Wie die Philosophie „weißgewaschen“ wurde

Strasse

Berliner Strassen ohne Autos sehen viel schöner aus und laden zum Philosophieren ein.

Da das hiesige Stammpublikum umfassend gebildet ist und über ein außergewöhnliches historisches, ökonomisches, sozilogisches und philsophisches Wsisen verfügt (wie man an den Kommentaren unschwer erkennen kann), empfehle ich von science.orf.at zur Lektüre:
Vor 200 Jahren wurde am Wiener Kongress der Sklavenhandel abgeschafft. Das lag weniger an der Philosophie der Aufklärung und mehr an politisch-ökonomischem Kalkül. Denn die „großen, weißen Aufklärer“ kümmerten sich wenig um die Versklavung Schwarzer Menschen. Das hat Folgen bis heute: Der Kanon der Philosophie wurde „weißgewaschen“.

Toussaint Louverture allerdings muss man sowieso kennen.

By the way, Österreicher: Im Deutschen schreibe man Adjektive klein. „Schwarz“ ist auch kein Markenname (wenn man einfach alle Regeln aus dem Englisch übernähme). Also muss es heißen: „Versklavung schwarzer Menschen“. Addendum: Im Deutschen hieße es korrekt: „Nicht alle berliner Straßen führen geradeaus, noch nicht einmal die Berliner Straße.

Kommentare

8 Kommentare zu “Wie die Philosophie „weißgewaschen“ wurde”

  1. Wolf-Dieter am Mai 29th, 2016 4:41 pm

    Da das hiesige Stammpublikum umfassend gebildet ist und über ein außergewöhnliches historisches, ökonomisches, sozilogisches und philsophisches Wsisen verfügt (…)

    Alle außer ich.

  2. ... der Trittbrettschreiber am Mai 29th, 2016 6:17 pm

    „Toussaint Louverture allerdings muss man sowieso kennen.“

    Mit dem Säbel philosophieren ist wie JEVER mit Messer und Gabel essen.
    Das geht – stillt aber nicht den Durst.

  3. Kaluptikus am Mai 29th, 2016 8:44 pm

    Sehr geehrter Herr Trittbrettschreiber,
    gehe ich recht in der Annahme, dass Sie bei einer uns bekannten Brauerei am Umsatz beteiligt sind?
    Wie sonst sind Ihre fülosofischen Einwürfe hier zu deuten… es gibt nunmal Weiß- und Schwarzbier, warum also nicht auch weiße und schwarze Fülosofie, was uns nachdenklich stimmen lassen sollte.

  4. Ahmed am Mai 30th, 2016 12:03 am

    Sitzen doch heute nur noch Piefke in der Online-Redaktion des ORF. Recherchieren, Herr Blogautor

  5. Martin Däniken am Mai 30th, 2016 11:58 am

    Dieser Blog lebt vom gegenseitigen Befruchten und Erkenntnisgewinn-manchmal mit ein bisserl Hauen und Stechen…
    Jever einfrieren und dann klappts auch mit Messer und Gabel oder frittieren;-)!
    Wenn die grossen Weissen beschliessen es gäbe keinen Sklavenhandel mehr,dann ist das so!
    Ob das nach unten und den Banken erfolgreich weitergegeben wurde,steh auf einem ganz anderen Blatt…
    „Ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt…..!“

  6. ... der Trittbrettschreiber am Mai 30th, 2016 3:29 pm

    @Martin Däniken

    … genial – JEVER am Stiel.

    @Kaluptikus

    Um Sätze zu steigern bedarf es Grammatik und hin und wieder etwas Inhalt(halb voll reicht schon) – WIRD MAN JE VERSTEHEN?

  7. frank am Mai 31st, 2016 4:32 am

    Ableitungen von geografischen Eigennamen auf -er schreibt man groß.
    Beispiele:
    das Bad Krozinger Kurgebiet, die Berliner Bevölkerung, die Mecklenburger Landschaft, die New Yorker Kunstszene, der Schweizer Käse, das St. Galler/Sankt Galler Kloster
    http://www.canoo.net/services/GermanSpelling/Amtlich/GrossKlein/pgf59-62.html#pgf61

  8. Martin Däniken am Juni 6th, 2016 7:28 pm

    Wie wohl die AfD die Rechtschreibung nach der Machtergreifung vereinfachen wird…
    eine für die unten,und eine für die oben?!

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