What’s it like living in Germany, you ask?

„Well…„

Dissent in Numbers: Making Strong Anonymity Scale

David Isaac Wolinsky, Henry Corrigan-Gibbs, and Bryan Ford (Yale University 2012): „Dissent in Numbers: Making Strong Anonymity Scale“ – ein Text über die Zukunft von und die Alternativen zu Tor.

This paper has made the case that by delegating collective trust to a decentralized group of servers, strong anonymity techniques offering traffic analysis resistance may be adapted and scaled to offer anonymity in groups of thousands of nodes, two orders of magnitude larger than previous systems offering strong anonymity. Through its novel client/server DC-nets model, Dissent is able to accommodate anonymity set sizes of up to 5,000 members, while maintaining end-to-end latency low enough to enable wide-area interactive messaging. In local-area settings, Dissent is fast enough to handle interactive Web browsing while still offering users strong local anonymity guarantees. Although Dissent represents a step towards strong anonymous communication at large Internet scales, many challenges remain for future work, such as further scalability and robustness improvements and protection against long-term intersection attacks.

Und nun zu uns, Printmedien: Es ist vorbei!

Brillianter Artiel von Jeff Jarvis auf Spiegel online über die Zukunft der (Print-)Medien:
Journalisten hatten die Funktion von Wächtern, die darüber entschieden, welche Nachricht das Tor zur Öffentlichkeit passieren durfte, die aus diesen Informationen Geschichten bastelten, über die sie die Kontrolle behielten. Ihre Arbeit wurde finanziert, indem diese Nachrichten zusammen mit Nicht-Nachrichten – Unterhaltung, Sport, Lifestyle – ausgeliefert wurden, die Leser und Anzeigenkunden lockten. Journalisten besaßen auf diese Weise ein herrliches Oligopol. Doch damit ist es nun vorbei.

Die Verantwortlichen in den Chef-Etagen haben es aber nicht kapiert, sondern bauen stattdessen Paywalls und erfinden Totgeburten wie das Leistungsschutz“recht“. Und wo sieht man auf den immer noch link- und quellenfreien Medien-Websites den Mehrwert, warum man ausgerechnet dort hinsurfen sollte?

Geht doch sterben. Ziehen wir also weiter. Was zählt, sind nicht Zeitungen. Was zählt, sind Nachrichten und der Journalismus.

Die Parteien und die Überwachungsgesetze

Daten-Speicherung.de: „Übersicht deutscher Sicherheits- und Überwachungsgesetze, ihres kritischen Inhalts und des Stimmverhaltens der Fraktionen im Deutschen Bundestag“.

Inside North Korea

Bilder und Filme von David Guttenfelder, Associated Press chief photographer: „Inside North Korea“. Sehr interessant.

Stop Watching Us

Demonstrare.de und #StopWatchingUs: 27.07. #StopWatchingUs – Demonstation in Berlin, 14.00 Uhr, Heinrichplatz.

By the way: Ist ein Demonstrationsaufruf gegen Überwachung per Facebook nicht ein geradezu klassischer Contradictio in adiecto?

Dazu auch Golem.de:
Zu den weltweiten Stop-Watching-Us-Protesten am kommenden Samstag hat der Chaos Computer Club die Forderung nach Abschaffung der Geheimdienste aufgestellt. „Wer im Namen Deutschlands internationale Abkommen“ gegen die Grundrechte zulasse, solle wegen Landesverrats verurteilt werden.

Ersatz für die PrivacyBox

Nah dran: Secure Form Forwarding Example. Mal sehen, ob ich das irgendwie hinkriege….

Big Brother Watch Online Privacy Survey

Umfrage „Big Brother Watch Online Privacy Survey“ (März 2013). IVPN fragt:
But perhaps the most interesting statistic comes from Germany. According to the survey, Germany was the only country where a majority of respondents (56%) said they were not concerned about their privacy online. How should we read this finding?

Griechenland besänftigt europäische Gläubiger mit riesigem Holzpferd

Der Postillion (seit 1845): „Der stark verschuldete EU-Mitgliedsstaat Griechenland hat seine europäischen Gläubiger mit der Schenkung eines riesigen Holzpferdes vorübergehend besänftigt. Das mehrere Tonnen schwere Präsent wurde in einer Nacht- und Nebelaktion vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt abgestellt…“

Geniale Lösung für Web-basisertes Verschlüsseln

Etwas unfassbar Praktisches – ich staune immer noch: In einem Artikel über Edgar Snowden wird auf Business Insider erklärt, wie PGP bzw. OpenPGP funktionieren. Dort empfiehlt man PGP Encryption Rool (iGolder), eine Web-Maske, in die man den öffentlichen Schlüssel des Empfängers postet, dann den Klartext der Nachricht. Man erhält dann einen verschlüsselten Text, den man per copy paste nur noch mit einem beliebigen E-Mail-Programm oder per Webmail verschicken kann.

Ich habe es ausprobiert – es funktioniert. Da der Betreiber der Website den geheimen Schlüssel des Empfängers nicht besitzt, hat die Sache keinen Haken. Ich finde das genial. (Allerdings würde ich mir von denen kein Schlüsselpaar erzeugen lassen.)

[Update] Das ist missverständlich ausgedrückt: Ich meinte natürlich, wenn man den Source Code hätte – es ware ein optimaler Ersatz für die PrivacyBox, die es leider nicht mehr gibt.

Tor and HTTPS

Electronic Frontier Foundation (EFF): Tor and HTTPS – „We prepared a graphic last year ago to try to help people visualize which data is concealed by the use of Tor.“ (Javascript erforderlich)

Friedrich redet Tacheles

„Ich bin der Herr Friedrich aus Deutschland, jetzt reden wir mal Tacheles.“

Statement by Edward Snowden

Wikileaks: „Statement by Edward Snowden to human rights groups at Moscow’s Sheremetyevo airport“.

Das Schweigen der unverschlüsselten Lämmer

Marcus Anhäuser | Placeboalarm: „PRISM, Tempora, Snowden: Sollen (Wissenschafts)journalisten ihre E-Mails verschlüsseln?“

Das Ergebnis meiner Spontan-Umfrage: Auf zehn Anfragen habe ich vier Antworten bekommen, wovon eine Redakteurin mir mitteilte, dass sie keine Auskunft geben dürfe/könne….

Vgl. auch WDRBlog: „Ich habe ja nichts zu verbergen!“

Inkompetenter Haufen

Neues Deutschland: „Deutsche halten Medien für korrupter als Verwaltung“.

Und was machen die Journalistenverbände? Verschwenden hohe sechsstellige Summen, um sich intern mit Prozessen zu überziehen – wie der DJV. Und wählen Dummköpfe und Pappnasen zu Funktionären.

Ja, von mir kann jeder erfahren, was ich von ihm denke. Wenn ich jemanden für unfähig und inkompetent halte, dann sage ich es laut und deutlich.

Filmverbot an stillen Feiertagen

Wie sehr das öffentliche Leben in Deutschland noch im Würgegriff der Verehrer höherer Wesen ist, zeigt der Telepolis-Artikel: „Bis zu 1000 Euro Strafe für das Leben des Brian am Karfreitag“.

Die Trennung von Staat und Kirche fordern nur die „Linke“ und die Piraten. Von den Grünen können wir bestimmt muslische Feiertage erwarten, an denen man dann nur bekleidet in die Sauna darf.

Eavesdropping a fax machine

Markus Kuhn auf Light Blue Touchpaper über „US eavesdropping technique ‚DROPMIRE implanted on the Cryptofax at the EU embassy [Washington] D.C.‘.“

Erklärvideo: Mails verschlüsseln leicht gemacht

Erklärvideo: Mails verschlüsseln leicht gemacht von Boris Kartheuser. Ich werde, so bald ich die Zeit dazu finde, auch so etwas machen, weil ich diese Anleitung noch zu wenig volkstümlich finde. Einige – irrelevante – Kleinigkeiten sind auch schlicht falsch.

Internet Censorship and Control

Hal Roberts | Internet Censorship and Control (via Light Blue Touchpaper, University of Cambridge): „In the following collection, published as an open access collection here and as well in a special issue of IEEE Internet Computing, we present five peer reviewed papers on the topic of Internet censorship and control. The topics of the papers include a broad look at information controls, censorship of microblogs in China, new modes of online censorship, the balance of power in Internet governance, and control in the certificate authority model.“

Die Rückeroberung des Internet

Wolfgang Stieler | Technology Review: „Die Rückeroberung des Internets“, vgl. auch Heise: „Abhör-Skandal Tempora: Forscher basteln an neuer Internetstruktur“.

Die übergroße Mehrzahl aller Computer, Smartphones und Tablets ist nur über eine einzige Route mit dem Internet verbunden: ihren Internet-Provider. Genau das will die EU ändern und setzt dabei auf unabhängige „Community-Netzwerke“ (…) Weltweit arbeiten Aktivisten an selbstorganisierten Computernetzen, die in einigen europäischen Regionen eine mittlerweile beachtliche Größe erreicht haben.

Kennt jemand in Deutschland vergleichbare Initiativen? Wäre doch eine Thema für die Piraten.

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