Punishing Quotas oder: Was macht eigentlich das Großkapital?

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Es zittert ein wenig: „Amazon will block and flag employee posts on a planned internal messaging app that contain keywords pertaining to labor unions, according to internal company documents reviewed by The Intercept. An automatic word monitor would also block a variety of terms that could represent potential critiques of Amazon’s working conditions, like “slave labor,” “prison,” and “plantation,” as well as “restrooms” — presumably related to reports of Amazon employees relieving themselves in bottles to meet punishing quotas.“ (via Fefe)

Die müssen ganz schon unter Druck stehen, wenn sie zu so dämlichen Maßnahmen greifen. Die Gewerkschaft ist übrigens unabhängig. „Amazon Labor Union’s Guerrilla“ – sehr schön!

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Kommentare

5 Kommentare zu “Punishing Quotas oder: Was macht eigentlich das Großkapital?”

  1. Wolf-Dieter Busch am April 6th, 2022 8:05 a.m.

    Es gibt eine Amazon Labour Union? Wusst ich gar nicht. Spitze!

  2. Mitleser am April 6th, 2022 9:04 a.m.

    Großer Respekt vor den Arbeitern, die das geschafft haben!
    Jetzt werden wohl wieder noch mehr der schmutzigen Methoden der Kapitalisten und ihrer Büttel erlebbar werden. Ein Blick in die amerikanische Geschichte läßt Schlimmes befürchten.

  3. Juri Nello am April 6th, 2022 9:48 a.m.

    Dinge, die es in Deutschen Firmen Dank der CEOs auch schon seit über 2 Dekaden gibt, mit Ausnahme der Wortfilter.

    Seit Corona kann man ja auch wegen internen Chatverläufen entlassen werden.

    Die deutschen Vorstände und CEOs entblöden sich nicht mal „the best essays about 100 years of American union busting“ durch den Universalübersetzer zu knallen und der gesamten Belegschaft zu schicken, sollte irgendwo das Wort Betriebsrat im Raum geschwebt haben.
    Und sie haben damit sogar Erfolg, da 75 % der Belegschaft Anhänger des sklavischen Führerkultes sind, ihre Rechtslage nicht kennen und auch nicht kennen wollen und ihnen auch die Unterschiede zwischen amerikanischen, deutschen und europäischen Rechten herzlich scheißegal sind.
    Da sie, wie die Teenies in der Penne ihre US-Highschool-Serien, ihre Lieblings-US-Serien nachspielen wollen, begeben sie sich auch gerne schriftlich illegal und willentlich unter amerikanisches Recht.

  4. ... der Trittbrettschreiber am April 6th, 2022 10:39 a.m.

    „…as well as “restrooms” -“

    Müssen müssen heißt noch lange nicht müssen müssen. Das ist ja der Sinn der Freiheit – möglicherweise.

  5. Corsin am April 6th, 2022 6:50 p.m.

    Liest hier jemand mit, der für die Deutsche Post arbeitet?

    Als ich dort vor vielen Jahren einmal ein Gastspiel als Briefträger gab, waren 12-Stunden-Schichten gang und gäbe — nur halt nicht offiziell. Morgens hat man eine Stunde früher als nach Dienstplan begonnen, und sich dann in der ersten Pause eingestempelt — am Abend lief es umgekehrt.

    Betriebsrat und Gewerkschaften hat das nicht die Bohne interessiert. Im Gegenteil: die haben für ein neues Kartenlesesystem gesorgt, mit der Konsequenz, dass ein Zusteller, der seine Tour nicht in der vorgegeben Zeit schafft, erst zum Ausstempeln zurückradeln muss, um dann gegebenenfalls noch einmal 1,5 Stunden für lau zu machen — damit er die nicht ausgetragene Post nicht am nächsten Tag noch obendrauf bewältigen muss.

    Besonders bezaubernd war der zuständige, etwa 26-jährige BWL-Idiot der unser Chef in der Zentrale war und immer dann, wenn uns der Arsch auf Grundeis ging, sich eine halbe Stunde für eine dümmliche Ansprache herausnahm — die uns dann gegen Feierabend natürlich fehlte.

    Wer seinen Spiegel oder Locus erst am Montag im Kasten hat, darf sich bei diesen Schleim-Schnöseln bedanken. — Die Zusteller können nichts dafür, die tun ihr Bestes.

    Lange Rede, kurzer Sinn: das Problem ist nicht auf Amazon beschränkt.

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