Die Geheimpapiere der Atomlobby

Schöner Scoop der taz: „Bezahlte Wissenschaftler, instrumentalisierte Frauen: Interne Papiere zeigen, wie die Atomkonzerne und ihre Lobbyorganisation die Öffentlichkeit beeinflusst haben.“

Heute sagt Baring auf taz-Anfrage, die Lobbyagentur Deekeling Arndt habe ihm beim Verfassen des Textes „zugearbeitet“. Die Agentur habe ihm Informationen zur Verfügung gestellt, von denen er einige in seine Rede eingebaut habe. Die Information über diese Zusammenarbeit lässt er dagegen aus der Rede raus – genau wie die Information, dass er für den Vortrag bezahlt wurde. Die Lobbyagentur bietet den Text auch der Frankfurter Allgemeinen Zeitung an, die den Text einen Tag nach der Rede als Gastbeitrag Barings abdruckt.

Honi soit qui mal y pense.

Sehr hübsch auch der heutige Artikel über „Professor Dankeschön“ aka „Joachim Schwalbach, Ökonom an der Humboldt Universität Berlin, die zu den angesehensten Universitäten Deutschlands gehört“:

…er sei damals nicht bereit gewesen, ein „Gefälligkeitsgutachten“ zu schreiben. In Kreisen der Energiekonzerne sorgt diese Darstellung für Empörung. Dort wird behauptet: Schwalbachs Zwischenergebnisse seien selbst so unbelastbar und gefällig gewesen, dass eine Fortführung des Projekts sinnlos und peinlich geworden wäre.

Bruahahahaha.

(Die taz setzt sogar informative Links!! Geht doch!)

Kommentare

2 Kommentare zu “Die Geheimpapiere der Atomlobby”

  1. phese am Oktober 29th, 2011 8:29 pm

    Zum Glück gibts Leute wie Trittin oder Atom-Experten von Greenpeace oder auch alle deutschen Medien, die uns über die unglaubliche Verschwörung aufklären, mit der die Atomindustrie und ihre Soldaten die Welt schreckensbeherrschen will^^

  2. Rusti Kal am Oktober 29th, 2011 9:29 pm

    IHK Gutachten Berliner Wasserbetriebe
    Dieser Professor Joachim Schwalbach hat im April für die IHK ein Gefälligkeitsgutachten verfasst. Hierin behauptet er, dass sich ein Rückkauf der Berliner Wasserbetriebe für die Berliner nicht rentieren würde.
    Die Beträge und Zahlen, die seiner Berechnung zugrunde liegen, sind absolut unseriös (um es mal sehr freundlich zu formulieren). Wäre interessant zu erfahren, wie hier die Geldübergabe ablief…..

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