Freie Liebe und die Sexualethik des Kommunismus

Photorealistic satirical metaphor of early communist sexual ethics, a gigantic wedding cake made of banknotes collapsing while bewildered bourgeois gentlemen try to save it, revolutionary women cutting golden chains with oversized sewing scissors, a giant heart suspended above the city by bureaucratic red tape, couples queuing in front of a „Ministry of Love“ that desperately tries to regulate human emotions with paperwork, jealous peacocks holding property contracts, white doves laughing from above, symbolic balance between freedom and responsibility, ironic political symbolism, cinematic realism, absurd yet believable, dark humor, social satire, ultra-detailed, dramatic clouds, golden hour lighting, Magnum photo style, 8k –ar 16:9 –stylize 40. Gemini macht leider ein Wasserzjeichen hinein, aber wenn man das Bild ChatGPT dann zum Fraß vorwirft, wird das anstandslos (!) entfernt.
Aus der Rubrik „nützliches Wissen“: Elfriede Friedländer (später bekannt als die KPD-Politikerin Ruth Fischer) veröffentlichte 1920 in Wien die Studie „Sexualethik des Kommunismus“. Die Schrift kritisierte die bürgerliche Ehe als „Prostitution“ und forderte eine radikale Transformation: Sie plädierte für die staatliche Erziehung aller Kinder und eine von ökonomischer Abhängigkeit befreite, auf echter psychosexueller Gleichberechtigung basierende Liebe.
Die Studie gehört zu den frühesten Versuchen, eine kommunistische Sexualmoral systematisch zu formulieren. Interessant ist, dass die Schrift heute weitgehend vergessen ist, obwohl sie nach Einschätzung späterer Historiker unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg zu den meistdiskutierten kommunistischen Beiträgen zur „sexuellen Frage“ gehörte.
Wait a minute. Den Text gibt es verschiedenen Stellen online, leider nicht bebildert.
Ich lese gerade mit wachsender – und unerwarteter – Begeisterung von der Schweizer Historikerin Brigitte Studer Reisende der Weltrevolution: Eine Globalgeschichte der Kommunistischen Internationale. Das Buch machte mich auf die unglaubliche Biografie der Friedländer aka Fischer und vieler anderer aufmerksam. Das Buch ist es wert, gesondert besprochen zu werden.
Ja, früher war ich genau ihrer Meinung und tendiere beim Älterwerden wieder in die Richtung.
Nicht darin liegt das Übel, dass die Menschen in ihrer Triebbefriedigung nicht übereinstimmen oder dass die Formen ihres Sexuallebens so mannigfach sind, sondern darin, dass ihr ganzes Leben, weit davon entfernt, sich nach Prinzipien, nach Ideen zu orientieren, in trübseligem Stumpfsinn verbracht wird, in gröbstem „Genießen“, in völliger Hingegebenheit an persönlichen und alltäglichen Kleinkram, an nichtige und wertlose Affekte. Dass dann ihr Sexualleben auch roh und plump ist, das ist nur selbstverständlich und fügt sich in das Gesamtbild von Kräftevergeudung und würdelosem Dasein. Dass bei den meisten Männern, besonders im Kriege, das Sexualleben auch quantitativ die bedeutendste Stelle in ihrer außerberuflichen Lebensführung einnimmt, dass fast ihr ganzes Denken und Fühlen von ihren kleinlichen und groben „Abenteuern“ und „Erlebnissen“ ausgefüllt ist, ist eigentlich nur ein Symptom mehr dafür, dass gegenwärtig der größte Teil der Menschheit mit sich und dem Leben erbärmlich wenig anzufangen weiß. So muss die Frage nach der richtigen Ordnung des Sexuallebens orientiert werden an der allgemeinen Frage nach der Ordnung und dem Sinn des Lebens
überhaupt. (…)
Es ist keine allzu kühne Behauptung, dass sich der Hauptteil sexueller und erotischer Beziehungen heute außerhalb der Ehe abspielt. Die Ehe ist für viele notwendig aus mannigfachen Ursachen; aber sie ist nur eine Form des Sexuallebens neben vielen anderen: die öffentliche Moralheuchelei will uns glauben machen, sie sei die wichtigste und vorherrschende. (…)
Da die Forderung nach Monogamie nicht einheitlich und unwiderleglich wissenschaftlich begründet werden kann, so ist die Einehe nicht die einzig mögliche Form des Sexuallebens und hat auch keinen Anspruch auf besonderen staatlichen Schutz.
Die KI fasst zusammen:
Kritik an der „freien Liebe“
Ein heute überraschender Aspekt ist ihre Skepsis gegenüber Formen dauerhafter Polygamie oder völlig unverbindlicher Beziehungen.
Sie diskutiert die theoretische Möglichkeit, dass Menschen mehrere Liebesbeziehungen gleichzeitig führen könnten, bezweifelt aber, dass dies praktisch dauerhaft gelingen könne. Sie verweist auf Eifersucht, Exklusivitätswünsche und emotionale Bindungen als reale menschliche Faktoren.
Damit unterscheidet sie sich deutlich von späteren Darstellungen, die kommunistische Sexualpolitik oft nur mit „sexueller Freizügigkeit“ gleichsetzen.“
Man sollte aber besser die Forderungen am Schluss des Textes der Fischer nicht lesen…
PS Endlich mal wieder ein Video für TikTok…
Kommentare
11 Kommentare zu “Freie Liebe und die Sexualethik des Kommunismus”
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„Man sollte aber besser die Forderungen am Schluss des Textes der Fischer nicht lesen…“
warum denn nicht?
m.E. zeigt dies aber, das auch „daaamals“ Kommunismus/Sozialismus/Anarchismus – aka „die linke“ nicht ausschließlich ökonomische Themenfelder besetzte, sondern auch damals schon „Lifestyle“ war…
eigentlich schade, dass man das heute dem bürgerlich-woken-Gesindel überlässt
Aus dem Off die Stimme von Willy Brandt: „Wir linken, wir linken, wir treibens, bis wir stinken!“
trübseligem Stumpfsinn
Kleinkram
nichtige
wertlose
roh und plump
Kräftevergeudung
würdelosem Dasein
kleinlichen und groben
erbärmlich
„Es kommt der Tag, wo alle Genossen hinter uns stehen und die hinauswerfen, die auf dem Boden der Demokratie stehen und mit der Weimarer Verfassung liebäugeln.“
P.S.
danke burks
da marxismus ein jahrhunderte langes stille post spiel ist,danke ich dir dafür,mir die startsätze zu zeigen.
das „ficken kann mensch richtig nur im kommunismus“ geht dann bei markuse weiter und endet dann in der taz.
Sharon Stone über Gleichberechtigung: »Als Erstes nehmen wir euch das Viagra weg«
https://www.spiegel.de/panorama/leute/sharon-stone-und-keke-palmer-scherzen-darueber-maennern-rechte-wegzunehmen-a-d1a1ad0b-f3e7-4cfd-b5c6-0ee5f8e51ee2
Die Viagrawegnahme auch im Video
https://www.facebook.com/Variety/videos/sharon-stone-and-keke-palmer-joke-about-taking-away-mens-rights-people-want-to-t/1418792736949306/
@Godwin: Fischer fordert, „Erbkranke“ zu sterilisieren. Das haben die Nazis später gemacht.
Das Buch beackert – international gesprochen – heterosexuelle kommunistische Gemeinschaften zu den Zeiten kurz nach der Abdankung Kaiser Wilhelm, aber vor dem sogenannten Hitlerputsch. Im deutschen Sprachgebrauch demnach heterosexuelle linke Gemeinschaften. Die Realität sind heute eher „linke“ homosexuelle Gemeinschaften und die heterosexuelle Ehe wird zunehmend verteufelt. Soweit ist kein kommunistischer Führer gegangen. Keiner! Selbst Che und Fidel liebten Frauenkörper. Mao liebte den Typ Schulmädchen und die Schulmädchen liebten den Mao und das trotz seiner vergammelten und vermutlich stinkenden Zähne. Das ist alles Geschichte im politisch linken und „linken“ Bereich ’schlands. Wer heute einen Frauenkörper auf der Straße anschaut, der muß, falls es der falsche Frauenkörper ist und sich das im falschen Staat ereignete, damit rechnen von der Polizei vorgeladen zu werden. Dabei lauert an jeder Ecke ein Porno ähnliches Unheil oder auf der Straße rennt – je nach Standort – ein Frauenzimmer in Nutten konformer Uniform vorbei. Mal eher Straßenstrich, dass andere Mal eher Escort Niveau. Meist dazwischen.
Verfasserin ist eine damals 25-jährige Frau, die vermutlich in ihrem gesamten Leben nie einen völlig nackten Mann sah und die gleich beim ersten Sex geschwängert worden war. Ok, my two cents. Nein, legendären Sex wie zwischen der Sängerin Madonna und John Kennedy Jr. (BILD berichtete ausführlich) das gab es damals – historisch betrachtet – nicht mehr bzw. noch nicht wieder und wenn, dann nur in Bordellen und dann per Zufall. Ich weiß auch nicht woher die Autorin die Zeit für Sex nehmen sollte. Neben ihren politischen Umtrieben blieb dafür keine Zeit oder es fehlte an passenden Männern. Es ist mir ein Rätsel, wie die bereits 1920 – in Berlin wohnend – über das Familienrecht in Sowjet-Rußland schreiben konnte. Egal, die schrieb zwischen 1919 und 1920, also vor 105 Jahren, ein Buch und das begeistert heute einen älteren Herrn in Berlin.
Das vergißt Du doch nicht?
Du bist genau der Zuschauer den die vom ÖRR suchen. Du weißt, wegen der Werbung. Werbung für Viagra haben die wohl noch nicht gebracht, aber es gibt Mitbewerber auf Basis alternativer Medizin, und die wird im ÖRR regelmäßig beworben. Im Bild gezeigt werden dabei gerne sehr sportlich aussehende Omis und Opis, die könnten der obersten Mittelschicht angehören, denn diese Medizin ist teuer. Vermutlich ehemalige Lehrer oder ganz hohe Beamtenränge, die werden gezeigt in entsprechender Kulisse mit modern eingerichtetem Haus, pompösen Garten und so weiter. Ich stelle mir dann immer vor wie die beiden Alten bei Tageslicht rammeln. Wobei ich denke, eigentlich will er doch nicht ihren Arsch sehen, sondern den von einem Mann. Das ist Hyperrealität, Burks, Du hattest das Thema unlängst und diese Werbung geht völlig an der Realität vorbei. Das Thema fand wenig bis keine Begeisterung bei Deinem Publikum.
P.P.S.
das ist also der ursprung der formulierung „haben die unwürdige existenz beendet“ in dem bekennerschreiben der Baader–Meinhof Bande zur ermordung schleyers.
merke:
flache hand sozialisten: unwert
faust sozialisten: unwürdig
Muss Mann Wissen!!
Burks, Du solltest Deinen Post mit einem login versehen, so wie damals auf spiggel die Fotos. Es droht Unheil. Nicht diese Woche, aber vielleicht später.
Nächster Film weg: ARD verbannt Kinski-Tatort „Reifezeugnis“ für immer.
Hier haben sich „Linke“ durchgesetzt. Im vorauseilendem Gehorsam machen die aus meiner Sicht der Dinge die Drecksarbeit für die Rechtgläubigen und das ohne es zu wissen. Die Selbstgefälligkeit der „Linken“ ist dafür einfach zu groß, um das zu realisieren. Die Rechtgläubigen werden sich in 50 Jahren nicht mit Details und Fallentscheidungen aufhalten wie die „Linken“ aktuell. Linke Ideologie würde es anders machen.
Vorausschauend sollten im ÖRR alle Frauen nur verschleiert und die Männer mit Vollbärten und Mütze auftreten. Ich freue mich schon auf das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt. Im Idealfall schaffen die 49,5%. Danach wird es spannend. Die erwarteten +50% sehe ich nicht.
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Dazu paßt:
Er kritisierte das Bürgergeld: Nach Klartext-Interview im ZDF! Behörde feuert Jobcenter-Mitarbeiter. Paywall!
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Zum Artikelthema paßt:
Reality-Star landete in Notaufnahme in Thailand: Matthias Mangiapane spricht über Hoden-Drama „Er war dreifach so groß, ganz dick, knallrot!“.
Ich stelle mir das gerade vor, wie der mit dickem Hoden und Eispackungen zwischen den Beinen im Krankenhaus lag und seinen dicken Eier der BILD-Zeitung avisierte. Das nennt sich womöglich Pressemitteilung. Womit verdient der eigentlich sein Geld? Es reicht für Thailand und teure Schönheitsoperationen. Ich will das auch.
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Oder das:
„Es war so krass” Nach Liebesakt kollabiert: Bushido landet im Krankenhaus.
Wie muß ich mir das vorstellen, der kam in’s Krankenhaus und der Arzt spritzte dem Privatpatienten ein Potenzmittel? Anschließend setzte der Patient sich hin und schrieb der BILD-Zeitung einen Lagebericht. Macht der das kostenlos oder bekommt dieser vielfache Multimillionär 50 € dafür?
„Das haben die Nazis später gemacht.“
nicht nur
Eugenik war auch in Sozi-Kreisen „beliebt“
https://www.aerzteblatt.de/archiv/zwangssterilisationen-in-skandinavien-weitverbreitete-ideologie-der-eugenik-49646a78-7788-4185-9da1-3281be8eeb0e
https://www.steiner-verlag.de/Eugenik-und-Sozialismus/9783515130424