder im Nirwana.

Avatare können keine Verträge miteinander abschließen, die einklagbar wären, ohne den realen Menschen hinter der virtuellen Maske identifiziert zu haben. Die Nutzer in Second Life dürfen fast alles tun, solange keine ernsthaften Beschwerden laut werden. Sie können andere betrügen, sich Vertrauen erschleichen und Lindendollar zu Wucherzinsen verleihen wie im Mittelalter.
Second Life

Second Life ist aber keine Simulation der Welt, sondern imitiert nur bestimmte Aspekte der Realität. Niemand kann bei Streitfällen ein Gericht anrufen. Es gibt keinen Krieg: Politik kann nicht mit anderen Mittel fortgesetzt werden. Die Ökonomie stagniert nur auf dem Niveau eines Pfandleihhauses. Noch nicht einmal die Wirtschaft Venedigs in der Renaissance könnte realistisch nachgespielt werden, obwohl der reale Umsatz in und mit Second Life das Bruttosozialprodukt von Guinea-Bissau übersteigt. In der vituellen Welt gibt es weder Gewalt noch Diebstahl. Die wenigen Hacker-Angriffe auf das Hab und Gut der Avatare nutzten Lücken in der Zugangssoftware aus, die Linden Lab bekannt waren, aber nicht rechtzeitig oder aus Prinzip nicht geschlossen wurden – wie die Möglichkeit, Avataren, die fahrlässig Land weit unter dem üblichen Preis anbieten, ihr Territorium durch eine speziell programmierte Software („Bots“) wegzunehmen.

Es gab daher auch keine virtuelle Bankenkrise. Das Vermögen der so genannten virtuellen Geldinstitute war immer „Fiat money“ – ein Begriff aus der Volkswirtschaftslehre für Geld, das nicht oder nur teilweise durch reale Werte gedeckt ist. Die „Banken“ konnten sich nur etablieren, weil die Betreiber Zinsen bis zu 40 Prozent versprachen, also Gutgläubige fanden, die an eine Art wundersame und magische Vermehrung des Lindendollar glaubten. Auch in der realen Welt findet so etwas immer wieder statt, bis hin zu Pyramidenspielen und schlichter Abzockerei.
Second Life

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Linden Lab wären nach deutschem Recht ohnehin nichtig: Die kalifornische Firma behält sich vor, ihre Kunden jederzeit ohne Angabe von Gründen enteignen zu können – ohne sie dafür zu entschädigen. Linden Lab finanzierte seine 3D-Welt vor allem durch Risikokapital des Investors Benchmark Capital, will aber selbst kein Risiko eingehen und hat sich juristisch ungefähr den Status eines mittelalterlichen Raubritters gesichert. Keine deutsche Bank betreibt ihr ureigenstes Geschäft unter solchen Bedingungen.

Ab dem 22.1.2008 dürfen nur noch virtuelle Banken in Second Life ihre Dienste anbieten, die auch eine Lizenz im realen Leben vorweisen können. Dubiose „Firmen“ wie die Royal Bank of Whitfield – im Besitz eines deutschen Nutzers – oder die „Thomas Bank Deutsche Branche“ sind verschwunden. Nur die „Q110 Deutsche Bank“ ist virtuell präsent – mit einer Filiale, die der realen in der Friedrichstraße in Berlin-Mitte nachgebaut ist. Das auf sechs Monate befristete Projekt soll als Test dienen, sich mit virtuellen Welten zu befassen, wie die Besucher die „Q110 Deutsche Bank“ wahrnehmen und was sie davon erwarten. „Das Ziel war es nicht, reale Konten anzubieten“, sagt der Avatar Hedge Koenkamp alias Oliver Ehrhardt im realen Leben. Die Filiale ist ein Pilotprojekt für die gefühlte „Bank der Zukunft“. Der Geldautomat der virtuellen Deutschen Bank macht etwas, wovon man in der Realität nur träumen kann: Er spuckt nach dem Zufallsprinzip fünf Lindendollar (0,01 Cent) an Avatare aus – ein Bonsai-Glücksspielautomat in pseudo-seriösem Outfit, den man in der realen Filiale der Deutschen Bank vergeblich sucht.

Auf den „Gelben Seiten“ von Second Life finden sich dennoch zahlreiche Banken, als verlangten die Nutzer, dass ihnen das, was virtuell nicht funktioniert, immerhin vorgegaukelt wird. Das New Yorker Unternehmen Coldwell Banker zum Beispiel besitzt eine – mittlerweile stark eingedampfte – virtuelle Niederlassung. Das Unternehmen ist aber keine Bank, sondern handelt vornehmlich mit Immobilien, die man auch virtuell begutachten konnte. Man kann dort Lindendollar auf ein Konto einzahlen, eine Art Pfand für den Kauf einer virtuellen Immobilie, das man ohne Zinsen nach einer Frist zurückbekommt. Auch das ist kein normales Bankgeschäft.
Second Life

Einige Geldinstitute in Second Life sind seriös, aber trotzdem keine Bank. Sie nutzen die Tatsache aus, dass es schwierig ist, ohne Kreditkarte an das virtuelle „Spielgeld“ heranzukommen. Wer Lindendollar etwa bei ebay ersteigert, geht das Risiko ein, sein Vermögen sofort wieder zu verlieren, wenn sich herausstellte, dass es der Verkäufer mit einer gestohlenen Kreditkarte oder auf eine andere Art missbräuchlich erworben hat. Das deutsche Unternehmen Wirecard bietet eine Art virtuelle Prepaid-Mastercard an, die man bis zu einer gewissen Summe auch bar bei einer Bank auffüllen kann. Ohne PostIdent-Verfahren hat der User kein normales Girokonto, sondern ein eGeld-Account. Auch der Telelinden Cash Service aus Germering bei München offeriert, ohne Konto und Kreditkarte Lindendollar erwerben zu können.

Der „Bankencrash“ von Second Life beweist vor allem eines: Vertrauen in ein Geldinstitut ist gut, aber nur für das Institut, nicht für den Kunden. Kontrolle der Bank wäre besser, aber nicht von einem Raubritter, sondern von einer Bankaufsicht. Man darf gespannt sein, wie Linden Lab reagierte, wenn eine Bank mit staatlicher Lizenz aus Nigeria oder aus Angola eine virtuelle Niederlassung eröffnete.
Second Life

„Andre Sanchez“, den ich noch im Artikel in der Netzeitung erwähnte, existiert vermutlich nicht, vgl. die ausführliche Diskussion über die wahren Hintermänner der „Ginko Financial“ auf virtuallyblind.com (Benjamin Duranske, 13.08.2007):

„The reason I haven’t run this info on VB up to now is that I had — so far — been fairly convinced that the registrant, Michael Pratte, though affiliated with Ginko and someone who took money from it, was not the person who controls the ‘Nicholas Portocarrero’ avatar. I’ve known I could be wrong on this point, but I was never sufficiently convinced otherwise to run the data identifying Pratte. That all said, I’m intrigued by the above poster’s (confirmed) point that ginkosoft.com was registered in 2000 (well before Second Life was created).

That has to mean either:
1) Andre Sanchez (who controls the avatar ‘Nicholas Portocarrero’) met a guy in Second Life in early 2005 who already had a domain. Under this theory, I’m guessing the guy is ‘Hinoserm Rebus,’ Ginko’s technical guy, and an avatar probably controlled by Michael Pratte. That guy — Pratte/’Rebus’ (or some other avatar we don’t know about) owned a website called “ginkosoft.com” already, and he and Sanchez decided to name the bank “Ginko” because the site wasn’t being used for anything. They then bought ginkofinancial.com (in 2005), and Pratte/’Rebus’ (or whoever) registered that one too.
or…
2) There is no “Andre Sanchez” and the guy who owns both domains — Michael Pratte — ran Ginko and controls both the ‘Portocarrero’ and ‘Rebus’ avatars. If the second of the above options is true, and this whole story (Nicholas being inspired by a famous banker, etc.) is completely phony from the beginning, then it’d be pretty hard argue this wasn’t actually set up as a scam from day one. Also, for what it’s worth, it would be a lot easier to sue a guy who is in the U.S. (if Pratte… is Hinoserm… is Nicholas — he is now in Texas according to the Official Ginko Blog) than a guy in Brazil.“

Steampunk Dreamliner rulez!

Burks

Hier sitze ich alias mein Avatar im Cockpit meines Steampunk Dreamliners und fliege gemächlich an der Abschussbasis meiner Raumstation vorbei.

The Mission is Planned

Second Life

Ein netter Screenshot von einem nächtlichen Start mit einer Rakete von meiner virtuellen Weltraumstation. Ich mag so etwas: Ein Science-Fiction, in dem man selbst mitspielen kann, auch wenn die Grafik nicht an die des gestrigen Films im TV heranreicht. Dafür fliege ich dahin, wo ich will und nicht dorthin, wo ein Regisseur es vorgesehen hat.

Second Life plus Anonymität ist gleich Terrorismus

Burks

Gulli.com beruft sich auf einen Bericht der Washington Post: „Laut einem Bericht der Washington Post finden Vertreter der Geheimdienste Missfallen an diesen dreidimensionalen Spielewelten. Deren weltweite Erreichbarkeit, die Möglichkeiten zur Wahrung der eigenen Anonymität und die Tatsache, dass darüber auch finanzielle Transfers möglich sind, sollen Spiele wie Second Life zu potenziellen Gefahrenquellen machen.“ Im Original: „U.S. intelligence officials are cautioning that popular Internet services that enable computer users to adopt cartoon-like personas in three-dimensional online spaces also are creating security vulnerabilities by opening novel ways for terrorists and criminals to move money, organize and conduct corporate espionage.“ Ich wundere mich, dass Schäuble noch nicht auf die Idee gekommen ist, den Verfassungsschutz in Second Life agieren zu lassen…
Der Screenshot zeigt einen Avatar (mich) beim Terror-Training (Fallschirmspringen) in Second Life.

Virtuelles Geld, reale Banken – und umgekehrt

Ein Artikel von mir in der Netzeitung (08.02.2008): „Virtuelles Geld, reale Banken – und umgekehrt“ – „Wenn die Weltwirtschaft wie derzeit durch die US-Immobilienkrise erschüttert wird, leidet dann auch die virtuelle Wirtschaft?“ [mehr…]

Telefonsex weniger anstößig

girls

Golem.de berichtet: „Geldforderungen für Telefonsex sind nicht sittenwidrig“.

Der Bundesgerichtshof hat geurteilt, „Entgeltforderungen für die Erbringung, Vermittlung und Vermarktung von sogenannten Telefonsexdienstleistungen“ könnten, seit im Jahr 2002 das Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse der Prostituierten in Kraft getreten sei, „nicht mehr mit Erfolg der Einwand der Sittenwidrigkeit entgegengehalten werden“ (8.11.2007, AZ III ZR 102/07).

„In dem Gesetz regelt, dass ‚für die Vornahme sexueller Handlungen‘ ein Entgelt verlangt werde dürfe, so die Richter. ‚Kann für die Ausübung der „klassischen“ Prostitution eine wirksame Entgeltforderung begründet werden, muss dies für den sogenannten Telefonsex und die in diesem Zusammenhang zu erbringenden Vermarktungs- und technischen Dienstleistungen erst recht gelten. Beim sogenannten Telefonsex handelt es sich mangels unmittelbaren körperlichen Kontakts der Beteiligten um weniger anstößige Vorgänge als bei der Prostitution im engeren Sinn.'“

Labormaus

Second life

Labormaus69 ist das Pseudonym einer Diplom-Biologin, die eine gute Bekannte von mir in Second Life ist und eines meiner hübschesten Models.

High Altitude Station Launcher

Second Life

Der virtuelle Mensch in Gestalt eines Avatars scheint sich von seiner realen Version kaum zu unterscheiden, was die psychische Disposition angeht. Es gibt die Langweiler und Phantasielosen, die die 3D-Welt von Second Life mit Shopping Centern zumüllen, die Dauerquassler, die nur chatten – und das über Monate – und die Abenteurer und Wissendurstigen, die wissen wollen, was hinter dem Horizont liegt. Zu den Letzteren zähle ich mich. Gestern habe ich dazu für umgerechnet 80 Cent ein wunderbares Gerät gekauft – nur virtuell, damit wir uns gleich richtig verstehen. Der Standort eines Avatars wird exakt durch „Längen-„, „Breiten-“ und „Höhenmeter“ definiert, die als Zahlen oben im Menü der Zugangssoftware („Client“) erscheinen. Die oberste Baugrenze liegt bei 750 Metern. Höher geht es nicht: Die Polygone, die man dort erschaffen will, rutschen sofort wieder herunter. Über 750 Meter hinaus zu fliegen – nur so oder mit irgendwelchen Fluggeräten – ist aber möglich.

Auf sluniverse.com gibt es einen netten Erfahrungsbericht: „Exploring Second Life’s Highest Frontiers“ – auf die Frage: Wie hoch kann man fliegen? Was geschieht, wenn man den Avatar über viele Stunden nach oben sausen lässt? „At 9 million meters, a strange, golden glow appears in the sky at the meridian. At 10 million meters, a granular structure and details emerge in that glow. The granular structure looks like nothing so much as a cityscape seen from far above – or below.“

Auf der Sim Nonacho habe ich mir gestern einen High Altitude Station Launcher gekauft. Ich wollte zunächst gar nicht glauben, was die Werbung versprach: „Flight to over 800 meter, where nobody builds.“ Wie sollte das möglich sein?

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Ich wurde überrascht: Das gekaufte Objekt entpuppte sich als eine Rakete mit Glaskuppel, die mein Avatar betreten konnte. Auf Mausklick kam ein Menü mit der Frage: „Wie hoch?“ Ich schrieb kühn: „4000 Meter“. Die Rakete startete nach dem zehnsekündigen Countdown mit authentischem Getöse und war in wenigen Minuten wahrhaftig auf 4000 Metern angelangt. Ringsum Leere, kein „Weltraumschrott“, den man aus Second Life gewohnt ist. Wunderbare Aussicht unter den dahinziehenden Wolken.

Dann kam erst die Pointe: Der „Launcher“ verwandelte sich in eine kleine, aber hübsche „Weltraumstation“ mit zwei Etagen, inklusive Sofas und einem kleinen Shuttle, das aber nicht unter 500 Metern fliegen kann. Genial. Man ist völlig ungestört. Kein Avatar fliegt dort herum, niemand belauscht einen, der Blick auf den virtuellen Sonnenauf- oder -untergang oder die Sterne ist beeindruckend. Und wenn man genug hat, aber sich sorgt, ob man die Station wiederfindet, aktiviert man das „AutoDestructionSystem“ – und die Station fliegt einem in Einzelteilen um die Ohren. Mitgeliefert wird ein völlig überflüssiger Fallschirm, der aber immerhin den Avatar zu der für einen Fallschirmspringer passenden Haltung animiert.

Der Kauf hat mir viel Spaß gemacht. Ich habe gleich eine Dame eingeladen, mit mir auf höchste Höhen zu fliegen. Hat man die Station gesprengt, kann man sie beim nächsten Start der Rakete an einem beliebigen Ort seines Territorium wieder errichten. Lob und Preis den Programmierern, die sich sehr viel Mühe für’s Detail gegeben haben und die die digitalen Gesetze von Second Life damit ausgetrickst haben.

Chaos bei bild.de bei der Krönung der Miss Universe

TölchenBabyhoney Bailey

Bild.de meldet „Chaos bei Krönung der Miss Universe“ – in Second Life. Gewinnerin ist Babyhoney Bailey, die aber nicht aus Griechenland kommt, wie bild.de behauptet, sondern aus Florida/USA. Steht in ihrem Blog, und das ist in ihrem Second-Life-Profil verlinkt. „In der neuen Ausgabe von The AvaStar gibt es auch ein XL-Poster der neuen Miss SL Universe.“ Der Avastar ist gerade offline. Wie schade. Burks‘ Blog präsentiert dafür natürlich das Portrait der Gewinnerin.

Second

Nicht so oft abstürzen

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Interessantes Interview in Spiegel Online mit Philip Rosedale, dem Gründer von Second Life: „Es darf nicht so oft abstürzen“. Wohl wahr, hört, hört, und der Linux-Client ist noch immer „alpha“. Eine kürzere Meldung über das Interview kam per dpa und wurde von kleineren Zeitungen verwurstet.

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„Wir sind immer noch ein System, das täglich 200.000 Menschen benutzen. Das ist zwar eindrucksvoll und schafft eine Wirtschaft mit einer Million Dollar Umsatz am Tag, in der die Menschen Geld verdienen können. Aber es sind nicht genügend Menschen, um dort Produkte aus der realen Welt zu vermarkten. (…) SL wird sich in der gleichen Richtung entwickeln wie das Web das getan hat. Die frühen Nutzer sind einfach Leute, die eine Menge Zeit haben, weil es so viel Zeit kostet, dort erfolgreich zu sein. Das ist wie bei eBay: Die frühen Nutzer sind nicht notwendigerweise besonders technisch interessiert, sondern kreativ, unternehmerisch. Unser durchschnittlicher Nutzer ist jetzt 32 Jahre alt, 35 Prozent sind weiblich. Das erinnert stark an die Frühzeit von eBay. Natürlich gibt es auch viele IT-Leute, aber die Nutzerschaft ist viel breiter. (…) Am Ende wird der Nutzen von virtuellen Welten den des Webs übertreffen. Weil das Web eine Sprachbarriere aufrichtet, die eine virtuelle Welt – wenn sie einmal perfekt ist – nicht hat.“

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Die Screenshots zeigen – die geneigten Leserinnen und wohlwollenden Leser ahnen es schon – meine virtuelle Raumstation in Second Life, unter anderem die selbst gebaute „Kommandozentrale“. Ich habe einen neuen Gang gebaut von einer der Startrampen zum Zentrum. Aber das interessiert wieder kein Schwein.

Intime Geheimnisse aus Second Life

Grenada

Heute werde ich ein Jahr alt – virtuell, in Second Life. Der obere Screenshot zeigt meinen Avatar am 25. Januar 2007, wenige Sekunden nach meiner „Geburt“. Etwas schüchtern schaut er sich um und weiß noch nicht, wo es langgeht. Zum Geburtstag bekommen Sie, liebe wohlwollende Leserin und lieber geneigter Leser, heute etwas Exklusives, nie Gesehenes. Ich zeige Ihnen Fotos aus der digitalen Welt, die intime Geheimnisse – aus dem Profil der Avatare – verraten und die Sie nirgendwo sonst sehen können: Cyberhuren, die mit ihrem realen Bild werben, ein Interview, warum Männer auch in Second Life Frauen sehr ungeschickt anmachen und einige andere Dinge, die Sie bitte nicht anklicken, wenn Sie unter zehn Jahre alt sind und von Ihren Eltern über gewisse Dinge noch nicht aufgeklärt worden sind. Einige Fotos sind jedoch ganz harmlos und sogar für deutsche Jugendschutzblockwarte unbedenklich.

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Zum Geburtstag habe ich mir übrigens eine neue Landebahn und ein neues Raumschiff gegönnt (unterste Reihe), ein C-Tech F2050 anti grav ship – es kostet nichts.

Leuchtturm in Marmedunc

Leuchtturm

Virtueller Leuchtturm in Marmedunc (und mein Avatar natürlich).

Second Life | Space Station

space station

Damit sich die wohlwollenden Avatarinnen und geneigten Avatare nicht verlaufen, hier ein Übersichtsplan meiner Raumstation in Second Life (Klicken für großes Bild) – der obere Screenshot ist von „Norden“ aufgenommen, der untere von „Süden“. Die weißen Zahlen: 1. Landebahn mit HS A-Wing Starfighter (obere Ebene), 2. Landebahn mit HS Sith Infiltrator (mittlere Ebene), 3. Landebahn mit Bladerunner Spinner V.4.1 (mittlere Ebene), 4. Landebahn mit Lj-Blade V1.0b (mittlere Ebene, 5. Landebahn mit HS-Saucer-MK1 (Ufo, mittlere Ebene), 6. Andockstelle für Blimp und Steampunk Dreamliner, 7. Landebahn mit HS YT-1300 (untere Ebene). Rote Zahlen: 1. Konferenzraum, 2. Bar, 3. Fotostudio klein (obere Ebene), 4. Kommandozentrale (mittlere Ebene), 6. Borg-Intubator (mittlere Ebene), 5. Privatraum (untere Ebene), 7. Fotostudio groß II (untere Ebene). Guten Flug – die Station liegt an der oberen Baugrenze auf ca. 750 „Meter“.

space station

QA Multi Reader V2.1

QA Multi Reader

Ich habe mir endlich den QA Multi Reader V 2.1 in Second Life zugelegt. Damit kann ich den RSS-Feed dieses Blogs direkt in meinem Büro in Second Life anzeigen (vgl. Bild unten). Nur mit den Umlauten hapert es noch, das liegt aber daran, dass dieses Blog nicht auf Unicode eingestellt ist. Keine Ahnung, ob ich das ändere….[Nachtrag: UTF 8 ist eingestellt, dann liegt der Fehler nicht bei mir.]

Steampunk Dreamliner, revisited

Ajax vom Teufelslauch

Mein Steampunk Dreamliner in Second Life aus der Sicht des virtuellen Fußvolkes….sieht einfach super aus.

[Second Life-Tagebuch 56] Steampunk Dreamliner

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Ich greife also eine schöne Tradition von spiggel.de auf: Hier das Second-Life-Tagebuch Nr. 56. Ich habe mir etwas gegönnt für rund 1300 Lindendollar. Das Fluggerät nennt sich Steampunk Dreamliner. Empfohlen wurde es mir inworld von Kueperpunk Kohonen, bei dem man es auch kaufen kann.

„Carrah Rossini hat ein fantastisches Steampunkluftschiff in Second Life entworfen. Ihr Steampunk Dreamliner kombiniert viktorianischem Stil und Eleganz virtuos mit High Tech Elementen. Captain Nemo wäre davon wahrscheinlich genauso begeistert gewesen wie ich.“ Dem kann ich nur zustimmen. Ich bin gleich mal zu einigen Orten geflogen, wo sich Neulinge aufhalten und habe mich bewundern lassen. By the way: Der „Dreamliner“ hat natürlich auch ein Bett mit „einschlägigen“ Poseballs.

Das Cockpit verbirgt sich hinter einer geheimen Tür und sieht wirklich atemberaubend aus; ebenso die Aussicht, wenn man über dem virtuellen Gelände dahinschwebt. Ein großes Vergnügen und etwas für den Spaß, an dem man andere teilhaben lassen kann. Neben dem Piloten sind zwei Sitze für Avatare, und im „Salon“ weitere vier. Einfach kaufen und ausprobieren!

Bar | Space Station

bar space station

Nur weil es so lange keine Bildchen aus Second Life mehr gab und die wohlwollenden Leserinnen und die geneigten Leser vermutlich schon Entzugserscheinungen bekommen: Hier sitze ich in der (selbst gebauten) Bar meiner Raumstation und betrachte den „Sonnenuntergang“. Musik dazu. Smooth Jazz. Getränke: Leider nur virtuell.

Damani Roadster

Screenshot SL

Screenshot SL

Ich habe mal meinen knallroten Damani Roadster (Oldtimer) voll ausfahren können. Der Motor brüllt und röhrt und spuckt schwarze Rauchwolken und beschleunigt bis fast auf 70 Meilen. Alles übrigens nur virtuell und in Second Life…

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