Verewigte Oligarchie

„Die Oligarchie verewigt sich nicht durch den beständigen Besitz der Gewalt in derselben Hand, sondern dadurch, daß sie die Gewalt abwechselnd aus ihrer einen Hand fallen läßt, um sie mit ihrer andern aufzufangen.“ (Karl Marx: Aus dem Parlamente [- Die Anträge Roebucks und Bulwers], [„Neue Oder-Zeitung“ Nr. 323 vom 14. Juli 1855], MEW Bd. 11, S. 352)

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Ceterum censeo: Hamas esse delendam

„Israel, controlling all borders, is now stopping all humanitarian relief from entering the Gaza strip in an attempt to force Hamas to release further hostages without implementing stage 2 of the deal including an Israeli withdrawal from Gaza.“

Es gibt keine Zivilisten in Gaza. Nicht einer der dort lebenden Araber hat den jüdischen Geiseln geholfen.

„Nachdem die Hamas den US-Vorschlag für einen Waffenstillstand abgelehnt hatte, kündigte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu an, dass bis auf Weiteres keine Waren oder Lieferungen in die Enklave gelangen würden, und bekräftigte, dass Jerusalem einem Waffenstillstand ohne die Freilassung der Geiseln nicht zustimmen werde.“

Die Krieg wird weitergehen.

„It’s going to be decisive,“ said Amir Avivi, a former Israeli brigadier general who has advised the Israeli government and military during the war. „Israel will use every tool it has to conquer Gaza and eradicate Hamas.“

The plan starts with a wave of airstrikes on Gaza and a reduction of humanitarian aid to Gaza, the sources said. „There will be no aid outside the humanitarian zones,“ said Kobi Michael, a former head of the Palestinian desk at the Israel’s Strategic Affairs Ministry and before that a senior Israeli military intelligence official. „This will prevent Hamas from continuing to steal all the humanitarian aid and will increase pressure on the group through the local population.“

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Guadalajara, revisitado

GuadalajaraGuadalajara

Postkarte aus Guadalajara, Mexiko, an meine Großeltern (mein Opa hatte nach dem Tod meiner Oma noch einmal geheiratet), 08.10.1981. Das Foto zeigt das Teatro Degollado am Plaza de la Liberación gegenüber der Kathedrale.

Aus meinem Reisetagebuch, 09.10.1981:
Die Busfahrt ist wegen der Gegend sehr reizvoll. Die Ortschaften liegen sehr weit auseinander, und man bekommt eine Vorstellung von der Größe des Landes. Die Straßen winden sich um jede Ecke, und der Vorteil ist, daß sie das Landschaftsbild nicht zu sehr zerstören. Kurz nach Tepic sehen wir noch die Slums.

In Guadalajara sind wir zunächst einmal vom gigantischen Busbahnhof beeindruckt. Durch Zufall landen wir im Hotel León. Am ersten Abend suchen wir verzweifelt im Stadtzentrum ein nicht-mexikanisches Restaurant [weil wir noch an der Rache Montezumas litten], so daß wir schließlich bei Denny’s landen, wo wir für rund 25 DM einen Gummiadler – der auch so schmeckt – und Salat und Bier verzehren. Anscheinend richten sich die Manager dieser Ketten (unbewußt?) auf den Geschmack des jeweiligen Landes ein. Die Bestuhlung ist aus einem schrecklichen Rot, das in Rosa übergeht. Es scheint aber schick zu sein, dort zu essen (Tussy mit Latzhose).

Markt: „funktional“ sagt eigentlich alles über den Baustil aus. Verkauft werden vor allem Obst, Gemüse, Taschen, Schuhe, Papierblumen und Lederklamotten. Nach einigem Hin und Her kauft Susanne sich Sandalen. Der Preise (100) scheint mir reichlich überhöht, aber der Typ macht nicht den Eindruck, als ob er mit sich handeln ließe. Wir sehen auch drei [US]Amerikanerinnen, eine davon stilvoll in Hot Pants.

Das Essen kostet um die 2 DM, meistens Nudeln (fideos) oder Suppen mit Fleisch oder Fisch. Seltsamerweise gibt es bei den Essensständen keinem jugos. Tortillamaschinen. Krimskrams. Gute tortas, vor dem Markt, aber selbst beim zweiten Kauf versucht der Händler, mich um 10$ zu betrügen. Jede Menge Schuhmacher + seltsam kitschige Kutschen vor dem Platz.

Überhaupt wundert mich, mit was die Leute alles Geld verdienen. Ein weißhaariger Opa, zerlumpt, spielt Gitarre, hält seine blinde (?) singende Frau am Arm, die gleichzeitig den Klingelbeutel hinhält, vor ihnen läuft ein kleiner Junge, der mit einem Stock eine Gitarre simuliert.

Guadalajara
Ich konnte mich genau daran erinnern, dass ich die Blinden fotografiert hatte und fand auch das Foto. Offenbar habe ich das aber bisher nicht veröffentlicht.

Eine Frau singt einfach, eine andere singt und trompetet abwechselnd auf einer Papiertüte. Ein blinder Mann spielt Harfe. Marimba-Kapellen bieten sich für ein Stück an, die in der Stadt spielen umsonst, scheinen bezahlt zu werden. Eine Frau verkauft ganz junge Hunde, ein Mann Erdhörnchen u. ähnliche Tiere. In den Zoohandlungen werden kleine Hunde in Käfigen gehalten, ebenso Vögel von fliegenden Händlern. Die üblichen [unleserlich]. Einer verkauft Schmuck mit irgendwelchen Amuletten zusammen. Jede Menge Uhrenverkäufer. Die Mariachi-Kapellen hingegen scheinen nicht so ausgelastet zu sein, vielleicht ist das auch schon ein Resultat der Radio- und Fernsehsender. Wir sehen sie für Omas spielen. Auf der Plaza und in den Seitenstraßen wir kein Bier verkauft.

Die renovierte Stadt auf der Rückseite der Kathedrale bis zu den Cabañas ist großartig, obwohl man nicht mehr sieht, was alles dafür abgerissen wurde. Großzügige Fußgängerzone, die Häuser mit Arkaden, viele Pflanzen und Wasserspiele, sogar ein richtiger Wasserfall, und – was den [US]Amerikanern am meisten auffällt, alles mit Tiefgaragen unterkellert, und überall absolutes Halteverbot inkl. Einbahnstraßen.

Orozco im Palacio del Gobierno etwas unverständlich, vor allem die Vermischung von Hakenkreuzen und Hammer/Sichel, ansonsten nur Männer.

Fiesta abends: die Feuerwerker auf dem Sims der Kirche bekommen nur jeden zweiten Schuss nach oben, der Rest fällt nach unten auf die Leute. Es wird mit Konfetti geworfen, die Kirche ist gerammelt voll, bis fast in den Kirchenraum wird Ramsch verkauft, wir erwerben eine kleine durchsichtige Kugel zum Umhängen, die mit ein wenig Phosphor gefüllt ist, aber abends im Bett ausläuft und Susanne sich über ihre leuchtenden Schuhe erschrecken läßt.

Fast kaum große Kaufhäuser, aber Restaurants gibt’s auch nicht. Das [Restaurant] Alpes ist ein Reinfall, das einzig „Deutsche“ sind Hamburger. Ein anderes Alpes gegenüber hat geschlossen, ebenso die beiden Kirchen, die wir gestern besichtigen wollten (San Felipe). Aber gegen Quito [Ecuador] ist das alles Ramsch.

Wir treffen noch die beiden Hamburger wieder und speisen Pizza. Der Besitzer, ein Italiener (Bernini Juarez), spricht fließend Deutsch, Englisch und Spanisch. Wir hören noch ein paar Schauergeschichten: Wenn eine Frau zum Essen eingeladen wird, erwartet der Typ spätestens beim zweiten Mal, daß sie in Naturalien zahl. Oder wenn der Hotelmensch sagt, daß er woanders anrufen will, aber es nicht tut und auch nicht Bescheid sagt. Abends sehen wir einige Jungen, die in geschlossenen Geschäftseingängen sitzen bzw. schlafen,.

Stadt: Auf der Plaza de Armas macht die Frente Democratico de Lucha Popular Reklame, mehr Fahnen als Leute, und der Typ schreit sich ziemlich monoton die Seele aus dem Leib. Die Fußgängerzone recht nett, aber die Stadt ist so zerstört wie z.B. Siegen. Due Außenbezirke zeigen das, was von der an der Barranca de Oblatos] gelegenen Architekturfakultät herauskommt: eintönige Blocks im Oranienplatz-Altrosa.

Der 45-er Bus fährt bis zur Universität, keiner steht auf, um Frauen mit Babies Platz zu machen. Der Park mit toller Aussicht, die allerdings durch ständige Musikberieselung durch überall angebrachte Lautsprecher getrübt wird. Ebenso läuft in der „Kantine“ mit guter Fernsicht der Fernseher. In der angrenzenden colonia werden wir mit „Heil Hitler“ begrüßt.

Warum repariert niemand die Auspuffe der Busse? Nur am schlechten Benzin kann es nicht liegen. Der Fußgänger ist Freiwild. Die Stadt liegt im Dunst.

Mestizenkultur: Sie haben zwar neumodischen Kram, können aber nicht damit umgehen oder funktionieren ihn um. Einige Dinge wie komplizierte Rechnungen gefallen ihnen, aber sie sind nur Schmuck. Die Fiesta läßt uns kalt. Die kleinen Spezialitäten zum Essen sind alle sehr teuer. Wir treffen zwei deutsche Männer aus Heilbronn, die seit April in Kanada und USA unterwegs waren und lassen uns gemeinsam über die [US]amerikanische Unkultur aus. Seltsam, wie man durch den Kontakt mit dem Land zu genau denselben Erfahrungen kommt.

Bernini [der Besitzer des Restaurants] ist in Mexiko geboren, seine Mutter stammt aus der Ukraine, er schimpft auf den internationalen Weltkommunismus und über die dumme mexikanische Jugend, die nur etwas über MEW weiß und sonst nichts.

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Clean up

clean up
Clean up your computer by removing unnecessary programs, deleting temporary files, and optimizing storage space. –s 750

„Ein bisschen Aufräumen“ – wenn man erst damit anfängt, hört es nie auf. Zuerst habe ich an meinem freien Sonntagmorgen Skype auf allen Rechnern entsorgt. „Microsoft wird seine Kommunikationssoftware Skype im Mai abschalten und gibt Nutzern die Möglichkeit, zu Teams zu wechseln.“ Das fehlte noch…

Ich habe Teams in meinem letzten Job (auf Englisch) benutzen müssen, und würde das freiwillig nie privat tun. Außerdem habe ich meinen eigenen BigBlueButton-Server (Danke, Minuskel!) Fürs’s Gamen habe ich Discord.

Dann fiel mir auf, dass ich natürlich auch mein Impressum ändern musste, weil dort Skype erwähnt wurde. Dabei blieb es nicht – einiges gefiel mir nicht mehr. Ich konnte mir auch nicht verkneifen, etwas über Secondlife – und dass man dort auch chatten kann – zu schreiben.

Als nächstes kam die footer.php (ganz unten) dran. Dann die Blogroll. Die Links zu „Neukölln“ habe ich rausgenommen, weil mich das allgemeine Gegendere dort nervte. Ich habe dort alle Blogs hineingenommen, die ich pflege. Die URLs weiß ich zwar auswendig, aber so ist es bequemer.

Habe ich jetzt etwas vergessen?

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Leer

leere Wohnungleere Wohnung

Meine Schwester und ich haben am letzten Februar die Wohnung meiner Eltern an den Vermieter übergeben. Damit geht eine Epoche für uns zu Ende. So viele Erinnerungen…. Was wird bleiben?

Das obere Foto ist vom 28.02.2025, das untere vom 24.12.2003.

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Dämliches Pack, reloaded

facebook

Wenn ich das richtig verstehe, fordert mich die Großbourgeoisie auf, die so genannte „Linke“ nicht mehr zu beschimpfen?

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