Anschein der Repression

freedom of speech
A symbolic scene of freedom of speech under threat, a fragile glowing bird made of light trapped inside a dark cage of barbed wire and shadows, hands reaching in to silence it, cracked megaphone on the ground, torn papers with blurred words floating away, oppressive atmosphere, dramatic lighting, high contrast, dystopian mood, cinematic, ultra detailed, surreal, 8k –ar 16:9 –v 6.0 –s 750

Das philosophisch gebildete Publikum verwies beim Thema Meinungsfreiheit und dieser Berliner Erklärung auf Jean Baudrillard (formuliert von Irène der KI).

Das System braucht den Anschein von Repression, um die Illusion aufrechtzuerhalten, dass es überhaupt noch eine „echte“ Freiheit oder Macht gibt, die es zu verteidigen gilt. Der lautstarke Protest gegen „Cancel Culture“ oder „Meldestellen“ dient als Alibi, das verschleiern soll, dass der diskursive Raum längst durch den Code der Medien neutralisiert wurde.

Sie befinden sich hier: [x] Metaebene der Metaebene.

Das wird so laufen: Die so genannte „Berliner Erklärung“ (und nicht etwa die „Clausthal-Zellerfelder Erklärung) wird von den Mainstream-Qualitätsmedien ignoriert werden. Dann wird die Kontaktschuld aktiviert: Ist von den Unterzeichnern von irgendeinem Inlandsgeheimdienst beobachtet jemand rrrrrrächts? Dann werden alle anderen in Sippenhaft genommen und geshitstormt sozial geächtet, um jedwede Diskussion des Inhalts zu vermeiden.

Diejenigen, die gemeint sind als Unterdrücker der – in Deutschland ohnehin nur teilweise garantierten – Meinungsfreiheit – herrschen ohnehin über die Zeichen im Sinne Baudrillards, sie „simulieren“ eine künstliche Realität“. Man kann nicht einen Zensor, der es gut meint, auffordern, kein Zensor zu sein. Der verstünde gar nicht, was man von ihm will, genauso wenig wie die Internet-Blockwarte und NGO-Denunzianten sich als Unterdrücker der Meinungsfreiheit verstehen.

freedom of speech
A dark dystopian allegory of suppressed freedom of speech, a broken statue with its mouth sewn shut standing in a ruined city, thick black smoke forming ghostly hands choking the sky, shattered microphones buried in ash, faceless figures in the shadows watching silently, torn pages dissolving into darkness, heavy fog, oppressive atmosphere, minimal light, deep shadows, high contrast, haunting, cinematic, ultra detailed, surreal, 8k –ar 16:9 –v 6.0 –s 750

image_pdfimage_print

Kommentare

6 Kommentare zu “Anschein der Repression”

  1. Godwin am April 11th, 2026 8:11 p.m.

    Frage:
    Führen sie in ihrer eigenen Praxis nicht ad absurdum, was sie theoretisch behaupten und kritisieren?

    Antwort KI (ohne den von mir geschätzten Baudrillard mit einzubauen)

    Wenn man die theoretischen Ansprüche des Bündnisses mit ihrer tatsächlichen Praxis vergleicht, fallen in der Tat einige fundamentale Widersprüche auf, die man als „ad absurdum führen“ bezeichnen kann:

    1. Das Paradox der „Exklusivität“
    Das Bündnis tritt für die Freiheit aller Meinungen und gegen Ausgrenzung an. Schaut man sich jedoch die Liste der Unterstützer und die Themen an, wirkt die Gruppe wie eine geschlossene ideologische Einheit.
    Der Widerspruch: Man kritisiert die „Einheitsmeinung“ des Mainstreams, schafft aber faktisch eine eigene „Gegen-Einheitsmeinung“. Wer dort mitmacht, vertritt meist sehr ähnliche konservativ-libertäre Standpunkte. Ein echter Pluralismus, der auch linke oder völlig gegensätzliche Positionen schützt, ist in der Praxis kaum sichtbar.

    2. Kampf gegen „Cancel Culture“ durch eigene „Cancel-Rhetorik“
    Die Gruppe kritisiert scharf, dass Menschen wegen ihrer Meinung stigmatisiert werden.
    Der Widerspruch: In ihrer eigenen Kommunikation nutzen viele der Beteiligten oft eine ebenso scharfe Abwertung gegenüber Andersdenkenden (Begriffe wie „Woke-Ideologie“, „Haltungsjournalismus“ oder „Staatsfunk“). Damit betreiben sie genau die Polarisierung und Etikettierung, die sie auf der Gegenseite als Zerstörung der Debattenkultur beklagen.

    3. Professionalisierung des „Opferstatus“
    Das Bündnis behauptet, die Meinungsfreiheit sei in Gefahr und man werde „mundtot“ gemacht.
    Der Widerspruch: Nahezu alle genannten Personen verfügen über enorme mediale Reichweite, schreiben Bestseller, sitzen in Talkshows oder betreiben reichweitenstarke eigene Plattformen. Zu behaupten, man dürfe „nichts mehr sagen“, während man genau das auf allen Kanälen sehr erfolgreich tut, wirkt unglaubwürdig. Man nutzt die Behauptung der Unterdrückung als Marketinginstrument, um das eigene Publikum zu binden.
    (hier hätte man dann die Verbindung zu Baudrillard, der meinte, die Menschen wollen keine Inhalte sondern nur Spektakel)

    4. Institutionelle Kritik vs. Wunsch nach Anerkennung
    Einerseits werden staatliche Institutionen, Universitäten und der öffentlich-rechtliche Rundfunk als „befangen“ oder „ideologisch unterwandert“ abgelehnt.
    Der Widerspruch: Gleichzeitig wird oft massiv juristisch (durch Anwälte wie Carsten Brennecke) darum gekämpft, in genau diesen Medien stattzufinden oder staatliche Titel und Positionen zu behalten. Man will die Institutionen einerseits delegitimieren, aber ihre Autorität und Reichweite dennoch für sich nutzen.

    5. Rechtsschutz als „Drohkulisse“
    Das Bündnis kritisiert, dass Debatten durch juristischen Druck (z. B. Meldestellen oder Gesetze) erstickt werden.
    Der Widerspruch: Durch die Bereitstellung eines massiven juristischen Netzwerks baut das Bündnis eine eigene Drohkulisse auf. Kritik an den eigenen Mitgliedern wird oft sofort mit presserechtlichen Abmahnungen beantwortet. So wird das Recht auf freie Rede zur Waffe in einem juristischen Kleinkrieg, anstatt den offenen, angstfreien Diskurs zu fördern.

    Zusammenfassend: Das Bündnis läuft Gefahr, genau das „System“ zu kopieren, das es kritisiert – nur mit umgekehrten Vorzeichen. Es entsteht eine Gegen-Elite, die ihre eigenen Grenzen zieht und Kritik an sich selbst oft genauso wenig zulässt wie der kritisierte „Mainstream“.
    (auch hier wären wir wieder bei Baudrillard)

  2. Godwin am April 11th, 2026 8:19 p.m.
  3. blu_frisbee am April 11th, 2026 8:29 p.m.

    Der Bullshitter versteht sie Sache nicht und attributiert Widerspruch schlechten Gefühlen,
    Beleidigung vom Rang.
    Redefreiheit ist immer das beliebteste „Argument“
    der NAZIs. Gefühl als Argument.

  4. bentux am April 12th, 2026 7:10 a.m.

    Also das ganze ist eigentlich ganz witzig und hört sich doll an aber
    https://youtu.be/djEb5APqy8c

    <8*) Der Aluhut meint, Wen juckts? Zur Bequemlichkeit der Politik, das Teil auf 4 lagigem Sandpapier.

  5. Godwin am April 12th, 2026 3:09 p.m.

    empfehlenswert:
    https://www.3sat.de/gesellschaft/sternstunde-philosophie/sternstunde-philosophie-266.html

    Quinn Slobodian scheint nicht ganz dumm zu sein.
    Das britische Magazin Prospect nannte ihn als einen der World’s 25 Top Thinkers 2024

    Man kommt auf eine interessante These zu sprechen:

    Der heutige rechte Populismus ist keine Gegenbewegung zum Neoliberalismus, sondern sein radikaler Nachfahre.
    Er setzt dabei unmittelbar in den frühen 90ern an – also nach dem Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus.

    Nach dem Ende des Kalten Krieges sahen sich die neoliberalen Denker nicht mehr mit dem Kommunismus konfrontiert, sondern mit neuen, fortschrittlichen sozialen Bewegungen. Ihr neuer Feind wurde der kulturelle Egalitarismus in all seinen Formen. Sie begannen, das Konzept des „freien Marktes“ und der Konkurrenz zu verabsolutieren und es mit biologistischen, rassistischen und nationalistischen Ideen zu verknüpfen, um eine natürliche soziale Hierarchie zu begründen.

    https://politicalquarterly.org.uk/blog/review-hayeks-bastards-the-neo-liberal-of-the-populist-right-by-quinn-slobodan/

    bisher nur auf englisch erschienen.
    hoffentlich bald auch auf teutsch

  6. nh am April 12th, 2026 3:44 p.m.

    Meinungsfreiheit ist lt.Frau Hayali eine Lautäusserung, die man sich per Repressalium leisten können muss.>Ihro Äusserungen sind gegendem
    sakrosankt und müssen krötengleich geschluckt werden mit Absolution durch den GEZ-Ablassbrief.
    Es grenzt an Dystopie, was hier abgeht.

Schreibe einen Kommentar