Unter Ultrareichen

Sehr schöne Statements von Evan Osnos hinter der Paywall der bürgerlichen Presse:

„Einer dieser Ultrareichen sagte mir in einem Recherchegespräch: „Wenn die Welt herausfindet, wie schön es auf diesen Schiffen ist, wird man die Guillotine wieder einführen.“ Ein anderer meinte: „Wenn Sie als Ultrareicher kein schlechtes Gewissen haben, sind Sie eine Ratte.“ Diese Menschen wissen, dass die Empörung über die Vermögen der Ultrareichen immer größer wird.“

„Nehmen Sie Donald Trump. Das ist die zentrale Ironie unserer Zeit: Er verkörpert den Ultrareichtum, kam aber an die Macht, indem er sich als Stimme der Benachteiligten inszenierte. Das war die Illusion, die er verkaufte. Die Wut, die er mobilisierte, ist jedoch real. Der Sturm auf das Kapitol am 6. Januar war der gewaltsame Ausdruck von Menschen, die sich aus den Räumen der Macht und des Geldes ausgeschlossen fühlen. Sie hämmern an die Tür. Die Tragödie ist nur: Belogen werden sie von genau jenen, die den Schlüssel in der Tasche tragen.“

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Kommentare

7 Kommentare zu “Unter Ultrareichen”

  1. Godwin am Februar 22nd, 2026 4:00 p.m.

    is halt der feine Unterschied:
    in Teutschland hofiert man einen Moritz Schularick als „Top-Ökonom“ oder als „vielleicht wichtigste[n] Ökonom des Landes“
    Dabei ist das jemand, der – wider besseren Wissens (hat entsprechende Studien zu Ungleichheit usw. angefertigt) – die Ideen der Sith-Lords an eben jene Ausgeschlossenen propagiert.

    https://www.capital.de/wirtschaft-politik/oekonom-kritisiert-boomer—vergessen–kinder-zu-bekommen–37155166.html

    PS
    hier ohne Paywall
    https://www.tagesanzeiger.ch/superjachten-modernes-zeichen-fuer-status-und-ungleichheit-173485472857

  2. Albert Rech am Februar 22nd, 2026 4:58 p.m.

    Ironischerweise wird bei den Superreichen immer ins Aussland geschaut, nicht auf Deutschland das mehr als genug Superreiche hat.
    Die Albrechts (ALDI), Schwarz (LIDL & Kaufland), Grupps (Trigema), Würths (Schraubenhandel), Kammüllers (Trumpf), Hopps & Plattners (SAP)… Warum stellt sich die Linke nicht vor die Werkstore der Firmen dieser Superreichen stellt und dem Arbeiter klar macht das nur die Vergesellschaftung der Produktionsmittel dafür sorgen kann unseren Sozialstaat und seine offenen Grenzen zu erhalten?

    Wieviele Flüchtlinge aus Afrika und Asien könnte man zusätzlich aufnehmen, wenn der Gewinn der bisher als Investition in die Firmen der Reichen fließt und sie immer reicher macht statt dessen vom Staat zur Versorgung verwendet werden könnte?

    Wir müssen dem Arbeiter klar machen das wir die gleichen Ziele haben: die Überwindung dieser ekelhaften, männerdominierten weissen Mehrheitsgesellschaft.

  3. blu_frisbee am Februar 22nd, 2026 5:24 p.m.

    Die Leute können Reichtum nicht imaginieren.
    https://www.youtube.com/watch?v=QPKKQnijnsM USA

    Reichtum beginnt etwa ab 100 Mio. Ab da muß man Geld nicht mehr anfassen, macht der Zahlmeister im Gefolge. Zahnpasta selber auf die Bürste tut man nicht mehr.
    Man fliegt nicht Linie.
    Mehre schloßartige Anwesen auf mehreren Kontinenten mit Personal.
    Statussymbol derzeit ist eigene Yacht.
    Wenn Geschäft läßt man Leute einfliegen.
    Ansonsten gibts die Vermögensverwaltung.

    Alter Reichtum ist Feudalismus. Dann Industriealisierung. Jetzt Digitaltechnik, ganz neu Börsejobber.
    David Ricardo quasi der erste davon.

    Göttergeschichten beschreiben eine soziale Schicht mit der man nie in Berührung kommen wird.
    Die Fantasie der Drehbuchschreiber ist armselig.

    KenFM fragt Prof. Hans-Jürgen Krysmanski (leider tot)
    https://www.youtube.com/watch?v=1Gsu4EsS29U
    Für Döland Michel Hartmann

    Thorstein Veblen, Pierre Bourdieu etc

  4. blu_frisbee am Februar 22nd, 2026 6:21 p.m.

    Bernt Engelmann (wp-Eintrag heftg zesiert).
    Die Bücher, besonders die frühen sind Kaufbefehl.
    -> Meine Freunde die Millionäre
    -> die Geschichte der Quandts

  5. nOby am Februar 23rd, 2026 3:30 a.m.

    Die Ultrareichen? Da fallen mir sofort die Namen von Jeffrey Epstein, Prinz Edward und Donald Trump ein bzw. deren Umgang. Das sind vermutlich alles eher kleine Fische. Ultrareich ist für jemand, der sich Sklaven halten kann. Ich meine echte Sklaven im Sinne des Islam und damit lande ich in den Regionen, in denen der Prophet Mohammed seine ersten 30 Lebensjahre verlebte. Dort sitzen die Superreichen. Wer an Afghanistan dachte – mit der neuen Scharia – nein, nein.

    Und dann wandern meine Gedanken nach Stuttgart oder war es Nürnberg? Der XII. Parteitag der SED. Die Kamera schwenkt über die erste Reihe – das ist Pflicht – und mir kam der Gedanke „mich würd‘ mal interessieren, wie viele Millionäre sich unter den Klatschhasen der ersten Reihe befinden. Die beklatschen und bejubeln n.m.M. ihre bisherigen Pfründe und die zukünftigen Pfründe und sonst nichts“.

    Ultrareich ist ebenfalls Ramsan Achmatowitsch Kadyrow. Wer seinen damals 15-Jährigen Sohn mit Leibwächtern in ein Gefängnis reisen läßt, um dort einen Gefangenen vor laufenden Kameras im Namen des Islam zu bestrafen aka zu verprügeln, der muß unendlich reich sein. Dagegen sind die Sklavenhalter geradezu Nullen.

  6. Die Anmerkung am Februar 23rd, 2026 8:35 a.m.

    WELT (Michael Marti): Glauben die US-Amerikaner noch an den fairen Kapitalismus …?
    —–
    Alleine für diese Frage hätte er deine Schelte verdient, eine Woche Karzer und ein Jahr Schreibverbot oben drauf.

    Was für ein Loser der Schreibbranche.

  7. Keinkölner am Februar 23rd, 2026 4:14 p.m.

    Ja, dann schafft mal die weissen Männer und alles andere ab. Mal schaun‘, woher dann das (Bürger)-
    Geld kommt.
    Aus dem Geldautomaten! Aber sicher dat…

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