Vorratsdatenspeicherung dient der Telefonseelsorge

Der neue Bundesinnenminister ist super.

Deutschlandfunk heute mittag (ab etwa 3:40):
„Es dürfte sie nicht überraschen, dass ich, was die Notwendigkeit der Vorratsdatenspeicherung betrifft, der gleichen Auffassung bin wie mein Vorgänger, dass wir effizient auch das Instrumentarium nutzen, was möglich ist, um Terrorismusverbrechen zu bekämpfen und deswegen denke ich wird es wichtig sein, dass wir möglichst schnell auch beim Thema VDS zu einem Ergebnis kommen.“

Focus Offline:
„Die Freiheit der Bürger sei heute aber nicht mehr bedroht durch einen Obrigkeitsstaat. Heute komme es darauf an, dass Kriminelle und Verbrecher nicht ‚die Oberhand gewinnen‘ und dass Deutschland nicht zum Rückzugsort für Terroristen werde. Ermittler müssten auch die Möglichkeit haben herauszufinden, was für Kontakte ein Verdächtiger in den letzten Monaten gehabt habe. (…) Auch könne Menschen in seelischen Notlagen, beispielsweise bei einer Selbstmordankündigung übers Telefon, ‚durch einen schnellen Zugriff auf Verkehrsdaten geholfen werden‘, sagte Friedrich weiter.

Man muss also ohne Anlass die Kommunikationsdaten aller Bürger für sechs Monate speichern, weil es der Telefonseelsorge dient.

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Kommentare

2 Kommentare zu “Vorratsdatenspeicherung dient der Telefonseelsorge”

  1. Bruno am März 4th, 2011 8:07 a.m.

    Das scheint ein ganz schlauer zu sein. Das mit der Seelsorge bedeutet nichts anderes als das ständig überwacht werden soll.
    Der soll seine Dr. arbeit oder Diplomarbeit veröffentlichen. Dann kommt ein neuer.

  2. Heidi am März 9th, 2011 1:11 a.m.

    Grundsätzlich steht im Artikel vom Fokus nichts über die Telefonseelsorge.

    Der Satz:— „Auch könne Menschen in seelischen Notlagen, beispielsweise bei einer Selbstmordankündigung übers Telefon, „durch einen schnellen Zugriff auf Verkehrsdaten geholfen werden“,“— wird hier willkürlich und auch falsch mit der Telefonseelsorge im Zusammenhang gebraucht.

    Der Anruf bei der Telefonseelsorge ist kostenlos und anonym. Die Daten erscheinen auch nicht auf der Telefonrechnung.
    Wenn Menschen dort mit Suzid-Absichten anrufen, kann dort höchstens versucht werden mit Gesprächen weiter zu helfen. Eine Rückverfolgung der Anfrufe ist den Mitarbeitern dort nicht möglich.

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