Hotel Comercio, Lima

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Da sitze bzw. liege ich im „Hotel“zimmer in Lima, Peru, am 29. Februar 1984. Es war der erste Tag einer Reise von ca. sieben Monaten durch Peru und Bolivien.

Das extrem preisgünstige, aber gemütliche „Hotel“ Comercio gibt es heute nicht mehr. Es lag auf der Ecke der Jirón Áncash mit der Jirón Carabaya, ganz zentral mit Blick auf den Plaza de Armas und den Präsidentenpalast – ich habe sogar den Blickwinkel des Fotos in der Mitte wiedergefunden. Auf dem Balkon (Foto Mitte) steht meine damalige Freundin.

Aus meinem Reisetagebuch: „In Lima haben wir uns wohlgefühlt, was natürlich auch am Hotel lag. Die Terroristenhysterie ist selbst in den Stadtvierteln außerhalb (hier war es Rimac) zu spüren. Ein Tankwart will mit kein Benzin verkaufen, weil er denkt, dass ich eine Bombe bauen will.

Das, was in den Zeitungen steht, kriegen wir relativ wenig mit. Das Wetter in den Anden muss katastrophal sein, jedenfalls werden jede Menge Erdrutsche etc. gemeldet. In Puno ist Lebensmittelknappheit wegen eines Eisenbahnerstreiks, von Ayacucho ganz zu schweigen. (…)

Die Eckkneipe an der Iglesia San Francisco ist noch so wie früher. aber ansonsten fühlt man sich wie bei Leydicke – peruanische Mittelklasse und Gringos.

Am ersten Tag im Comercio stecken wir beinahe das Hotel in Brand, B. pumpt zu viel Luft in den Ofen [Coleman Peak 1 Multi-Benzinkocher] – oder es liegt am mangelnden Sauerstoff. Die Flammen schlagen aus allen Löchern, und die Zeitung, auf der der Ofen steht, brennt auch schon. Ich trage den Ofen auf den Balkon und verbrenne mir ziemlich das Handgelenk….“

Kommentare

One Kommentar zu “Hotel Comercio, Lima”

  1. Heinrich am März 21st, 2019 1:36 am

    Huch, ein nackter Mann!

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