De mortuis nil nisi bene?

„Am 26. November 1999 räumte schließlich der frühere CDU-Generalsekretär Heiner Geißler ein, dass die Partei in der Ära Kohl ’schwarze Konten‘ geführt habe. (…). Der ehemalige Bundeskanzler und CDU-Vorsitzende Helmut Kohl bestätigte nach vorherigem Abstreiten schließlich am 30. November 1999 die Existenz dieser Konten in einem Fernsehinterview. Kohl übernahm die politische Verantwortung für Fehler bei den CDU-Finanzen in seiner Amtszeit und gab an, dass er 2,1 Millionen DM verdeckter und damit illegaler Parteispenden – an den Büchern seiner Partei vorbei – angenommen habe.“

Die Namen der Spender nannte Kohl nicht; er habe den Spendern sein Ehrenwort gegeben, ihre Namen nicht zu verraten. Eines Verstoßes gegen die Rechtsordnung oder gar gegen die Verfassung fühle er sich dabei nicht schuldig. (Wikipedia

Just saying. „De mortuis nil nisi bene“ bedeutet: „von den Toten nichts außer auf gute Weise“ (und mitnichten, dass man über Tote nur Gutes sagen soll).

Kommentare

4 Kommentare zu “De mortuis nil nisi bene?”

  1. Artur Lichtenfeld am Juni 17th, 2017 4:50 pm

    Herr Schröder, Ihr Text kommt mir vor wie von einem gesteuerten Roboter. Zum Glück ohne Ton, wie teilnahmslos vom Blatt abgelesen – siehe Frau Merkel.

    Man mache sich mal die Muehe und sehe sich das Video ohne Ton an. Ohne jegliche Betonung und hechelnd vor Kurzatmigkeit liest sie ab was andere ihr aufgeschrieben haben. Noch nicht einmal ein, zwei Sätze kamen freisprechend über ihre Lippen. Die Mimik spricht Baende. Früher war natürlich nicht alles besser und das Leben ebenfalls kein Zuckerschlecken, jedoch waren der Kriminalität und deren Abstrafung nicht derartig Tür und Angel geöffnet wie heute. Ebenso wäre man mit dem fragilen Europa und direkten Nachbarn so nicht umgegangen. Der Türkeiregierung hätte beispielsweise der Wind anders ins Gesicht geblasen. Ich vermisse die alten Politiker der Jugend. Schmidt, Genscher, Gorbatschow und auch „Birne“. Nicht unbedingt inhaltlich, nein, eher weil sie eben doch noch aus kernigem Holz geschnitzt waren. Womöglich denken jetzt einige Leser im gleichen Zusammenhang an Stalin, Mao, Ulbricht, Hoenecker, Breschnew oder Lenin. Egal!

    Im Zusammenhang mit Frau Merkels Trauerbekundung fällt mir das „Weihnachtsgeschenk“ ein, das sie ihrem „Ziehvater“ am 22.12.1999 machte, an diesem Tag erhielten alle CDU Mitglieder von Frau Merkel einen „offenen Brief“, in dem Sie die Angehörigen der CDU aufforderte, sich von ihrem Ehrenvorsitzenden Dr. Helmut Kohl zu lösen. Mir fällt außerdem ein, dass Frau Merkel in einer Integrationsdebatte, die im September 2004 im deutschen Bundestag statt fand, in ihrer damaligen Position als CDU Vorsitzende folgende Feststellung traf: Originalton Frau Dr. Angela Merkel: „Die multikulturelle Gesellschaft ist grandios gescheitert, viele Ausländer sind noch nicht integriert und auch nicht zu einer Integration bereit“.

    Gott, was bin ich heute in Trauer.

  2. Martin Däniken am Juni 17th, 2017 6:33 pm

    Frau Merkel ist halt nicht das von Emotion getriebene Weibchen,das nicht weiss was es tut,bzw nicht tut-
    Sie hat es drauf ..sie ist cool…
    Trotzdem mit ihren Marionettenfalten und ihrer monotonen Stimme und dann immer dieses Abwartende..
    Kanzelerinnen-Mikado

    nicht mein Fall!

  3. ... der Trittbrettschreiber am Juni 17th, 2017 7:22 pm

    … it’s Jazz, sometimes:

    https://www.youtube.com/watch?v=h4ZyuULy9zs

    ruffly spoken.

  4. Martin Däniken am Juni 18th, 2017 6:26 pm

    Holidays „Strange Fruit“verbindet sich mit dem pietätlosen
    weil satirischen
    jezkomptz untergründigen
    TAZ-Titel mit den „Blühenden Landschaften“
    Verjevert seist du Trittbtretschreiber ;-)

Schreibe einen Kommentar