Brutalst oder: Not my business
Mehr als zwei Tage braucht man für Amsterdam nicht, wenn man nur die Innenstadt und die Sehenswürdigkeiten sehen will.
Diese Architektur gibt es in Deutschland nicht. Wir hätten überall etwas Ähnliches, nur aus einem anderen Jahrhundert, wie etwa in Quedlinburg, wenn nicht der zweite Weltkrieg viele mittelalterliche Innenstädte ruiniert hätte, so in in Köln und Frankfurt, und nach 1945 noch mehr kaputtgemacht wurde, vermutlich weil man meinte, so der Vergangenheit entkommen zu können. Dann kamen so brutalistische hässliche Städte wie Siegen oder Leverkusen heraus.
Wir Die Deutschen sind übrigens für Zerstörung der Innenstadt Rotterdams verantwortlich.

Das schmalste Haus von Amsterdam – 2,02 Meter breit, in der Oude Hoogstraat 22.
Fachwerk ist natürlich ein paar Jahrhunderte älter. Wenn man sich aber erst an den Anblick der hübschen Giebel und der unzähligen netten Häuschen aus dem 17. Jahrhundert – natürlich modernisiert – an den Grachten des Stadtkerns in Amsterdam gewöhnt hat, wird es schon wieder eintönig. Vieles ist aber einfach putzig, wie sich auch Niederländisch für Deutsche anhört.
Ich würde nicht in Amsterdam leben wollen. Die Touristen treten sich gegenseitig auf die Füße, und die Läden sind fast alle Nepp und Nippes. Ein paar schöne holzvertäfelte Cafes habe ich gesehen, aber es dominiert die gesichtslose Mischung aus Fastfood-Ketten, die man auch in jeder deutschen Großstadt sieht. Ich verstehe eh nicht, warum man ständig fressen muss, wenn man sich etwas anschaut.
Ach ja. Sagen wir es mal brutalstmöglich ehrlich: Am frühen Nachmittag lauern schon die ersten Sexarbeiterinnen hinter den Fenstern zwischen der Bloedstraat (ist die nach den Freiern benannt?) und der Alten Kirche. Aber ich habe noch nie so eine Ansammlung ultrahässlicher Frauen mit aufgepumpten Brüsten gesehen. Anregend ist das nicht.
Was ist eigentlich das Spezielle an der holländischen Küche, außer Käse? Offenbar der klassische Pfannkuchen wie Poffertjes oder Pannekoeken in diversen Variationen. Mehl, Milch und Eier und dann alles oben drauf, was nicht sauer schmeckt. Ich nahm einen mit Käse und Äpfeln. Auch der hätte besser geschmeckt, wenn ich ihn selbst zubereitet hätte, und vor allem weniger als fünf Euro gekostet, während man mir im Pankakes Amsterdam Centraal das Vierfache berechnete – was ich aber erwartet hatte.
Leider wird man auch hier mit sehr vielen Hijabs belästigt. Geert Wilders Besonders pikant ist es, wenn die auch noch das Rotlichtviertel besichtigen. Die Niederländer sind zwar Calvinisten, und man muss sich über die lockere Moral wundern. Aber Muslime würden das Sündenbabel dem Erdboden gleichmachen, wenn sie es könnten. Aber not my business, sondern das der Leute hier.
Kommentare
One Kommentar zu “Brutalst oder: Not my business”
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Es gab mal ein wunderbares historisches Foltermuseum in Amsterdam (Sehr interessant, wie sich Recht und Gericht über die Zeit gewandelt haben).
Die typische niederländische Spezialität ist „Frikandel Speciaal“.