Ungenießbare Wahrheit

teich
Hier gibt es nichts zu fotografieren ausser Wald, daher ein Teich mit Spinnennetz als Symbol für alles.

– Ich darf das Publikum auf einen Artikel in The Hill aufmerksam machen (für die, die noch rational denken können): „The unpalatable truth in Ukraine“.
„And that leaves only one other conceivable outcome: a fragmented and partly dismembered Ukraine, neither fully part of the West nor entirely within the Russian sphere of influence. A Ukraine fragmented in that the whole of the Donbas and perhaps other territories will be left beyond Kyiv’s control; partly dismembered in that Crimea will remain part of Russia (at least in Russian eyes); and not fully part of the West in that it will not be free to join NATO or even to have a meaningful partnership with the EU. Simply put, this outcome is not only not impossible, it’s not even improbable.“

Well said, dude.

– Das schweizer (ja, das schreibt man klein!) Blog „Infosperber“ ist jetzt in der Blogroll, unter Vorbehalt. Gleich ein interessanter Artikel, der die politische Situation in Lateinamerika zusammenfasst: „Süd- und Mittelamerika: Was in vielen unserer Medien unterging“. Den werde ich mir noch mal in Ruhe zu Gemüte führen.

– By the way: Die Front in der Ukraine Ist jetzt rund 1000 Kilometer lang. Falls sich jemand wundert, warum alles so langsam geht: Das ist unter anderem der Grund.

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Kommentare

5 Kommentare zu “Ungenießbare Wahrheit”

  1. André Hüssy am Juni 4th, 2022 9:02 a.m.

    Nachdem Infosperber seinen langjährigen Redaktor Christian Müller im Februar 2022 entlassen hatte (NachDenkSeiten-Müller tobte), kriegt Infosperber vielleicht doch noch die Kurve. Urs Gasches Infosperber war für mich praktisch nicht lesbar, von KenFM und Rubikon in mehreren Punkten kaum mehr zu unterscheiden, finde ich. ‚Das Magazin‘ des Tages-Anzeigers bezeichnete 2018 Infosperber als «ein Forum für Altlinke mit Faible für Verschwörungstheorien». In meinen jungen Jahren war ich einmal Fan von Urs Gasche. Er leitete das Konsumentenschutzmagazin „Kassensturz“ viele Jahre sehr souverän.
    Kommentator Artur Vogel über Christian Müller: „Bevor er zum Russland-„Experten“ wurde, war Christian Müller Nahost-„Experte“ und hat dort publizistisch in ähnlicher Weise gewütet: Israel ist an allem schuld, die Araber sind eine einzige Herde von Unschuldslämmern. Solchen Fake-Journalismus brauchen wir wirklich nicht.“
    https://www.persoenlich.com/medien/christian-muller-nach-kommentar-entlassen

  2. Mitleser am Juni 4th, 2022 9:16 a.m.

    Nun ja, einerseits könnte man Latham zustimmen, sicherlich wird keine der beiden Kriegsparteien die jeweiligen Maximalziele erreichen können.
    Andererseits wundert mich, daß die Grundlage dieser Analyse einfach nur die aktuellen militärische Lage und die jeweiligen aktuellen militärischen Kräfte zu sein scheint.
    Kein Blick auf die jeweiligen Rackets (Oligarchen, Diktatoren etc.) und deren wirtschaftlichen Interessen. Keine Würdigung der Machtlagen und -frage- in Kiew und Moskau – und der Interessen der indirekten Kriegsbeteiligten.
    Auf jeden Fall kann vermutet werden, daß diese Region über Jahrzehnte instabil bleiben wird und es immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommen wird.

  3. ... der Trittbrettschreiber am Juni 4th, 2022 9:31 a.m.

    Ja, diesen Zustand kennen viele Leute, vor allem nach 1945. Man rede nur mal mit den türkischen Mitbürgern, die sich weder in Deutschland als vollständige Staatangehörige fühlen, noch als Türken. Und wie war es mit der Nachkriegsgeneration, die sich hin- und hergerissen durch den eisernen Vorhang quetschte, mal nach drüben, mal nach hüben.
    Und all die Doppelspione – was für ein Leben.
    Aber es war nicht langweilig, die atomare Bedrohung des kalten Krieges saß einem zwar im Nacken, als dumpfleises Kribbelkrampfgefühl aber nicht in der Plumpheit des heutigen Umgangs, sowohl von Seiten der Russen, noch von Seiten der sogenannten Intellektuellen dieses Discounterlandes, in dem bei profitabler Gelegenheit sowohl die Waren, die Sprachgewohnheiten und die Denkerlaubnisse bis auf Sixpackgröße reduziert werden als auch das Vertrauen in eine Zukunft voller Hopfen und Glibber.
    Was also sollen wir tun? Krakauer Würstchen horten? CDs von den Stones preppen? Klopapier bei „Freunden“verstecken?
    Niemand weiß, was kommen mag.
    Die Kugel, irgendwann beim Einkaufen, der Schrapnellsplitter beim Einsteigen in den grauen Metallic-SUV, der Blindgänger auf dem Küchentisch unter dem Loch in der Decke? Vielleicht.
    Bis dahin aber ist immer noch ein bisschen Zeit für ein gedämpft vorsichtiges Zischen in einer anderen Realität…

    https://www.youtube.com/watch?v=zSTwhbxBowI

  4. Corsin am Juni 4th, 2022 11:12 p.m.

    „– Das schweizer (ja, das schreibt man klein!)“

    BS — Laut Duden schreibt man es groß.
    —> https://i.imgur.com/kZtRnVY.png

    Wer Kleinschreibung bevorzugt, sollte sich die Zeit nehmen alternativ „schweizerisch“ zu tippseln.

  5. Wolf-Dieter Busch am Juni 6th, 2022 3:26 p.m.

    @Corsin, ich sekundiere: „das Schweizer Blog“ ist von der Flexion her als Genitiv zu erkennen als „ein Blog der Schweiz“. Der Genitiv des Substantivs „Schweiz“ wird selbstverständlich groß geschrieben.

    (Wäre es ein „deutscher Blog“, würde es sich um ein Adjektiv handeln.)

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