Exegit monumentum aere perennius
Wenn ich über die Brache am Gleisdreieck streife, zusammen mit Tölchen aka Ajax vom Teufelslauch, muss ich immer an den Sagenheld Sisyphus denken, die antropomorphe Metapher für vergebliches Tun.
Auf dem ausgedehnten Gelände soll ein Park entstehen. Ohne den wäre es schöner, meine ich. Dort laufen jetzt Leute herum, die versuchen, überall Zäune aufzustellen, um die Kreuzberger daran zu hindern, hierhin und
dorthin zu laufen.
In Kreuzberg ist das anders: Dort gab es schon immer Schrippen am Sonntag, und Zäune überleben nicht lange. Ich weiß, wovon ich rede – ich wohne seit 1982 ununterbochen in diesem schönsten aller Berliner Stadtteile. Heute haben sie einen Zaun an der Ruine des Stellwerks gebaut (vgl. rote Markierung maps.google.com). Am liebsten hätte ich den armen Bauarbeitern des Satz eines römisches Legionärs aus „Asterix“ zugerufen, der eine Palisade baut: „Exegit monumentum aere perennius“! Was danach kommt, ahnt man schon.
Die grünen Pfeile zeigen Löcher in den Zäunen oder Zugänge auf das Gelände, die rosa Pfeile zeigen Stellen, die zeitweilig geschlossen waren (Stand 15.02.2008, 09.00 Uhr).
Kommentare
One Kommentar zu “Exegit monumentum aere perennius”
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endlich bekommen wir unseren park!!!! logisch jammern viele kreuzberger rum aber doch nur weil die hexenkräuter endlich verschwunden sind und mal ehrlich wer hat denn schon eine anzeige bekommen wenn er unerlaubterweise den grund inspektierte , wieder mal viel kreuzbergerwind um nichts.