Technische Probleme allüberall

technical problem
Das technische Problem, eine Schleife zu entschleifen lösen, lässt sich leicht bewältigen, vorausgesetzt, das zu Lösende und der Aufknüpfende befinden sich an demselben Ort zur gleichen Zeit.

Ich traue mich kaum, das qualitätsbewusste Publikum mit drögen technischen Problemen, welchselbige überall und zur falschen Zeit auftauchen, zu belästigen. Wenn ich dereinst auf dem Totenbett liege, werde ich der Tatsache eingedenk sein, dass ich viele Stunden meiner kostbaren Zeit damit verbrachte, an irgendeiner Hard- und Software herumzubasteln anstatt rote Schleifen zu lösen dergestalt, dass die Macher derselben nicht in der Lage waren, sich um die so genannte Usability zu kümmern.

1. Gut, mein Drucker funktioniert jetzt wieder unter Linux – theoretisch. Der Laptop unter Ubuntu will ihn aber immer noch nicht ansteuern, obwohl der sich bekanntlich im Heimnetz nicht verstecken kann und ich sogar seine IP-Adresse kenne. Zugegeben: Heute war ich in Eile und fast schon im Aufbruch zur Lohnarbeit begriffen und dachte, das kriegte ich schnell hin, weil es beim Hauptrechner aka Gamer-PC auch funktioniert hatte. War aber nicht so.

[x] Lösen des Problems verschoben.

Wenn ich jetzt diverse Anleitungen studierte, kriegte ich schlechte Laune und würde den Verfassern gern rechts und links eine watschen. „Auch mit dem Betriebssystem Ubuntu lässt sich problemlos ein Drucker einrichten“. Nein! Gelogen! Das ist eine Fummelei vor der Herrin! Ich bin Zeuge!

technical problem
Sogar meine heißgeliebten Königsberger Klopse machten gestern technische Probleme, weil ich a) die zwei Esslöffel Paniermehl beim Rollen der Kopse vergessen und b) zu viel Flüssigkeit für die Sauce hatte, deren Konsistenz nicht vollkommen, sondern nur medioker war, was meinem Perfektionismus nicht zupasskam.

2. Seit Wochen belästigte mich mein smartes Phone mit aufgeregten Meldungen, der Speicher sei voll. Das hatte ich noch nie, und ich beame die meisten Fotos sofort auf einen oder alle meine Rechner, weil deren Kapazität ins mehrfache Terabytsche geht, was komplett auszunutzen kaum möglich ist. Ich löschte und löschte und löschte, jedes überflüssige Bit, und lernte versteckte Verzeichnisse an unmöglichen Orten kennen, die mit Bildertrash und unnötigen Thumbs vollgemüllt waren. Allein WeChat braucht ein Gigabyte Speicher, und die App brauchte ich nur, wenn ich nach China reisen würde, was ich gar nicht vorhabe. (Ausnahme: Ein Angebot des Sino-German Center (SGC) der USST (University of Shanghai for Science and Technology, „eine Unterkunft kann leider nicht zur Verfügung gestellt werden“) für eine Vorlesung in Deutsch zum Thema „Spezielle Probleme des Übergangs von der Sklavenhaltergesellschaft zum Feudalismus und dessen allgemeiner Charakter aus marxistischer Sicht unter besonderer Berücksichtigung der Domschätze von Essen und Quedlinburg“.)

Irgendwann fiel mir auf, dass die micr0SD die ich meinte zu besitzen, nicht angezeigt wurde. Ich prüfte und googelte und siehe, es war die falsche. Wieso beschwerte sich das „smarte“ Phone nicht bei mir, dass da ein Fremdkörper ihn seinem Hardwarebauch lag?

Zudem müsste ich lernen, wie man eine App auf die microSD verschiebt. Nach welcher Logik das geht oder nicht war ungefähr so einfach zu begreifen wie für Ausländer die Regeln, wann im Deutschen ein Dingwort welches Geschlecht hat. Oder: Es gibt gar keine Logik. Man muss es bei jeder App versuchen.

[x] Problem gelöst.

technical problem
Die hier schon lobend erwähnte Dame hat das technische Problem, wie ihre Nippel zu zeigen wären und gleichzeitig auch nicht, weil sonst der Algorithmenzensor zuschlüge, gelöst.

3. VPN über Windows geht doch noch nicht, ich habe es ausprobiert. Man kann nicht alles haben: Android verbindet sich ohne Zicken und Zucken. Allerdings habe ich – und viele andere alte weiße Männer – ein Problem: Eine dauerhafte Verbindung zur Fritzbox geht nur mit dynamischer IPv4-Adresse. Das wird nicht erklärt. Warum auch? Diejenigen, die sich damit beschäftigen, sind doch sowieso nur Nerds, die das ohnehin schon wissen, oder?

Jede IPv4 Adresse ist nur 32 bits lang. Das bedeutet, dass es theoretisch maximal 232 = 4*109 (4 Milliarden) Adressen geben kann, tatsächlich verwendbar sind aber deutlich weniger. Gut zu wissen! Damit ist mir schon sehr geholfen!

Nun hört mal gut zu, ihr fuckingmanualschreibenden Pappnasen! Es ist mir schnurzpiepegal, wie lange so etwas ist, meinetwegen Fatastilliarden Bits. Ich will wissen, was ich tun muss? Ich bin doch nicht der einzige Mensch, dem so etwas dezidiert entgegengeschleudert wird!

„Du suchst dir eine VPN App“…. haaalt! Wieso erklärt das die Fritzbox nicht? Und ich will keine App benutzen. Ich will nur einen meiner zahllosen Rechner mit meinem Router verbinden. Geht nicht ohne zusätzliche Software? Sagt das doch gleich. Oder schämt ihr euch dessen? (Das ist ein Genitiv!)

[x] Problem ungelöst.

technical problem
Auch das technische Problem, in meiner Wohnung einen Kopfstand zu machen, ohne die Blumen, das Mobiliar oder mich selbst zu beschädigen, habe ich noch nicht gelöst.

4. Ich kann mich um’s Verrecken nicht von weit her mit meiner Fritzbox verbinden. Ich weiß, wie es geht, und vertue mich auch nicht mehr mit den ellenlangen Passwörter und verwechsele auch nicht „Passwort“, IPSec und „vorinstallierter Schlüssel“ (obwohl ich jedes Mal wieder nachgucken muss). Das Problem ist die Authenticator-App, die die Fritzbox jetzt verlangt. Meine Zahlen, die ich per SMS bekomme, gelten alle nicht. Welche App, wird auch nicht verraten. Man kann raten oder einfach alle, die es gibt, ausprobieren. Man hat ja auch Zeit. Oder funktionieren alle? Tun sie nicht.

Ja, ich habe schon wieder Manuals gelesen. Aber hilft alles nichts. Fragen wir Kleinweich höchstpersönlich: „Es ist ein häufiges Problem, den Prüfcode nicht zu erhalten.“ Na super. Und was tut man dagegen?

Nein, ich nehme dann doch lieber Google: „Ein einfacher Neustart Ihres Mobilgeräts kann das Problem beheben. Auch das Deaktivieren von Google Authenticator für Ihr Konto und die anschließende erneute Aktivierung kann helfen.“ Ach was.

[x] Problem ungelöst.

cats
Ich wollt‘, ich wär‘ ein‘ Katz, löst‘ ich all‘ Probleme ratzfatz.

5. Hatte ich schon gesagt, dass ich die technischen Probleme auf meiner Sim alle gelöst habe? (Aber nicht die des fucking WordPress-Templates, das ich nutze. [x] Lösen des Problems verschoben.) Alle unsichtbaren Teleporter gehen – ich musste aber mit Scripten jonglieren. (Das hat ein paar Stunden gedauert, weil ich zuerst versuchte, das System zu nutzen, was ich kenne und was bisher funktioniert hat – vergeblich.)

Auch bekommen die Avatare, falls sie meine Sim betreten, die Regeln und die Landmarke automatisch. (Lest die Features nicht: Man brauchte eine halbe Stunde, um das alles auszuprobieren.)

[x]Probleme gelöst.

Habe ich etwas vergessen? Mir fiele bestimmt noch etwas ein, wenn ich länger nachdächte…

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Kommentare

12 Kommentare zu “Technische Probleme allüberall”

  1. Godwin am Januar 5th, 2023 9:50 p.m.

    gibt nennenswerte Unterschiede zwischen dem Dateimanager + und dem verlinkten „Total Commander“ ??
    whatsApp bläht sich auch endlos auf…

    ansonsten – einen Blick wert:
    dazu passend dann

    ebenfalls aufklärend (und im aktuellen 0-Satz-Jugendsprech).

    Daher: Merke

    und merke bereits vor

  2. admin am Januar 5th, 2023 10:20 p.m.

    Ich mag nur das Outfit vom Total Commander, der erinnert mich sehr an den Norton Commander.

  3. ... der Trittbrettschreiber am Januar 5th, 2023 10:31 p.m.

    Das sind keine Anleitungen sondern verblödeter Bullshit. Diese Verbalkloaken werden von journalistischen MöchtegernbesserwisserInnen geschrieben. Verständlich, denn sie befinden sich in einer medialen Blase, die den Kontakt zur Außenwelt verloren hat, falls er denn JEVERdamn’nochmal existiert hat.
    Billig sind sie allemal. Man stelle sich vor, Sicherheitsinteressen würden von Rentner:Innen m/w/d/x wahrgenommen, weil sie sich in der Bewerbung mit ihrer Lebenserfahrung gebrüstet haben. Sie können schießen – aber wohin nur, the hell?

    Wichtig ist nur, wie mans zischen lässt:

    – Flaschenöffner ansetzen,
    – mit einem Lächeln hochziehen,
    – ploppen lassen,,
    – Gluckern einleiten,
    – diesem Link folgen:

    https://www.youtube.com/watch?v=Rozp27yUlD0

    … und zischsch…

  4. OldFart am Januar 5th, 2023 10:52 p.m.

    Die Fritzbox als VPN-Server zu nutzen, ist ein Trauerspiel. Glückwunsch zu dieser Erkenntnis.

    Besser, das einfach anders anzugehen. Ein Raspberry im Heinmetz kann den Job übernehmen. Die dort laufende VPN-Software ist Open Source, in verschiedenen Varianten je nach Geschmack wählbar, transparent und dokumentiert, nach Gusto konfigurierbar, erzeugt Logs, mit denen man im Ernstfall auch Probleme identifizieren kann und ist nicht von der Updatepolitik und den Implementierungseigenarten des Routerherstellers für seine Firmware abhängig. Kurz gesagt: Man ist auf dem Raspberry tatsächlich Herr des Geschehens, statt mit einer geschlossenen Lösung wie der Fritzbox herumzurätseln. Unterm Strich ist das letztendlich weniger und besser investierte Arbeit. Passende Anleitungen lassen sich mit der präferierten Suchmaschine im Internet finden: „raspberry vpn server“.

    In dieser Konstruktion muß man nur die passenden Ports von außen (Internet) zum Raspberry nach drinnen (Heimnetz) forwarden (in Fritzbox-Speak unter „Internet->Freigaben“). Damit wird die Fritzbox zur reinen Datendurchreiche für VPN-Verbindungswünsche degradiert. Das schafft sie ohne Gezicke. Alles weitere für den VPN-Verbindungsablauf passiert am Raspberry, wo man wesentlich bessere Handlungs-, Eingriffs- und Einstelloptionen hat und was ohne dieses Fritzbox-Gewürge funktioniert.

    Nur mal so als Pointer in eine zielführendere Richtung. Eine vollständige Anleitung würde hier den Rahmen sprengen, gibts aber im Internet, z.B. hier eine von vielen:

    https://www.ionos.de/digitalguide/server/konfiguration/vpn-server-einrichten-via-raspberry-pi-und-openvpn/

    Es gibt nur einen (hoffentlich bald endenden) Grund, das jetzt gerade nicht zu machen: Raspberrys sind zu Zeit praktisch nicht zu erwerben. Bei Ebay werden von Scalpern Mondpreise gefordert. Bei dem einen oder anderen Händler kann man aber gelegentlich einzelne Exemplare erhaschen. Eine weitere Baustelle der allgegenwärtigen Mangelwirtschaft.

  5. /dev/null am Januar 5th, 2023 11:46 p.m.

    Der gute, alte Norton..
    „gesehen, gelacht, eff acht (F8)“

    root explorer gibt dir auf Android Vollzugriff (mit magisk drunter)

    SD-maid ist ganz nett zur halbautomatischen Müllverbrennung.

    Bei cups und Ubuntu vermute ich immer noch ein Zertifikatproblem.

  6. EDV-Opa am Januar 6th, 2023 8:52 a.m.

    Wenn die Fritz!Box eine 7590 ist, dann mach ein Update auf V7.50 falls es noch nicht automatisch passiert ist. Dann steht dir als VPN Lösung Wireguard zur Verfügung. Richte ein myFritz Konto ein und geh durch den VPN Assistenten und erstelle eine Wireguard Verbindung. Den Clienten dafür gibt es für nahezu jedes OS. Mobilgeräte richtet man einfach durch scannen des QR Codes von der FB ein. Geräte ohne Scan Möglichkeit über einlesen der Config Datei aus der Fritte. Das funktioniert meiner Erfahrung nach immer und solange der Provider nicht irgendwas blockiert klappt das problemlos. Außerdem ist Wireguard schneller als IPsec. IPsec wird meiner Erfahrung nach derzeit bei manchen Anschlüssen von 1&1 aktiv behindert.

    Andere Fritzboxen sollen V7.50 nach und nach auch bekommen, sogar die alte 7490 wird wohl noch damit versorgt. Das Roll-Out erfolgt in Wellen.

  7. admin am Januar 6th, 2023 10:37 a.m.

    @EDV-Opa: Hatte ich schon dran gedacht, aber danke fürs Erinnern. Wireguard einrichten für Android: 1 Minute :-) Nachher probiere ich es für Windows vom Büro aus…

  8. ... der Trittbrettschreiber am Januar 6th, 2023 11:45 a.m.

    „Ich wollt‘, ich wär‘ ein‘ Katz, löst‘ ich all‘ Probleme ratzfatz.“

    In Deutschland leben mehr Katzen(16,7 Millionen) als Hunde(10.3 Millionen).
    So wird die Klopapierpanik am Beginn der Pandemie mehr als verständlich.
    Eine der Voraussetzungen, mit einer Katze zusammenzuleben ist wohl eine Überdosis Masochismus.
    Das erklärt den inoffiziellen deutschen Weltmeistertitel im Endlos-Jammern, was ja irgendwie an Miauen erinnert.
    Wer mit Flaschen zusammenlebt, erfährt zwar hin und wieder enttäuschende Plopps – meist zischt es aber…hx.

    https://www.youtube.com/watch?v=2z0DjmDqX6I

  9. godwin am Januar 6th, 2023 3:01 p.m.

    Geld „verdienen“ ohne zu wissen, wie, wofür und warum überhaupt
    https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL2Z1bmsubmV0LzEyMDIyL3ZpZGVvLzE4NjU0ODcvc2VuZHVuZw

  10. nh am Januar 6th, 2023 4:48 p.m.

    Zupass(e) kommen würde dem geneigten Voyeur,
    a) die Schleife mittels Photoshop/Gimp zu eliminieren und
    b) den Rest dem schmachtenden Publikum zu überlassen. Und es schnappen zu lassen.
    Der Dame würde es gefallen.

    VPN ist ein Pseudonym für einen gewöhnlichen Proxyserver.
    NordVPN oder so behält alle meine Gedanken geheim lt. Werbung. Ja klar, da will ich hin !
    So ein Teil z. B. in RU oder CN gemietet und schon bist Du frei. Hehehe.
    So ein Ding in der eigenen Bude ist ein Anlass für lustige SEK-Bekanntschaften, wegen Cyber und so.
    Auswärts gehostet ist man immer abhängig.
    Auch Node-Exits sind nicht mehr sicher, was nu ?
    Dschungelpost.

  11. nh am Januar 6th, 2023 5:11 p.m.

    Das hautenge hautfarbene ist doch DAS Musterbeispiel der Datenverschleierung.
    Es kann sein, muss aber nicht.
    Da beissen sich die NSA Quantencomputer die Zähne dran aus.
    Shit on Keys of RSA, we got a bigger Problem here.
    Childporn, von den Strafverfolgungsbehörden höchstselbst als „Honeypot“ ins Netz gestellt, wird zuverlässig erkannt und verfolgt (ach nee).
    Was bei dem Problem Abhilfe schafft ? KI !!!!!!!!
    Erkennt obszöne Euter auf der Weide, das Melken durch den Senner mit der Hand ist Sodomie und seine Frau hat zugeschaut ist also Mittäterin obwohl sie nur die Kübel gewechselt hat.
    Auch noch strafbewehrt wegen Handlungsfortsatz, volle gegen leere Kübel.
    Nur ein Beispiel. Es ergeben sich unzählige Restriktionsszenarien der herrschenden Klasse.
    Daher ist das Bild oben eine politische Botschaft
    in meinem Sinne. Hide and Seek wie der Brite sagt.

  12. Wolf-Dieter Busch am Januar 7th, 2023 3:34 p.m.

    Dein Deutsch ist zunehmend passabel – mit dieser Ausnahme: die angemessene Tansposition für Microsoft lautet Winzigweich – so viel Rhythmus muss sein.

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