Sapere aude

A funny cybersecurity metaphor: a medieval knight-hacker spear fishing in a sea of emails, credit cards and login icons, the spear stuck into a big shiny data fish, labeled „PHISHING“, lighthearted cartoon illustration, absurd but clever, vibrant colors, clean digital art –s 750
„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.“ (Immanuel Kant, 1784)
Bei Heise las ist ein Interview über „Cybersicherheit“ mit Zac Warren, „Chief Security Advisor EMEA bei Tanium.“
Der Mann sagt nichts Neues, aber man fragt sich, warum niemand auf ihn hört oder warum das immer wieder gesagt werden muss.
Aus meiner Sicht kommt der größte Angriffsvektor immer noch von innen. Meist ist er selbst verschuldet – und nicht böswillig. Menschen machen einfach Fehler, weil sie nicht ausreichend für Cybersicherheit sensibilisiert sind.
Eben. Ein Zitat, das man jedem, der wieder etwas von „Cyberangriffen“ faselt, um die Ohren hauen sollte. Das größte Problem sitzt immer vor dem Monitor und hat zwei Ohren.
Ich war in IT-Abteilungen, die nicht wussten, wie sie Endgeräte einfacher absichern könnten. Oft sind es Basics: USB-Sticks sollten in Unternehmensumgebungen schlicht nicht erlaubt sein – wegen Datenabfluss und Malware. Und doch findet man viele Organisationen, die sich damit noch nie beschäftigt haben.
Leider darf ich nicht sagen und beschreiben, was ich in den Firmen, deren Computer ich benutzen musste, alles gesehen und ausprobiert habe.
Hinzu kommt: Spear Phishing ist dank KI extrem gut geworden. Ich habe kürzlich eine solche Mail gesehen – zum Glück abgefangen. Auf den ersten Blick war sie perfekt. Angeblich von Microsoft, alles sah normal aus. Erst bei genauem Hinsehen fiel auf, dass ein Buchstabe – ich glaube ein „S“ – eigentlich ein kyrillisches Zeichen war. Das war kaum zu erkennen.
Perfekt? Kann gar nicht sein. Was stand denn im Header der E-Mail? Den sollte man sich im Zweifel ansehen oder mindestens wissen, wie so etwas geht und wie man das interpretiert.
Warum ist das alles so mit dem pöhsen Phishing? Weil die Leute gar nicht wissen, was HTML-Mails sind und was die Risiken sind. Ich sage nur – falls man Windows benutzen muss: Claws Mail. Chor im Hintergrund: „Aber dann kann man unser schönes Firmenlogo nicht sehen, für das wir 27817 Euro bezahlt haben!“
Kaspersky – die mit dem Schlangenöl – schwurbelt herum: „… fragen sich manche vielleicht, wie gezielte Phishing-Angriffe genannt werden. Die Antwort lautet Spear-Phishing. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich dabei um hochgradig personalisierte Cyberangriffe, die auf bestimmte Personen oder Unternehmen abzielen. In der Regel werden diese Angriffe über Spear-Phishing-E-Mails durchgeführt, die dem Empfänger legitim erscheinen und ihn dazu verleiten, dem Angreifer sensible Daten mitzuteilen. Obwohl das Ziel von Spear-Phishing-Angriffen in der Regel darin besteht, Informationen wie Anmeldedaten oder Kreditkarteninformationen zu stehlen, werden einige Angriffe auch dazu verwendet, Geräte mit Malware zu infizieren.“
Legitim erscheinen? Und warum erkennt man Illegitimes nicht sofort? Fragen über Fragen, seit seit 2013. Oder sogar seit 1997.

Conceptual illustration of spear phishing: a fisherman using a spear instead of a fishing rod to catch glowing data fish made of emails and passwords, modern cybersecurity metaphor, semi-realistic digital art, clever and humorous, high resolution –s 750 –v 7.0
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2 Kommentare zu “Sapere aude”
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Da müßt man Kenne haben und Denken! Pfui bähh!
Die Anforderungen steigen. Die Leut werden dümmer.
passend dazu
https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr/ccc-sicherheitsluecken-arztpraxen-100.html